Nicht an eine der großen Weltreligionen glaubende Menschen, welche sich Moral und Ethik gegenüber mehr verpflichtet fühlen als dem Folgen einer tausende Jahre alten Geschichte, werden in der Diskussion über Kreuze für oder wider in österreichischen Schulen weitgehend ausgeblendet. Der Verdacht kommt auf, dass Kreuze in der Moderne als eine Art Mauer gegen Andersgläubige erreichtet werden sollen, obwohl der eigene Glaube längst nur noch aus Worthülsen besteht.
Eine faire Betrachtung dieser Frage aus einer religionsdistanzierten Perspektive sollte beide Lesarten ernst nehmen – die offizielle Begründung und den Verdacht, es gehe eigentlich um etwas anderes. Zunächst Erklärungen für Nicht-Österreicher.
Die rechtliche und offizielle Lage
In Österreich schreibt das Bundesgesetz über die Anbringung von Kreuzen in Schulräumen vor, dass in Klassenräumen ein Kreuz anzubringen ist, wenn die Mehrheit der Schüler einer christlichen Konfession angehört. Das Gesetz stammt aus den 1990er-Jahren und wird meist mit „kultureller Tradition“ und „historischer Identität“ begründet, nicht mit einem Bekenntnisakt.
Das Argument für Beibehaltung (unabhängig vom Glauben)
Man kann das Kreuz als kulturhistorisches Symbol lesen, ähnlich wie Kirchtürme im Stadtbild oder christliche Feiertage im Kalender – als Ausdruck einer gewachsenen Kultur, nicht als Aufforderung zum Glauben. Wer so argumentiert, sagt: Auch ein Atheist kann in einer Kultur leben, die historisch vom Christentum geprägt ist, ohne dass das Symbol ihn zu etwas verpflichtet.
Das Argument für Abschaffung
Dagegen steht: Eine Schule soll weltanschaulich neutral sein, gerade weil sie verpflichtend und für alle da ist – anders als eine Kirche, die man freiwillig betritt. Ein Symbol, das explizit an eine Religion gebunden ist (nicht etwa ein neutrales Landessymbol), passt schwer zu diesem Neutralitätsanspruch, besonders in einer religiös pluralen Schülerschaft.
Zur These „Mauer gegen den Islam“
Dieser Verdacht drängt sich auf, wenn die Kreuzpflicht plötzlich durchgesetzt werden soll von Menschen, die ansonsten eher nicht als religiös angesehen werden. Dafür spricht:
- Die Debatte wird oft explizit im Kontext von Zuwanderung und Islam geführt, nicht im Vergleich zu anderen Religionen
- Manche Verfechter einer „christlichen Leitkultur“ sind selbst nicht praktizierend gläubig, was nahelegt, dass es ihnen weniger um den Glaubensinhalt als um eine kulturelle Abgrenzungsfunktion geht
- Das Kopftuchverbot an Schulen wurde in Österreich zeitlich und rhetorisch oft mit ähnlichen Argumenten verknüpft, was den „Leitkultur gegen Islam„-Rahmen stützt
Dagegen spricht:
- Die Kreuzpflicht existiert seit Jahrzehnten, lange bevor die Migrations- und Islamdebatte ihre heutige Schärfe hatte
- Auch Menschen ohne erkennbar antimuslimische Motivation berufen sich auf Traditionspflege
- Nicht jede Verteidigung von Tradition ist automatisch als verdeckte Abgrenzung zu entlarven – das wäre selbst eine unbewiesene Unterstellung
Eine mögliche Synthese
Aus einer religionsneutralen Warte ließe sich argumentieren: Selbst wenn die ursprüngliche Motivation kulturhistorisch und nicht abgrenzend gemeint war, kann ein Symbol im heutigen politischen Klima diese Funktion zusätzlich übernehmen, unabhängig von der Absicht der Gesetzgeber der 90er-Jahre. Wirkung und Intention müssen nicht deckungsgleich sein – ein Symbol kann gleichzeitig „harmlose Tradition“ für die einen und „Abgrenzungssignal“ für die anderen sein.
Die konsequenteste religionsneutrale Position wäre wohl: Wenn der Staat wirklich nur Kultur, nicht Bekenntnis, symbolisieren will, gäbe es dafür neutralere Wege (Geschichtsunterricht, Denkmäler außerhalb des Klassenzimmers, Bilder von historischen Persönlichkeiten) – die Beibehaltung eines explizit religiösen Symbols in einem Zwangsraum wie der Schulklasse bleibt erklärungsbedürftig, gerade weil sie leicht als Positionierung gegen andere Religionen gelesen werden kann, auch wenn das nicht die einzige plausible Erklärung ist.
