
Selenskyj feuert seinen Verteidigungsminister: Ein Machtkampf mit Ansage
Am 15. Juli entließ der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seinen Verteidigungsminister Michailo Fjodorow nach nur sechs Monaten im Amt. Fjodorow galt als Architekt der ukrainischen Drohnenoffensive und hatte mit Fernangriffen tief in russisches Gebiet für Aufsehen gesorgt. Noch am selben Abend bestätigte er seine Entlassung selbst in einem Abschiedspost, tags darauf gingen in Kiew und anderen Städten Hunderte Menschen auf die Straße. Der stellvertretende Kommandeur der ukrainischen Luftwaffe, Pawlo Jelisarow, reichte aus Protest seinen eigenen Rücktritt ein und nannte die Entscheidung „ein großes Übel für die Verteidigungsfähigkeit des Landes“. Was passierte da?
Die Entlassung war Teil einer größeren Kabinettsumbildung: Zuvor hatte Premierministerin Julia Swyrydenko auf Betreiben Selenskyjs ihren Rücktritt eingereicht, das Parlament bestätigte ihn, was formal den Rücktritt der gesamten Regierung nach sich zog. Als neuer Regierungschef wurde der bisherige Naftogaz-Chef Serhij Koretskyj nominiert. Fjodorow selbst listete in seinem Abschiedspost 22 Erfolge seiner Amtszeit auf – darunter die Abschaltung von Starlink-Zugängen für russische Truppen, die Reform der Rekrutenbezahlung und die Ausweitung der Drohnenproduktion – sowie drei unerledigte Vorhaben, unter anderem die Umstrukturierung des Ministeriums nach „NATO-Standards“ und die vollständige Umstellung der Rüstungsbeschaffung auf Ausschreibungen. Soweit, so gut.
Der eigentliche Knackpunkt
Als offiziellen Auslöser der Entlassung nannten ukrainische Abgeordnete einen eskalierten Konflikt zwischen Fjodorow und Oberbefehlshaber Alexander Syrskyj über die Mobilisierungsreform. Selenskyj soll intern erklärt haben, „im Idealfall“ hätte er beide entlassen wollen, könne sich das aber derzeit nicht leisten. Fjodorow selbst warf Syrskyj bei seiner ersten öffentlichen Stellungnahme vor, Reforminitiativen blockiert und den direkten Dialog verweigert zu haben: Anstatt zu überlegen, wie man Russland asymmetrisch besiegen könne, habe der Generalstabschef eher daran gearbeitet, das Land zu spalten.
Aus Moskau kam eine demonstrativ gleichgültige Reaktion. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, es mache „im Grunde keinen Unterschied“, wer ukrainischer Verteidigungsminister sei – entscheidend sei, dass in Kiew jemand bereit sei, eine „verantwortungsvolle Entscheidung“ zu treffen, die zu einer friedlichen Beilegung führen könne berichtet RIA Novosti. Ein Mitglied des Außenpolitik-Ausschusses der Duma erklärte gegenüber RIA Novosti, die eigentliche Ursache liege in Selenskyjs Eifersucht und seiner Unfähigkeit, mit charismatischeren Personen im Team zusammenzuarbeiten.
Was kaum berichtet wird
Was in der Schlagzeile „Verteidigungsminister entlassen“ untergeht, ist der Kontext, in dem diese Personalie steht: eine seit Wochen eskalierende Mobilisierungskrise. Bereits am 8. Juli hatten Mitarbeiter des zuständigen Rekrutierungszentrums (TZK) in Lwiw einen 20-Jährigen gewaltsam von der Straße geholt und ihm dabei laut Augenzeugenberichten von hinten auf den Kopf geschlagen. Umstehende griffen ein, eine Menschenmenge – Berichten zufolge rund 200 Personen – umzingelte das Dienstfahrzeug, zerschlug es und kippte es um. Zuvor hatte es bereits im Juni vergleichbare Zusammenstöße in Kiewer Stadtteilen wie Desnjanskyj und Trojeschtschyna gegeben, teils unter Einsatz von Reizgas gegen die Protestierenden. Anfang Juli wurde zudem von einem Schusswaffeneinsatz von TZK-Mitarbeitern nahe einem Markt bei Odessa berichtet. Drei Teilnehmer der Lwiwer Proteste wurden inzwischen inhaftiert, ihnen wird Sachbeschädigung und „rechtswidriges Handeln gegen Militärangehörige“ vorgeworfen. Mit anderen Worten: Die immer brutaler werdende Zwangsrekrutierung stößt zunehmend auf öffentlichen Widerstand.
