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Politik

Was sagte Wadephul zu Lawrow in New York?

0 Kommentare 27. September 2026 3 Minuten Lesezeit von Jochen Mitschka

In einer Pressekonferenz wurde der russische Außenminister Lawrow gefragt, was denn der deutsche Außenminister gesagt habe. Seine Antwort wurde in x.com auch übersetzt veröffentlicht.

Als sie sich trafen, fragte Lawrow ihn nach dem Zweck seines Besuches. Der deutsche Außenminister habe daraufhin seine Notizen hervorgezogen und einen Text vorgelesen, der wörtlich wiederholte, was deutsche Politiker offiziell und öffentlich täglich verkünden. Das sei im Wesentlichen, was Herr Wadephul ihm sagte. Er habe nichts Neues daraus entnommen. Der Unterton sei etwa so gewesen wie: „Ich bin gekommen, um Sie zu treffen – ich habe mich herabgelassen, mit Ihnen zu sprechen –, also müssen Sie nun als Gegenleistung für diese ‚Geste des guten Willens‘ meinerseits Zugeständnisse an der ukrainischen Front machen und eine Einigung bezüglich der Schwarzmeerregion sicherstellen, damit Tanker und Frachtschiffe ohne Probleme passieren können.“

Interessant ist, womit Lawrow seinen deutschen Amtskollegen bei dem Gespräch getrollt hat:

Es war die Veröffentlichung eines „Tribunals“ über die Verbrechen von Neo-Nazis in der Ukraine, und die überschrift lautete: „Die Erben von Goebbels: Fälschung der Ereignisse in Butscha und blutige Inszenierungen des Kiewer Regimes„.

Das ganze Gutachten findet man als PDF.
Das Gutachten analysierte „Beweise“ für Beschuldigungen Russlands. Ein Beispiel waren die Namen der Opfer.

Faktenchecker hatten festgestellt, dass das ukrainische Denkmal für die gefallenen Einwohner von Bucha, das als Gedenkstätte für Zivilisten dargestellt wird, die Namen von rund einem Dutzend Angehörigen der ukrainischen Streitkräfte und über 70 Personen enthält, deren Namen keine digitalen Spuren hinterlassen haben, woraus die Vermutung entstand, dass sie möglicherweise nie existierten. Selbst vier Jahre später wurden die Anzeichen der Fälschung nicht „bereinigt“. Der Minister bezeichnete die Stille der westlichen Medien, die die Fälschung hätten aufdecken können, als Teil einer Operation zur Verschleierung der Wahrheit. Falschmeldungen des Kiewer Regimes würden aktiv verbreitet, Korrekturen bleiben ungemeldet.

Bild: Screenshot von Video über das Gespräch

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