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Politik

Wilde Gerüchte um erkrankte Staatschefs nach BRICS-Gipfel

5 Kommentare 17. September 2026 3 Minuten Lesezeit von Thomas Oysmüller

Wenige Tage nach dem BRICS-Gipfel in Neu-Delhi verbreiten sich Gerüchte, wonach mehrere Staatschefs, auch Xi Jinping, erkrankt seien. Was ist dran?

Wie es im hypermedialen Zeitalter so üblich ist, verbreitet sich die Meldung rasant: „Mehrere Staatschefs erkrankt, nachdem sie den BRICS-Gipfel in Indien besucht haben.“ In etwa so klingen die Schlagzeilen, die vielfach geteilt werden, woraus Memes entstehen und Spekulationen sowie Mutmaßungen angeheizt werden.

Die Teilnehmer des Gipfels waren einige der mächtigsten Männer der Welt: allen voran Chinas Präsident Xi Jinping. Auch Wladimir Putin und Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa waren vor Ort. BRICS+ umfasst mittlerweile 11 Staaten.

Was ist also dran an den Erkrankungen?

Weit weniger als die Internetschlagzeilen behaupten. Bestätigt ist lediglich die Erkrankung Ramaphosas. Das südafrikanische Präsidialamt teilte am 16. September mit, der 73-Jährige sei nach seiner Rückkehr aus Indien am Montag von seinen Ärzten zur Ruhe angehalten worden. Er sage öffentliche Termine ab; Minister würden ihn vertreten. Zur Art und Schwere der Beschwerden machte sein Büro keine Angaben. Dementsprechend kann auch kein direkter Zusammenhang mit dem Gipfel gezogen werden, der nicht spekulativ wäre.

Außerdem kursiert das Gerücht, auch Xi Jinping sei erkrankt. Auch das ist nichts weiter als ein Gerücht. Ein Vertreter der verbotenen und politisch recht unbedeutenden China Democracy Party behauptete, der chinesische Staatschef sei während des Gipfels ohnmächtig geworden und habe einen Schlaganfall erlitten.

Peking und seine Medien bestätigen nichts dergleichen. Was aufgefallen war: Xi ließ das Gala-Dinner am Samstagabend aus und blieb weniger als 24 Stunden in Indien. Quellen berichteten, er sei nach langer Reise und einem vollen Programm ins Hotel zurückgekehrt, um sich auszuruhen. Auch der Kronprinz von Abu Dhabi fehlte beim Dinner.

Gegen die Gerüchte geht das offizielle Indien vor. Das indische Außenministerium ließ mit seiner „Fact-Check-Einheit“ erklären, dass es sich bei Berichten über mehrere erkrankte Staatschefs um Fake News handle; die Beiträge in den sozialen Medien seien „bösartig“. Explizit wurde ein Polymarket-Post erwähnt, der enorme Reichweite erlangte. Es gebe keine Belege für eine Häufung von Erkrankungen oder eine gemeinsame Ursache wie verdorbenes Essen.

Die Internetkultur hat freilich zu diesem Zeitpunkt schon lange begonnen, Scherze über indisches Street Food und „Delhi Belly“ zu machen. Belastbare Hinweise auf eine Massenerkrankung unter den Gipfelteilnehmern gibt es aber nicht. Diplomatisch hatte der Gipfel trotzdem etwas Bemerkenswertes gebracht: Xi und Modi hielten bilaterale Gespräche, um die Beziehungen nach Jahren der Spannungen zu stabilisieren. Die Gesundheitsgerüchte lenken davon ab.


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5 Kommentare

  1. Nurmalso
    Antworten

    Wie kann man nur nach Indien reisen als Staatschef ? Betriebsbesprechungen ? Dafür gibs i-net. Dem Modi kann man nicht vertrauen. Hat doch den Iran verraten, sollte man nicht vergessen. Außerdem hält er Kontakte mit Oligarchen, neben den Staatsoberhaupten.

  2. Jurgen
    Antworten

    Tja, ich hätte auch die Nase voll, wenn ich mit so vielen Machtmöchtegerns zusammen kommen müsste. Da ist dann eine Erkältung schon vorprogrammiert…

  3. Glass Steagall Act
    Antworten

    Was soll das denn überhaupt für eine ominöse Krankheit sein? Hat die auch einen Namen?

    1. Gabriele
      Antworten

      Vielleicht nur was „Schlechtes“ gegessen oder getrunken? Kann schon mal vorkommen… ob nun von jemandem beabsichtigt oder nicht…

  4. Gabriele
    Antworten

    Na das ist ja eine Meldung… die WHO sollte sofort mit Lockdown-Forderungen und neuen „Impfungen“ einschreiten. Außerdem eine Pandemie ausrufen lassen… man muss seinen eigenen Prinzipien schon treu bleiben… sonst wird man als „Gesundheits-Organisation“ unglaubwürdig.

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