Genau in diesem Zusammenhang fällt Fjodorows Entlassung: Selenskyj selbst soll laut ukrainischen Abgeordneten die gescheiterte Mobilisierungsreform als zentralen Vorwurf gegen ihn angeführt haben – und den bisherigen Innenminister Ihor Klymenko, einen ehemaligen Polizeigeneral, als jemanden präsentiert haben, der in diesem Bereich „für Ordnung sorgen“ könne. Über das Ausmaß des zugrunde liegenden Personalproblems der ukrainischen Armee geben Zahlen Auskunft, die Fjodorows eigenes Ministerium selbst veröffentlicht hatte:
Rund 200.000 Soldaten gelten als unerlaubt von der Truppe entfernt, weitere rund zwei Millionen Ukrainer sollen sich der Mobilisierung entziehen; allein in der ersten Jahreshälfte 2026 wurden mehr als 107.000 Strafverfahren wegen Fahnenflucht oder Entziehung eröffnet. Diese Größenordnung erklärt, weshalb Rekrutierungsteams zunehmend zu Zwangsmethoden im öffentlichen Raum greifen – und warum genau das die Bevölkerung zunehmend gegen die eigene Armee aufbringt.
Was man fragen sollte
Die westliche Berichterstattung stilisiert den Vorgang überwiegend zu einem Konflikt zwischen einem „reformorientierten“ jungen Minister und „altmodischen“ Generälen – ein Deutungsmuster, das Fjodorow durch seine gute Vernetzung nach Washington und seine Popularität in Militärkreisen durchaus selbst befördert. Doch mehrere Fragen bleiben in dieser Erzählung unbeantwortet: Warum entlässt ein Präsident mitten im Krieg ausgerechnet den international sichtbarsten und beliebtesten Minister seines Kabinetts – zum fünften Mal seit 2022 wird damit der Posten neu besetzt? Handelt es sich tatsächlich um einen Sachkonflikt über Rekrutierungsmethoden, oder, wie russische Militäranalysten mutmaßen, um die Ausschaltung eines möglichen politischen Rivalen, ähnlich dem Vorgehen gegen den einstigen Oberbefehlshaber Waleri Saluschnyj 2023/24, dessen wachsende Popularität Selenskyj ebenfalls beunruhigt hatte? Und weshalb wird ausgerechnet ein Polizeigeneral als Nachfolger gehandelt, dessen Ministerium bereits für den harten und brutalen Kurs gegen die TZK-Proteste verantwortlich zeichnet?
Bemerkenswert ist zudem, dass sogar Abgeordnete aus Selenskyjs eigener Partei „Diener des Volkes“ öffentlich Unmut äußerten und dass die staatsnahe Medienplattform „United24“ vorübergehend den Betrieb einstellte, um sich an den Protesten zu beteiligen. Ein ehemaliges Mitglied der Werchowna Rada wertete die gesamte Kabinettsumbildung sogar als vorgeschobenen Anlass, um allein Fjodorow loszuwerden. Ob es sich, wie ein prorussisches ukrainisches Onlinemedium meinte, um einen „direkten Aufstand“ gegen Selenskyj handelt, bleibt allerdings Spekulation und sollte entsprechend vorsichtig eingeordnet werden.
