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Wirtschaft

Frankreich greift private Ersparnisse an: 17 Prozent auf vergessene Konten

17 Kommentare 2. Oktober 2026 3 Minuten Lesezeit von Thomas Oysmüller

In Frankreich setzt man um, was Ursula von der Leyen gefordert hat: Sie will an die privaten Ersparnisse der Bürger. Paris hat im ersten Entwurf zum Haushaltsgesetz nun die systematische Enteignung skizziert.

Die EU braucht Geld. Schon im Frühjahr 2025 forderte Ursula von der Leyen, privates Kapital ins Visier zu nehmen. Im September erneuerte Leyen ihre Forderung: Private Sparbücher müssten „nützlich“ gemacht werden. Genau das setzt Frankreich nun bereits um, Oppositionspolitiker sprechen von einer „systematischen Enteignung“.

Der französische Wirtschaftssender BFM Business berichtet über Inhalte des französischen Haushaltsgesetzes für 2027. Darin finden sich brisante Details: Der Staat wolle 17 Prozent auf vergessene Konten, Sparbücher und Lebensversicherungen erheben, um 1,4 Milliarden Euro einzunehmen. Demnach geht es um eine einmalige Abgabe auf sogenannte herrenlose Vermögenswerte. Diese Gelder liegen bei der Caisse des Dépôts (CDC) und dienen schon jetzt dem Staat. Nach 30 Jahren ohne Reklamation fallen sie gänzlich dem Staat zu.Auf den Bestand zum 31. Dezember 2026 soll ein Satz von 17 Prozent erhoben werden. Bei einer Bemessungsgrundlage von rund 8,2 Milliarden Euro ergibt das 1,4 Milliarden Euro Einnahmen für 2027 – aus privatem Kapital. Die Regierung bezeichnet die Abgabe als „Vorwegnahme“ der späteren Zuweisung an den Staat. Doch bisher wurde im Laufe der 30 Jahre Verwahrung kein vergleichbarer Abzug vorgenommen.

Offiziell wird der Schritt als harmlos dargestellt: Wer sich meldet, erhält das Geld vollständig zuzüglich Zinsen zurück. Der Staat erstattet den bereits erhobenen Anteil vorab über die CDC. Nur bei endgültig nicht beanspruchten Summen verbleibt die Abgabe beim Fiskus.

Präsidentschaftskandidat Philippot sieht darin dennoch den Einstieg in eine weitergehende Enteignung. Er verwies auf von der Leyens Auftritt vor dem französischen Unternehmerverband Medef. Dort hatte die Kommissionspräsidentin von rund 10.000 Milliarden Euro „fauler Ersparnisse“ gesprochen, die auf europäischen Bankkonten lägen und „in den Dienst der Unternehmen“ gestellt werden müssten.

Auch für zahlreiche weitere Beobachter ist die französische Abgabe ein Testballon: Heute die inaktiven Konten, morgen die regulären Sparguthaben, um Haushaltslöcher und EU-Interessen zu finanzieren.

Geändert: Ersparnisse, Der französische Wirtschaftssender, Nach 30 Jahren, im Laufe, fehlendes „ist“, EU-Interessen; Doppelpunkt vor dem Oppositionssatz und der Name von der Leyen ergänzt.


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17 Kommentare

  1. Daisy
    Antworten

    Grundstücke kaufen, ist kein großes Geschäft, denn der Staat frisst beim Verkauf 30% vom Gewinn. Gold und Silber ist schon immer gut, aber wer damit bezahlen will, wird prinzipiell als Verbrxcher angesehen. Man muss nachweisen, woher man es hat. Das gilt ebenso für alte (faule) Ersparnisse. Wer nicht wie ich jedes Fetzerl Papier aufhebt, der bekommt Schwierigkeiten, denn sein Geld/Gold wird dann illegal und er gilt als Dieb.

    Trotzdem ist es besser, man „erneuert“ altes Sparvermögen und hebt dann eben die Rechnungen besser auf. Womit man nichts verliert, ist Gold. Ich würde es aber bald wieder verkaufen und dann das Geld wieder auf einem Sparkonto dahinfaulen lassen, weil man mit Gold nichts kaufen kann – wo denn? Etwa ein Auto, beim Billa, oder eine Wohnung??? Auf Geld hat man NOCH Zugriff. Auf Gold zu sitzen, ist nicht nur hart, sondern auch kalt.

    Wer Grundstücke hält, muss dafür Abgaben zahlen und sie pflegen…

    So zeigt sich, allzu viel Besitz belastet. Man muss ständig fürchten, dass man bestohlen wird…

    1. Jurgen
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      Tauschmittel sobald das Bargeld abgeschafft ist. Silber natürlich präfferiert wegen der antibiotischen Wirksamkeit.

