
Deutschlands Kriegsschiffe vor Dschibuti: Wie Berlin sich in Merz’ „Drecksarbeit“ hineinmanövriert
Zwei deutsche Kriegsschiffe liegen seit Wochen vor der Küste Dschibutis auf Abruf: das Minenjagdboot „Fulda“ und der Versorger „Mosel“, rund 140 Soldatinnen und Soldaten an Bord, bereit für einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus. German-Foreign-Policy berichtet nun, dass genau diese Präsenz Deutschland in eine neue Eskalation des Kriegs gegen den Iran hineinziehen könnte. Wir gehen der Frage nach, was das bedeutet.
Was in solchen Meldungen mitschwingt, aber selten ausgesprochen wird: Deutschland ist längst kein neutraler Beobachter mehr. Es ist Teilnehmer an einem Angriffskrieg – und damit, ob es das hören will oder nicht, ein legitimes Ziel iranischer Vergeltung. Der Auslöser der jüngsten Zuspitzung ist schnell erzählt: Nach Trumps Drohung, zivile Infrastruktur wie Energieanlagen im Iran zu zerstören, hat Teheran signalisiert, im Gegenzug Energieanlagen in anderen Golfstaaten anzugreifen. Die deutschen Schiffe liegen dabei nicht irgendwo, sondern direkt an der Einfahrt zum Roten Meer, Bab al-Mandab – jener Meerenge, die neben der Straße von Hormus längst als zweites Druckmittel Teherans gilt. Sollte der Iran, wie mehrfach angedeutet, der mit ihm verbündeten Regierung der Nationalen Einheit unter Führung von AsarAllah, im Westen „Huthis“ genannt losschlagen lassen, säße die Bundeswehr in der ersten Reihe eines Konflikts, an dessen Eskalation Berlin selbst mitgewirkt hat.
Ohne Deutschland gäbe es vielleich keinen Angriffskrieg gegen den Iran
Zumindest wäre ohne Deutschland als Drehkreuz und riesiger unsinkbarer Flugzeuträger ein Angriffskrieg gegen den Iran wesentlich schwieriger. Die German-Foreign-Policy-Meldung notiert korrekt, dass Iran mit Vergeltung gegen Energieanlagen „in anderen Staaten der Golfregion“ droht. Was unausgesprochen bleibt: Es sind eben jene Staaten, die den Angriffskrieg gegen den Iran durch Überflugrechte, Stützpunkte und die Stationierung von Angriffstruppen überhaupt erst ermöglichen. Wer dem US-israelischen Krieg die Infrastruktur stellt, ist keine unbeteiligte dritte Partei, die zufällig ins Kreuzfeuer gerät – er ist Teil der Kriegsführung. Diese Unterscheidung mag juristisch verschwimmen, politisch ist sie entscheidend: Sie bestimmt, wer als Kombattant und wer als Opfer erscheint.
Für Deutschland gilt das in besonderem Maß. Kein europäischer Standort ist für die US-Kriegsführung gegen Iran so unverzichtbar wie die Air Base Ramstein in der Pfalz. Sie ist nicht irgendein Nachschubdepot, sondern das logistische Rückgrat des gesamten Feldzugs: Transportmaschinen landen und starten im Minutentakt, und über eine Satelliten-Relaisstation auf dem Gelände laufen die Steuerdaten für die Drohnen, die im Nahen Osten zum Einsatz kommen. Ohne Ramstein, so lautet ein Befund, der mittlerweile über Militärkreise hinaus zitiert wird, wäre der Krieg gegen den Iran „blind und bewegungsunfähig“. Das Bundesverfassungsgericht hat zwar geurteilt, Deutschland trage dafür keine rechtliche Verantwortung – doch die Klagen jemenitischer Angehöriger von Drohnenopfern, die genau das seit Jahren bestreiten, zeigen, wie brüchig dieses Argument ist.
