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Wirtschaft

US-Dieselerpressung gegen Frankreich und Deutschland

17 Kommentare 1. Oktober 2026 3 Minuten Lesezeit von Thomas Oysmüller

Wenn Deutschland und Frankreich nicht ihre strategischen Reserven freigeben, um den Dieselpreis zu senken, dann werden die USA ihre Exporte nach Europa einstellen. Diese Botschaft hat die Trump-Regierung den beiden größten EU-Volkswirtschaften übermittelt.

Drei mit den Gesprächen vertraute Personen berichteten der Nachrichtenagentur Reuters, die US-Administration habe Berlin und Paris aufgefordert, Notvorräte an Diesel abzubauen, andernfalls drohe ein mögliches Exportverbot für amerikanischen Diesel. Demnach verlangt Washington die Freigabe von bis zu 120 Millionen Barrel durch die EU innerhalb der nächsten sechs Monate. Das würde das Angebot an Diesel erhöhen und die Kosten für die Verbraucher senken – hat die EU aber ein Interesse daran?

Ein US-Vertreter formulierte es gegenüber der Nachrichtenagentur so: Es liege im Interesse Europas, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten, um das Angebot an raffinierten Produkten zu erhöhen und die Kosten für die Verbraucher zu senken. Doch hat die EU wirklich ein Interesse an günstigerem Diesel? Angesichts von „Mobilitätswende“, Klimapolitik und UN-Agenda kann man daran durchaus zweifeln.

Die Trump-Administration braucht dringend eine Entlastung am Markt. Für die Wähler ist der Preis an der Zapfsäule ein entscheidendes Wahlmotiv und im November sind die Zwischenwahlen. Trump hatte bereits im September öffentlich ein Exportverbot erwogen; Energieminister Chris Wright sprach eher von Einschränkungen und erwartete baldige Ankündigungen zusätzlicher europäischer Mengen.

Die Abhängigkeit Europas von US-Diesel ist 2026 stark gewachsen. Nach dem russischen Importstopp und den Störungen durch den Krieg gegen den Iran decken amerikanische Lieferungen inzwischen rund 32 Prozent der EU-Importe von außerhalb des Blocks ab, in Nordwesteuropa etwa 57 Prozent. Frankreich bezieht 36 Prozent seines importierten Diesels aus den USA. Im August exportierten die USA rekordverdächtige Mengen; Europa nahm davon einen erheblichen Anteil auf.

Brisant, was Washington Paris und Berlin vorwirft: Demnach habe man frühere Zusagen im Rahmen einer IEA-koordinierten Freigabe vom März nicht vollständig erfüllt. Damals hatten rund 30 Länder etwa 400 Millionen Barrel Notreserven zugesagt, davon die USA 172 Millionen und die EU-Staaten 20 Prozent. Doch die EU soll dies nicht erfüllt haben.

Nach Reuters-Angaben halten die EU-Länder rund 39 Millionen Tonnen strategischen Diesels und Gasöls (Stand Mai 2025). Deutschland verfügt über 5,6 Millionen Tonnen, Frankreich über 8,2 Millionen – zusammen mehr als ein Drittel der EU-Bestände. EU-Regeln verlangen Vorräte für mindestens 90 Tage Nettoimporte oder 61 Tage Verbrauch.

Die deutsche Wirtschaftsministerin Katherina Reiche soll ein entsprechendes Schreiben des US-Energieministeriums erhalten haben. Das Ministerium reagierte zunächst nicht; aus dem Haus hieß es intern, von den im Frühjahr zugesagten Mengen sei nur ein Bruchteil abgerufen worden. Frankreichs Energieministerium lehnte eine Stellungnahme ab.

Die EU-Kommission, Deutschland, Frankreich, Italien, Irland und Großbritannien berieten am Donnerstag über mögliche Freigaben.


