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Politik

Diesel, Dünger, Hunger: Zwischen Pipeline-Störung, Energie-Lockdown und Weltuntergang

7 Kommentare 16. September 2026 6 Minuten Lesezeit von Thomas Oysmüller

Saudi-Arabiens Ölrouten abgeschnitten, Diesel und Dünger Exporte blockiert, eine historische Hungerkrise und der Kollaps der Zivilisation steht unmittelbar bevor. Solche Beiträge verbreiten sich aktuell rasant.

Ein anonymer X-Account zeichnet ein dramatisches Bild: Saudi-Arabiens Ölrouten seien abgeschnitten, Diesel und Dünger kämen zum Erliegen, eine historische Hungerkrise und der Kollaps der Zivilisation stünden unmittelbar bevor. Sein apokalyptisches Szenario geht viral, wie auch andere Beiträge.

Hier zuerst die beiden Beiträge:

Die ganze Welt steht am Rande eines Zusammenbruchs. Die Länder bereiten sich jetzt auf die tödlichste Nahrungsmittelkrise der Geschichte vor.

Jetzt ist auch die Yasref-Ölraffinerie am Terminal von Yanbu vollständig zerstört worden. Yasref produziert etwa 11 Millionen Gallonen sauberen Diesel pro Tag.Plus Benzin und Schwefel.

Saudi-Arabien kann kein Rohöl und keinen Diesel mehr exportieren. Saudi Aramco hat gerade alle Rohölexporte nach Europa storniert, weil die Ost-West-Pipeline zerstört ist.

Brasilien gehört zu den größten Lebensmittelexporteuren der Welt. Aber selbst Brasilien bricht zusammen. Weil sie 80 Prozent ihres Düngers, Harnstoffs und Schwefels importieren. Und all diese Importe sind jetzt blockiert.

Millionen Lkw, die Getreide von den Farmen zu den Mühlen transportieren, stehen still. Schiffe, die Reis und Weizen transportieren, stehen ebenfalls still. Traktoren, die Felder pflügen und bepflanzen, stehen ebenfalls still.

Die Dieselkrise wird von hier aus nur noch schlimmer.

Das wird Bewässerung und Ernte lahmlegen.

Saudi-Arabien hat jetzt formell den britischen Premierminister gebeten, den Jemen zu bombardieren.

MBS hat außerdem in Dschidda den Chef des US-Zentralkommandos, Admiral Brad Cooper, getroffen. Er hat ihn vor der weltweiten Katastrophe gewarnt, die bevorsteht. In Syrien haben bereits Unruhen begonnen. Sehr wahrscheinlich wird es bald in mehreren Ländern weitere Unruhen geben. Länder könnten beginnen, einander anzugreifen, um die verbleibenden Ressourcen zu kämpfen.

Die menschliche Zivilisation könnte völlig zusammenbrechen.

Am Tag danach schrieb er einen weiteren Text, es erinnert an Warnungen an „Energie-Lockdowns“, die im Frühjahr viral gingen:

Phase 1 des verheerenden globalen Zusammenbruchs hat bereits begonnen.

Bald wird Diesel nur noch für das Militär, Krankenhäuser und Wasserpumpen verfügbar sein. Es wird Ausgangssperren am Wochenende für Restaurants und Geschäfte geben, um den Strombedarf zu senken. Schulen werden auf kürzere Wochen umstellen.

Für Haushalte wird eine Politik mit festgelegten Nahrungsmittelmengen eingeführt.

Die Huthi haben Bab el-Mandeb für Saudi-Arabien geschlossen.

Die Ost-West-Pipeline ist bombenzerstört. Das Ölterminal von Yanbu ist ebenfalls bombenzerstört. Die Straße von Hormus ist ebenfalls geschlossen.

Saudi-Arabien hat keinen Weg mehr, sein Öl zu exportieren.

Sie können keine Petrochemikalien exportieren. Sie können keinen Diesel exportieren. Ammoniak. Harnstoff. Schwefel. Nichts geht mehr raus.