Was an der Beurteilung des Krieges übersehen wird
Der eigentliche blinde Fleck der aktuellen Berichterstattung liegt jedoch woanders: Fjodorows unbestrittene Erfolge – Drohnenschwärme, die russische Ölraffinerien und Logistikwege auf der Krim treffen, die Störung russischer Kommunikationsnetze – betreffen ausschließlich die Luft- und Fernwirkung des Krieges. Eine alte Kriegerweisheit gilt jedoch unverändert: Aus der Luft lässt sich zerstören, aber nicht besetzen, verteidigen oder „befreien“ – dafür braucht es Bodentruppen. Und genau an diesem Punkt zeigt sich die eigentliche Krise der Ukraine nicht als Personalfrage, sondern als strukturelles Problem:
Die Armee kann ihre Reihen nicht mehr auf freiwilliger Basis auffüllen, muss zu immer gewaltsameren Zwangsrekrutierungen greifen – und verliert dabei zusehends die Rückendeckung genau jener Zivilbevölkerung, in deren Namen sie kämpft. Ministerwechsel, gleich wie kompetent der einzelne Amtsinhaber sein mag, ändern an dieser Grundgleichung nichts. Solange keine politische Lösung für das Rekrutierungsproblem gefunden wird – sei es durch eine ehrliche gesellschaftliche Debatte über Kriegsziele oder durch eine diplomatische Beendigung des Konflikts –, wird sich die Front nach Einschätzung mehrerer Beobachter weiter „langsam, aber unaufhaltsam“ verschieben, unabhängig davon, wer in Kiew gerade das Verteidigungsressort leitet. Wobei spätestens Ende 2027 der Ukraine das Personal ausgehen dürfte, die Kriegsmaschine Russlands aufzuhalten, unabhängig davon, wer Verteidigungsminister wird, und unabhängig davon, wie viele hunderte Drohnen und Marschflugkörper wie derzeit weiter nach Russland fliegen.
Bild: Screenshot Video
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Wie ist sichergestellt, dass die EU mit ihren imensen Geldtransfers nicht ein Terrorregime gegen den Willen des ukrainischen Volkes finanziert, das die Bevölkerung mit Zwangsrekrutierungen in einen nicht gewinnbaren Krieg zwingt?
Wäre aus rechtsstaatlicher Sicht diese Frage nicht prioritär zu beantworten?
Wenn es um die Sicherheit Europas ginge, wäre es nicht sinnvoller, das Geld in defensive Mittel zur Grenzsicherung und Raketenabwehr zu stecken, und die wirtschaftlichen Abhängigkeiten zu beiderseitigem Nutzen voranzutreiben, anstelle Pipelinesprengungen gegen die EU im russischen Hinterland zu zahlen?
Dass Russland versucht, mit seiner Freundschaft zum Iran den traditionellen Blockadeproblemen in Ostsee und Bosporus zu entkommen, ließe sich durch einen vernünftigen rechtlichen Rahmen entschärfen. Die Politik Russlands ist auch eine Reaktion auf die westlichen Sanktionen.
Es wäre überfällig, diese Politik auf den Prüfstand zu stellen!
Meinen Sie diesen Post ernst? Vielleicht entgeht mir Ihre feinsinnige Ironie … Schon EU und Rechtsstaat in einem Atemzug, dann Wertewesten und Vernunft – das passt so wenig zusammen, dass mir beim Lesen schon die Augen schmerzen.
Wenn alles in ein paar Wochen oder Monaten vorbei wäre, würde ich nicht weinen. Leider spricht man nur in Polen immer offener (zumindest in „Mysl Polska“), dass es sich um Neonatsis handelt.
„Was kaum berichtet wird“, hat auch der Autor oftmals übersehen:
Die gewaltsamen „Rekrutierungen“ gibt es seit Jahren. Ich erinnere mich zB an die Szene in einem kleinen Dorf, wo der Erretter tatsächlich auf seinem Pferd anreitet und einen Säbel gegen die „Rekrutierer“ schwingt…..in einem anderen Video in meiner Erinnerung versuchte ein Helfer, die „Rekrutierer“ mit seinem Auto zu überfahren, bevor er ihr Auto rammt…..usw.
