Was lange von der Windkraft-Lobby als „Panikmache“ abgetan wurde, steht jetzt schwarz auf weiß in einem offiziellen Dokument der EU-Kommission: Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) erarbeitet einen Beschränkungsvorschlag für alle Ewigkeitschemikalien – und Windkraftanlagen gehören ausdrücklich zu den betroffenen Anwendungen.
Das ist der politische Offenbarungseid einer Kommission, die jahrelang den massiven Ausbau der Windkraft als alternativlose „grüne Wende“ vorangetrieben hat – und nun einräumen muss, dass sie nicht einmal einschätzen kann, wie mit dem PFAS-Einsatz in eben jenen Anlagen umzugehen ist.
Wörtlich erklärt die Kommission in ihrer Antwort auf die parlamentarische Anfrage des freiheitlichen EU-Abgeordneten Gerald Hauser:
„Solange die endgültige wissenschaftliche Bewertung der ECHA noch aussteht, kann die Kommission nicht einschätzen, wie mit der Verwendung von PFAS in Windkraftanlagen umgegangen wird.“
Brüssel forciert seit Jahren den Bau zehntausender Windräder – und gibt gleichzeitig zu, keine Ahnung zu haben, was die darin verbauten Ewigkeitschemikalien in Böden, Gewässern, Äckern und letztlich im menschlichen Körper anrichten.
Was sind PFAS – und warum sind sie eine tickende Zeitbombe?
PFAS (Per- und Polyfluoralkylsubstanzen) werden nicht umsonst „Ewigkeitschemikalien“ genannt. Sie bauen sich in der Umwelt praktisch nicht ab, reichern sich im Boden, im Grundwasser, in Pflanzen, Tieren und schließlich im Menschen an – mit dokumentierten Folgen für Immunsystem, Hormonhaushalt und die Entwicklung von Säuglingen.
Wie TKP bereits im Dezember 2025 berichtet hat, beziffert eine Studie der University of Arizona die jährlichen wirtschaftlichen Schäden durch PFAS-kontaminiertes Trinkwasser allein in den USA auf mindestens 8 Milliarden Dollar – und das betrifft nur die gesundheitlichen Folgen bei Säuglingen. Der Großteil der PFAS befindet sich laut den Studienautoren noch im Boden und wandert langsam nach unten – in Richtung Grundwasser.
Und genau hier kommt die Windkraft ins Spiel.
Windräder: Die unterschlagene PFAS-Quelle
Dass Windparks ihre Umgebung großflächig mit PFAS kontaminieren, hat TKP mehrfach dokumentiert – etwa im Artikel „Windparks kontaminieren ihre Umgebung mit hoch giftigem PFAS“ vom April 2026 sowie in der umfassenden Analyse „Windräder vergiften Mensch und Tier“.
Die Faktenlage ist eindeutig:
- Rotorblatt-Beschichtungen enthalten Fluorpolymere, die bei Wind, Regen und Sand kontinuierlich abgerieben werden – bei Blattspitzengeschwindigkeiten von bis zu 400 km/h.
- Schmierstoffe und Hydraulikflüssigkeiten in den Gondeln basieren vielfach auf PFAS-Verbindungen; Leckagen und Wartungsablässe gelangen direkt ins lokale Ökosystem.
- Der Abrieb setzt neben PFAS auch Mikroplastik, Glas- und Carbonfasern sowie Bisphenol A frei – jährlich Tausende Tonnen, verteilt über Böden im Umkreis von bis zu 1000 Metern.
- Nachgewiesen ist die Kontamination bereits bei Muscheln und Austern an Offshore-Anlagen sowie bei Wildtieren an Land.
Die Branchenverbände – allen voran WindEurope – wiegeln ab, sprechen von „geschlossenen industriellen Anwendungen“ und berufen sich auf die bürokratische Einstufung bestimmter Fluorpolymere als „Polymer of Low Concern“. Das ist eine bürokratische, keine biologische Einstufung. Sie ignoriert schlicht, dass diese Materialien über die 20- bis 30-jährige Lebensdauer eines Windparks ununterbrochen abgerieben werden und mit dem Ökosystem interagieren.
Der Offenbarungseid: Ausbau nicht mehr argumentierbar
Genau deshalb ist die Antwort der EU-Kommission auf die Anfrage von Gerald Hauser ein Dokument von politischer Sprengkraft. Die Kommission bestätigt darin:
- Die ECHA bewertet seit 2023 einen Beschränkungsvorschlag für alle PFAS.
- Windkraftanlagen gehören ausdrücklich zu den betroffenen Anwendungen.
- Die Kommission kann derzeit nicht einschätzen, wie mit der PFAS-Verwendung in Windrädern umzugehen ist.