Saudi Aramco wird kein Rohöl mehr nach Europa verkaufen.

Millionen Bahntransporte mit Dünger sind bereits wegen hoher Dieselpreise zum Stillstand gekommen.

Die Treibstoffkrise führt jetzt zu Düngemittelknappheit.

Und als Nächstes werden weltweit sehr wahrscheinlich Millionen Menschen verhungern.

Auch wasserpumpende Systeme, die mit Dieselmotoren laufen, sind in mehreren Ländern schwer getroffen. Pestizidspritzen und das Ausbringen von Stickstoffdünger brauchen ebenfalls Diesel. Bauern haben jetzt keine andere Wahl, als die Pestizidbehandlung zu reduzieren.

Das bedeutet, dass sich sehr wahrscheinlich auch Krankheiten ausbreiten werden.

Russland hat gerade den Export von Erdölprodukten verboten.

China hat Dieselbeschränkungen verhängt.

Und sie kürzen Düngemittel-Exporte.

Amerika erwägt, Dieselverschiffungen einzustellen.

Das sind Supermächte in Panik. Sie wissen, dass etwas ernsthaft schiefläuft.

Angenommen, die Straße von Hormus und Bab el-Mandeb bleiben lange geschlossen.

Dann könnten wir in eine verheerende humanitäre Krise eintreten.

Warnungen vor Engpässen und Rationierungen im Frühjahr 2026 verpufften letztlich. Obwohl der Verkehr durch die Straße von Hormuz massiv eingebrochen ist, gab es am Ölmarkt teilweise eine Entspannung. Saudi-Arabien leitete einen Großteil seiner Exporte über die Ost-West-Pipeline nach Yanbu am Roten Meer um.

Doch am 10. und 11. September wurde diese Leitung angegriffen und außer Betrieb genommen. Danach setzte Aramco die Beladungen in Yanbu aus und stornierte oder verschob einen Teil der September-Ladungen nach Europa. Seither ziehen die Ölpreise kräftig an; in Österreich und Deutschland ist der Dieselpreis an den Tankstellen auf Rekordniveau geklettert.

Zu Yasref, dem Gemeinschaftsunternehmen von Aramco und Sinopec mit rund 400.000 Barrel Verarbeitungskapazität am Tag, kursieren Berichte über einen Treffer und Feuer. Von saudischer Seite und von den Huthi ist das nicht eindeutig bestätigt.

Auch Bab el-Mandeb ist enger geworden: Die Huthi haben zuletzt die Küste um Mokha und die Insel Perim eingenommen. Der Schiffsverkehr ging zurück. Die Gruppe selbst sagt öffentlich, sie wolle die Meerenge nicht vollständig schließen, untersage aber saudischen Schiffen die Durchfahrt.

Saudi-Arabien exportiert weiter über Golf-Terminals wie Ras Tanura und Juaymah und bietet asiatischen Käufern Schiff-zu-Schiff-Umladungen vor Oman an. Der US-Energieminister sprach von einer vorübergehenden Unterbrechung der Pipeline, die innerhalb von Tagen wieder laufen könne; andere Schätzungen reichen bis zu acht Wochen für vollständige Reparaturen.

Doch viele Behauptungen des Postings sind nicht belegt, könnten allerdings zutreffen: Yasref sei „vollständig zerstört“, Saudi-Arabien könne „kein Rohöl und keinen Diesel mehr exportieren“, Aramco habe „alle“ Europalieferungen gestrichen, Brasilien kollabiere bereits, Millionen Lkw, Schiffe und Traktoren stünden still, Riad habe London formell um Bombenangriffe auf den Jemen gebeten, Diesel werde bald nur noch dem Militär, Kliniken und Pumpen vorbehalten sein, Wochenend-Ausgangssperren und Haushaltsrationierungen stünden unmittelbar bevor.

Der Account tritt als Trader auf und veröffentlicht regelmäßig globale Kollapsszenarien. Im Frühjahr arbeitete auch der Mainstream an entsprechender Propaganda. Aktuell ist es eher noch ruhig, obwohl die Lage im Roten Meer und am Golf wohl eher ernster ist als zu Beginn des Jahres – auch weil der Winter bevorsteht.