Jede Wette, diese „Kündigung“ hatte keinerlei sachlichen Gründe. Dem Schneehaserl geht es ausschließlich um die Macht. Nur wenn er von der Marionette zum echten Machthaber aufsteigt, hat er noch eine Chance sein Leben zu retten, indem er seine „Illoyalen“ auf welche Art auch immer abserviert. Er köpft einfach lieber, als selbst geköpft zu werden. Eine logische Folge solcher Machtstrukturen und totalitärer Regime.
Aber der Glaube an eine kleine „Welt-Elite“, die seit Jahrhunderten wie ein Herz und eine Seele die gesamte Welt verarscht und lenkt, stirbt trotzdem nicht aus……;))
Wenn man sich das Hauen und Stechen schon unter „Eliten“ in kleineren Dörfern (drei Häuser, fünf Spitzbuben) anschaut und sich dann vorstellt, wie das abgeht, wenn es wirklich um Etwas geht, mutet es schon eigenartig an, dass man meint, die würden sich bei der Weltherrschaft einig sein … 😃
Die eigentliche Kernfrage ist, warum die EU-Staaten ein Regime unterstützen, welches unter Missachtung aller Menschenrechte seine Bürger an die Front prügelt. Mindestens sollte man die Floskel von den „ihre Freiheit verteidigenden Ukrainern“ aus dem Sprachgebrauch und Floskelkatalog der einschlägigen Propagandazeitschriften streichen.
Da gibt es ein Sprichwort, welches darauf abzielt, dass ähnliche Geister gern miteinander kolludieren…
Jeder packt sich mittels dieses „Krieges“ die Taschen nochmal voll, so gut er eben kann … Die russische Regierung spielt mit – man weiß, dass man Sieger ist und zögert das Ende halt bis über die Kxtzgrenze hinaus. Beide Seiten (!!!) ziehen eben ihre Vorteile daraus. Business as usual.
Ich sehe das etwas anders. Russland kann so lange nicht aufhören, wie die EU erklärt, sie wolle nach Waffenstillstand Militär in die Ukraine schicken. Weil das war einer der Kriegsgründe für Russland, genau dieses Militär von den Grenzen fern zu halten. Der Krieg wird so lange dauern, bis feststeht, dass KEINE NATO-Länder irgendwelche Truppen schicken.
Waffenstillstände sind sowieso nur etwas für Verlierer! Was wenn die Allianz der Geschäftsfreunde der italienischen Oper Truppen schickt auch ohne Waffenstillstände? Wollen die Russen dann schmollen, bis sie von „Daddy“ getröstet werden? Letztlich bedeutet Ihr letzter Satz: Es wird so lange weiter gemordet, bis die NATO auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandet ist.
„unbestätigte“ Zusatzinformation, bitte selbst validieren:
Zitat:
Es ist wichtig, klar zu verstehen, worum es bei den derzeit in der Ukraine stattfindenden Protesten im Zusammenhang mit dem Rücktritt des Verteidigungsministers Fjodorow geht.
Fjodorow ist ein Dieb und Betrüger. Er wird natürlich nun als neues Gesicht präsentiert, das die Digitalisierung im Verteidigungsministerium vorangetrieben hat. In Wirklichkeit war Fjodorow bereits in den frühen 2010er Jahren in kriminelle Betrugsfälle verwickelt. Damals haben sie übergewichtigen Frauen ein Wundermittel zum Abnehmen verkauft. Fjodorow entging der strafrechtlichen Verantwortung, indem er sich mit Selenskyj anfreundete.
Warum passieren die Proteste jetzt? Weil Fjodorows Umfeld Hunderte von Millionen Dollar mit Drohnen verdient hat und weiterhin verdient. Nicht Zehn Millionen – Hunderte von Millionen Dollar.
Die Leute, die derzeit für Artikel, Proteste und Meinungsführer bezahlen, könnten enorme Geldsummen verlieren. Zum Beispiel wurde gestern noch ein Meinungsführer mit 300.000 USDT bezahlt, um dieses Thema zu pushen. Und, wie ich betonen möchte, war das nicht einmal der Hauptmeinungsführer. Deshalb wird das Umfeld des Diebs Fjodorow nun mit allen Mitteln kämpfen, um die Kontrolle über diese Finanzströme zu behalten.
