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Technologie

China fliegt bereits den Jet für den nächsten Luftkrieg

10 Kommentare 25. September 2026 3 Minuten Lesezeit von Dr. Peter F. Mayer

Während Xi Jinping in Washington weilt und den Überflug des Uralt-Bombers B1 beobachten muss, testet China bereits intensiv das Kampfflugzeug das für den Luftkrieg der nächsten Generation gebaut und getestet wird.

Neue Aufnahmen zeigen den Chengdu-Prototyp – inoffiziell als J-36 bezeichnet – bei Landeanflügen und Manövern. Es handelt sich um das weltweit erste 6.-Generation-Kampfflugzeug im aktiven Flugtest, wie das Military Watch Magazine berichtet.

Der J-36 ist kein klassischer Luftüberlegenheitsjäger. Er ist hecklos (tailless), hat drei Triebwerke und ein Side-by-Side-Zweisitzer-Cockpit. Die Auslegung zielt klar auf Reichweite, Nutzlast und die Fähigkeit, unbemannte Systeme zu führen – eher ein fliegender Kommandoposten und Langstrecken-„Airborne Cruiser“ als ein reiner Jagdflieger. Es ist nicht nur technologisch ein großer Sprung nach vorne, sondern führt auch komplett neue militärtaktiscche Doktrinen ein.

Neue Details aus den aktuellen Tests:

  • Eine hellere Nase deutet darauf hin, dass bereits ein operationelles Radar eingebaut ist.

  • Veränderungen an den Triebwerksauslässen (von muldenförmig zu zweidimensionalen Schubvektor-Düsen).

  • Umstellung auf supersonische Ansaugsysteme ohne Umleitung für bessere Stealth-Eigenschaften.

  • Antennen-ähnliche Strukturen auf dem Rücken, die auf Kommunikation mit Drohnen-Schwärmen hindeuten.

  • Mindestens fünf Prototypen mit sichtbaren Unterschieden – Chengdu testet parallel und verbessert extrem schnell.

Trotz seiner enormen Größe und des hohen Gewichts zeigt die Maschine extreme Manövrierfähigkeit bei hohen Anstellwinkeln – ein Punkt, der westliche Einschätzungen, es handele sich primär um einen Bomber, bereits widerlegt hat.

Der Zeitvorsprung

Während China bereits mehrere Prototypen fliegt und das Design in Echtzeit verfeinert, steht das amerikanische Next-Generation-Air-Dominance-Programm (NGAD / F-47) noch Jahre vor dem Erstflug. Die USA haben zwar heimlich Demonstratoren getestet, doch öffentlich und in der sichtbaren Entwicklungsgeschwindigkeit liegt Peking derzeit klar vorn.

Die Botschaft ist unmissverständlich: Das diplomatische Dinner ist die Beziehung, die man zeigen will. Die Testflüge in Chengdu sind die Realität, die man in Metall baut.

China hat das ersten 6.-Generation-Kampfflugzeug nicht nur in die Luft gebracht – es verfeinert es bereits in einem Tempo, das den Westen unter Druck setzt. Ob der technologische Vorsprung hält, wird sich zeigen. Dass er existiert, ist nach den aktuellen Aufnahmen kaum noch zu bestreiten.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇


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10 Kommentare

  1. cwsuisse
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    Ein Vergleich von J-36 und SU-57 wäre interessant. Man könnte dann auch besser abschätzen, wie sinvoll der Erwerb überalterter Fluggeräte aus den USA für die europäischen NATO-Staaten und ihre geplagten Bürger ist.

  2. alter Mann
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    Kriege sind nur zum Ausbau der geopolitischen Macht und Bevölkerungsreduzierung. Bei Chinas „Erfolgen“ sollte man bedenken, China betreibt die Entwicklung in der Praxis. Andere Kontahenden sind da eher Schreibtischentwickler. Das da immer mal was schief geht ist einkalkuliert. Wir „optimieren“ dann teilweise die in China entwickelte Nullserie im Maschinenbau. Spart aber erst mal Kosten und Zeit. Schnell sind sie auf jedem Fall und immer mal tolle Einfälle im Gegensatz zum eingefahrenen Trott bei uns.