Merz’ Offenbarungseid
Wer noch glaubt, es handle sich bei alldem um eine unglückliche Verkettung von Umständen, dem sei ins Gedächtnis gerufen, was der Bundeskanzler selbst dazu gesagt hat. In einem ZDF-Interview würdigte Friedrich Merz den israelischen Angriff auf den Iran mit den Worten, Israel leiste damit „die Drecksarbeit“, die es „für uns alle“ mache – und äußerte „größten Respekt“ davor, dass Armee und Staatsführung dafür „den Mut“ gehabt hätten. Deutlicher lässt sich eine Kriegspartei kaum benennen:
Wer eine Kriegshandlung ausdrücklich als im eigenen Interesse liegende „Arbeit“ bezeichnet, die andere für einen erledigen, erklärt sich selbst zum Nutznießer und damit zum Beteiligten.
Selbst der Koalitionspartner SPD reagierte verstört; von der Opposition war die Rede von einem „völkerrechtswidrigen Angriffskrieg“, den der Kanzler „legitimiere“. Merz wollte das Wort „Drecksarbeit“ auf Nachfrage später nicht wiederholen – bekräftigte aber, Israel handle „auch in unserem Interesse“.
Was man fragen sollte
Wenn ein Bundeskanzler einen Angriffskrieg ausdrücklich als im deutschen Interesse liegend bezeichnet, wenn deutsche Kriegsschiffe an neuralgischen Meerengen positioniert werden und wenn die größte US-Militärbasis außerhalb Amerikas auf deutschem Boden als Drehkreuz für ebendiesen Krieg dient – mit welcher Berechtigung wird dann noch behauptet, Deutschland sei keine Kriegspartei? Und wenn diese Frage mit Nein beantwortet wird: Warum sollte Teheran, dessen Führung längst öffentlich zwischen Unterstützern und Unbeteiligten unterscheidet, diese Fiktion respektieren?
Bemerkenswert ist auch, wie selektiv die öffentliche Aufregung verteilt ist. Dass US-Präsident Trump mit der Zerstörung ziviler Infrastruktur eines ganzen Landes droht, wird meist als Verhandlungstaktik referiert. Dass Iran im Gegenzug Vergeltung gegen die Infrastruktur der am Krieg beteiligten Staaten androht, gilt hingegen sofort als Beleg für dessen Aggressivität. Diese Asymmetrie der Empörung ist selbst Teil der Kriegsführung – sie bereitet den Boden dafür, jede künftige deutsche Verwicklung als bloße Verteidigung gegen „iranische Bedrohung“ zu verkaufen, während die eigene aktive Rolle unsichtbar bleibt.
Zusammenfassung
German-Foreign-Policiy und die Politik der Bundesregierung machen deutlich: Am Ende bleibt ein Land, das sich selbst als Vermittler und Minenräumer inszeniert, während es über Ramstein Drohnenkrieg ermöglicht, seine Marine in Kriegsgebiete entsendet und dessen Regierungschef den Bombenkrieg eines Verbündeten öffentlich als im eigenen Interesse liegende „Drecksarbeit“ begrüßt. Sollte der Iran tatsächlich zum Gegenschlag gegen die Infrastruktur der Kriegskoalition ausholen, wird die deutsche Öffentlichkeit das vermutlich als „unprovozierten Terrorakt gegen ein unbeteiligtes Land“ präsentiert bekommen. Die Fakten – Ramstein, die Schiffe vor Dschibuti, Merz’ eigene Worte – erzählen eine andere Geschichte.
Bild: Screenshot von zdfheute-Meldung über Deutsche Marine für Hormus
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Das Iranbeispiel zeigt, wie sehr unser Land seit dem Ende des zweiten Weltkriegs der Vasall der der USA ist und wie sehr wir ein immer noch ein besetztes Land ohne eigene Rechte sind! Schon die gesamten blutigen Ölkriege der USA im Nahen Osten gingen alle über Ramstein, sowie die ganzen Drohnenkriege zwischen den Kriegen und auch Ziele in anderen Regionen Afrikas. Mitspracherecht? Fehlanzeige! Auch Deutschlands Spitzenpolitiker werden praktisch alle von den USA ausgesucht, erlaubt oder gebilligt! Eine Lachnummer für einen „souveränen Staat“!
