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Politik

US-Flugzeugträger verlässt Südchinesisches Meer – Aufbau gegen den Iran geht weiter

6 Kommentare 7. November 2026 4 Minuten Lesezeit von Dr. Peter F. Mayer

Die Flugzeugträgerkampfgruppe um die USS Theodore Roosevelt hat das Südchinesische Meer verlassen und steuert Richtung Naher Osten. Chinesische kommerzielle Satellitenbilder von MizarVision zeigen den Träger zusammen mit dem Kreuzer USS Chosin und dem Zerstörer USS Roosevelt auf dem Weg nach Westen. Ziel ist die Verstärkung der US-Präsenz gegen den Iran.

Laut Military Watch Magazine verließ die Theodore Roosevelt am 27. September ihren Heimathafen San Diego. Sie soll die bereits im Arabischen Meer operierende USS George Washington entlasten oder verstärken. Zuvor war bereits die USS Abraham Lincoln weit über die übliche Einsatzdauer hinaus im Einsatz gehalten worden. Die ständige Umleitung von Trägergruppen aus dem Pazifik zeigt, wie sehr die US-Streitkräfte durch den Iran-Konflikt überfordert sind. Die Bestände an Abfangraketen sind massiv dezimiert, die Wartungszyklen der Schiffe geraten aus dem Takt.

Trump: „Wir könnten Besatzer sein“

Parallel dazu äußerte sich US-Präsident Donald Trump am 6. November in Florida bemerkenswert offen. Gegenüber Reportern sagte er über die Lage im Iran: „Wir sind vielleicht nur ein Besetzer. Wir könnten ein Besetzer sein.“ Gleichzeitig behauptete er, die USA kontrollierten die Straße von Hormus und förderten dort mehr Öl als jemals zuvor in der Geschichte.

Trump relativierte den Konflikt zugleich: Während im Ukraine-Krieg allein im Oktober 25.000 Menschen getötet worden seien, gebe es im Iran seit Monaten kaum Verwundete. Deshalb sei es keine „richtige“ Kriegssituation, sondern eher eine Besatzung. Die Aussagen stehen im Widerspruch zu den fortgesetzten Militärschlägen, zuletzt berichtet bei Qeshm.

Iran: Keine „Papier-Zusagen“ mehr

Teheran reagiert ablehnend. Ali Bagheri Kani, stellvertretender Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, erklärte am 6. November gegenüber dem iranischen Staatsfernsehen: Iran werde sich nicht mehr mit „Verpflichtungen auf Papier“ der USA zufriedengeben. Man verlange konkrete Handlungen, bevor eine neue diplomatische Phase beginnen könne. Die USA hätten in den vergangenen eineinhalb Jahren vier Verhandlungsrunden durch feindselige Aktionen und gebrochene Zusagen zum Scheitern gebracht.

Bagheri verwies auf das im Juni unterzeichnete Islamabad-Memorandum, das nach wenigen Wochen durch erneute US-Angriffe kollabiert sei. Gleichzeitig betonte er die strategische Zusammenarbeit mit Russland: SNSC-Sekretär Mohsen Rezaei hatte in Moskau eine Botschaft des iranischen Führers an Putin überbracht.

Das iranische Korps der Islamischen Revolutionsgarden hat berichtet, dass neuerlich ein unbemanntes Fluggerät vom Typ MQ-1C „Gray Eagle“ der USA über der Insel Qeshm in der Straße von Hormus abgeschossen wurde. Dies ist der jüngste Vorfall in einer Reihe von Verlusten amerikanischer Drohnen im Rahmen des andauernden Konflikts. Laut einer Erklärung, die am 6. November von den iranischen Staatsmedien verbreitet wurde, setzte die Luft- und Raumfahrtstreitkraft der Islamischen Revolutionsgarde ein fortschrittliches Luftabwehrsystem ein, das in das nationale Luftabwehrnetzwerk des Iran integriert ist, um das Fluggerät zu orten und zu zerstören. Die MQ-1 ist die sechzehnte Drohne dieses Typs, deren Abschuss gemeldet wurde, seit die Vereinigten Staaten am 28. Februar den Angriffskrieg gegen den Iran begonnen haben.

Überdehnung der US-Macht

Die Verlegung der Theodore Roosevelt ist Teil eines größeren Musters. Die USA ziehen Kräfte aus dem Pazifik ab, um den Iran-Konflikt zu bedienen – genau dort, wo sie eigentlich China abschrecken wollen. Analysten sprechen bereits vom größten Trägeraufmarsch in der Region seit 2003. Die Kosten sind enorm: erschöpfte Munitionsvorräte, überbeanspruchte Schiffe und eine Marine, die ihre globalen Absichten und Bedrohungen nicht mehr gleichzeitig ausüben kann.

Während Trump von „Besatzung“ und Kontrolle der Ölwege spricht und Teheran konkrete Taten statt leerer Versprechen fordert, verdichten sich die Anzeichen für eine weitere Eskalationsstufe. Die Flugzeugträger fahren nicht für Verhandlungen.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇

Bild: United States Navy U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist Seaman Kaylianna Genier, Public domain, via Wikimedia Commons

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6 Kommentare

  1. Glass Steagall Act
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    Immer noch nichts aus der eigenen Dummheit gelernt! So könnte man den Zustand der USA und von Trump bezeichnen. Das gilt natürlich auch für die Spinner aus dem kleinsten und aggressivsten Staat am Mittelmeer!

    Und dann unbedingt mit dem Kopf durch die Wand wollen, wobei der Kopf schon angeschlagen ist. Scheinbar wollen sie eine zweite Niederlage im Iran und noch mehr Geld verbrennen? Wer glaubt denn noch, dass es hier um das Atomprogramm geht? Nein, wenn die USA diesen Krieg verlieren, und sie werden ihn verlieren, dann ist der Petrodollar wahrscheinlich am Ende! Trump wird in die Geschichte der USA als „der gescheiterte Präsident“ eingehen. Schwer zu ertragen, wenn man ein Narzisst ist. Die Bevölkerung hat „nein“ zum Krieg gesagt und dennoch wird einfach weiter gemacht. Typisch für die heutige Endzeit der fallenden Demokratien!

  2. 1150
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    am 12. november wird die ss untited states, der ehemalige prestigepassagierdampfer und einstige stolz der usa vor der küste florida*s als künstliches riff versenkt.

    ist es eine metapher für den zustand der usa?

    vielleicht gibt es bald noch zusätzliche stählerne riffe, made in usa

    1. Lutz Herzer
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      Versenken wäre gar nicht nötig. Ein Loch im Flugdeck und das Riesending ist völlig wertlos.

      1. Charles M.

        Flugzeugträger sind nutzloser Edelschrott einer vergangenen Epoche. In Zeiten von Raketen und Drohnen völlig wertlos.

  3. Jolantos
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    Hat Xi versprochen, dass er Taiwan in Ruhe lassen wird, solange die USA im Iran morden, damit nach dessen Zerstörung ein ölloses China die volle Aufmerksamkeit der USA genießen kann?

    1. Jochen Mitschka
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      Naja, böse Zungen könnten auch Meinen, dass Xi wartet, bis Washington alle Abfangraketen in seinen Kriegen verbraucht hat ;-)

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