Wer diese drei Punkte zusammendenkt, kann zu keinem anderen Schluss kommen:
Solange nicht geklärt ist, wie die Ewigkeitschemikalien aus Windkraftanlagen in die Umwelt gelangen und welche Schäden sie anrichten, ist jeder weitere Ausbau ein Experiment an der Gesundheit der Bevölkerung – ohne Einwilligung, ohne Haftung, ohne Verantwortlichen.
Die Kommission versucht sich derweil mit der Floskel herauszureden, man wolle „die Freisetzung von Schadstoffen begrenzen und mit eindeutigen Anreizen Innovation betreiben, um Alternativen zu finden“. Das ist absurd: Man baut die Technologie, die das Problem verursacht, gleichzeitig massiv aus – und verspricht, irgendwann vielleicht Alternativen zu finden.
Die Konsequenz: Ausbaustopp jetzt
Gerald Hauser hat die einzig logische Forderung formuliert:
„Der weitere Ausbau der Windenergie muss gestoppt werden, solange eine Gefährdung der Gesundheit der Bevölkerung durch Ewigkeitschemikalien möglich ist.“
Dem ist nichts hinzuzufügen. Wer heute noch ein Windrad baut, nimmt wissentlich in Kauf, dass giftige, praktisch nicht abbaubare Substanzen über Jahrzehnte in Böden, Grundwasser und Nahrungsketten gelangen – während die zuständige EU-Behörde selbst einräumt, die Gefahren nicht einschätzen zu können.
Das ist kein Umweltschutz. Das ist industrielle Umweltvergiftung mit staatlichem Segen.
Anfrage Hauser: Anfrage PFAS Hauser
Antwort Kommission: EU-PFAS-E-10-2026-002887-ASW_DEU
Weiterführende TKP Berichterstattung zu PFAS und Windkraft
- Windparks kontaminieren ihre Umgebung mit hoch giftigem PFAS (April 2026)
- Windräder vergiften Mensch und Tier: PFAS-Ewigkeitschemikalien und „fiese Fasern“ als unsichtbare Zeitbombe (April 2026)
- Schäden durch PFAS – „ewige Chemikalien“ im Wasser und von Windrädern (Dezember 2025)
Die Frage ist nicht mehr, ob Windräder PFAS freisetzen – die EU-Kommission hat es schriftlich bestätigt. Die Frage ist, warum trotzdem weitergebaut wird.
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
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Bisamberg-Windpark: Gestern offizielle Info-Veranstaltung in Hagenbrunn
11 Kommentare
In short: Das Windrad ist also eine Sondermüll-Mühle.
Natürliche Klimaänderungen im Laufe der Erdgeschichte
Ulrich Radtke, Rektor Universität Duisburg-Essen
Olaf Bubenzer, Universität Heidelberg
2007_09_00
https://www.researchgate.net/profile/Olaf-Bubenzer-2/publication/318524816_Naturliche_Klimaanderungen_im_Laufe_der_Erdgeschichte/links/5cf7f0034585153c3db726c6/Natuerliche-Klimaaenderungen-im-Laufe-der-Erdgeschichte.pdf
Dierse Forscherrgruppen hat bislang unbekannte Solar-Minima gefunden
Patterns in solar activity over the first millennium CE
Centre for Isotope Research, University of Groningen, Nijenborgh 6, 9747AG Groningen, the Netherlands.
School of Mathematical & Physical Sciences, Macquarie University, 12 Wally’s Walk, Macquarie Park,NSW2113, Australia.
Department of Meteorology, University of Reading, Earley Gate, Reading, RG6 6BB, UK.
School of Natural and Built Environment, The Queen’s University, Belfast, BT7 1NN, UK.
Curt-Engelhorn-Center Archaeometry, D6, 3, 68159 Mannheim, Germany.
Laboratory of Dendroarchaeology, Department of Prehistoric Archaeology, University of Cologne, Weyertal 125, 50931 Cologne, Germany.
2026_01_06
https://doi.org/10.1038/s43247-025-03120-4
https://www.tagesschau.de/wetter/wetterthema/klimamachtgeschichte-100.html
2025_10_24
Als vor etwa 11.000 Jahren die letzte Eiszeit zu Ende ging und sich die Eispanzer nach Norden zurückzogen, begann eine sehr stabile Klimaperiode, die aufstrebenden Hochkulturen ideale Entwicklungsbedingungen bot. Aber auch geringere Klimaschwankungen führten in Europa zu historischen Umwälzungen. ….
Der geplante Netzausbau wird Elektroenergie unbezahlbar machen. Das ist dann auch das Ende der Windräder.
