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Politik

Niederlage der USA im Angriffskrieg gegen den Iran: „Augen zu und ins Gesicht geschlagen“

10 Kommentare 17. September 2026 3 Minuten Lesezeit von Dr. Peter F. Mayer

Die Vereinigten Staaten erleben im von ihnen begonnenen Krieg gegen den Iran eine demütigende und umfassende Niederlage. Neue, von US-Soldaten selbst durchgesickerte Fotos, die CBS News und Military Watch Magazine veröffentlicht haben, zeigen das Ausmaß der Zerstörung an amerikanischen Stützpunkten in Saudi-Arabien und Kuwait.

Ein Militärangehöriger fasste die Lage treffend zusammen: „Wir stehen da mit geschlossenen Augen und werden ins Gesicht geschlagen. Wir verteidigen diese Basen nicht. Wir schauen nur zu, wie sie zerstört werden.“ berichtet das Military Watch Magazine.

Die Bilder sind unmissverständlich. Auf der Prince Sultan Air Base in Saudi-Arabien liegt ein zerstörtes E-3 Sentry AWACS-Flugzeug – das Heck abgerissen, der Rumpf schwer beschädigt (Bild oben). Weitere Aufnahmen zeigen verwüstete Gebäude, zerstörte Fahrzeuge und Trailer in Camp Buehring und Camp Arifjan in Kuwait. Die einst als sicher geltenden Anlagen, geschützt durch Beton-T-Walls gegen Mörser und Raketen, erweisen sich gegenüber iranischen ballistischen Raketen und Präzisionswaffen als weitgehend hilflos.

Basen unbrauchbar, Logistik zusammengebrochen

Iranische Drohnen- und Raketenangriffe haben US-Basen in der gesamten Region weitgehend unbrauchbar gemacht – darunter Al Udeid in Katar, den größten Stützpunkt der amerikanischen Kolonialmacht außerhalb der USA. Die USA müssen ihre Operationen nun massiv in Israel, der Türkei und Osteuropa konzentrieren, wo die Luftverteidigung dichter ist und Iran aus politischen Gründen noch zurückhält. Der Logistik-Hub der US-Navy in Bahrain wurde so schwer getroffen, dass CENTCOM die Versorgung auf Diego Garcia im Indischen Ozean verlegen musste. Lieferzyklen von 14 bis 18 Tagen sind die Folge – ein Desaster für jede moderne Kriegsführung.

Iran setzt gezielt seine modernsten Systeme ein, darunter den Hyperschall-Gleitflugkörper Fattah-2, der praktisch nicht abzufangen ist. Gleichzeitig verbraucht Teheran günstige ältere Raketen wie die Fateh-110, um die teuren US-Abwehrraketen (Patriot, THAAD) systematisch zu erschöpfen. Haaretz berichtete bereits im März, dass 80 Prozent der iranischen Raketen gegen israelische Ziele einschlagen. Die schlechter geschützten US-Basen sind entsprechend verwundbarer.

Strategische Bankrotterklärung

Die Fotos und Berichte bestätigen, was unabhängige Beobachter und Insider wie Colonel Lawrence Wilkerson seit Monaten warnen: Der von Washington und Tel Aviv vom Zaun gebrochene Krieg hat die USA in eine ausweglose Lage manövriert. Statt den Iran „zu demütigen“, werden amerikanische Anlagen und teure High-Value-Assets systematisch zerstört. Die iranischen unterirdischen Raketenbasen bleiben weitgehend intakt und schwer angreifbar. Gleichzeitig zwingen die Angriffe die USA, immer teurere und knapper werdende Abfangraketen zu verfeuern.

Dies ist keine „vorübergehende Schwierigkeit“, sondern das sichtbare Ergebnis eines Angriffskriegs, der von Anfang an auf Fehleinschätzungen, Lügen über die iranischen Fähigkeiten und einer völligen Unterschätzung der iranischen Abwehr- und Vergeltungsfähigkeit beruhte.

