Skip to content
Gesundheit

Protokolle statt Patienten: Finanzielle Anreize, Remdesivir bei  US-Kliniken in der „Pandemie“ 

0 Kommentare 2. Oktober 2026 7 Minuten Lesezeit von Dr. Peter F. Mayer

Die offizielle Linie lautete, die Krankenhäuser hätten unter extremem Druck das einzig Vertretbare getan. Ein Roundtable von Senator Ron Johnson am 28. September 2026 und die Abrechnungsregeln, die seit März 2020 gelten, erzählen eine nüchternere Geschichte.

Im Laufe der Geschichte haben sich herrschende Eliten auf ein immer wiederkehrendes Drehbuch (inszenierte Krisen, öffentliche Abschreckungsbeispiele, gekaufte Hierarchien und wirtschaftlicher Zwang) verlassen, um die Bevölkerung gefügig zu halten, und während der COVID-Pandemie kam nahezu jede dieser Taktiken zum Einsatz. Die Politik der Regierung in den USA bescherte Krankenhäusern Zehntausende Dollar pro COVID-Aufnahme, erhöhte die Erstattungen für beatmete Patienten, schützte die Leistungserbringer vor Haftung und machte Remdesivir zum Behandlungsstandard, wodurch starke Anreize für schädliche Behandlungsprotokolle geschaffen wurden.

Bei einer kürzlich abgehaltenen Anhörung im Senat berichteten Familien von auffallend übereinstimmenden tragischen Geschichten über ungeimpfte Patienten, die isoliert wurden, denen mitgeteilt wurde, sie würden sterben, denen sichere, umgewidmete Medikamente verweigert wurden, denen gegen ihren Willen Remdesivir verabreicht wurde und die an Beatmungsgeräte angeschlossen und zu DNR-Verfügungen gedrängt wurden.

Nicht jede Klage ist ein Beweis. Aber die Anreize waren real, die Besuchsverbote waren real, und das Vertrauen in Ärzte und Kliniken ist von 71,5 auf 40,1 Prozent gefallen.

 

Der Roundtable und die 583 Aussagen

Am 30. September veröffentlichte Johnsons Büro die Aufzeichnung der vierstündigen Runde „COVID-19 Hospital Protocols: Real Stories from Real People“. 21 Teilnehmer, Patienten, Angehörige, Ärzte und Pfleger. Johnson sagte, starre Protokolle seien zur Norm geworden, Angehörige hätten Sterbende nicht begleiten können, billige zugelassene Generika seien zugunsten von Remdesivir und Beatmung abgelehnt worden. Sein Büro spricht von 583 Aussagen aus 46 Bundesstaaten Johnson, 30. September 2026. Die C-SPAN-Fassung dokumentiert dieselben Vorwürfe: Remdesivir und Intubation als einzig verbliebene Option, sobald der Impfstatus bekannt war C-SPAN.

Peggy Hokett schilderte den Tod ihres Mannes Raymond 24 Tage nach der Aufnahme in Oklahoma City: Remdesivir, der Satz, er werde sterben, weil er ungeimpft sei, Beatmung ohne Einwilligung. Solche Sätze sind Zeugenaussagen, keine Statistik. Ihre Häufung über Dutzende Staaten ist der Befund, den der Roundtable beansprucht. Eine Auswertung dieses Materials, geschrieben von einem Arzt, der COVID-Patienten ambulant behandelte, steht bei A Midwestern Doctor Substack, 1. Oktober 2026.

Was das Geld tatsächlich tat

Section 3710 des CARES Act vom 27. März 2020 erhöhte das Bezahlung für stationäre Medicare-Fälle mit COVID-Diagnose um 20 Prozent, für die Dauer des Gesundheitsnotstands (AHA zu CMS-Umsetzung, Novitas/CMS). Ab 1. September 2020 verlangte CMS einen dokumentierten positiven Virusnachweis, sonst wurde der Aufschlag zurückgefordert. Das HHS-Inspector-General prüfte später 149 Fälle und fand 146 regelkonform. Der Aufschlag war legal. Die Frage ist, was er steuerte.

Eine Kaiser-Family-Foundation-Auswertung auf Basis der Medicare-Zahlungen von 2017 setzte die durchschnittliche Zahlung für DRG 177, Atemwegsinfekt mit schwerer Komplikation, bei etwa 13.297 Dollar an. DRG 207, Atemwegsdiagnose mit Beatmung über 96 Stunden, lag bei etwa 40.218 Dollar. Mit dem 20-Prozent-Aufschlag wären das rund 48.000 Dollar Einordnung der DRG-Staffel. Kürzere Beatmung, bis 96 Stunden, fiel in DRG 208 und lag dazwischen. Wer nicht intubierte, bekam den niedrigeren Satz.

DRG heißt Diagnosis Related Group, auf Deutsch diagnosebezogene Fallgruppe. Es ist das Abrechnungssystem, nach dem Medicare und viele andere Kassen einen Krankenhausaufenthalt nicht nach jedem einzelnen Verband, jeder Spritze und jeder Liegenacht bezahlen, sondern als einen Fall.

Hinzu kam ab November 2020 die New COVID-19 Treatments Add-on Payment für Remdesivir und Rekonvaleszentenplasma, gekoppelt an denselben 20-Prozent-Bonus und an einen positiven Test (CMS, NCTAP, JD Supra). Unversicherte COVID-Hospitalisierungen wurden gesondert erstattet Fierce Healthcare. Am 17. März 2020 schirmte die PREP-Act-Erklärung die Anbieter von Haftung für medizinische Gegenmaßnahmen ab Federal Register.

