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Politik

Hubert Aiwanger tot aufgefunden

0 Kommentare 5. November 2026 2 Minuten Lesezeit von Jochen Mitschka

Der plötzliche Tod des 55-jährigen bayerischen Wirtschaftsministers und Vize-Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger am Mittwochabend hat parteiübergreifend tiefe Bestürzung ausgelöst.

Aiwanger hielt sich in Berlin auf, um das neue Hauptstadtbüro der Freien Wähler zu eröffnen. Dieser wichtigen Veranstaltung am Mittwochnachmittag blieb er jedoch fern und ließ sich kurzfristig vertreten. Als Gäste nachfragten, hieß es laut Berichten, ihm gehe es „sehr sehr dreckig“.

Er blieb in seinem Zimmer im Hotel „Neuer Fritz“ in Berlin-Mitte. Berichte aus Parteikreisen und seinem Umfeld sprechen von Magen-Darm-Problemen oder einem heftigen Infekt, den er sich zuvor eingefangen habe.

Als Vertraute ihn in den folgenden Stunden telefonisch nicht mehr erreichen konnten, wurde nach ihm geschaut. Am Mittwochabend wurde Aiwanger leblos in seinem Hotelzimmer entdeckt. Zuvor soll laut Medienberichten noch ein Pfarrer in seinem Zimmer gewesen sein. In der Nacht sicherte die Kriminalpolizei über Stunden hinweg Spuren im Hotel.

Ermittlungsstand zur Todesursache

Die Staatsanwaltschaft Berlin und die 6. Mordkommission des Landeskriminalamtes Berlin haben ein Routineverfahren eingeleitet. Dies ist bei unklaren Todesfällen außerhalb von Krankenhäusern die Standardprozedur.

Die Ermittler gaben bekannt, dass bislang kein Anfangsverdacht für eine Straftat vorliegt. Aiwanger wies keine äußerlichen Verletzungen auf. Eine Obduktion soll nun Klarheit bringen, ob er einer plötzlichen, akuten medizinischen Ursache (wie einem Herzinfarkt oder Organversagen) erlag. Ein Fremdverschulden soll damit formal ausgeschlossen werden.

Reaktionen und private Situation

Aiwanger war nicht verheiratet, hinterlässt jedoch seine Lebensgefährtin Tanja Schweiger (Landrätin des Landkreises Regensburg) und zwei gemeinsame Söhne. Politische Weggefährten wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder reagierten fassungslos und sprachen von einer „absoluten Tragödie“. Über alle Parteigrenzen hinweg wird Aiwanger als ein streitbarer, aber zutiefst bürgernaher und leidenschaftlicher Vollblutpolitiker gewürdigt.

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