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Wirtschaft

Frankreich schickt Soldaten nach Saudi-Arabien

10 Kommentare 25. September 2026 3 Minuten Lesezeit von Thomas Oysmüller

Mit einem orwellschen Statement hat Emmanuel Macron französische Streitkräfte nach Saudi-Arabien entsandt und dabei erklärt, sich nicht einmischen zu wollen.

„Wir werden militärische Mittel entsenden, das heißt Soldaten, Radarsysteme und Verteidigungssysteme, um diese Anlage zu schützen“, sagte Macron in einem Fernsehinterview am Donnerstag. Zugleich erklärte er, Frankreich mische sich „nicht in irgendeinen Konflikt ein“, und fügte hinzu, die Entscheidung sei mit den saudischen Behörden abgeschlossen worden. Es erfordert eine ordentliche Portion „Doppeldenk“, wenn das Entsenden von Soldaten nach Saudi-Arabien „kein Einmischen in einen Konflikt“ sein soll.

Die französische Opposition ist entsprechend empört. Florian Philippot (Les Patriotes) fordert vom Parlament eine Blockade: „Frankreich hat keine Truppen nach Arabien zu schicken! Macron steckt den Finger in ein äußerst gefährliches Getriebe. Das Parlament muss EIN VOTE FORDERN. Bewegt euch!“ Ein anderer Beobachter fragt: „Was passiert, wenn jemand stirbt, während man sich angeblich nicht einmischt?“

Auf die Frage, ob Frankreich Rafale-Kampfjets zum Schutz der Anlage einsetzen könne, antwortete Macron, das hänge von der weiteren Entwicklung ab. Einige Flugzeuge seien bereits in der Region.

Macron will die angegriffene, 1.200 Kilometer lange Ost-West-Pipeline Saudi-Arabiens schützen, die zu einer entscheidenden Kriegsader geworden ist. Die Pipeline kann bis zu 7 Millionen Barrel pro Tag transportieren – etwa 2 Millionen für heimische saudische Raffinerien, der Rest für den Export. Am 10. September wurde sie bekanntlich angegriffen.

Mike Shedlock von Mish Talk glaubt, dass Macrons Entscheidung auf große Verzweiflung hindeutet. Frankreich habe „eklatanten Dieselmangel“. Der Dieselpreis liegt jedoch auf einem Rekordhoch, auch in Frankreich. Als die Gelbwesten vor rund sechs Jahren zum Aufstand geblasen hatten, lag der Spritpreis – der Auslöser – um fast einen Euro niedriger.

Macron hat wohl Angst vor Protesten. Um diese abzuwenden, hat die französische Regierung ihr gezieltes Sprit-Hilfspaket gerade auf 450 Millionen Euro verdoppelt. Geringverdiener mit hohem Pendelaufwand erhalten 100-Euro-Zahlungen. Die gesamten Notfall-Energiehilfen steigen damit auf 1,4 Milliarden Euro und reißen das Haushaltsdefizit weiter auf.

Versorgungsengpässe und Proteste: Rund 16 Prozent der französischen Tankstellen melden derzeit Engpässe bei mindestens einer Kraftstoffsorte. Wütende Fischer haben bereits begonnen, Öllager und Mittelmeerhäfen zu blockieren, um gegen die verheerenden Auswirkungen der Kraftstoffkosten auf ihre Existenz zu protestieren. Macron versucht nun, einen militärischen Einsatz als unmittelbaren Schutz der französischen Autofahrer vor dem Energieschock darzustellen.


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10 Kommentare

  1. Jurgen
    Antworten

    Irgendwann muss man halt auch mal seine teuren Fremdenlegionen loswerden, dazu schickt man sie am besten dahin wo ein verlorener Krieg ist…

  2. cwsuisse
    Antworten

    Europäische Politiker neigen dazu, ihre mangelnden diplomatischen Fähigkeiten durch kraftlose militärische Gesten zu kaschieren.

  3. Daisy
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    Macron möcht die franz. Soldaten vor allem in die Ukraine schicken, denn auch Napoleon konnte Russland nicht erobern – welche Schmach.. Man muss daher irgendwelche Deals vermuten, obwohl Macaron sehr beleidigt ist, weil ihn Trump wegen seiner schlagenden „Frau“? gehänselt hat…weswegen er nicht mithalf, die Straße von Hormus zu öffnen und stattdessen versuchte, mit dem Mullah-Regime Sonderrechte zu vereinbaren. Das war wohl nix…

    1. Varus
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      Wenn die in Nahost mächtig Aua-Aua bekommen, hoffentlich verlieren die Lust auf Abenteuer am Dnepr?

      1. Daisy

        Ja, hoff ich auch…:-)

  4. Varus
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    Paul Craig Roberts am 24.09.26: „Die israelische Lobby prahlt mit ihrer Herrschaft über Amerika“ – „… In einer beeindruckend geleakten Aufnahme ist AIPAC-CEO Elliot Brandt offen zu hören, wie er damit prahlt, wie die mächtige pro-israelische Lobby Schlüsselfiguren im inneren Kreis der nationalen Sicherheit unter Donald Trump manipuliert und sie in einen weiteren kostspieligen und unbeliebten Krieg im Nahen Osten zugunsten Israels treibt. …“. Offenbar gibt es analoge Herrschaft über Frankreich und viele andere westliche Länder? Abgesehen davon, das die israhellische Provinz Amerika eh schon Unterprovinzen in Westeuropa beherrscht.

  5. Varus
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    Gerne kann die Grande Nation im Nahen Osten auf die La Fre**e bekommen – dann überlegen die es sich viel genauer, es noch einmal an der Ostfront zu versuchen? Sonst kommt leider keine Ausnüchterung.

  6. VerarmterAdel
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    „Frankreich schickt Soldaten nach Saudi-Arabien“ ISrahell First.

    1. Varus
      Antworten

      Vielleicht kann dort das Globale USrahell-Imperium gegen nichtwestliche Welt verlieren? So wie sich Putin am Dnepr anstellt, erwartet ihn vielleicht noch eine Zelle gleich neben Maduro.

      1. Antermoya

        Putin entkernt schon mal den Osten und hat Deutschland, Merz bereitet das vor, die selbe Rute ins Fenster gestellt.

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