Das ist kein Beweis, dass ein Arzt wegen 20 Prozent intubierte. Es ist der Beweis, dass das System Intubation, lange Liegezeit und das teure Präparat besser bezahlte als Zurückhaltung.

Remdesivir als Standard, bevor die Sterblichkeit geklärt war

Anthony Fauci stellte Remdesivir am 29. April 2020 als neuen Behandlungsstandard vor, auf Basis von ACTT-1, das eine kürzere Erholungszeit zeigte, nicht eine gesicherte Senkung der Sterblichkeit laut Medscape. Die WHO-Solidarity-Studie fand später keinen Mortalitätsvorteil. Nierentoxizität stand von Anfang an im Beipackzettel. Trotzdem wurde das Mittel in vielen Häusern zur Aufnahme-Routine, oft innerhalb der ersten Stunden, und die Ablehnung von Ivermectin oder Hydroxychloroquin zur Hauspolitik.

Der Substack-Artikel zitiert eine Anwaltsauswertung von 212 Familienklagen: 72 Patienten hätten Ivermectin erhalten, drei seien gestorben; 140 ohne das Mittel seien alle gestorben. Das ist eine Parteiangabe aus Prozessen, keine kontrollierte Studie, und sie taugt nicht als Wirksamkeitsbeleg. Sie taugt als Hinweis, wie ungleich der Zugang zu dem war, was Angehörige verlangten und Häuser verweigerten. Gerichtsbeschlüsse auf Ivermectin wurden in mehreren dokumentierten Fällen ignoriert oder verzögert. Auch das sind Zeugenaussagen, kein Metaanalysen-Ergebnis.

Isolation als Therapiebestandteil

Besuchsverbote gehörten zum offiziellen Infektionsschutz. In den Aussagen des Roundtables werden sie zu etwas anderem: keine Angehörigen am Bett, Ernährung und Körperpflege vernachlässigt, Unterschriften als Bedingung für einen letzten Besuch, der Satz „Sie sind ungeimpft, was haben Sie erwartet?“. Johnson nannte diese Bemerkungen weit verbreitet. Dass die Architektur des Alleinseins die Kontrolle durch die Familie ausschaltete, ist unstrittig. Wer nicht im Zimmer ist, sieht nicht, was gegeben wird.

Im November 2021 erließ die Biden-Regierung die Notfallregel, die COVID-Impfung für Personal in Medicare- und Medicaid-Einrichtungen vorschrieb. Abweichende Ärzte verloren Stellen, nicht nur Argumente. Der Bericht schildert den Fall des Klinikarztes James Miller: eigene Ambulanz, Konflikte mit dem Hausprotokoll, Peer-Review, am Ende der Ausstieg. Ein einzelner Lebenslauf beweist kein System. Er zeigt, welchen Preis Abweichung hatte, sobald das Protokoll zur Anstellungspflicht wurde.

Wer entscheidet noch selbst

Die American Medical Association dokumentiert den langen Trend weg von der eigenen Praxis. Vor dem Affordable Care Act waren nach ihren Angaben rund 60 Prozent der Ärzte Praxisinhaber oder in inhabergeführten Gruppen; 2024 lagen Praxisinhaberschaft und unabhängige Anstellung deutlich niedriger, je nach Zählung zwischen etwa 35 und 42 Prozent (AMA, Practice arrangements, AMA 2024, Fierce Healthcare). Ein angestellter Arzt, dessen Abteilung nach DRG abrechnet und dessen Protokoll die Rechtsabteilung geschrieben hat, ist nicht derselbe Akteur wie der, der den Patienten seit zwanzig Jahren kennt.

Was vom Vertrauen übrig ist

Eine Auswertung von 24 Online-Befragungen mit 443.455 Erwachsenen in JAMA Network Open setzt den Anteil derer, die „viel Vertrauen“ in Ärzte und Krankenhäuser angaben, bei 71,5 Prozent im April 2020 und bei 40,1 Prozent im Januar 2024 an (Becker’s zu Perlis et al., MedPage Today). Der häufigste genannte Grund für Misstrauen: finanzielle Motive vor der Patientenversorgung, 35 Prozent. Der Rückgang erklärt sich nicht durch Parteizugehörigkeit. Er erklärt sich durch das, was die Leute in den Häusern erlebt haben oder zu erleben glauben.

Die Anreize allein haben niemanden getötet. Ein System, das die teure, protokolltreue und haftungsgeschützte Behandlung besser bezahlt als die zurückhaltende, und das Angehörige vor der Tür lässt, sortiert die Ergebnisse vor. Die 583 Aussagen sind kein Prozessurteil. Sie sind der Grund, warum ein Prozess nötig wäre, der nicht die Angehörigen verhört, sondern die DRG-Logik, die Remdesivir-Routine und die Besuchsverbote.

Diese Berichte passen gut zusammen, was in der EU passiert ist, wie die Daten aus Deutschland beweisen.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.



Killer Medikament Remdesivir

Remdesivir-Opfer klagen medizinische Zentren in den USA auf Schadenersatz

Wie die Politik in der Pandemie an den Fachgremien BfArM, RKI und PEI vorbeiregierte

Teile diesen Artikel

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann. Benutzer haften für den Inhalt ihrer Kommentare.

Entdecke mehr von tkp.at

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen