
Diesel aus Amerika: Europas neue Abhängigkeit
Europa wird immer abhängiger von den USA. Von dort werden Rekordmengen an Diesel Richtung Europa exportiert. Marktanalysten sehen Diesel im Zentrum einer kommenden Knappheit, bei der Europa im Mittelpunkt stehen könnte.
Die globalen Dieselmärkte stehen unter massivem Druck. Wirtschaftlich profitieren davon vor allem die USA, die erneut Rekordmengen an Destillaten exportieren – und damit Europa versorgen, das sich in der aktuellen Lage in immer größere Abhängigkeit von den USA begeben hat.
Während Brüssel von einer „Energieunabhängigkeit“ fantasiert und jegliche Importe aus Russland bereits gekappt hat oder kurz davorsteht, hat man die Abhängigkeit von den USA massiv ausgebaut.
Die jüngsten Zahlen der US-Energiebehörde EIA zeigen: In der Woche bis Ende Juli 2026 erreichten die amerikanischen Destillatexporte 1,9 Millionen Barrel pro Tag, den höchsten jemals gemessenen Wert. Bereits fünf Wochen in Folge lagen die Ausfuhren über 1,5 Millionen Barrel täglich. Ein Großteil der Ladungen ging in nordwesteuropäische Häfen.
Die Produktion kommt in den USA nicht mehr mit der Nachfrage nach: Die US-Destillatvorräte fielen auf den niedrigsten saisonalen Stand seit 1996 und liegen rund 12 Prozent unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Trotz hoher Raffinerieauslastung von über 96 Prozent und gesteigerter Dieselproduktion schöpfen Exporteure aus den Beständen. Vor dem herbstlichen Nachfrageschub – insbesondere für Heizöl – ist dies durchaus eine brisante Entwicklung.
Ursächlich werden unter anderem Störungen der russischen Raffinerieinfrastruktur genannt. Schätzungen zufolge waren zeitweise 20 bis über 40 Prozent der russischen Kapazität offline. Moskau reagierte im Juli 2026 mit einem vorübergehenden Diesel-Exportverbot, um die eigene Versorgung zu sichern.
Goldman Sachs sieht Diesel klar im „Epizentrum der Angebotsknappheit“. Analyst Daan Struyven und Co-Leiterin Samantha Dart verwiesen auf den stärksten saisonalen Rückgang der globalen Raffineriedurchsätze seit der Corona-Pandemie – um bis zu 6,5 Millionen Barrel pro Tag im Vergleich zum Vorjahr. Russische und nahöstliche Ausfälle sowie niedrigere chinesische Läufe seien nur teilweise durch höhere Produktion in Amerika und Afrika ausgeglichen worden.
Dart meinte, dass die Lage in Russland bereite besondere Sorge: Das Land sei traditionell ein großer Diesel-Exporteur, habe die Mengen aber stark eingeschränkt. Auch die bevorstehende Winter-Nachfrage erhöhe die Anfälligkeit.
In Europa spitzt sich die Situation besonders zu. Analysten von Morgan Stanley rechnen damit, dass die Dieselbestände bis Jahresende auf Mehrjahrestiefs fallen. Raffineriemargen in Nordwesteuropa erreichten Rekordhöhen von über 60 Dollar pro Barrel über Brent. Gleichzeitig konkurrieren ehemalige Abnehmer russischen Diesels – etwa in der Türkei, Nordafrika oder Lateinamerika – verstärkt um alternative Lieferungen, darunter US-Ladungen.
Die USA übernehmen damit erneut eine Stabilisierungsrolle für Europa – ähnlich wie zuvor beim LNG, als man russischem Gas entsagt hat. US-Raffinerien profitieren von den hohen Margen und der Nachfrage. Doch dort gehen die Bestände deshalb zurück. Besonders vor dem Winter rechnen viele deshalb mit Preissteigerungen; dafür braucht es keine echte Knappheit, sondern nur die Sorge davor.
Bild KI
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Geht nicht allzulange- die USA produzieren selbst deutlich weniger Diesel als sie verbrauchen- im Gegensatz zu Benzin und Leichtölen , eine signifikante Anpassung is sehr teuer und braucht Jahre. Im Herbst ist vermutlich Schluss damit.
Was ist eigentlich aus dem angekündigten Coup geworden, dass ein Trump-Freund die Nord-Stream-Pipeline kauft?
„Diesel aus Amerika: Europas neue Abhängigkeit“
Oh, das macht so viel Sinn…
Adapt2030-YT-Kanal:
„$10 Diesel Is Here: The „Off Switch“ for Civilization?“
$10 Liter pro Gallone ( 3,7854 ) = $2,64 pro Liter in Amiland
Nach EU-Blödistan geschippert dann vermutlich für lächerliche €10 pro Liter zu haben – neben dem Gas für €10 pro kWh.
Und welchen Sinn es macht, eine wie durch ein Wunder intakt gebliebene Leitung wieder aufzumachen, wenn auf der anderen Seite nichts mehr reingeht, entschließt sich mir noch nicht so ganz: https://opium-des-volkes.blogspot.com/2026/08/sie-konnten-wenn-sie-wollten.html