Die USA bestimmen unsere Politik, können nach Belieben unsere Infrastruktur zerstören, siehe Nordstream, können uns einfach von Russland trennen und wir müssen dann auch noch einen Kriegsfeldzug gegen unseren Freund Russland starten, müssen seit Jahrzehnten US-Kriege unterstützen, müssen Sanktionen gegen uns selbst erheben, um angeblich Russland zu schaden, wir müssen 5% des BIP in Rüstung stecken und auch noch fast alle Waffen vom „Herrn“ USA abkaufen, wir müssen uns aktiv an fast allen Angriffskriegen der USA beteiligen, wir lassen unsere Industrie für die USA zusammenbrechen, damit sie von den USA abgeworben werden kann und müssen auch noch erdulden, dass die USA bei uns systematisch Industriespionage betreiben, wir akzeptieren gern amerikanische Zölle auf unsere Waren und lassen vor allem amerikanische Propaganda auf allen unseren Nachrichten-Kanälen laufen! Außerdem sind unsere DAX-Unternehmen fast alle in der Hand von US-Investoren!
Mehr Vasallentum geht kaum noch! Da wundert es nicht, dass ein US-installierter Kanzler, den uns diesmal Black Rock ins Nest gelegt hat, der Helfer bei illegalen US-Angriffkriegen sein will und Deutschland endgültig an die US-Investoren verscherbeln wird!
Werden sich die Perser trauen? Putin tat es bisher nicht – dafür brachten die Ungeschnittenen gestern „Wenn Zurückhaltung zur Strategie wird – und Strategie zur Belastung“ von Felix Abt: „… Beide Staaten haben wiederholt militärische Initiative gegen diplomatische Vorsicht eingetauscht. Geopolitische Beobachter und ausländische Kritiker – allen voran der amerikanische Politökonom Paul Craig Roberts – argumentieren, dass Teheran systematisch Moskaus entscheidende geopolitische Fehltritte kopiert. … Laut Roberts haben sich sowohl Moskau als auch Teheran durch die Zulassung des Erstarkens feindlicher Koalitionen im Laufe der Zeit in einen reaktiven Kreislauf manövriert. Solange der Iran dieses zögerliche, defensive Denkmuster nicht aufgibt, riskiert er, exakt der strategischen Bahn zu folgen, die Russland zugeschrieben wird: ein dauerhaft verlängerter Konflikt, wachsende Feindkoalitionen und ein stetig schrumpfender Sicherheitsperimeter. …“
In einem Rutube-Podcast hieß es kürzlich, Russland hatte im Juni 40% weniger Geländegewinne als im Juni 2025 – wollten die Russen nicht beschleunigen?
Was kann man ferngesteuerten Drohnen anderes erwarten als Idiotie, mehr Idiotie und noch mehr Idiotie? Rückgratlosigkeit und Feigheit vor dem Feind haben sich noch nie ausgezahlt. Man nehme NS1 und 2 als Beispiel. Da standen diese Leute rum wie Dumm und Dümmer und haben so gut wie nichts gemacht außer dämlich geglotzt. „Kammanixmachen. Schwamm drüber.“
Was zeigt das Beispiel NS1 und 2? Dass dieses Land kein souveräner Staat ist und nie war sondern eine immer chaotischer werdende Bananenrepublik, mit der ohne Wenn und Aber die Interessen der herrschenden Klasse verfolgt werden.
Nachhilfe könnten die immer öfter erscheinenden Videos über die von den Russen ausgehende drohende Kündigung des 2(Besetzte)+4(Besatzer)-Vertrages geben, der kein völkerrechtlicher sondern ein handelsrechtlicher Vertrag ist. Echt, die halten uns alle für bekloppt.
Zeit aufzumachen, denn wenn das nicht passiert, werden die uns noch alle abschlachten (lassen), weil „watt willse machen? Kannsenixmachen.“