Die Soldaten vor Ort sehen die Realität klarer als die Politiker in Washington: Sie stehen da, Augen zu, und werden geschlagen. Die totale Niederlage zeichnet sich ab – nicht weil die USA zu wenig Waffen einsetzen, sondern weil sie einen Gegner unterschätzt haben, der sich seit Jahren auf genau diesen Krieg vorbereitet hat.

Der Niedergang der Kolonialmacht USA ist nirgends deutlicher geworden als in Westasien.

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10 Kommentare

  1. Wolliku
    Antworten

    Zuckerbrot und Peitsche…mit dieser Strategie hat Trump sich gewaltig verzockt, weil ihm die Israelis das Blaue vom Himmel versprochen hatten. Es hat eben nicht ausgereicht der Schlange den Kopf abzuschlagen, weil ein anderer Kopf sofort übernommen hat. Der Iran war seit Jahrzehnten Kummer gewohnt, geknechtet durch Sanktionen, die „irgendwie“ umgangen werden mußten. Die Iraner waren halbwegs vorbereitet der Welt kundzutun, sie hätten Druckmittel auch dem Hegemon und seinen Vasallen weh zu tun. Mein Mitleid mit den Aggressoren ist begrenzt, auch wenn mir persönlich jede Fahrt zur Tankstelle weh tut. Es zeigt mir auch, wie falsch es war, Diplomatie mit offenen und versteckten Provokationen zu verknüpfen, so wie es die Transatlantiker über Jahrzehnte mit der Natoosterweiterung gemacht haben oder in Nahost den Palästinensern jede Luft zum Atmen zu nehmen. Freies Atmen ist ein Grundrecht der Völker und ein Enthauptungsschlag kein Patent für eine friedfertige Zukunft, vermutlich nicht einmal, wenn man im Vorhof der Kolonialmacht einen illegal entführten Präsidenten (Maduro) zu einer mehrfach lebenslänglichen Freiheitsstrafe wegen Gottweiswas verurteilt. Die Freiheit kommt nämlich besonders dann, wenn alle anderen Alternativen viel zu weh tun. Mit Russophobie und Iranophobie muss Schluss sein, ihr kriegsgeilen Wahnsinnigen in Washington, Tel Aviv und Brüssel.

  2. lotus998dc2ac81f3
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    Der Iran tut der Welt einen großen Gefallen, auch wenn er das vermutlich gar nicht will.

  3. Nurmalso
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    Immer wenn ich Trump auf irgend einen Kanal reden sehe, schalte ich sofort weg. Für mich ein totaler lächerlicher Affe. Jeder sich neutral verhaltene Psychologe ohne jeglichen politischen Einfluss, würde diesem Affen ein äußerst negatives Zeugnis ausstellen.

  4. Roellchen
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    Imperialismus ist wie ein Krebsgeschwür.

    Wenige greifen zuerst im stetigen Wachsen alle Anderen gierig und skrupellos an..

    um sich dann am Höhepunkt ihrer Macht gegen das eigene Innere zu richten.

    Die Folge sind Schwächung und der langsame Tod.

    Ein Europa das das begreift, muss sich von Metastasen befreien, umorientieren um nicht selbst mit unterzugehen.

  5. Jurgen
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    Oder aber, der MIK in USA hat entschieden, dass die alten Waffen verschrottet gehören, um neue verkaufen zu können. Was weg ist muss ersetzt werden. MAGA eben. Das geht nur über „new hyping of industry“ und die neue Werkbank daheim und was können die Amis angeblich best? Ehemals deutsche Waffentechnik. Aber das glaubt sonst weltweit keiner mehr so richtig, dass amerikanische Waffen superior seien. Demnach werden diese Waffen vor allem im eigenen Lande und an die Vassallen (EU, Korea, Japan, Taiwan, usw.) verkauft.

