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Wirtschaft

Deutschland fehlen die Kriegsärzte

21 Kommentare 17. September 2026 3 Minuten Lesezeit von Thomas Oysmüller

Deutschland bereitet die Gesundheitsinfrastruktur intensiv auf einen Krieg gegen Russland vor. Man rechnet mit täglich rund 1.000 verwundeten Soldaten, doch es fehlt vor allem an Ärzten.

Bloomberg berichtet am Mittwoch ausführlich über deutsche Kriegsvorbereitungen, im Speziellen über das Gesundheitssystem. Behörden prüfen die gesundheitliche Infrastruktur, die rund 1.000 verwundete Soldaten täglich aufnehmen soll. Wie üblich kommt Bloomberg, ein Medium, das der NATO dient, zum Urteil: Deutschland ist nicht kriegsbereit. Die Politik kann dies dann nutzen, um mehr Budget für Krieg und Aufrüstung freizumachen.

Demnach würden die fünf Bundeswehrkrankenhäuser schnell überlastet sein. Zivile Kliniken werden – per Recht verpflichtet – zu Militärkrankenhäusern. Doch laut dem Bericht fehlt es an allen Ecken: an Betten, an robusteren Lieferketten für Medikamente und Material, an Abstimmung zwischen militärischen und zivilen Krankenhäusern und vor allem an Ärzten.

So gebe es nur wenige Ärzte und vor allem Chirurgen, die Erfahrung mit Kampf- und Schussverletzungen haben. Deshalb plane man Spezialkurse für zivile Chirurgen. Kurzum: Sie können sich zum Kriegsarzt ausbilden lassen. Intensive Kurse der DGU und der Bundeswehr schaffen 50 bis 100 Chirurgen pro Jahr. Der TDSC-Kurs („Terror and Disaster Surgical Care“) trainiert Triage und Damage-Control-Chirurgie; Landesregierungen buchen inzwischen ganze Kurswochen.

Auch private Gesundheitsunternehmen dürften in die Kriegsvorbereitung involviert sein. So rechnen diese damit, dass in manchen Regionen bis zu 20 Prozent der Mitarbeiter als Reservisten oder Freiwillige ausfallen könnten. Dann steht man vor der Frage: Wie kann man diese Arbeitskräfte ersetzen? Der Staat muss wohl einspringen. Außerdem sei offen, wie die Produktion wichtiger Medikamente bei stark steigender Nachfrage weiterlaufen kann und ob der physische Schutz der Anlagen ausreicht.

Hinzu kommen Zahlen und Maßnahmen, die in den letzten Monaten von Bundeswehr, Gesundheitsministerium und Klinikverbänden selbst genannt wurden. Generaloberstabsarzt Ralf Hoffmann spricht von rund 15.000 benötigten Betten für Verwundete – ein Bruchteil der zivilen Gesamtkapazität, aber weit mehr, als die fünf Bundeswehrkrankenhäuser und die eng angebundenen BG-Unfallkliniken sowie rund 20 vorgesehene Universitätskliniken nach zwei Tagen noch frei hätten.

Unter dem Bundeswehrkrankenhaus Ulm liegt ein Bunker von 1979, ausgelegt für 2.000 Menschen und 90 Tage. Dieser lag jahrzehntelang still und soll nun reaktiviert werden. Zumindest, wenn es nach der Bundeswehr geht. Dafür wären Millionen Euro nötig, vor allem für Lüftung und Strom. Kommandeur Benedikt Friemert nennt das Gesundheitssystem unvorbereitet.

Wie oben erwähnt, lässt sich so auch der Bloomberg-Artikel deuten. Wer ihn in die Richtung liest, Deutschland sei kaputt und habe militärisch keine Chance, dürfte auf PR hereingefallen sein. Eher geht es darum, mehr Mittel aus der Politik freizumachen – eben um Projekte wie den Bunker in Ulm umzusetzen.

Dazu passt: Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will das System „kriegstüchtig“ machen; ein Gesundheitssicherstellungsgesetz sollte schon im Sommer kommen, wurde aber auf den Herbst verschoben.


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21 Kommentare

  1. Jurgen
    Antworten

    Vielleicht fehlt auch nur in jeder Gemeinde ein Schamane? Und ein Nürnberger Trichter für mehr Intelligenz? Der Bund wird eh abgewickelt bis 2030, was der will ist demnach nur noch Makulatur und Fremdvorgabe. Mit Souveränität sieht es ja insgesamt schlecht aus, weil die Alliierten per Bund immer noch an den Shaef Gesetzen fest halten…

    Krieg, nein Danke! Frieden kommt von innen und ist von Gott so gewollt.

  2. lotus998dc2ac81f3
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    Irrer Propaganda Unsinn in allen Dimensionen: Deutschland wird nie wieder kriegstüchtig, Chirurgen brauchen keinerlei Spezialausbildung für Krieg und ein Krieg mit Russland wäre nach wenigen Tagen zu Ende- nahezu ohne Frontereignisse.