Was niemand wagt auszusprechen
Gerade aus der gesetzlichen Darstellung „Wenn die Mehrheit der Schüler…“ Dann müsste im Fall, dass die Mehrheit einen anderen Glauben aufweisen, auch die Insignien dieses Glaubens erlaubt sein. Ansonsten wird gegen die grundlegenden Menschenrechte verstoßen.
Aus diesem Grund sollte man schleunigst die KreuzPFLICHT abschaffen. Denn daraus könnte ein zweischneidiges Schwert entstehen.
Noch ein Wort zum Kopftuch
Das Kopftuch ist für viele Frauen gar kein religiöses Bekenntnis, sondern bedingt durch die Erziehung und soziale Prägung ein Kleidungsstück, welches Schamhaftigkeit ausdrückt. Das grundsätzlich zu verbieten, bedeutet gesellschaftliche Umerziehung. Ein Kopftuch, das immer häufiger auch als eine Art modischer Akzent ausgeführt ist, ist nicht vergleichbar mit einer Burka. Hier täte man gut daran, das Thema etwas entspannter anzugehen.
Bild: Screenshot von Video über Kreuze im Klassenzimmer
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Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 
Weiße Mäntel im Fadenkreuz: Washingtons Krieg gegen Kubas Ärzte
Der Transhumanismus im Krieg gegen alle Religionen
46 Kommentare
Ich präzisiere:
Die Diskussion hier geht am Wesentlichen vorbei, da jedwede Art Symbolik in der Öffentlichkeit staatlicher Verbots- oder Duldungsordnung mehr oder weniger unterliegt, als sozusagen unterworfen ist.
Besonders in Staatlicher Hinsicht gibt es ausschließlich Duldung als auch Pflicht im Rahmen dessen Hausordnungen (Gesetzen) als mehr oder weniger in Erscheinung tretende sprachlich-symbolischer Staatsgewalt.
Außerdem kann jedes gesetzliches Recht auch entzogen werden, was einen wesentlichen Teil Staatlicher Macht darstellt (Macht = Möglichkeit zu tatsächlicher Gewaltausübung).
z. B.: Kopftuchverbot als auch gleichzeitigst Kopftuchpflicht als ist immer als völlig willkürliche Befehlsäußerung in die unterworfene gleichzeitigst selbstunterworfene Untertanenmasse aufzufassen – Ein Befehl ist immer Befehl von Oben, völlig gleichgültig, ob der Untertan dies akzeptiert oder nicht. Der Untertan muß immer selbst, also individuell jedwede Staatsgewalt ausbaden, ob es ihm paßt oder nicht.
Letztlich ist es immer in der Verantwortlichkeit des Individuums selbst, wie es mit staatlicher Gewalt vor Ort umgeht oder nicht umgeht, denn darum kümmert sich der Staat niemals, obwohl dies (noch) derzeit propagandatechnisch modern vermeintlich bestmeinendst gehandhabt.
Ob Kopftuch, Kreuzsymbolik oder nicht – Der Gemeingering Niederkeitliche muß immer vor Ort mit den Ereignissen irgendwie selbst fertig werden, was z. B. in meiner beschiedenen Lebenspraxis eigentlich mehr oder weniger (noch) teilweise gut funktioniert.
Der Staat ist ein brachiales sich selbst mehr oder weniger schönredendes als auch rücksichtslos wütendes Gewaltkonvolut, ein sogenanntes Gewaltdispositiv wie es Michel Foucault verstand (ein militärisches Formalkonstrukt faktischer Gewaltauswirkung) welches immer die Interessen seiner Zwingherrn als auch die Exekutivinteressen der Personen schützt, welche diese Maschine mehr oder weniger als Funktionseliten am Laufen halten.
Der Staat ist ein Herrschaftssystem mit allen Folgen von Herrschaftseskalation in unendlicher Auswirkungstendenz – nicht mehr und schon gar nicht weniger.
Der eigentlich brachialst Unterworfene (jedweder Gewaltsprache völliger Gesetztesfülle Unterworfene) ist der Untertan selbst, der Gemeingering Niederkeitliche – der der keiner der sogenanten „Bürger“ aller Art scheinbar als auch tatsächlich prekär mitprofitierenden eigentlich sein will, jedoch tatsächlicher Insasse dieser Veranstaltung mehr oder weniger gnadenlos ist.
Der Staat kennt nur Unterworfene, also bedingungslose Sklaven dessen Räson (=sogenannter Beugevernunft) Fundamentalunterworfene.
Der Staat ist Beutegemeinschaft in jedweder Hinsicht und kann nur durch Verteilung des verwalteten Beuteplunders (=Steuern) seine Legitimation beweisen. Durch verflochtene Abhängigkeiten von Außerhalb als auch gleichzeitig Innerhalb dessen sogenannten Hoheitsgebietes.
Moderne Gesellschaften im Schindrahmen technischer Extremsteskalation sind der Veranstaltung Staat wie siamesische Zwillinge völlig selbstausgeliefert.
