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Politik

Drohnenkrieg zwischen Russland und der Ukraine eskaliert

7 Kommentare 13. September 2026 4 Minuten Lesezeit von Jochen Mitschka

Der Bericht von Military Summary von gestern Nacht besagt, dass Russland ungewöhnlich viele Drohnen und ohne Unterbrechung ca. 500 Drohnen in 24 Stunden in den Norden der Ukraine und von dort in den Westen geschickt. Der Berichterstatter erinnerte daran, dass in Belarus in den letzten Tagen eine Teilmobilisierung und eine Übung an der Grenze zur Ukraine angekündigt hatte. Wir gehen der Sache nach.

Der Military Summery Channel verbindet das mit den russischen Angriffen und die Mobilisierung als Abschreckung gegen die Ukraine die Grenze zu Weißrussland zu überschreiten, um dort angeblich vorhandene Kommunikationsgeräte zu zerstören, von denen die Ukraine behauptet, dass sie Russland benutzt, um die Drohnen zu steuern.

Belarus: Mobilisierungsübungen und Truppenaufbau

Das belarussische Regime unter Alexander Lukaschenko führt selektive Mobilisierungsübungen und Routinetrainings für Reservisten durch. Zudem gibt es Berichte, wonach Belarus rund 40 Kilometer vor der ukrainischen Grenze in der Region Homiel eine neue Luftlande-Brigade aufbaut.

  • Einschätzung der Geheimdienste: Der ukrainische Grenzschutz und westliche Analysten sehen aktuell keine unmittelbare Gefahr einer Bodenoffensive aus dem Norden. Die Ukraine hat ihre Nordgrenze massiv mit Minenfeldern und Anti-Drohnen-Netzen entlang der Straßen befestigt. Die belarussischen Manöver dienen primär dazu, ukrainische Truppen zu binden und politischen Druck aufzubauen.

Die Rolle von Relaisstationen (Repeatern)

Ein zentraler Streitpunkt ist die elektronische Kriegsführung. Russland nutzt belarussisches Staatsgebiet, um Signale zu verstärken.

  • Im Sommer forderte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Abschaltung belarussischer Relaisstationen, die Russland zur Steuerung von Drohnen tief in das ukrainische Hinterland nutzt.
  • Nach vorübergehender Inaktivität meldete der ukrainische Geheimdienst (HUR) jüngst, dass einige dieser Drohnen-Repeater in Belarus wieder aktiv sind.

Die Repeater in Belarus scheinen die Aufgabe für Russland derzeit noch zu erfüllen, welche Elon Musks Starlink-Satelliten für die Ukraine darstellen. Sie werden aber in nicht allzuferner Zukunft überflüssig werden, da Russland begonnen hat, Satelliten eines Starlink- Analogons in Umlaufbahnen zu bringen.

Russlands neue Drohnen-Massenproduktion

Die Behauptung über den massiven, ununterbrochenen Einsatz von Drohnen deckt sich mit aktuellen Berichten über eine drastische Skalierung der russischen Rüstungsindustrie. Dort wird berichtet, dass Russland anscheinend ca. 3000 Jet-Drohnen der neuesten Generation pro Monat bauen kann. Dabei kann man annehmen, dass die Drohnenproduktion der früheren Generationen aber weiter geführt werden.

  • Neue Technologie: Russland setzt zunehmend auf strahlgetriebene Jet-Drohnen (Typen Geran-4 und Geran-5), die mit bis zu 600 km/h deutlich schneller fliegen als ältere Propellermodelle.
  • 3.000 Drohnen pro Monat: Moskau produziert mittlerweile rund 3.000 dieser schnellen Drohnen im Monat. Diese Masse führt zu permanentem Luftalarm und bringt die ukrainische Luftabwehr – deren Patriot-Bestände stark dezimiert sind – an ihre Kapazitätsgrenzen.
  • Ziele im Westen: Die Angriffe dringen tief in den Westen vor. Sie richten sich gezielt gegen die Energie-Infrastruktur (wie Tankstellen und Treibstoffdepots) sowie logistische Knotenpunkte, um NATO-Nachschublinien zu schwächen.

Die Ukrainische Antwort

Die Ukraine reagiert asymmetrisch. Neben dem Bau des eigenen, günstigeren Abwehrsystems Freyja schlägt Kiew mit eigenen Langstrecken-Drohnen immer tiefer im russischen Hinterland zu. Erst kürzlich gelang ein Drohnenangriff auf Erdgasanlagen in Westsibirien, mehr als 3.000 Kilometer von der Grenze entfernt, um Russlands Kriegskasse direkt an der Quelle zu treffen.

Wenn man die täglichen Berichterstattungen hört, muss man sich wundern, woher die 300 bis 800 Mittel- und Langstreckendrohnen der Ukraine täglich kommen, welche meist vom Osten der Ukraine für Anschläge in Russland genutzt werden. Da Russland systematisch die möglichen Produktionsstandorte zerstört bleibt nur die Vermutung, dass diese Drohnen aus den NATO-Ländern geliefert werden.