Es wird trotzdem fleißig weiter ausgebaut – auch in allen Gegenden Deutschlands, es wird auch kein Verbot geben. Es ist ja bereits „in Mode gekommen“, seine Verbrechen öffentlich zu kommunizieren – wohlwissend, dass ihnen -wie bei der schlimmsten Giftbrühe ever- keinerlei politische Konsequenzen drohen und auch von der Bevölkerung kein Aufschrei zu erwarten ist.
Die aufgeklärte Minderheit mit ihren Petitionen und sonstigen Aufklärungs-Bemühungen sind doch keine ernstzunehmende Bedrohung für die Verbrecher-Elite, die ihre linientreu-unreflektierten Vasallen in sämtlichen Amtsstuben, Politik und Unternehmen massenhaft hinter sich weiß – die Klima-Glaubenssekte. Die Mehrheitsbevölkerung kennt ja nichtmal die Giftstoffe in den Lebensmitteln, die sie tägl. konsumieren, inkl. PFAS, oder in den Biowaffen-Injektionen usw.usf. – die Infos zu den Windparks werden ebenfalls nicht zu ihnen durchdringen. Aber selbst wenn, sie werden’s nicht glauben:
„Es gibt keinen Unsinn, den man der Masse nicht durch geschickte Propaganda mundgerecht machen könnte.“ Bertrand Russell
das Aufwachen aus dem Mailab(Genlab) Techniktraum, mit dem wir von Kindesbeinen an propagandisiert wurden, wird umso ernüchternder sein. Und der Zeitpunkt des Aufwachens an der bitteren Realität (je mehr Technik desto krank) ist vielleicht näher als die meisten denken.
Tkp hatte ja auch schon einen Spezialisten der Patente für andere Art von Windenergewinnung frei zur Verfügung stellt! Der war alles andere als“ linksgrün“. Es müssen nicht die potthässlichen Türme sein, die gefördert aufgestellt werden und zum Teil auch wegen der Netze mind.10 Jahre lang nichts liefern.
Mit mehr Geld könnten eventuell auch Kontaminationen vermieden werden.
Hierzu würden mich Modelle, plus Natrium- ionen Technologie für Speicherung in kleinräumigeren Gebieten – nicht für die Industrie-, auch interessieren.
Ich glaube dass auch alternative Methoden – und da gibt es einiges mehr als Solar und Wind, im neoliberalem System gefangen sind!
Herr Dieter Hahn -22 Dez. 2025
Na, dann sollte der gute Hauser vielleicht mal seinen Parteifreunden in Niederösterreich sagen, dass der „weitere Ausbau der Windenergie“ gestoppt werden muss. Dort geht mit dem FPÖ-Landbauer der Schwachsinn ungebremst weiter! Auf der Webseite der „Energie- & Umweltagentur des Landes NÖ“ kann man lesen: „Windkraft ist eine der wichtigsten Säulen der niederösterreichischen Stromproduktion. 830 Windräder (Stand Ende 2025) erzeugen rund 5.400 Gigawattstunden“.
Und weiter: „Der Ausbau von Windkraft spielt im NÖ Klima- und Energiefahrplan eine wesentliche Rolle. Bis zum Jahr 2030 soll Windkraft 8.000 Gigawattstunden (GWh) Strom pro Jahr produzieren und damit etwa 50 % des niederösterreichischen Strombedarfs decken. Bis 2035 soll die Produktion auf 12.000 GWh ausgebaut werden“. Als mehr als eine Verdoppelung in 10 Jahren!!!
Früher sprach die FPÖ noch vom „Windradwahnsinn in Niederösterreich“. Und nun ist man voll dabei. Allenfalls kritisiert man, wenn es da und dort keine ordentliche Bürgerbeteiligung gibt oder plötzlich neue, bisher nicht vorgesehene Zielorte ins Gespräch kommen (Waldviertel) – aber der Ausbauplan selbst wird mitgetragen. Systemkompatibel kritisch eben. So wird es wohl auch mit dem zukünftigen „Volkskanzler“ auf Bundesebene weiter gehen.
Hauser ist unermüdlich, bravo, Orden 🎖️
Und sie bauen sie natürlich weiterhin, aber uns sekkierns mit den angeschweißten Kapperln, die ich übrigens runterreiß und zfleiß in die Gegend schmeiße, was ich früher nicht getan habe! Es ist so ein Ärger, man kann die Flaschen zumeist nicht mehr richtig zuschrauben oder pritschelt sich von oben bis unten voll…
Zu groß, zu baufällig, zu schiach, zu sondermüllig, kurz: Windrad… für die lächerliche Leistungsausbeute soviel Sondermüll und Abholzung tief in den Naturschutzgebieten zu erlauben ist schon eine besonders unterirdische Leistung schwachsinnigster Bürokratie!
Ja gut, sie haben keine Wahl, is sich wegen den Klima, ne?
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