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Wissenschaft

Krebs – des Rätsels Lösung?

6 Kommentare 2. Oktober 2026 7 Minuten Lesezeit von Univ.-Doz.(Wien) Dr. med. Gerd Reuther

Mikroorganismen und Viren werden sukzessive als vermeintliche Verursacher aller Krankheiten in Stellung gebracht. Eine aktuelle Veröffentlichung behauptet schon einmal, dass jede achte Krebserkrankung aus einer Infektion entstehen würde.

Angeblich gebe es „gesichert karzinogene“ Erregeri . Krebsangst soll jetzt offenbar Menschen in die Spritze treiben, da Infektionen nicht mehr die nötige Panik erzeugen. Ursachenforschung war noch nie eine Tugend der Schulmedizin. Lieber verzichtete man auf Ermittlungen, um Konflikte mit den Mächtigen und Patienten zu vermeiden. Dementsprechend fehlen Toxine, Suchtgifte ebenso wie eigene Behandlungen in den Krankheits- und Todesstatistiken.

Die in vergangenen Jahrhunderten verbreiteten Morde durch Arsenik blieben so unbenannt wie der Zigarettenkonsum als Ursache für Lungenkrebs und Arteriosklerose bis in die 1990er Jahre. Man blieb vage. Früher beschuldigte man unglückliche Planetenkonstellationen oder schlechte Winde. Heute gerne nebulöse Gendefekte.

Jetzt soll sich dies ändern. Viren und Bakterien wären nicht nur heimtückische Killer durch Infektionskrankheiten. Die durch sie verursachten Entzündungen wären für mindestens 12% aller Krebserkrankungen verantwortlich. Generell müsste man sogar davon ausgehen, dass jeder vierte Krebs auf allen Kontinenten auf Infektionen zurückzuführen wäre.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) in Lyon wirft die Zahl von 2,3 Millionen dadurch bedingter Tumorleiden in die Runde. Im Nachsatz muss man allerdings zugeben, dass es sich dabei – wie heute in der Wissenschaft™ üblich – lediglich um eine Schätzung auf Basis des gleichzeitigen Vorhandenseins eines bösartigen Tumors und einer Infektion handelt.

Ausgeblendet wird einmal mehr, dass eine Koinzidenz oder Korrelation keine Kausalität bedeutet. Vor allem, wenn man „Infektionen“ mit PCR-Tests oder anderen untauglichen Laborwerten feststellt. Seit Jahrzehnten werden Viren und Bakterien als mögliche Faktoren für eine Krebsentstehung ins Spiel gebracht, ohne dass dafür Beweise präsentiert werden konnten. Dagegen ist das Auftreten von Infektionen als Folge der Schwächung eines Individuums im Rahmen einer Krebserkrankung eine bekannte Tatsache. Viele Krebspatienten sterben am Ende maßgeblich an einer Infektion, die sich durch Schwäche und Bettlägerigkeit entwickeln.

Es ist gut zu wissen, dass es sich bei der IARC in Lyon um die 1965 gegründete Krebsagentur der WHO handelt. Bill Gates lässt grüßen!

Leere Behauptungen

Ungeachtet dessen behaupten die Auftragsforscher, dass es vor allem fünf Krankheitserreger seien, die bösartige Tumoren verursachen und sogar, dass man sich gegen diese durch Impfungen schützen könne!

  • Dem im Magensaft vorkommenden Bakterium Helicobacter pylori wird inzwischen unterstellt, Magenkrebs auszulösen, weil man seit einer Generation einen Tablettenkrieg gegen das Bakterium unter dem Vorwand von Geschwüren im Zwölffingerdarm führt. Wieso man 9700 Fälle von Magenkrebs in Deutschland darauf zurückführen will, bleibt offen.
  • Humane Papillomaviren (HPV) gelten seit Einführung einer Massenimpfkampagne als Verursacher von Gebärmutterhalskrebs, obwohl man bisher nur einen Zusammenhang mit Warzen und fraglichen Krebsvorstufen herstellen konnte. Dennoch behauptet man inzwischen ohne jegliche Beweise, dass nahezu alle Gebärmutterhalskrebserkrankungen auf HPV-Viren zurückgingen! Noch im Jahr 2009 ging das Deutsche Ärzteblatt von maximal 27% aus.ii
  • Das Hepatitis-B-Virus (HBV) soll gar 2% aller Krebserkrankungen im Jahr 2024 bedingt haben.
  • Das Hepatitis-C-Virus (HCV) wird ebenfalls eine Krebsentstehung nachgesagt und schließlich
  • das zu den Herpesviren gezählte Epstein-Barr-Virus (EBV).

Für die meisten dieser Behauptungen gibt es nicht einmal tierexperimentelle Provokationsstudien, die ohnehin nur eine sehr eingeschränkte Aussagekraft haben.