Bild: Screenshot von Video über den Drohnenkrieg

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7 Kommentare

  1. alter Mann
    Antworten

    Bei der Auseinandersetzung Ukraine Rußland (einschl. der momentanen Drohnendebatte) komme ich mir etwas veralbert vor, wobei man bei der Ukraine besser Nato / EU / USA sagen sollte. Rußland konnte die Entwicklung ab so 2014 sehr wohl erkennen und bereits gegensteuern, wenn sie es wirklich gewollt hätten. Rußland zieht immer nur nach, wenn die Eskalation anzieht. Machmal könnte man sich fragen, was die russischen Geheimdienste so den ganzen Tag anstellt. Dann kam ja in der Vergangenheit die Eliminierung von Wagner, welcher das „Spiel“ der russischen Regierung beim Ukrainethema massiv kritisierte. Nach Unterlagen von RAND wurde der Krieg ja geplant um Rußland zu binden und freihe Hand in Fern Ost zu haben. Mir kann Keiner erzählen, Rußland hätte nicht die Möglichkeit hier „kurzen Prozess“ zu machen, wenn sie es wirklich wollten, unabhängig von den Sanktionen. Nen afrikanisches Entwicklunsland sind sie nun eigentlich wirklich nicht. Der Iran schaltet mal einfach Starlink komplett lahm und Rußland hat da keine Möglichkeiten oder will es nur nicht?
    So, und nun noch ein Blick auf die anderen auf dem Planeten plazierten Konfliktgebiete und dazugehörigen Player. Da sieht es ja auch oft sehr seltsam aus, was die Akteure da so veranstalten und verbal kommunizieren. Fern Ost wird ja im Moment noch Japan systematisch scharf geschalten und nen Blick Richtung Indonesien nicht vergessen. Was wird / könnte das eigentliche Ziel für „ALLE“ werden, denn es gibt keine Zufälle und wie in dem einen oder anderen Kommentar in der Vergangenheit angerissen – Außerirdische brauchen wir nicht aber auf eine geopolitische Selektion / Aussortierung / totale Neustrukturierung läuft es scheinbar hin nd die netten Menschen in allen Ländern werden gezielt weich gekocht. Dabei mal noch ein Blich auf alle Player bezüglich digitales Geld / Plandemiegedöhns / digitale Identifizierung und Menschensteuerung / Verteuflung von Technik unter Umweltergüssen / Umstellung Landwirtschaft auf indutrieelle Erzeugung usw. usw.. Bin ja offensichtlich nicht der Einzige Schreiberling, welche sich diese Fragen stellt, wenn man mal so durch die Kommentare „fliegt“.

    1. Konrad Kugler
      Antworten

      Können Sie sich vorstellen, daß PUTIN einen Menschen schonenden Krieg führt, einfach weil er ein Christ ist. Wie sähe Kiew aus, wenn die US hier agierten?
      Rußland hat sich vom Kommunismus bekehrt, St. Georg ist im Staatswappen, während diese in den U. S. freimaurerisch sind.
      Wollen Sie das einmal bedenken?

  2. VerarmterAdel
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    Noch üben sie dort nur, bald wird die ganze Welt an der Reihe sein. Und dann gibt es ja auch noch die chinesischen Roboter-Armeen… Wir gehen aufregenden Zeiten entgehen.

  3. Andreas N.
    Antworten

    Im ORF (11.9., ZIB2) durfte Strack-Zimmermann die für sie einzig zulässige Sicht- und Handlungsweise Europas detailiert schildern: Alles für die Ukraine, ohne Limit, denn Russland ist böse und daran darf niemand mit Verstand zweifeln. Wir (EU? Deutschland?) stehen an der Seite Selenskys.
    Die drastische Folge einer immer bösartigeren Eskalation ohne jegliche Gesprächs- und Freidensbemühungen werden uns noch jahrzehntelang beschäftigen. Einer langfristige Zerstörung der Beziehungen zu Russland, die dauerhafte Förderung von Korruption in der Ukraine und Europa sowie die Förderung des internationalen Terrorismus durch abgezweigte Waffen und Munition kann zwar S-Z ausblenden – aber ORF Moderator Martin Thür dürfte das niemals! Keine kritischen Fragen, nichts. Dafür das übliche Sägen an der Neutralität, die üblich Unterstellung hybrider Angriffe (Nachweis??), die übliche Abwertung kriegskritischer Mitmenschen – wie werden wir diese superschlechten Politiker und superschlechte Medien endlich los?

  4. sisp01
    Antworten

    Russland kann jede Eskalation seitens der NATO/Ukraine beantworten. Nur eben mit der 10-fachen Wucht. Mein Urgroßvater war im WK I in Galizien und kam mit Giftgasverletzungen zurück. Später, wenn er über diese Zeit sprach, meinte er: Du kannst gegen die USA, GB oder Frankreich Krieg führen, aber niemals gegen Russland. Übrigens, die Vebrechen die Österreich-Ungarn an den russischen Zivilisten damals in Teilen der Heutigen Ukraine begangen haben, sind grauenhaft. (Laut den Erzählungen meines Großvaters)

  5. cwsuisse
    Antworten

    1.) Entscheidend ist nicht die Frage wieviele Drohnen eine Kriegspartei startet, sondern wieviele ihr Ziel finden und zerstören.
    2.) 3.000 Drohnen im Monat entspricht 100 Drohnen pro Tag. Wie kann Russland dann an einem Tag 500 Drohnen starten?
    3.) Die Ukrainer haben derzeit nicht genügend Soldaten um die bestehende Front zu halten. Wie sollen sie da zusätzlich in Belarus einfallen?

    1. Jochen Mitschka
      Antworten

      Zu 2. Die Zahl von 3000 Drohnen betrifft nur solche mit Düsenantrieb. Tatsächlich hatte Russland in den vergangenen Tagen wesentlich weniger Drohnen in die Ukraine geflogen als von der Ukraine nach Russland unterwegs waren, wodurch man schon vermutet hatte, dass für etwas Drohnen gesammelt würden.
      Zu 3. Sicher geht es nicht um eine Invasion von Belarus, aber Selenskyj hatte angedroht, sich „darum zu kümmern“, gemeint waren tatsächliche oder angebliche Repeater-Stationen für Drohnen auf dem Gebiet von Weißrussland.

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