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UK vor Diesel-Rationierungen

Diesel aus Amerika: Europas neue Abhängigkeit

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17 Kommentare

  1. Jurgen
    Antworten

    Man kann natürlich alternativ auch Sonnenblumen anbauen und zu Öl machen, um die mehr als 1EUR Steuer auf dem Dieselkraftstoff zu umgehen… aber das wäre ja einfach nur Autarkie und das will ja kein Schlafschaf, sondern es will lieber von den Wölfen ausgewaidet werden…

  2. 1150
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    gestern in slowenien: € 1,76 für benzin, € 1,93 für diesel

  3. Glass Steagall Act
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    Der Unterschied bei den Politikern von damals zu heute ist, dass sie heute so dermaßen korrupt, ideologisch verseucht und von niedriger Intelligenz sind, dass sie unbedingt ihre vielen Fehler vertuschen wollen! Selbst wenn Russland uns das Öl und Gas schenken würde, hat die heutige politische Versager-Klasse nicht das Rückgrat zu sagen, es tut uns Leid Russland, wir nehmen die Rohstoffe gern, um den Willen unseres Volkes zu entsprechen! Stattdessen sagen sie, selbst wenn unsere Bürger im Winter erfrieren und in Massen sterben, wir nehmen weiterhin keine russischen Energien, denn wir dienen schließlich nicht dem Volk!

  4. triple-delta
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    Der Renner im Fliesenstudio. Die neue Küchenfliese mit Aufdruck: Gelobt sei, was arm macht.

  5. Daisy
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    Trump kann das einfacher lösen. Einfach die Unterstützung für Ukr. einstellen, keine Geheimdienstdaten mehr und an Schneelenski die Mitteilung, dass er sich jetzt schleichen kann. Es ist aus. Dann hat er Frieden in 24 Stunden und die Dieselpreise erholen sich schlagartig. Stattdessen bombardiert der Kokser weiterhin die russ. Dieselraffinerien und scheißt dem Donald damit auf den Kopf.

    Ebenso dachte ich, dass das Angebot des Iran nicht unannehmbar gewesen wäre. Also entweder, die bomben dort ein großes Loch in die Meerenge, sodass die Schiffe wieder durchkommen, oder man sollte mit dem Iran verhandeln und halt nachgeben.

    Naja, wohl ist geplant, dass es nach den Midterms weitergehen soll.

    Doch ehrlich gesagt, so blöd wie das alles jetzt läuft, glaube ich, es geht genau darum, was jetzt geschieht…Die Energieversorgung wird von allen Seiten zerstört, was zu Hunger und Chaos führen wird. Der Winter in EUropa wird hart – und diese Trxtteln verharren weiterhin in Sturheit bei den Sanktionen gegen Russland. Lieber lassen sie uns erfrieren und die ganze Wirtschaft geht den Bach runter, auch die Landwirtschaft, als billiges Russengas zu kaufen.

    Kickl erwähnte das neulich zum Thema Spritpreisbremse. Die ÖVP hatte Ende der 60erJahre, erzählte er, eine Alleinregierung und weil es damals auch zu Engpässen kam, hat man nicht lange überlegt und mit der damaligen noch kxmmxnistischen Sowjetunion, mit dem pösen Breschnew, einen Vertrag zur Gaslieferung abgeschlossen, weil damals die eigene Bevölkerung wichtiger war als die Ideologie. Klarerweise hat er zurecht auch angemerkt, dass die CO2-Steuer sofort zu streichen ist, die MwSt ist auszusetzen und die MÖSt soll runter. Dann brächte es echt was. Das machen die natürlich nicht. Stattdessen gibts jetzt die Paketsteuer, die dem Finanzministerium ca. 300 Mio pro Jahr einbringen soll.

    Dabei hat der pöse Putin schon oft angeboten, dass ein Strang von Nord Stream II noch intakt sei und er jederzeit, den Gashahn aufdrehen könnte.

    Damit nicht genug, immer intensiver versucht man, die Deutschen in den Krieg zu hetzen. Ich denke, das geht auch bald los. Ich glaube, ich befinde mich in einem Horrorfilm…

    1. Varus
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      @“Damit nicht genug, immer intensiver versucht man, die Deutschen in den Krieg zu hetzen. Ich denke, das geht auch bald los.“
      Schülerdemos gegen Wehrpflicht gibt es bereits seit einiger Zeit. Kommt es zu ähnlichen Krawallen wie in Frankreich? Ob man darauf noch Richtung Ostfront mobilisieren kann?

      1. Daisy

        Ja, das habe ich gestern noch bei Jack Reveal gesehen. Ich war äußerst positiv überrascht. Die wollen nicht zum „Kanonenfutter“ von Mördsens Auftraggeber werden. Schaut so aus, als gingen sie diesmal nicht hin.

        Mörds hat so fertig, tritt aber immer noch nicht zurück.

