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Politik

48% glauben an Rücktritt von Bundeskanzler Merz vor Jahresende

3 Kommentare 18. September 2026 3 Minuten Lesezeit von Jochen Mitschka

In der YouGov-Erhebung unter 1.611 befragten Erwachsenen sind 48 Prozent der Ansicht, dass Bundeskanzler Friedrich Merz zum Jahreswechsel nicht mehr im Amt sein wird. Nur 31 Prozent glauben, dass er über diesen Zeitpunkt hinaus Kanzler bleibt, 21 Prozent machten keine Angabe. Damit rechnet fast jeder Zweite mit einem Kanzlerwechsel noch in diesem Jahr – ein bemerkenswertes Stimmungsbild so kurz vor zwei wichtigen Landtagswahlen.

Merz steht seit dem Wahldebakel der CDU in Sachsen-Anhalt parteiintern massiv unter Druck, seit Tagen wird offen über seinen Verbleib im Amt spekuliert. Die acht CDU-Ministerpräsidenten haben ihm zunächst öffentlich den Rücken gestärkt – doch das gilt als vorläufige Beruhigung, nicht als Entwarnung.

Der Blick auf Sonntag

Die eigentliche Zäsur könnte an diesem Wochenende folgen: Bei weiteren Niederlagen der CDU in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin könnte am Sonntag eine völlig neue Lage entstehen. Die Ausgangslage ist für die Union in beiden Ländern schlecht:

  • Mecklenburg-Vorpommern: Die CDU liegt in Umfragen nur noch bei 6 bis 7 Prozent und droht aus dem Landtag zu fliegen.
  • Berlin: Die CDU liefert sich mit der Linken ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz eins und könnte den Posten des Regierenden Bürgermeisters verlieren.

Die Position von Merz

Der Kanzler selbst signalisiert Kampfbereitschaft: „Aufgeben ist für mich keine Option„, sagte er vergangene Woche nach der Wahl in Sachsen-Anhalt. Untermauert wird die Dramatik der Lage durch seine persönlichen Beliebtheitswerte: Im ARD-Deutschlandtrend waren im Juni 2025, wenige Wochen nach seiner Vereidigung, noch 39 Prozent mit seiner Arbeit zufrieden – Anfang September 2026 nur noch 13 Prozent, der bislang niedrigste je im Deutschlandtrend gemessene Wert für einen amtierenden Kanzler.

Zusammenfassung

Die Kombination aus historisch schlechten persönlichen Werten, einer offenen K-Frage in der eigenen Partei und zwei potenziell verlorenen Landtagswahlen macht die YouGov-Zahlen politisch brisant. Wichtig für die Einordnung: Die Umfrage misst eine Erwartungshaltung in der Bevölkerung, keine Absichtserklärung aus der CDU-Führung – ob es tatsächlich zu einem Wechsel kommt, hängt vom Wahlausgang am Sonntag und der Reaktion der Unions-Ministerpräsidenten ab. Kritiker sehen allerdings keine Chance auf eine Veränderung der Politik durch einen neuen Bundeskanzler ohne Neuwahlen des Bundestags.

Bild: Screenshot von Videobericht über Merz

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3 Kommentare

  1. Roellchen
    Antworten

    Die Menschen kapieren es einfach nicht.

    Das was diese Eliten an der Spitze hält ist nicht die demokratische Wahl, sondern ihre Lobby aus der US Hochfinanz.

    Oder kennt jemand einen einzigen EU Spitzenpolitiker, der für die Bevölkerung arbeitet?

    Europa, wie es heute ist wurde von der USA nach Bretton Woods so geplant.

    Das was wir heute Demokratie nennen, funktioniert nur dort gut, wo es die US Eliten so zulassen.

    Man hört es nicht gerne. Aber unsere Eliten sind nicht dumm, sondern nur Auftragsleister des Imperiums.

    Das ist auch der Grund

    warum die Eliten, gegen den Willen der Engros der Bevölkerung hunderte Milliarden in die Ukraine schicken,

    Millionen kulturfremde Migranten mit Geld und offenen Grenzen anködern,

    Waffen nach Israel schicken und einen Krieg gegen die Atommacht Russland provuzieren.

    Uns hier ging es ja nicht so schlecht im Windschatten des US Imperiums. Aber diese Hegenomie wackelt und neigt sich dem Ende zu.

    1. 1150
      Antworten

      @,
      es gibt und gab schon eu-politiker die für ihr land arbeiteten, allerdings wurden sie in demokratischen wahlen von der mehrheit der dummen masse der biomasse abgwählt oder werden aus angst vor rääächts von alten vertrockneten weibern niedergebrüllt …..

  2. Hello
    Antworten

    „Kritiker sehen allerdings keine Chance auf eine Veränderung der Politik durch einen neuen Bundeskanzler ohne Neuwahlen des Bundestags.“

    Allein die demokratisch höchst notwendige Neuauszählung der Wählerstimmen könnte eine Veränderung bringen.

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