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Politik

Fall Bhakdi: Sachen beim Namen

12 Kommentare 23. September 2026 5 Minuten Lesezeit von Mascha Orel

„Es geht nicht um den Schutz von Juden.“ – Die internationale Sprecherin von We for Humanity erzählt über eigene Beteiligung am Fall Sucharit Bhakdi und legt Dokumente vor, die den Missbrauch des Holocaust-Vermächtnisses als Waffe des Informationskriegs in einem neuen Kontext sichtbar machen.

Seit über fünf Jahren läuft das Strafverfahren gegen Prof. Dr. Sucharit Bhakdi. Die Vorwürfe sind Volksverhetzung und Holocaust-Trivialisierung. Auf die Einstellung der Ermittlungen seitens der Kieler Staatsanwaltschaft folgte Wiederaufnahme durch die Generalstaatsanwaltschaft Schleswig-Holstein; nach dem Freispruch durch den Richter Malte Grundmann am Amtsgericht Plön ging die Generalstaatsanwaltschaft in die Berufung.

Im Februar 2027 geht es am Landgericht Kiel weiter, gleich drei Termine sind angesetzt: am 8., 12. und 19. Februar. Die Oberstaatsanwältin Silke Füssinger hat sich im Rahmen der Berufung gesteigert: Bei dem gleichbleibenden Tatbestand sind das nicht mehr israelische und deutsche Juden, wie in der ursprünglichen Anklage, sondern alle Juden weltweit, die vor Bhakdi beschützt werden müssen. Wenn ausgerechnet in Tel-Aviv am Strand Stühle mit Beschriftung „Nur für Geimpfte“ stehen, ist Kritik ein Muss, und es stellt sich die Frage vor wem vorwiegend ein Teil der Gesellschaft geschützt werden soll.

Zumindest im Widerstand dürften keine Zweifel bestehen, dass es sich um einen Schauprozess handelt, dennoch gibt es Stimmen, die sagen „Das war ungeschickt, dafür sollte sich Bhakdi entschuldigen“. Tief sitzt das Traumata des Schuldkultes, die Berührung mit dem Thema verursacht Unbehagen und Angst vorm „Abfärben“ – gelebte Kontaktschuld.

Diese Ermüdung und reflexartige Vorsicht sind gewollt. Missbrauch des Holocaust-Vermächtnises ist zur wirksamen – wenn nicht der wirksamsten – Waffe des Informationskriegs geworden, und das nicht plötzlich, sondern seit Dekaden vorbereitet, methodisch, mit schriftlichen Arbeitsanweisungen, im weltweiten Gleichschritt.

Der Fall von Sucharit Bhakdi erlaubt eine besonders nahe Betrachtung durch die unmittelbare Beteiligung von ‚We for Humanity‘, einer internationalen Initiative von Holocaust-Überlebenden und ihrer Nachfahren. Die Verfasserin dieses Artikels ist internationale Sprecherin von ‚We for Humanity‘.

Im Gespräch mit Prof. Bhakdi erzähle ich meine Geschichte, die Teil des Bhakdi-Falls ist. Es werden bis dahin unbekannte Fakten dargelegt und Dokumente vorgeführt. Diese zeigen die Betrachtungsperspektive, die viele Juden teilen,– mehr, als die Unterdrückung durch die Staatsmedien ahnen lässt –, und vor allem verschaffen diese Fakten Einblicke in die Arbeit der Stimmungsmacher und Gesinnungsdiktatoren.

Diese Arbeit ist gegen alle Kritiker gerichtet, Prof. Dr. Bhakdi und seines Gleichen sind die Hexen, die öffentlich verbrannt werden.

So sagte Anetta Kahane am 24. November 2020 auf einer von Phoenix (ZDF) übertragenen Pressekonferenz, dass Corona-Proteste „Nähe zu Verschwörungsideologien“ aufweisen und dass Verschwörungsideologien „immer ein antisemitisches Betriebssystem“ haben. Der Kausalzusammenhang ist, dass die Coronamaßnahmen-Kritiker strukturell Antisemiten sind. Das ist Verunglimpfung von Teilen der Bevölkerung wegen Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe, das ist per Definition Volksverhetzung gem. § 130 StGB.

