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Wirtschaft

Cyclosporiasis: Neue PCR-Katastrophe

7 Kommentare 17. September 2026 5 Minuten Lesezeit von Thomas Oysmüller

PCR-Tests hätten alltägliche Magen-Darm-Erkrankungen neu sortiert. Das spiegelt sich bei Lebensmittel wider, die immer häufiger zurückgerufen werden. Cyclosporiasis heißt die neue Darminfektion, die medial zur Lebensmittelkatastrophe inszeniert werden könnte.

Cyclosporiasis ist eine Darminfektion, die zu Durchfall führt. Die Übertragung vollzieht sich über Lebensmittel oder Wasser, die mit menschlichen Fäkalien verunreinigt sind. Zwischen 1. Mai und 31. August 2026 zählte die CDC 19.883 laborbestätigte, in den USA erworbene Cyclosporiasis-Fälle. Im gleichen Zeitraum 2025 waren es 1.180. Innerhalb eines Jahres haben sich die Fälle fast verzwanzigfacht.

In Michigan fand man bereits auch schon Todesfälle. Zwei Personen mit schweren Vorerkankrungen starben mit Cyclosporiasis. 12.883 Erkrankungen in 21 Bundesstaaten wurden auf Eisbergsalat von Taylor Farms de Mexico zurückgeführt, der unter anderem an Taco Bell und den Einzelhandel ging.

Es kam zum Rückruf, am 11. September erklärte die CDC diesen Ausbruch für beendet; die FDA ermittelt weiter zur Ursache.

Ein Teil der Ursache dürfte der PCR-Test sein. Multiplex-Stuhlpanels wie BioFire FilmArray haben Cyclospora seit 2014 nachweisbar gemacht und den Anstieg von wenigen Hundert Fällen auf mehrere Tausend pro Jahr mitverursacht.

The Atlantic berichtet darüber so:

Die jährlichen Fälle [von Cyclosporiasis] sind im Laufe der Zeit langsam gestiegen, von Hunderten in den 2010er Jahren auf ein paar Tausend in den frühen 2020er Jahren. (Das liegt zum Teil an der schnelleren Diagnose: Früher musste man die Oozysten des Parasiten unter dem Mikroskop finden; heute können Fragmente seiner DNA in einem schnellen PCR-Screening-Test identifiziert werden.)

Der Off-Guardian ist dabei kritischer:

Laut den Zahlen der CDC werden nämlich über 38 Millionen (also rund 80 Prozent) der jährlichen lebensmittelbedingten Erkrankungen in den USA als „nicht näher bezeichnetes Agens“ geführt – das heißt, man hat keine Ahnung, welche der vielen endemischen Infektionen oder Parasiten die Symptome verursacht hat.

Aber jetzt kann die CDC dank eines neuen PCR-Tests einen winzigen Teil dieser 38 Millionen Menschen aus dem Stapel „nicht näher bezeichnetes Agens“ nehmen und auf die Liste „Cyclosporiasis“ setzen.

Es gibt keine neue Krankheit, nur ein neues Diagnosewerkzeug, das bestehende Krankheitsniveaus umklassifiziert.

Das kommt einem sehr, sehr bekannt vor, oder?

Wir wissen, dass es dieses Jahr weder mehr Ausbrüche noch mehr Fälle noch mehr Todesfälle durch lebensmittelbedingte Erkrankungen gibt. Es geht nichts Ungewöhnliches vor sich.

Aber indem sie sich auf eine einzige bestimmte Kennzahl konzentrieren, haben sie das Normale als abnormal dargestellt und dann 2.000 Wörter über mögliche Ursachen für ein Problem geschrieben, von dem sie selbst sagen, dass es eigentlich gar nicht existiert.

[…]

Dann würzen sie die Meinungsseiten mit Reaktionen auf dieses Phantomproblem.

Salmonella-Experten schreiben Ratgeberkolumnen, Vox zieht die umgekehrte Psychologie und fleht euch an, den Salat nicht zu meiden, nur weil da der gruselige „Durchfall-Parasit“ ist.

Die Washington Post findet, wir sollten sowieso aufhören, Ressourcen für den Anbau von Salat zu verschwenden. Johns Hopkins meint, wir hätten es verdient, und diese Ausbrüche hätten „Löcher im Lebensmittelsicherheitssystem offengelegt“.

Anderswo in den Medien sind wir schon über das Feststellen, ob es überhaupt ein Problem gibt, hinweg und bei der Schuldzuweisung für etwas angelangt, das noch nicht einmal stattgefunden hat.

