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Politik

Israels anhaltende Kriegsverbrechen im Südlibanon: Olivenernte unter Artillerie und Drohnen

1 Kommentare 28. Oktober 2026 3 Minuten Lesezeit von Dr. Peter F. Mayer

Während im Südlibanon die Olivenernte zu Ende geht, setzt Israel seine systematischen Angriffe fort. Täglich wird aus mehreren Ortschaften in den Distrikten Tyros (Bild oben) und Nabatieh von schwerem Artilleriebeschuss berichtet. Bauern, die versuchen, ihre Bäume zu ernten, arbeiten unter ständiger Bedrohung durch Granaten, Drohnen und nicht detonierte Munition.

Die Olivenernte ist für die landwirtschaftlich geprägte Region wirtschaftlich existenziell. Doch Israel hat im Zuge seiner Invasion und anhaltenden Besetzung großer Teile des Südlibanons tausende Hektar Olivenhaine zerstört – oft mit Brandbomben, Weißphosphor und Glyphosat. Wo die Bäume noch stehen, ist der Zugang streng kontrolliert. Bauern benötigen Genehmigungen, müssen sich teilweise visitieren lassen und riskieren trotzdem, unter Beschuss zu geraten. Drohnen kreisen dauerhaft über den Feldern.

Mehrere Tötungen von Erntehelfern und Landbesitzern sind dokumentiert. Ein pensionierter Soldat wurde bei der Inspektion seines Grundstücks von israelischem Beschuss getötet, andere starben durch Explosionen von Streumunition oder Blindgängern in den Olivenhainen. Die libanesische Umweltministerin sprach von mehr als 16.000 Hektar verbrannter Fläche seit Beginn der eskalierten Angriffe. Israel hält weiterhin rund 630 Quadratkilometer besetzt.

Diese Praxis fügt sich in ein größeres Muster. Amnesty International und andere Organisationen haben wiederholt Angriffe auf zivile Ziele, die systematische Zerstörung von Häusern, Infrastruktur und landwirtschaftlichen Flächen sowie den Einsatz verbotener Munition als mögliche Kriegsverbrechen eingestuft. Die Zerstörung ziviler Objekte ohne zwingende militärische Notwendigkeit und die Behinderung der Rückkehr Vertriebener verstoßen gegen das humanitäre Völkerrecht.

Wobei auch „militärische Notwendigkeiten“ in Israels neuntem Angriffskrieg seit 1948 gegen den Libanon Kriegsverbrechen darstellen. Der Konflikt ist seit Jahrzehnten von wiederkehrenden Invasionen, Besatzungen und intensiven Militärkampagnen gegen den Libanon und gegen in den Libanon vertriebene Palästinenser geprägt.

Währenddessen greift das US-Außenministerium libanesische Stimmen an, die diese Realität benennen. Der einflussreiche Drusenführer Walid Jumblatt hatte vor israelischen Expansionsabsichten gewarnt und einen nationalen Dialog statt einseitiger Entwaffnungsforderungen an die Hisbollah gefordert. Washington reagierte mit einer persönlichen Attacke: Jumblatt kümmere sich nur um sich selbst und habe wenig Rücksicht auf Prinzipien oder die Zukunft des Landes. Jumblatt beharrte auf seinem Recht, seine Meinung zu äußern. Die USA sind Sponsor, Waffenlieferant von Israel, ohne die Unterstützung der USA wären diese Kriege Israels nicht möglich.

Die Beteiligung der USA an Genozid und Kriegsverbrechen sind offenkundig. Während Israel im Südlibanon Dörfer dem Erdboden gleichmacht, Olivenhaine vernichtet und Bauern unter Beschuss setzt, soll jede Kritik an dieser Politik verhindert werden. Die „Sicherheitszone“ dient der langfristigen Kontrolle und Entvölkerung, nicht dem Schutz. Die Olivenbäume, die seit Generationen die Existenz der Menschen sichern, werden zu Kollateralschäden einer Politik, die das Völkerrecht systematisch missachtet – und von westlichen Verbündeten weitgehend gedeckt wird.

Aus Osteuropa zugewanderte Israeelis vernichten uralte Zivilisationen und Kulturen von Semiten, denn Palästinenser und Libanesen sind Semiten.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇

Bild: © Vyacheslav Argenberg / http://www.vascoplanet.com/, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

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1 Kommentar

  1. Leontinger
    Antworten

    Wie ich schon öfter sagte, die schlimmsten Antisemiten sind Israel!

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