Es ist wichtig zu verstehen, wer Fjodorow ersetzen könnte: der Innenminister. Das bedeutet wiederum, dass die Mobilmachung noch strenger werden wird.
Für Fjodorow wäre der Verlust des Ministerportfolios ein Zusammenbruch – es wäre das Ende. Denn sowohl er als auch sein Umfeld könnten wegen der enormen Schiebungen im Verteidigungsministerium mit Drohnen und Raketen strafrechtlich belangt werden. Das ist die schwierige Situation, in der wir uns gerade befinden.
Und die Leute werden nun im Namen Fjodorows kampagnen, selbst wenn sie zu jenen in Europa gehören, die Rückvergütungen aus den Geldern erhalten haben, die Europa für den Kauf von Drohnen und anderer Ausrüstung bereitgestellt hat. Achten Sie genau auf ihre Aussagen.
Gleichzeitig ist es wichtig zu verstehen, dass sich dort nichts zum Besseren wenden wird. Das ist rein und gar ein Kampf um das Geld gutgläubiger Westler. https://x.com/anatoliisharii/status/2077661874108223880
Davon müsste man sowieso ausgehen, wenn man nicht gesamtes Leben vor der ÖRR-Glotze verbringt. Ich wünschte, weit mehr Leute in Westeuropa hätten das Korruptostan satt – und viel offener. Soll sich Putin alles holen, wenn er mag – je eher, desto mehr Geld gespart.
Sanya po Floridie zeigte die bezahlten Demos gestern auf Rutube – wie er meinte, eine aus der EUdSSR orchestrierte Aktion.
Allgemeiner Blick – die Ungeschnittenen brachten gestern „Wenn Zurückhaltung zur Strategie wird – und Strategie zur Belastung“ von Felix Abt, wonach Russland und Iran beide (zu) viel Zurückhaltung zeigen. Oft wurde Paul Craig Roberts zitiert. „… Teheran hält sich an strenge religiöse und ethische Beschränkungen, die seine militärische Wirksamkeit mindern. Der Iran warnte Katar im Vorfeld eines Angriffs auf ein gemeinsames Gasfeld, damit zivile Arbeiter evakuiert werden konnten, und gab ähnliche Vorwarnungen vor Angriffen auf Nord-Israel, um die Bevölkerung fliehen zu lassen. Teheran vermeidet bewusst Angriffe auf kritische Infrastruktur wie Entsalzungsanlagen – die Israel und die Golfstaaten sofort lahmlegen würden –, da es solche totale Kriegsführung als Sünde betrachtet. Dies entspricht seiner offiziellen religiösen Fatwa, die die Herstellung und den Einsatz von Atomwaffen strikt verbietet. …“
Bin ich unsagbar böse, wenn ich es nicht verstehen kann? Das Hinstellen der zweiten Wange aus dem Christentum habe ich nie richtig verinnerlicht. „… Westliche Mächte und ihre Stellvertreter lassen sich durch asymmetrische moralische Zurückhaltung keineswegs beeindrucken. Indem Putin und die iranische Führung auf Eskalationsdominanz verzichten, um verantwortungsvoll zu wirken, erreichen sie genau das Gegenteil – sie ermutigen ihre Gegner, weiter vorzudringen. …“
Das hat etwas damit zu tun, dass man in erster Linie sich selbst treu bleiben muss. Wenn man von Minusexistenzen, Schädlingen und Parasiten umgeben ist bzw. sich mit solchem Gelichter herumärgern muss, ist es nicht sehr zielführend selbst zu dem zu werden, was man beseitigen möchte. Oder hat schoneinmal jemand davon gehört, dass der Bauer die Kartoffelkäferplage in den Griff bekommen hat indem er zum Kartoffelkäfer wird?
Außerdem gibt es außerhalb des Wertewestens noch so etwas wie Werte … Ehre z.b.