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Politik

Israel setzt Zerstörung und Besatzung in Libanon und Syrien fort – Wiederaufbau gezielt verhindert

1 Kommentare 6. November 2026 3 Minuten Lesezeit von Dr. Peter F. Mayer

Israel setzt seine militärischen Operationen im südlichen Libanon und im südwestlichen Syrien fort. Die wesentliche Aktivität ist die systematische Zerstörung von landwirtschaftlichen Flächen und ziviler Infrastruktur im Libanon sowie die Ausweitung einer „Sicherheitslinie“ tief in syrisches Territorium. Es handelt sich um klare Kriegsverbrechen und Genozid.

Libanon: Verbrannte Erde und gezielte Sabotage des Wiederaufbaus

Die libanesische Landwirtschaftsministerin Tamara al-Zein meldet, dass Israel seit 2023 rund 160 Quadratkilometer Ackerland im Süden des Landes vernichtet hat. Allein zwischen der Invasion im März und August 2026 wurden etwa 70 Quadratkilometer abgebrannt. Vieles davon durch Brandmittel, weißen Phosphor, Glyphosat ergänzt durch Bulldozer und Artilleriebeschuss. Weil israelische Truppen den Zugang zu den Gebieten blockieren, müssen die Behörden auf Satellitenbilder zurückgreifen.

Der Süden Libanons lebt von Landwirtschaft und Olivenhainen. Die Zerstörung trifft die wirtschaftliche Lebensgrundlage direkt. Gleichzeitig bombardiert die IDF gezielt schwere Baumaschinen, die für den Wiederaufbau benötigt würden. Human Rights Watch hatte bereits frühere Angriffe auf Maschinenparks und Zementwerke als mutmaßliche Kriegsverbrechen eingestuft – Hunderte von Baggern, Planierraupen und anderen Geräten wurden zerstört. Die IDF behauptet, die Geräte seien „für die Hisbollah“ bestimmt. Verteidigungsminister Israel Katz prahlte damit, über 60 Dörfer zerstört zu haben.

Das Ergebnis ist absehbar: Selbst wenn die Kämpfe irgendwann enden, fehlt das Gerät, um Schutt zu räumen und neu zu bauen. Die Bevölkerung bleibt vertrieben, die Region entvölkert und wirtschaftlich ruiniert. Dies ist die Fortsetzung von Politik und Aktivitäten Israels seit der Gründung im Jahr 1948.

Syrien: „Sufa 53“ – Besatzung unter dem Deckmantel der Sicherheit

Parallel dazu intensiviert Israel seine Aktivitäten im südwestlichen Syrien, insbesondere im Gouvernement Quneitra. Israelische Kräfte haben zusätzliche schwere Baumaschinen für die sogenannte „Sufa 53“-Linie eingesetzt – einen „defensiven“ Graben und Barrieren, die mitten durch syrisches Territorium verlaufen sollen. Neun Fahrzeuge drangen in Dörfer wie al-Ufaniyah und al-Hurriyah vor, begleitet von Hubschraubern über Daraa. Zwei Zivilisten wurden kurzzeitig festgenommen und später wieder freigelassen – ein bekanntes Muster willkürlicher Verhaftungen.

Die Linie trennt Bauern von ihren Feldern und wird als Sicherheitsmaßnahme gegen die Golan-Höhen verkauft. In Wahrheit handelt es sich um eine schleichende Ausdehnung der Besatzung in die 1974 entmilitarisierte Zone und darüber hinaus. Berichte dokumentieren Tausende von Bodeneinsätzen, Landrodungen, Festnahmen und die Zerstörung von Ackerland seit dem Sturz der Assad-Regierung und Ersetzung durch das Al-Qaida Regime.

Das größere Bild

Beide Schauplätze folgen demselben Muster: Unter dem Vorwand der „Sicherheit“ werden Territorien entvölkert, Lebensgrundlagen zerstört und der Wiederaufbau systematisch verhindert. Im Libanon werden Dörfer dem Erdboden gleichgemacht und Baumaschinen zerschlagen. In Syrien wird eine neue Demarkationslinie mitten durch syrisches Land gezogen. Die internationale Gemeinschaft – allen voran die USA und die EU – liefert weiter Waffen und politische Deckung.

Was hier geschieht, ist keine temporäre Militäraktion, sondern die langfristige Umgestaltung der Grenze durch Fakten vor Ort. Die Zivilbevölkerung zahlt den Preis. Wer das als „Selbstverteidigung“ abtut, ignoriert die Realität der verbrannten Felder, der zerstörten Maschinen und der besetzten Dörfer.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇


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1 Kommentar

  1. Leontinger
    Antworten

    Es stellt sich die Frage, wer hier die Antisemiten sind? Für mich sind es Netanyahu, Ben Gvir und Konsorten!

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