Vom obligaten Nachweis dieser „Erreger“ bei allen genannten Tumoren bzw. dem Fehlen dieser „Erreger“ bei Gesunden kann keine Rede sein. Selbst die Vermutung, dass diese „Erreger“ einen Ko-Faktor für eine Tumorentstehung darstellen würden, ist spekulativ. Von Risiken für Autoimmunerkrankungen und Krebs durch Impfungen kein Wort.

Der Nachweis von viralen Genabschnitten in Tumorzellen genügt den Forschern als Kausalitätsbeweis. Dabei enthalten unserer Gene jede Menge irgendwelcher „Viren“, die im Laufe der Evolution integriert worden sein sollen. Ähnlich verhält es sich mit Bakterien als vermeintlicher Krebsursache. Weil es im Magen vor allem Helicobacter pylori und kaum andere Mikroben gibt, ist der Schuldige erkannt. Toxine werden gar nicht untersucht.

Der Tunnelblick der Wissenschaft™

Etwas ganz Offensichtliches übersehen die Impflobbyisten im Tarnanzug von Krebsärzten. Wenn Infektionen tatsächlich Krebserkrankungen verursachen würden, müsste die Assoziation von Krebs und Infektionen entweder in allen Bevölkerungen die gleiche Inzidenz aufweisen oder dort verstärkt, wo Infektionskrankheiten häufiger sind, wie in Ländern mit niedrigen Einkommen.

Diese Länder – vor allem Ostasien – sollten demnach mehr als drei Viertel aller infektionsbedingten Krebserkrankungen stellen. Aber warum ist dann der Anteil von Krebserkrankungen in Deutschland mit 2,5% aller weltweiten Krebserkrankungen überproportional hoch, da die Bevölkerung Deutschlands nur 1% der Weltbevölkerung ausmacht?

Die Autoren machen es sich wie immer leicht. Der Anteil von infektionsbedingten Krebsarten wäre in Deutschland mit 5% unterproportional. Die Kalkulation ist entlarvend simpel: da Krebs 2,5 mal so häufig wie der Bevölkerungsanteil ist, dividiert man den Durchschnittswert von 12% durch 2,5 und erhält 5% infektionsbedingte Tumoren in Deutschland. So geht Wissenschaft™ heute.

Eigentlich sollte die überproportionale Krebshäufigkeit hierzulande den Schluss nahelegen, dass Krebs vor allem ein Phänomen medikalisierter postindustrieller Gesellschaften ist. Doch Medizin und andere Kunstprodukte als Ursache von Krebserkrankungen werden bei uns hartnäckig ignoriert, weil man die Hand nicht beißt, die einen füttert. Selbst der inzwischen ursächlich klar belegte Zusammenhang zwischen karzinogenen genetischen Veränderungen und den mod-mRNA-Spritzen wird geleugnet.

Ohnehin ist die von der Krebsmedizin gerne gepflegte Annahme, dass es eine einzelne Ursache für die Entstehung einer Krebserkrankung gebe, unzutreffend. Biologische Regelkreise sind dafür viel zu komplex vernetzt. Weder eine Mikrobe, noch irgendeine Mutation kann alleine ein Tumorwachstum auslösen. Es müssen schon die Tumorkontrollmechanismen eines Organismus überfordert oder außer Kraft gesetzt sein. Der Allgemeinzustand eines Individuums ist nicht nur bei Infektions-, sondern auch bei Krebserkrankungen wichtiger als ein isolierter Faktor.

Fazit

Die Behauptung, dass Krebs eine Folge von Infektionskrankheiten wäre, soll Impfungen auch für die Bekämpfung von Tumorerkrankungen in den Gehirnen der Menschen verankern. Die Pharmaindustrie strebt schon seit den Anfängen der Rockefeller-Medizin das Konzept an, mit einer einzigen Behandlung alle Krankheiten bekämpfen zu können: „one pill vor every ill“ (eine Pille für jede Krankheit). Das spart Forschungsgelder und erhöht die Margen. Da dies bei der „Pille für alles“ schon nicht geklappt hat, versucht man es jetzt mit der mod-mRNA als Allheil- mittel. Der Ausgang der Bemühung ist absehbar…

Bild: Screenshot Webseite MedConnect, Vortrag zu „20 Jahre Impfung – eine Erfolgsgeschichte!“ Dr. Chiara Paternostro

Referenzen

i Rumgay H et al.: Global burden of cancer attributable to infections in 2024: a worldwide incidence analysis. The Lancet Oncology 2026; 27:1237-48

ii Gerhardus A: Gebärmutterhalskrebs: Wie wirksam ist die HPV-Impfung? Dtsch Arztebl 2009; 106(8):330-4

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇


Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Univ.-Doz.(Wien) Dr. med. Gerd Reuther ist Radiologe, Medizinaufklärer und Medizinhistoriker. Er hat eine reihe von Büchern veröffentlicht. Darunter „Heilung Nebensache. Eine kritische Geschichte der europäischen Medizin“, „Hauptsache krank?“ und „300 Jahre Immunisierungsversuche„.