Der mit der Strafanzeige gegen Kahane beauftragte Rechtsanwalt schrieb:

„Logisch betrachtet ist das natürlich barer Unsinn. Mit diesem zirkelschlüssigen Denkmuster ließe sich zum Beispiel auch „beweisen“, dass Hunde Katzen sind“.

Und zum Schluss:

„Ich darf festhalten: Da viele meiner Mandanten [Juden, Überlebende, Nachfahren] ‚Corona-Kritiker‘ sind, sind sie nach der Definition der Beschuldigten ebenfalls Antisemiten.“

Anetta Kahane war von 1974 bis 1982 Inoffizielle Mitarbeiterin (IM) der Stasi unter dem Decknamen „Victoria“. Ihre Stasi-Akte umfasst knapp 800 Seiten. Sie berichtete über Freunde und Bekannte, u. a. über die Schriftsteller Klaus Brasch und Thomas Brasch. Im besten Deutschland aller Zeiten wurde Kahane zur Vorsitzenden der Amadeu Antonio Stiftung befördert.

Die besagte Strafanzeige wurde abgewiesen. Einen Vergleich zur Persönlichkeit und dem Fall von Sucharit Bhakdi möge man selbst vornehmen.

Noch etwas an der Aussage von Anetta Kahane verdient Aufmerksamkeit: Diese ist allem Anschein nach ein Zitat aus der Arbeitsanweisung, wie diese den britischen Parlamentariern und höchstwahrscheinlich – dem Gleichschritt sei Dank – auch anderen Regierungen vorliegt. In dem Dokument mit dem Titel ‚Conspiracy Theories: A Guide for Members of Parliament and Candidates‘ (Verschwörungstheorien: Ein Leitfaden für Abgeordnete und Kandidaten) wird erläutert, wie man jede Kritik als Antisemitismus auslegt. Sogar das Wort „Elite“ soll antisemitisch sein.

Im Gespräch wird auf die Entstehung von ‚We for Humanity‘ eingegangen, auf die innige Verbindung der Gruppe mit Prof. Bhakdi und auf die persönlichen Erlebnisse der angeblich Unantastbaren.

Es war an der Zeit, die ganze Geschichte zu erzählen und unmissverständlich klar zu machen: Es geht nicht um den Schutz von Juden, und es gibt nichts, wofür sich Sucharit Bhakdi und viele andere Opfer der Antisemitismus-Keule entschuldigen müssen.

Hier das Gespräch:

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇


Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Mascha Orel stammt aus der Ukraine als Nachgeborene von Holocaust-Überlebenden. und Gründerin der ‚We for Humanity“ Initiative.


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12 Kommentare

  1. Hanspeter
    Antworten

    Sucharit Bhakti hat einen Nobelpreis verdient. Er hat das Vertrauen vieler Millionen Menschen-das ist mehr wert als der Nobelpreis.

  2. bribrei
    Antworten

    „Verschwörungstheorien – wenn es nur Theorien wären, dann müsste man sie nicht zensieren. Es müsste nicht jeder verfolgt und gelöscht werden, der etwas anderes sagt als das offizielle Narrativ. Das wäre völlig unnötig. Sie machen es nur, weil die Propaganda eine Lüge ist. Und sie wollen diese Lüge als einzige Wahrheit verkaufen.“
    Vera Sharav – Holocaust-Überlebende

  3. Amokimpfender Amtsarzt
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    Was uns zu denken geben sollte, ist, dass der überwiegende Teil der Menschen nicht die Kraft aufgebracht hat, sich mit der von Sucharit Bhakdi fachkundig und trotzdem für jedermann nachvollziehbar dargelegten Wahrheit zu konfrontieren. Man hat das, was er zu sagen hatte, stattdessen von sich gestoßen und sich lieber hämisch grinsenden Pharmalobbyisten und Scharlatanen wie Lauterbach und Söder anvertraut, die uns achselzuckend ins offene Messer bzw. in die Impfnadel laufen ließen.
    Zweifellos eine der größten moralischen Niederlagen der Menschheit so far, mit noch unabschätzbaren Folgen.