  6. cwsuisse
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    USA und Europa scheinen jüngere Entwicklungen in der Militärtechnologie verschlafen zu haben (wie der Möchtegern-Rommel mit seiner Panzerbrigade in Litauen) und haben nun Schwierigkeiten aufzuwachen und den neuen Realitäten ins Gesicht zu sehen.

  7. Glass Steagall Act
    Antworten

    Die USA sind nicht vom Iran „überrascht“ worden, sondern die Militärberater haben Trump bereits vor dem Krieg deutlich gewarnt, den Iran anzugreifen! Das wurde ignoriert, weil Unvernunft, Selbstüberschätzung und Größenwahn gesiegt haben! Das ist nun die Quittung dafür.

    Gerade für Europa sollte es eine Lehre sein, was hier passiert ist! Wenn schon die sogenannte Weltmacht Nr. 1 gegen einen mittelschweren Gegner verliert, wie wird es erst sein, wenn das „kleine“ Europa gegen Russland einen militärischen Schlag versucht? Hier zeigt sich die ganze Lächerlichkeit des Versuchs, Europa gegen Russland aufzurüsten oder gar anzugreifen!

    Und am Ende stehen gigantische Schulden im Raum, die praktisch niemand mehr bezahlen kann oder will! Ein Krieg verschlingt riesige Summen, die letztendlich beim Bürger eingesammelt werden! Und dann noch die vielen menschlichen Opfer. Wir können nur hoffen, dass der europäische Bürger ihre Regierungen vor dem geplanten Russlandkrieg stoppen werden! Denn der wird für die Europäer nicht so glimpflich ausgehen, wie für die weit entfernten US-Bürger! Man stelle sich einmal vor, der Iran würde an der Grenze der USA liegen. Ob die Amis dann auch so einen Krieg gestartet hätten?

    1. mattes
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      Die Hoffnung stirbt zuletzt; es ist aber leider kaum zu erwarten, daß die europäischen Bürger ihre ZOG-Politdarsteller von ihrer Mission abhalten können.

  8. Jochen Mitschka
    Antworten

    Seit Jahren versuche ich zu erklären, dass Militärbasen, einst DIE Projektion von Macht und Basen für die militärische Unterdrückung, in der Zeit moderner Raketen und Drohnen-Kriegsführung zu Belastungen werden. Denn sie ermöglichen es dem Gegner, dem Angreifer große Schäden zuzufügen, ohne bis in sein Heimatland zu reichen. Solche Militärbasen sind ähnlich wie riesige Flugzeugträger für Düsenjets zu vom Aussterben bedrohten Dinosaurier.

  9. Michael Rosemeyer
    Antworten

    The Full Text of the Memorandum of Understanding between the United States and Iran
    2026_06_17
    https://arabcenterdc.org/resource/memorandum-of-understanding-between-the-united-states-of-america-and-the-islamic-republic-of-iran/

    This Illegal US-Israeli Attack on Iran Is Also an Assault on the United Nations | Common Dreams
    by Jeffrey Sachs
    2026_03_02
    https://www.commondreams.org/opinion/united-nations-israel-us-attack-iran

    Trump wurde „getäuscht“: US-Terrorabwehrchef Joe kent tritt aus Protest gegen Iran-Krieg zurück
    2026_03_17
    https://www.berliner-zeitung.de/news/donald-trumps-terrorabwehrchef-joe-kent-tritt-aus-protest-gegen-iran-krieg-zurueck-li.10025178

    DNI GABBARD OPENING STATEMENT FOR THE SSCI AS PREPARED ON THE 2025ANNUAL THREAT ASSESSMENT OF THE U.S. INTELLIGENCE COMMUNITY
    2025_03_25
    https://www.odni.gov/3524/dni-gabbard-opening-statement-ssci/
    … The IC continues to assess that Iran is not building a nuclear weapon and Supreme Leader Khamanei has not authorized the nuclear weapons program he suspended in 2003.

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