Der pensionierte US-Oberst und ehemalige Stabschef des Außenministers Colin Powell sagt öffentlich das, was in den europäischen Hauptstädten und Redaktionen tabu ist: Die politische Landschaft Europas, wie wir sie heute kennen, ist kein organisches Bündnis unter Gleichen. Sie ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen, systematischen Operation der USA.
In einem Interview mit dem norwegischen Professor Glenn Diesen (19. August 2026) erklärte Lawrence Wilkerson ungeschminkt:
„Ich war dabei.
Wir haben Chefredakteure von Zeitungen gekauft.
Wir haben Gewerkschaftsführer gekauft.
Wir haben Parlamentarier gekauft.
Wir haben zwei Generalsekretäre gekauft: Jens Stoltenberg und Mark Rutte.
Wir haben ganze Länder gekauft – ihren politischen Apparat und das, was sie beeinflusst.“
Diese Aussagen sind in mehreren Zusammenfassungen und Transkripten dokumentiert, unter anderem bei Pressenza und in Clips, die von Glenn Diesen selbst verbreitet wurden.
Die Methode
Wilkerson beschreibt keine vage „Soft Power“. Er spricht von einer gezielten, finanzierten Operation, die vor allem ab 2002 massiv hochgefahren wurde. Milliarden Dollar flossen über die CIA und die USAID. Die „liberale Demokratie“ selbst wurde zur Waffe umfunktioniert. Mit Hilfe von NGOs, Stiftungen und transatlantischen Netzwerken wurden Führungspersonen identifiziert, gefördert und in Schlüsselpositionen gebracht.
Stoltenberg sei als besonders „lenkbar“ innerhalb der norwegischen Regierung aufgefallen. Washington habe ihn als Dreh- und Angelpunkt genutzt, um Einfluss auf andere Hauptstädte auszuweiten. Die Belohnung: der Posten des NATO-Generalsekretärs. Ähnliches gilt für Mark Rutte, dessen harte Linie gegenüber Russland und Israel-freundliche Positionen ihn für Washington attraktiv gemacht hätten.
Historischer Kontext
Das ist keine neue Erfindung. Schon in den 1950er Jahren finanzierte die CIA in Westeuropa massiv Propaganda und beeinflusste Medien und Gewerkschaften, wie Dokumente des US-Außenministeriums belegen. Der verstorbene deutsche Journalist Udo Ulfkotte beschrieb in seinem Buch Gekaufte Journalisten (2014) aus eigener Erfahrung, wie CIA und BND deutsche Medien steuerten – mit bezahlten Reisen, vorgefertigten Artikeln und transatlantischen Netzwerken wie der Atlantik-Brücke oder dem German Marshall Fund.
Wilkerson bestätigt nun aus der Perspektive eines Insiders, dass diese Praxis nicht endete, sondern fortgesetzt und verfeinert wurde – bis hin zur Installation der NATO-Führungsspitze.
Die Konsequenzen
Das Ergebnis ist das Europa, das wir heute sehen: Ein Kontinent, der systematisch gegen seine eigenen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen handelt, der russische Energie boykottiert, sich in einen Stellvertreterkrieg treiben lässt und gleichzeitig immer abhängiger von Washington wird. Wilkerson nennt es ungeschminkt: Europa wurde darauf trainiert, auf Befehl zu bellen.
Die Reaktion der etablierten Medien auf diese Aussagen eines Mannes, der mitten im Apparat saß? Weitgehende Ignoranz oder Schweigen. Hätte ein ehemaliger russischer Offizier Ähnliches über den Kreml gesagt, wären die Schlagzeilen tagelang voll.
Die Originalaussagen Wilkersons und die Berichte darüber sind öffentlich zugänglich:
- Interview-Zusammenfassung und Zitate: Pressenza (deutsch)
- Glenn Diesen / Wilkerson-Clips und Interviews (u. a. August und Oktober 2026)
- Historischer Hintergrund CIA-Propaganda in Europa: US-Außenministerium Archive
Europa wurde nicht „beeinflusst“. Es wurde nach den Worten eines Insiders gekauft. Und die Rechnung zahlt der Kontinent noch immer.
Colonel Wilkerson, former Chief of Staff to the U.S. Secretary of State, explains how they [the White House] bought European leaders and „taught the dogs to bark“.
– „We bought newspaper editors“
– „We bought union heads“
– „We bought parliamentarians“
– „We bought two secretaries general: Jens Stoltenberg and Mark Rutte“
– „We bought whole countries in terms of their political apparatus and what influences them“
https://t.co/27stzS0IKM— Glenn Diesen (@Glenn_Diesen) August 31, 2026
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Wilkerson: Saudi-Arabien und Israel könnten von der Landkarte verschwinden
2 Kommentare
Da ist jetzt nichts neues dran, die Aussagen beschreiben nur das was jeder erkennen kann, der seinen Kopf zum Denken benutzt.
Wir leben in keiner „Demokratie“, sondern werden von organisierter politischer Kriminalität beherrscht, im Grundsatz nicht viel anders wie die letzten tausdend Jahre..
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