CBS sagt, es sei Donald Trumps Schuld. Forbes macht den Klimawandel verantwortlich. Mother Jones und Wired wählen den „Warum nicht beides?“-Ansatz.

Wir erleben diese wahnsinnige Situation – und halten Sie mich auf, falls sie Ihnen bekannt vorkommt – völlig normaler Krankheitsniveaus, kontrastiert mit massiv gesteigerter Medienberichterstattung, die das Alltägliche anders und beängstigend erscheinen lassen soll.

Das ist alles, was die Medien können. Vielleicht ist es alles, was sie zu tun wissen.

Und was ist das Endziel?

Barbara Kowalcyk – die Expertin, die in The Atlantic interviewt wird – behauptet, dieser Sommer „fühle sich an, als würde er einen weiteren Paradigmenwechsel vorantreiben“.

Aber welcher Art soll dieser angebliche Wandel sein?

Erhöhte Überwachung der Lebensmittelkette vielleicht?

Oder strengere Lizenzregeln?

Oder das Verbot von Straßenverkauf? Oder von selbst angebautem Gemüse?

Man könnte jedenfalls argumentieren, dass im Labor gezüchtetes Essen aus Hefepaste und recyceltem Plastik immer pathogenfrei sein wird, oder?

Zufälligerweise hat die Weltgesundheitsorganisation Anfang dieses Jahres einen Satz Leitlinien zur „Stärkung nationaler Systeme zur Überwachung und Reaktion auf lebensmittelbedingte Erkrankungen“ veröffentlicht.

Wohin sie diese Geschichte auch lenken: Das Anfangsziel ist erreicht. Die Menschen haben zunehmend Angst vor dem, was sie essen.

Sie haben Angst aus dem Nichts heraufbeschworen – durch rhetorische Tricks und manipulierte Statistiken –, genau wie immer, und jetzt können sie diese Angst in Richtung jedes „Paradigmenwechsels“ steuern, den sie wollen.


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7 Kommentare

  1. Jurgen
    Antworten

    Lächerlich das Ganze! Ich empfehle da mal selbst fermentierte Lebensmittel zu verköstigen, z.B. selbst gemachtes Kim Chi oder Joghurt oder Kefir usw. usf. Insbesondere nach Antibiotika Gaben! Die guten Bakterien darin bauen die Darmflora wieder auf, die sonst nur noch länger vor sich hin dümpeln würde. Milchsäurebakterien auffrischen alleine ist nur teilweise gut, denn wenn man keine Milch und Milchprodukte regelmäßig verzehrt, helfen die auch nicht weiter.

    Kleiner Tip bei Durchfall, Aktivkohle, Schokolade oder wenn es ganz schlimm ist, mal einen Löffel kolloidales Silberwasser… bloß keine Antibiotika à la Pharma, die schädigt immer Leber und Nieren.

  2. Daisy
    Antworten

    Es gibt unzählig viele Keime, die pathogen sein können. Dafür haben wir unser Immunsystem. Man denke an die Darm- oder Mundflora! Das gehört zum Leben! Diese Irren sind offenbar dabei, überhaupt alle evtl. krankmachenden Erreger ausrxtten zu wollen? Alles keimfrei? Alles aus dem Labor von Tricatel Gäts – Brust oder Keule? DAS ist krankhaft. Ich glaube, Jacko hat auch daran gelitten. Er war immer vermummt usw.

    Statt sich mit diesem Schmarrn zu befassen, sollten sie lieber dafür sorgen, dass sich die Menschen gesund und ausgewogen ernähren. D.h. kein Industriefraß, alles möglichst Bio und regional, und nicht zuviel Zucker und Weißmehl (teurer machen) etc. Gerade Häuplsalat ist sehr gesund und ich würde ihn gerne immer bio kaufen, gibt es nur leider sehr selten. Dazu würde ich die Lebensmittelketten verdonnern, dass sie immer eine Biovariante anbieten müssen… und immer von Landwirten aus der Umgebung.