  3. Glass Steagall Act
    Antworten

    Jedes Mal, wenn ich neue Kriegswaffen sehe, denke ich, musste das wieder sein? Können die Menschen nicht sinnvollere Dinge mit Geld und Arbeitskraft tun, als sich mit dem Töten und Zerstören zu beschäftigen? Letztendlich unterscheidet sich da kaum ein Land auf dieser Erde von dem anderen. Wieviel Gutes könnte man mit diesen Rüstungsmilliarden anstellen, anstatt sie für so einen Kriegsgeräte-Mist zu verschwenden! Solange Menschen an Hunger sterben und selbst sauberes Wasser ein rares Gut in vielen Regionen ist, solange braucht man auch keinen Fortschritt bei der Waffentechnik! Irgendwie hat sich der Mensch nie weiter entwickelt! Ich möchte sogar behaupten, der Mensch entwickelt sich immer weiter zurück, wenn wir dieses Weltsystem betrachten!

    1. Varus
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      @“Können die Menschen nicht sinnvollere Dinge mit Geld und Arbeitskraft tun, als sich mit dem Töten und Zerstören zu beschäftigen?“

      Fragen Sie jenes Land, welches nur einzelne der 250 Jahren der Geschichte keine Kriege führt – aktuell mehrere gleichzeitig. Sollen sich die anderen Länder unterjochen lassen?
      China führte zuletzt Ende der 1970er Jahre einige Tage kleine Scharmützel gegen den Vietnam – seitdem keine Kriege.

      1. Glass Steagall Act

        Kriege werden immer damit begründet, dass man sich angeblich verteidigen muss. Die anderen sind immer die Bösen.

      2. Varus

        Dass sich immer wieder ein nichtwestliches Land gegen USrahell verteidigen muss, dürfte doch klar sein?

  4. Varus
    Antworten

    Man müsste etwas entwickeln, was den Vormarsch trotz Drohnen in der Luft ermöglicht. Was die Russen in einem Jahr bei Jampol und Liman erreicht haben, holten sich die Banderas in einigen Wochen zurück – mittlerweile wird dadurch die 3. Armee vom Norden bedroht, die dadurch nicht Nikolajewka (und weiter Slawiansk) stürmen kann. In diesem Tempo würde es noch Jahrzehnte dauern – wo ist der so oft angekündigte Zusammenbruch der Banderas?

    1. Varus
      Antworten

      Gerade hat Divgen erneut die Karte korrigiert – demnach haben die Russen die früher mühsam eroberten Positionen in Nikolajewka (südlich von Liman) verloren. Dazu weiter südlich in Oriechowatka, wo der Sewerski-Donezk-Kanal unter der Erde verläuft und man ihn bequem Richtung Westen überqueren kann. Macht -88,3 Km² – bei der Bilanz um +100 bisher im September. In diesem Tempo kommen die Banderas noch dieses Jahr bis Moskau?
      Ich weiß echt nicht, was Putin treibt.

      1. cwsuisse

        Informieren sich bei US-Journalisten (da gibt es noch Teile einer unabhängigen Presse), vermeiden Sie UK/UKR Propaganda. Denken Sie logisch. Die Ukrainer haben nichts, ausser unwilligen Zwangsverpflichteten und EU-Drohnen. Die letzten Eliteeinheiten der Asov wurden gerade in den Kesseln bei Charkiv und Dobropilija aufgerieben und zwar nicht Mann gegen Mann sondern mit Artillerie, Bomben und Drohnen.

  5. 1150
    Antworten

    angeblich wurde ein ups paket von australien via hongkong mit sensiblen f35 komponenten in die usa verschickt und landete versehentlich in chinesischen händen, so ein pech aber auch, wenn es stimmt

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