
EU-Leyen will Identitätsprüfung für alle Social-Media-Nutzer
Von der Leyen bringt die digitale Überwachung auf die nächste Stufe. „Zum Schutz der Kinder“ soll künftig jeder EU-Bürger eine staatliche Authentifizierungs-App nutzen, um auf Social Media zuzugreifen oder zu posten. Ein klassischer Vorwand für flächendeckende Kontrolle.
Ursula von der Leyen hat es bestätigt: In der EU soll niemand mehr ohne staatliche Identitätsprüfung auf Social-Media-Plattformen zugreifen oder dort posten können. Die Begründung klingt vertraut – Kinderschutz. Experte Paul Walsh, Spezialist für Online-Sicherheit und Privatsphäre, hat die Aussagen der Kommissionspräsidentin Punkt für Punkt zerlegt und als das enttarnt, was sie sind: ein weiterer großer Schritt in Richtung digitaler Überwachungsstaat.
Walsh in einem ausführlichen Thread auf X darlegt, hat die EU-Kommissionspräsidentin bestätigt, dass künftig jeder in der EU eine EU-App zur Identitätsauthentifizierung nutzen muss, bevor man auf Social-Media-Plattformen zugreifen oder dort posten kann.
Ursula von der Leyen has confirmed that everyone in the EU will need to use the EU’s app for identity authentication before being able to access or post on social media websites.
🇪🇺 As an expert in online child safety, I am here to expose the misinformation and misdirection in…
— Paul Walsh (@Paul__Walsh) July 13, 2026
„Nicht ob Kinder Zugang zu Social Media haben, sondern ob Social Media Zugang zu unseren Kindern hat“
Von der Leyen argumentiert mit dem Schutz von Kindern. Sie spricht von „sicherem Start online“, vergleicht die Maßnahme mit Führerschein oder Alkoholverbot und betont, es gehe darum, „die Macht zurück in die Hände der Eltern“ zu geben. Die App sei „einfach zu nutzen“, „datenschutzfreundlich“ und „open source“. Gleichzeitig räumt sie ein, sie werde „nicht narrensicher“ sein.
Von der Leyen erklärte: „Es geht nicht darum, ob Kinder auf Social Media zugreifen können, sondern ob Social Media auf unsere Kinder zugreifen kann.“ Walsh entlarvt das als geschickte PR-Formel. In Wirklichkeit gehe es um Überwachung und die Bekämpfung politischer Dissens. Ein Staat, der seine Bürger nicht mehr kontrollieren könne, sei gefährlicher als einer mit Kriminalität. Die angebliche „sichere Start“ für Kinder sei eine Illusion – Eltern tragen die Verantwortung, nicht der Staat.
Paul Walsh, der seit Jahrzehnten an Kinderschutz-Technologien, Content-Filtern und Plattform-Sicherheit arbeitet (u. a. mit NCMEC, AOL, W3C-Standards), zerpflückt diese Argumentation Punkt für Punkt. Seiner Ansicht nach ist die Kinderschutz-Rhetorik nur der Vorwand. Tatsächlich gehe es um flächendeckende Überwachung und die Kontrolle politischer Dissens. Eine staatliche Instanz, die ihre eigenen Bürger nicht mehr kontrollieren kann, sei gefährlicher als Kriminalität.
Wer Social Media nutzen will, muss sich künftig über eine staatliche App authentifizieren. Das, so Walsh, ist kein „Elternrecht stärken“, sondern das genaue Gegenteil: Der Staat entmachtet Eltern, die heute bereits hervorragende Geräte-eigene Kindersicherungen nutzen können, und zwingt stattdessen jeden Bürger in ein biometrisches oder ID-basiertes Kontrollsystem.
Der Widerspruch liegt auf der Hand
Walsh weist auf die logischen Brüche hin: Wenn die Lösung nicht narrensicher ist, warum dann die totale Überwachungsinfrastruktur? Wenn VPNs die Maßnahme umgehen können, wird man sie früher oder später ebenfalls regulieren oder verbieten müssen. Der Vergleich mit Sicherheitsgurten oder Alkoholverbot hinkt gewaltig – niemand wird gezwungen, vor jeder Autofahrt oder jedem Einkauf eine staatliche Identitätsprüfung zu durchlaufen.