  3. Frank59
    Antworten

    Absolut NICHTS davon kann mit realer und verifizierbarer Wissenschaft nachgewiesen werden!!! Es vollzieht sich immer wieder und wieder der gleiche alte Wissenschaftsbetrug in betrügerischen in vitro und in silico Labor-Experimenten, natürlich mit den lächerlichen Buchstabengruppen, um etwas zu visualisieren, dass es in der Realität nicht gibt!!

    https://link.springer.com/article/10.1186/s13071-020-3997-3

    https://link.springer.com/article/10.1186/s13071-020-3997-3/tables/1

    oder hier:

    https://pdfs.semanticscholar.org/4a65/919b5696d8c9ca646e61794a0816e244cb6f.pdf

    Die lächerlichen Buchstabengruppen in silico zu finden beim Supplementary Material:

    https://www.parasite-journal.org/articles/parasite/olm/2019/01/parasite180113/parasite180113-olm.pdf

    auch hier Seite 4 und 5 die lächerlichen Buchstabengruppen – von den Methoden brauchen wir sowieso nicht mehr zu schreiben, denn diese sind immer wieder ganz tief unter jeglicher verifizierbarer wissenschaftlichen Anwendung!

    https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5940589/pdf/nihms924394.pdf

    Und das es unzählige Softwareprogramme, auch zum erstellen von allen möglichen Bildern gibt, sollte mittlerweile auch hinlänglich bekannt sein!

    99,99 % der Krankheitsbilder aus der entfernten Vergangenheit bis heute kommen von toxisch-chemischen Substanzen, Nanopartikel und seit ca 30 Jahren Nanotechnologie ohne Information an die Menschheit, getarnt als sogenannte „Impfung“, was nichts anderes ist, als die langsame oder schnelle Vergiftung eines Organismus!! Und wir wissen, dass Durchfall und alle möglichen Krankheitsbilder im Magen-Darmtrakt von den letzten Vergiftungen kommt und DAS war auch schon in der Vergangenheit so – nur zugeben will das niemand, und dann erfindet man halt immer wieder irgendetwas, das man als „Sündenbock“ hernehmen kann!!

    https://maryann11.substack.com/p/are-doctors-still-credible-and-trustworthy

    Und leider kann man all den Menschen, die mittlerweile das betreute Denken dem selbstständigem Denken vorziehen(auch das gibt es schon sehr sehr lange, denn 300 Jahre des Lügens und Manipulierens haben ihre massiven Spuren hinterlassen), so ziemlich alles erzählen….. und nur wenige merken, wie sie ständig mit Angstpropaganda von den wichtigen Veränderungen abgelenkt werden!

  4. bribrei
    Antworten

    Ist wohl die „Vorschau“ auf ein geplantes Wundermittel gegen Cyclospora > eine „Impfung“…
    Wir kennen das schon – für eine harmlose Erkrankung (die nie aufgefallen wäre) hat die Pharmafia ein Patentrezept im Angebot, i.d.R. noch bevor eine „Krankheit“ „ausgebrochen“ ist – und das dumme Volk ist beeindruckt und rennt den Ärzten die Praxen ein.

    1. Gabriele
      Antworten

      Sie werden auch den Salat „impfen“, danach dann alle Salatbauern und zuletzt die Kunden. Ist doch wunderbar, wenn man so für uns sorgt.

  5. Gabriele
    Antworten

    Wir gehen in eine grauenhaft dystopische Zukunft, in der uns Angst vor dem Leben an sich gemacht werden soll – rücksichtslos und täglich.
    Dazu habe ich einen wunderbarten Lesetipp – das Buch „Corpus delicti“ der österreichischen Autorin Juli Zeh. Darin wird ein Staat beschrieben, der sich der völligen Gesundheit verschrieben hat. Alle Bürger müssen zwangsweise „der Methode“ gehorchen, die die Herrschaft übernommen hat. Sie geben laufend ihre Daten ans System weiter und halten sich nur noch in „hygienischen“ Wohnungen und Umgebungen auf. Die Natur ist ansonsten gesperrt – Betreten verboten, sonst wird man zum Seuchenträger. Tägliche Sporteinheiten sind ebenfalls Pflicht. Krankheit in dem Sinne existiert nicht mehr. Jeder bespitzelt jeden und wer verdächtig ist, wird dauerüberwacht.
    Wer nicht spurt, bekommt ein „Gespräch“ oder gleich eine Gerichtsverhandlung, um wieder „auf Spur“ gebracht zu werden. Als besonders gefährlich gelten „übermäßige Liebe“ zu anderen Menschen und seelisch Kranke und depressive Individuen. Diese werden selektiert. Wer absolut nicht will, wird zum „Einfrieren“ bei lebendigem Leib verurteilt. Der Protagonistin passiert das alles, weil sie zu sehr in Trauer und „schlechte“ Gedanken verfallen ist, seit „die Methode“ ihren ebenfalls renitenten Bruder per Gerichtsbeschluss hat töten lassen.
    Das Buch stammt aus 2010 (!) und beschreibt unglaublich präzise, wie es wäre, wenn… wir befinden uns in den Anfängen, würde ich sagen.

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