        Weiters will die NATO sich wohl über Kaliningrad ranmachen, weshalb nun Putin selbst mit einer nuklearen Reaktion gewarnt hat. Ich kann nur den Kopf schütteln über soviel Unverantwortlichkeit seitens des Westens. Die spielen ernsthaft mit dem 3. WK.

      2. Varus

        Ungeschnittene gestern – leider kann man den Artikel nicht verlinken: „Werden wir den Fall westlicher Hauptstädte erleben?“ – Zuerst viel über den Klima-Hoax, Deep State, Militarisierung, illegale Einwanderung usw. jahrelang ungelöste Probleme und dann: „… Während die Bürger im Westen über diese Frage nachdenken, nehmen sie die Angelegenheit schnell selbst in die Hand. Die Spanier in Ceuta zerstören staatliche Unterkünfte, die für ausländische Eindringlinge errichtet wurden. Ein britisches Dorf hat für die Abspaltung vom Vereinigten Königreich gestimmt, nachdem die Regierung Pläne angekündigt hatte, eine Armee ausländischer Einwanderer direkt nebenan unterzubringen. Der Preis für den Verrat der Regierung könnte bald der Fall einer westlichen Hauptstadt sein. … Regierungen, die mehr Probleme verursachen, als sie lösen, verdienen es nicht, weiter zu bestehen. …“

        Könnte man wetten, wo zuerst? In Frankreich möglicherweise?

      3. Daisy

        In Spanien demonstrieren Spanier gegen die feindliche Übernahme und Zerstörung ihres Landes, in Schland demonstrieren junge Deutsche gegen die Wehrpflicht und gegen den Krieg. Sie sagen: „Russland bedroht uns nicht.“ Das ist äußerst positiv.

        In Frankreich gibt es keine Schulproteste, sondern das sind Migrantenkrawalle, die mit Unterstützung der Linksextremen á la Berlin Frankreich zu einem „Dritte-Welt-Shithole-Land“ verwandeln werden. Hier steht nicht das Volk auf, sondern die Invasoren und ihre oikophoben Förderer wollen den Aufstand der Franzosen mit Gewalt vermeiden. Es kommt nach Übernahme zum finalen Arschtritt, Enteignung, dann Zerstörung. Peter Scholl-Latour: „Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta.“

        Link folgt

  6. therMOnukular
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    Klar doch, man leert immer seine Diesel-Depots, bevor man in den Krieg zieht.
    Ist auch ausserordentlich entgegenkommend: so spart sich Russland die Raketen und kann sie für den Bundestag verwenden. Meint jedenfalls ein Freund……..

    1. Jan
      Antworten

      Mit Fritze an der Spitze ziehen die deutsch geführten Europäer im aus China gelieferten Billig-Batterie-Panzer gen Stalingrad um diesmal aber wirklich ewigen Sieg einzufahren! Wieder ohne Diesel.

      Oh, jubel, oh, Glücksgefühle! Die intelligenteste Schar der Weltgeschichte.

      Das Ausmerzen von lebensunwertem Leben hat den Deutschen nicht geholfen. Die wollten das schlechte Blut, die Beschwernisse loswerden und sind ohne nicht intelligenter geworden.

  7. Der Zivilist
    Antworten

    Wer schadet den Westeuropäern nun mehr, Washington oder Brüssel, welches die russischen Importe blockiert, wegen ‚unserer Werte‘

    Obwohl, die russischen Importe werden mittlerweile ja von EU Drohnen blockiert.

  8. Jakob
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    Ach wie sind wir braven Europäer doch froh, uns dank der Genialität unserer Führer vom erpresserischem Russland befreit zu haben.
    Glücklich, froh und dankbar!

    1. therMOnukular
      Antworten

      Ja natürlich! Die nahtlose Versorgung zu billigen Preisen war pure psychologische Kriegsführung und sollte uns abhängig machen wie einen Junkie von seinem Dealer!

      Endlich haben sie es geschnallt….;))

  9. VerarmterAdel
    Antworten

    „Wenn Deutschland und Frankreich nicht ihre strategischen Reserven freigeben, um den Dieselpreis zu senken, dann werden die USA ihre Exporte nach Europa einstellen.“
    Und danach können dann beide Länder endgültig versenkt werden.

    1. Jurgen
      Antworten

      Wenn das gemacht wird, fangen deutsche Gespräche (ohne den Bund) mit Russland an…

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