Chat Control als Ergänzung
Der Thread von Walsh verweist zudem auf das parallel laufende „Chat Control“-Vorhaben, bei dem private Nachrichten auf End-to-End-verschlüsselten Apps gescannt werden sollen. Auch hier wird Kinderschutz vorgeschoben – in Wahrheit geht es um die Abschaffung privater Kommunikation.
Der dänische Justizminister Peter Hummelgaard brachte es auf den Punkt: Man müsse mit der „völlig irrigen Wahrnehmung“ brechen, dass private verschlüsselte Kommunikation ein Bürgerrecht sei.
Orwell lässt grüßen
Was hier entsteht, ist ein System, in dem der Staat nicht nur Inhalte, sondern auch die Identität und das Verhalten jedes einzelnen Nutzers kontrolliert. Die Kinderschutz-Rhetorik dient dabei als moralischer Schutzschild für einen massiven Eingriff in die digitale Selbstbestimmung. Eltern, die ihre Kinder verantwortungsvoll begleiten, werden entmachtet. Erwachsene ohne Kinder werden trotzdem in das System gezwungen.
Paul Walsh fasst es mit einem Zitat aus 1984 zusammen:
If you want a picture of the future, imagine a boot stamping on a human face – forever.
(Wenn Sie sich ein Bild von der Zukunft machen wollen, stellen Sie sich einen Stiefel vor, der für immer auf ein menschliches Gesicht stampft.)
Die EU präsentiert ihre Maßnahmen als Fortschritt und Schutz. Die Realität sieht nach einem weiteren Schritt in Richtung digitaler Totalüberwachung aus – mit einer EU-App als Schlüssel zu jedem Social-Media-Account. Die Grafik mit der puppenführenden Hand ist keine Übertreibung.
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
Leyen sollte erst einmal ihre SMS mit Pfizer offenlegen, bevor sie eine Offenlegung aller Namen in Social Networks fordert!
Der dänische Justizminister will
Die geplante Identitätsprüfung würde alle Bürger betreffen , unabhängig davon, ob sie öffentliche Personen sind oder nicht. Das bedeutet: Auch Menschen, die bewusst unter Pseudonym auftreten, würden ihre Identität gegenüber dem Staat offenlegen müssen, bevor sie Social Media nutzen. Die Pseudonyme hier auf TKP würden wohl verschwinden.
Biometrische Merkmale können nicht gewechselt werden wie Passwörter. Wenn ein Fingerabdruck kompromittiert wird, bleibt nur, ihn nicht mehr als Authentifizierungsmerkmal zu verwenden. Man bekommt ja keinen neuen Finger. Das ist ein generelles Sicherheitsproblem biometrischer Systeme.
Das sollte nicht Teil des Zitat werden:
Das zeigt eine politische Position, die staatliche Kontrolle über private Kommunikation höher gewichtet als individuelle Privatsphäre. Ist das nicht demokratiefeindlich zusammen mit Chatkontrolle?
Der Ausweg wäre, den Aggressor und sein System zu stoppen und hier den Riegel durch andere Systemgrundlage vorzuschieben und somit zu entmachten.
Alles andere ist wie ein Reh durch Seitensprünge den Schüssen des Jägers auszuweichen und das Tag ein Tag aus.. Ob das langfristig klappen wird?
Hätten Sie einen Vorschlag, wie der Aggressor zu stoppen sei?
Umgehung schon im Browser vorgesehen… „OK, dann verbieten wir den Browser“. Das kam heute:
Zitat:
Umgehung der neuesten #EU #ageVerification-App (2026.07-1) mit einer Chrome-Erweiterung… wieder.
Trotz 3 Monaten Sicherheitsverstärkung und echten Verbesserungen in allen Bereichen kann das grundlegende Problem nicht gelöst werden.
Anonyme Altersverifizierung funktioniert nicht. https://x.com/Paul_Reviews/status/2077029355587334526
Es werden sich Umwege herauskristallisieren, wenn man Windoof den Rücken kehren kann.
Es gibt meist Auswege.
Von der Stasi-Tante und Salonfaxxxistin erwarte ich nichts anderes, als den politischen Weg in den Neofaschismus in die Hitlerei 2.0 zu bahnen.