  2. Jurgen
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    Wenn die Banken den Erben die Konten vorenthalten, ist klar, warum die Gelder da noch rumliegen und nicht wieder im Kreislauf sind, weil das Darlehen ist billigstes Eigenkapital und kann 10fach als neue Kredite verliehen werden. Aber statt den Banken Auflagen zur aktiveren Aufklärung der Rechtsnachfolger dieser Konten zu machen, will der Staat selbst die Darlehen an die Bank zweckverwenden…

  3. Glass Steagall Act
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    Die Sozialisten leben immer vom Speck der Vorgänger! Sie selbst haben nichts zu bieten, außer Diebstahl!

  4. Daisy
    Antworten

    Tipp: Erneuern..kaufts euch was wie zB Gold und Diamenten und verkaufts es wieder. Schon fault das Geld nicht mehr…

    1. Daisy
      Antworten

      Diamanten…:-)

      1. 1150

        @,
        echte diamanten hatten in den letzten zwei jahren einen preisverfall von ca. 26%
        labordiamanten gar einen von 74%.
        de beers hat als reaktion darauf hin seine produktion um 20% gesenkt.
        labordiamanten machen mittlerweile ca. 45 % des schmuckmarktes aus
        tendenz weiter fallend, also keine wirklich stabile wertanlage mehr,
        die nachfrage sinkt und die wirtschaft schwächelt.
        übrig bleibt für die kleinen fische zum erhalt der kaufkraft
        also primär au und als beifang etwas ag, wie bereits seit 5000 jahren
        auch die zentralbanken weltweit zeigen einen ungebrochenen appetit auf beides,
        um sich von den launischen devisenerpressungen eines einzelnen zu befreien

      2. 1150

        bei diamanten ist vertrauen und ein wenig sachkenntnis vonnöten,
        ag oder au bekommt man leichter, einfacher und sicherer bei den bekannten edelmetallhändlern

    2. Daisy
      Antworten

      Btw…Ein Hündchen wird gesucht,
      Das weder murrt noch beißt,
      Zerbrochene Gläser frißt
      Und Diamanten scheißt…
      Johann Wolfgang von Goethe
      ;-)

      1. Jurgen

        Von Gold hat der Goethe wohl nie was gehört? Ach nein, Gold und Silber waren ja damals Zahlungsmittel im eigenen Besitz.

      2. Vortex

        In Zukunft wird ein eigenes Grundstück mit fruchtbarem Boden die vernünftigste Anlage sein …

    3. Jurgen
      Antworten

      Vergrabenes Geld könnte durchaus faulen aufgrund des Wassers und des Bodenlebens…

  5. Roellchen
    Antworten

    Im Prinzip geht das in die Richtung der Änderungen die die deutsche Linke anstrebt.

    Danach gehen besetzte Immobilien schon nach einem Jahr in den Besitz des Besitzers.

    Man könnte ja diese wunderbare Idee auch auf Arbeitsplätze und Friedhöfe umlegen 😂

  6. VerarmterAdel
    Antworten

    „Nach 30 Jahren ohne Reklamation fallen sie gänzlich dem Staat zu.“

    Warum erinnert mich das an die Lebenderklärung?

    1. Jurgen
      Antworten

      Hat damit wohl eher nix zu tun. Auch ein Haus kann nach 30 Jahren ungenutzem Verfall so beansprucht werden als Besitz. Der ehemalige Besitzer geht dann leer aus.

      Die Lebenderklärung (stammt noch aus den Seekriegen im 16.Jh, päpstliche Bulle) musste man hingegen alle 7 Jahre machen, um die Treuhand über die juristische Person mit dem Namen weiter zu behalten (Der Mensch selbst besitzt nichts, nur die juristische Person kann Rechtsgeschäfte machen, einkaufen und Besitz haben). In Deutschland, solange das BGB noch gilt, braucht man keine Lebenderklärung, das ist eine Ausnahmeregelung mit dem Papst/Vatikan erstritten (Bismarck), ziemlich einmalig in Europa, so dass Deutsche keine Lebenderklärung abgeben müssen, sondern immer natürliche und juristische Person sind bis zum Tod. Man lese das BGB mal vom Anfang her… es gibt aber heute Probleme mit dem Geltungsbereich des BGB, wenn der Bund sich auflöst 2030 fällt das BGB, wenn die Gemeindeversammlungen es nicht zuvor auf ihrem Gebiet per Gemeindebeschluß verlängern…

      1. Jurgen

        Wehe den Gemeinden in den ehemals deutschen Gebieten, die sich schon mit der EU verbrüdert haben und das BGB nicht ratifizierten…

  7. Leontinger
    Antworten

    Die Hyäne(n) zeigt und zeigen ihr Gesicht!

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