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6 Kommentare

  1. Gabriele
    Antworten

    Ich warte auf den Tag, an dem verkündet wird, dass atmen per se Krebs erzeugt, also Luft anhalten (stimmt irgendwie sogar wegen der Oxidation). Also bitte Luft anhalten! Und nur wenn man vor dem Schlafengehen 50 Kopfstände macht und nach dem Aufstehen drei mal auf allen Vieren durch die Wohnung läuft und bellt, lässt sich das Schlimmste verhindern. Aber zusätzlich sind natürlich alle wichtigen „Impfungen“ nötig – etwa 50 pro Jahr und immer schön alle 3 Monate alle auffrischen.
    Grippe ist im Anmarsch – bitte auch drei Masken übereinander tragen, das unbedingt! Die erste Person beim Billa habe ich gestern schon gesehen. Und Tierhalter: Hunden und Katzen Masken aufsetzen, die sind auch so furchtbar ansteckend… weitere Vorgaben folgen – „Experten“ arbeiten schon daran.

  2. Jurgen
    Antworten

    Also, als aufmerksamer tkp Leser, weiss man inzwischen, dass auch noch ganz andere Parasiten Krebserreger sein müssen, wenn auch „Entwurmungsmittel“ gegen Krebs helfen können. Ein weiteres Mittel gegen „Hautkrebs“ (D3 Debatte mal außen vor) ist das gute alte Rhizinusöl, aus dem Götterbaum gewonnen, das sogar Muttermale zurückbilden kann und auch gegen Warzen hilft; zumindest bei mir so geschehen.

    Einige Punkte aus den Büchern z.B. „Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe“, sind völlig relevant und sobald man seinen Geist von erlernter Todesangst auf Lebenwollen umprogrammiert hat und die tieferen Gründe verstehen will, funktioniert das dann auch. Da darf man auch Rüdiger Dahlke danken über das Buch „Krankheit als Weg“. Oder Luise Hay. Oder all die anderen, die den Geist über den Körper stellten und die Psyche als Ausführer der unbewußten Absicht sahen.

    Und seit Dr. Murphy wissen wir, dass das Unterbewußtsein auf dem Niveau eines 3-jährigen stagniert und mit Negierungen überhaupt nichts anfangen kann und diese ganz ignoriert. Für das Unterbewußte, das nur mit Objekten und Beziehungen derselben umgeht, heißt : Ich will nicht sterben = Ich will sterben, Ich will nicht leben = Ich will leben, es darf nicht schiefgehen = es darf schiefgehen, usw.

    Die 10 Gebote sind ein durch Menschen geschaffener Scheixendreck, um das Bewußsein gegen das Unterbewußsein auszuspielen. Mit Gott hat das nichts zu tun, mit Macht aber sehr viel.

    1. bribrei
      Antworten

      @Jurgen
      „Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe“ – „Rüdiger Dahlke“ – Louise L. Hay „Heile Deinen Körper“ – „Die 10 Gebote sind ein durch Menschen geschaffener Scheixendreck, um das Bewußsein gegen das Unterbewußsein auszuspielen.“
      DANKE – jeder Satz hat es auf den Punkt gebracht!

  3. anamcara
    Antworten

    Wer sich diese Studie mal unvoreingenommen anschaut, sieht doch das Problem: Da wurden keine echten Patientenakten ausgewertet, sondern reine Computer-Modellierungen gefüttert. Weil es im globalen Süden kaum Krebsregister gibt, füllt die WHO die Datenlöcher einfach mit Schätzungen auf und gaukelt uns eine Präzision vor, die es in der Realität gar nicht gibt.

    Das ist doch die perfekte Ausrede, um die echten Probleme wie Armut, Dreckswasser oder Umweltgifte komplett zu ignorieren. Man schiebt die Schuld lieber nur auf Viren. Warum wohl? Weil die WHO in ihrer IARC-Pressemitteilung direkt nach „Investitionen in neue Werkzeuge wie EBV-Impfstoffe“ ruft. Und Überraschung: Die Pharma-Pipeline von Moderna steht mit genau diesen mRNA-Spritzen schon bereit. Erst bastelt der Computer die Bedrohung, damit danach die Kasse mit der Massenlösung stimmt. Mit einer giftfreien Umwelt und gesundem Leben verdient man eben nix.

    Unser Immunsystem ist verdammt komplex und lässt sich nicht per Knopfdruck steuern. Wer ständig künstlich eingreift, bringt doch nur die ganze körpereigene Abwehr durcheinander und riskiert, dass am Ende schlafende Viren erst recht hochgehen.
    Unser Körper braucht Bakterien und Viren, das ist kein Dreck, den man einfach wegspritzen kann.

  4. Der Zivilist
    Antworten

    Impfung ist einfach klasse, der Weg zum Profit ist mit viel weniger Evidenz gepflastert, als bei Therapien.

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