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7 Kommentare

  1. lotus998dc2ac81f3
    Antworten

    übertrieben und zugespitzt, aber doch mit einer Menge Substanz. Iran und die Yemeniten können den Ölexport Saudi- Arabiens leicht dauerhaft auf Null bringen. Und bisher gat die Welt vor allem auch von Reserven gezehrt- da ist ein Ende absehbar. dazu kommen die mutwillig reduzierten Raffinerie Kapazitäten. Die Raffinerien der USA arbeiten am Anschlag- und decken trotzdem nicht den heimischen Bedarf. Die EU kann das ebenfalls nicht. Rohöl ist also nicht mal das dringendste Problem. Dünger wird aus gas gemacht und die 2 grössten Exporteure sind Russland und Weissrussland. in den USA ist Dünger knapp, obwohl nan gegen die eigenen Sanktionen aus Russland importiert hat. Helium ist kritisch knapp. Europa wird wegen des trockenen Sommer eine schlechte Ernte haben. Die Zeichen stehen durchaus auf Sturm.

  2. Glass Steagall Act
    Antworten

    Die Saudi Arabien, die westlich geprägten arabischen Länder und auch die Welt sollte genau hinsehen was passiert, wenn man den USA in den Allerwertesten kriecht! Denn das ist alles das Ergebnis von Gier, Macht und Wahnsinn!
    Eigentlich sollte die gesamte Welt eine Rechnung für das alles in die USA schicken! Aber nicht mit dem wertlosen Dollar bezahlen lassen, sondern nur mit harter Währung wie Gold oder echten Rohstoffen!

  3. Nurmalso
    Antworten

    Das interessiert mich herzlichst wenig. Mit frdl.Grüßen

  4. Daisy
    Antworten

    If you panic, panic first…

  5. Jurgen
    Antworten

    Man muss das mal deutlich klarstellen, dass man keinen Dünger zum Anbauen braucht (sonst würde Bioanbau nicht funktionieren)! Und man braucht auch keinen Diesel für den Transport wenn man elektrisch fährt (ein Dieselfahrzeug fährt übrigens auch mit Salatöl)!

    Was hier demnach passiert ist reine mediale Panikmache, um die Leute, die dumm genug sind nichts zu hinterfragen, in Angst zu stürzen/halten, weil gewisse (eh schon viel zu reiche) Leute das gesamte Weltfreihandelssystem gezielt abstellen wollen, um die Masse noch viel mehr zu kontrollieren und zu gängeln als bisher eh schon.

  6. sisp01
    Antworten

    Der Mensch ist das anpassungsähigste Lebewesen auf der Erde. Solange es den Planeten nicht zerreisst, ist alles nicht so schlimm.
    Das die Probleme vor allem für die EU immer größer werden, denke ich schon. Die Kombination macht das Problem. Keine Dünger/Gas aus Russland/Belarus. Die USA schleimen sich gerade in Belarus ein. Die arabische Halbinsel wird schrittweise ein Totalausfall für Harnstoff, Öl, Gas usw. China blockiert seltene Erden in die EU. Die Ukraine am Weg zum Rohstoff und Produktions – Totalausfall. Die USA werden möglicherweise den Benzin/Dieselexport stoppen müssen. Russland hat den Treibstoffexport bereits gestoppt .Die Realwirtschaft in der EU ist rückläufig. Die derzeitigen Manipulationen am Aktienmarkt haben ein Ablaufdatum. Das sieht für mich in zwei bis drei Monaten nach einer kräftigen Inflation im Euroraum aus. Starke Verteuerungen in allen Bereichen für alle.

  7. cwsuisse
    Antworten

    Die globale Lage ist tatsächlich bedenklich. Die Mehrheit der Menschen orientiert sich aber an der von der amerikanischen Notenbank manipulierten Börse und damit an einem Kartenhaus.

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