    1. Jurgen
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      Im Krieg ist es aber absolute Akkordarbeit für Chirurgen… und das wird so nicht in der handwerklichen Ausbildung der Metzger gelehrt.

  3. Andreas_Sch.
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    Der zur BRD verkommenen Landschaft fehlt es an allem nur Denkbaren, so dass es auf die „Kriegsärzte“ (was auch immer das sein soll) nicht mehr ankommt.
    Buchtip: „Stabarzt Dr Lauterbach“ vom ehemaligen „Kriegsarzt“ Friedrich Ring.

    1. Jurgen
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      Chirurgen vor allem. Man schaue sich die Serie MASH nochmal an…

  4. Hello
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    Als vor Jahren die damalige Kriegesministerin v.d.Leyen bei Minderjährigen für den (Auslands)Kriegsdienst warb, zählte sie die Vorteile auf: ein Leben voller Abenteuer, man lernt fremde Länder kennen, man schützt die Zivlbevölkerung, man lernt, Verwundete zu bergen usw. Dass man zu den täglich 1000 Verwundeten gehören könnte für die dann die Ärzte fehlen – davon sprach sie nicht.

  5. Roellchen
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    Die Bevölkerung in Europa wollte nie Krieg führen, sie ist daher historisch auch für keinen Krieg verantwortlich.

    Ganz früher führte ihn der Hofstaat und sein Adel, die letzten beiden Male zuerst Schuldner und dann Marionetten der US Geldeliten.

    Der Unterschied zu diesem Mal wird sein, dass diese Eliten nicht mehr mit vollen Taschen davonkommen.

    1. Andreas_Sch.
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      Was man will und wofür man verantwortlich ist, ist letztlich egal, wenn man verantwortlich gemacht wird und die Folgen tragen darf … Und wenn man denn so wenig willig ist, warum lässt man sich dann „führen“?
      Warum sollten die „Eliten“ denn dieses Mal leer ausgehen? An denen, die sich jedes Mal wie eine Herde Schlachtvieh „führen“ lassen, kann es ja wohl nicht hängen. Hängen wäre einmal etwas … Aber selbst dann kann der „Reichsmarschall“ noch davon schwärmen, dass man wenigstens ein paar Jahre „gut gelebt“ hat – auf Kosten der achso „Unwilligen“.

  6. Daisy
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    widerlich

  7. therMOnukular
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    Und „alles für Arsch und Friedrich“ – endlich ist diese Redewendung einmal goldrichtig.

    Eine Gesellschaft, die so etwas zulässt, ist genauso krank, wie ihre „Eliten“.

  8. 1150
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    bei der steigenden menge an blöckender biomasse fehlt es eher an veterinärärzten

  9. Glass Steagall Act
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    Dann lassen wir doch den Krieg, wäre viel einfacher! Wir Bürger haben kein Problem mit Russland, im Gegenteil!

  10. cwsuisse
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    Mit dem Kriegsgetöse soll von dem jahrzehntelangen Versagen der grün-linkssozialistischen Politik in Deutschland abgelenkt werden.

    1. therMOnukular
      Antworten

      „jahrzehntelangen Versagen der grün-linkssozialistischen Politik“

      Ähm, wie lange war Merkel die Mutti der Nation?

      1. Hello

        Wie können Sie bloß eine liebgewonnene Ideologie so zerstören!

      2. Andreas_Sch.

        Als Merkel auch noch „ran“ dürfte, waren die Messen bereits gesungen …

      3. therMOnukular

        @ Hello

        Wie?
        Mit wenigen Worten.

      4. Hello

        @therMOnukular
        Wieder einmal kurz und prägnant.
        Danke für den Lacher.

  11. VerarmterAdel
    Antworten

    Es geht doch ohnehin nur darum so viele wie möglich Nicht[Redacted] abzuschlachten so wie jetzt in der Ukraine.

  12. bribrei
    Antworten

    Die Zwergenkolonie Deutschland will allen Ernstes Krieg führen – diesen Vollhonks fehlt es an ALLEM…
    Die sind geistig so dermaßen neben der Spur, dass sie nichtmal merken, wie lächerlich ihre propagierte „Kriegstüchtigkeit“ daherkommt.

  13. Roellchen
    Antworten

    Die monetäre US Oberschicht hat durch Vereine, Geldflüsse und Medien in Europa ihre eigenen Eliten installiert.

    Das Problem entstand, dass diese politischen Eliten nicht mehr im Interesse der eigenen Bevölkerung handelten.

    Dadurch wurde der Wohlstand und die Sicherheit stark beschädigt.

    Da die Wiederherstellung praktisch unmöglich ist und der weitere Zerfall unausweichlich, versucht – wie schon so oft – diese Politik einen Krieg vom Zaun zu brechen.

    Nicht, dass sie ihn auch nur entfernt gewinnen können. Aber ihnen Selbst droht keine Gefahr.

    Sterben müssen nur die Anderen.

    Und dann haben sie endlich mit Russland einen Schuldigen, den sie für ihr eigenes Handeln verantwortlich machen können.

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