  4. Peter-Schmidt-News
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    Die fachliche Kompetenz Professor Bhakdis ist enorm. Wer ihn in Interviews, Vorträgen und Auftritten gesehen hat, oder das Buch über sein Leben gelesen hat, versteht, Sucharit Bhakdi ist auch ein ehrlicher, zurückhaltender, liebevoller Mensch.
    Ich sehe in seinem Wesen Verbindungen zu einer weiteren großartigen Person unserer Weltgeschichte, Nelson Mandela.
    Es wäre ein Höhepunkt in unserem Leben und ein sehnlicher Wunsch, Professor Bhakdi einmal persönlich zu treffen, vielleicht in unseren neuen Wahlheimat Thailand.
    โชคดีนะครับ แล้วพบกันใหม่ครับ

  5. Informationsbefreier
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    Wir brauchen mehr Herzkampagne und weniger Hetzkampagne!

    1. Amokimpfender Amtsarzt
      Antworten

      schön formuliert. imho Kommi des Tages :=)

  6. Lutz Herzer
    Antworten

    Der Holocaust und das Virus haben etwas gemeinsam: es dürfen keinerlei Fragen gestellt werden. Die jeweiligen dahinterstehenden Katechismen sind sakrosankt. Punkt. Aus. Ende.

  7. therMOnukular
    Antworten

    Die Kahane is ka Dame!
    Und sagst ihr ins G’friss, wia sie so is,
    hupft die Klane und schmiert da ane.

    Ich habe das betreffende Interview recht zeitnah gesehen, als noch lange keine Anklage/Anschuldigung vorlag. Ich bin bei betreffender Stelle von selbst kurz erschrocken – nicht weil er etwas Böses gesagt hätte, aber weil man es vlt. so verstehen könnte. Also sprang ich eine Minute zurück und hörte die Aussage noch einmal ganz bewusst an. Ich war eigentlich beruhigt, weil er es amS absolut eindeutig so formulierte, dass man ihm nichts derartiges unterstellen könnte. Ich habe seine Aussagen keine Sekunde lang für das gehalten, was sie angeblich sein sollen.

    Deutlicher könnten die Parallelen zum dritten Raich eigentlich kaum sein. Es waren exakt solche Gestalten wie diese Kahane, die damals den rechten Arm zum Gruße hoben.

  8. LMohikan
    Antworten

    Tanze, tanze im Gleich-Schritt.
    Der Leithammel gibt vor. Die Schafe blöcken.
    Es ist zum spei**n was hier abgeht.

  9. Der Zivilist
    Antworten

    So sagte Anetta Kahane am 24. November 2020 auf einer von Phoenix (ZDF) übertragenen Pressekonferenz, dass Corona-Proteste „Nähe zu Verschwörungsideologien“ aufweisen und dass Verschwörungsideologien „immer ein antisemitisches Betriebssystem“ haben.

    Haarsträubend, einfach nur haarsträubend, das ist Hexenjagd.

  10. VerarmterAdel
    Antworten

    Es gibt im Klimagottesstaat Deutsch ein Thema, das über allen anderen steht und selbst den Klimascheßidreck noch in den Schatten stellt. Die Rede ist vom Antibullshitismus. Die ganze Welt dreht sich nur die kleine Minderheit des ewigen Opfers, das meint überall den Ton angeben zu müssen. Wenn ich Antibullshitismus und/oder das andere Wort nur höre, kommt mir die Galle hoch.

  11. Glass Steagall Act
    Antworten

    Da sie fachlich gegen Herrn Bhakdi keine Chance haben, wird eben die „Judenkeule“ ausgepackt! Offensichtlicher geht es kaum noch, wie sich die Verschwörer „des Corona-Systems“ gegen Aufklärung wehren!

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