Finde selbst Deinen Weg selbst durch’s Labyrinth gnadenlosest selbstüberdehnender Gesellschaftswirklichkeiten im ewigen Kreislauf des Werdens und Sterbens.
P.S.:
Merke, der Staat wie Politik sind nie Dein Freunde, sie dienen immer sich selbst im Überlebenskampf auf kurzer Visite auf diesem Erdenrund. Wer glaubt sich auf Staat und Politik verlassen zu können als auch zu müssen zahlt immer seine Rechnung selbst oder seine Nachkommen…
… und/oder seine Nachkommen bluten fürderhin in dessen Generationen übergreifenden Schuldknechtschaftsinszenierungen aller Art…
Der Staat ist fürderdies eine fundamentalparasitäre Ausbrauchmaschine im Schindschändkonzert prekärer Gnadenbrotverwaltungspraxien aller Art.
Das ist, denke ich, der erste Artikel in dem ich Ihnen Herr Mitschka nicht zustimme.
Das Kreuz ist nach meinen Recherchen ein heidnisches Symbol. Meine Nachforschungen ergaben ebenso, dass Jesus mit hoher Wahrscheinlichkeit an einem Stamm/Marterpfahl, nicht an einem Kreuz hingerichtet wurde.
Bei der Gründung der Katholischen Kirche im Jahr 325 durch den römischen Kaiser Konstantin [Konzil von Nizäa], vermischte er Riten und Feste der heidnischen Völker mit christlichen. Das Weihnachtsfest am 24. Dezember war zuvor ein Lichterfest der Heiden. Daher Datum 24. Dezember und Lichter am Weihnachtsbaum. Ostern als christliches Gedenken an das Opfer Jesu, war bei den Heiden ein Fruchtbarkeitsfest. Daher die Eier zu Ostern.
Obwohl ich persönlich das Kreuz als für mich heidnisches Symbol ablehne, sehe ich das Kreuz als Symbol von Christen und Symbol für unsere Kultur.
Ein Land sollte seine Religion und seine Kultur selbst bestimmen.
Niemand, weder Atheisten noch Andersgläubige, nicht Juden und auch nicht Menschen moslemischen Glaubens stören sich an einem Kreuz im Klassenzimmer. Es sind radikale bis extremistische Moslems und die linksradikalen bis extremen Zerstörer unserer Kultur aus dem Innern des Landes, die sich am Kreuz im Klassenzimmer stören.
Meine empfohlene Vorgehensweise: Unser Land, unsere Regeln, unsere Kultur.
Dazu zähle ich auch das Thema Kopftuch im Unterricht. Meine Empfehlung: Hier ist Deutschland. Kopftuch als Lehrerin im Unterricht nicht erlaubt. Wer das nicht möchte, soll sich einen anderen Job suchen.
Muslime, Atheisten, Buddhisten und alle anderen Glaubens- oder Nichtglaubensrichtungen stören sich nicht an einem Kreuz. Sie stören sich daran, weil es als ein Kampfsymbol gegen eine Religion eingesetzt werden soll. Das ist wie die Sache mit dem Begriff „Konzentrationslager“. Man kann ihn benutzen, um Lager für Feinde zu beschreiben, die spätestens seit den Briten in Mode gekommen war, oder um KZ im National“sozialismus“ zu beschreiben. Es kommt auf die Intention an. Deshalb ist es falsch, wenn die Sprachpolizei sofort zuschlägt, und es ist falsch, wenn man zulässt, dass das Kreuz eben als Kampfsymbol eingesetzt wird. Es ist ganz einfach, wenn man die Kultur als Ausgangspunkt nimmt, andere Motive zu verwenden. Die noch dazu typischer für die Kultur sind, als das Christentum, was aus dem Süden importiert worden war ;-)
„Es ist ganz einfach, wenn man die Kultur als Ausgangspunkt nimmt, andere Motive zu verwenden. Die noch dazu typischer für die Kultur sind, als das Christentum, was aus dem Süden importiert worden war ;-)“
Welche Motive schlagen Sie da vor? Typisch für welche Kultur? Der Kultur der Germanen, der „Barbaren“?
Das Christentum, was aus dem Süden importiert worden war? Sie meinen aus Rom? Warum nicht aus Jerusalem?
Früh war das Zeichen des Fisches Symbol der (verfolgten) Christen. Auch IHS (die ersten drei griechischen Buchstaben des Namens Jesus), das immer noch verwendet wird. Aber das Kreuz wurde DAS Symbol des Christentums, Warum sollte man es in einem christlich geprägten Land (zumindest der Kultur nach) nicht mehr verwenden dürfen? Nur weil es manche als Kampfsymbol verwenden? Wird es von der Mehrheit der Menschen, die hier leben, tatsächlich als Kampfsymbol gesehen, gleichgültig ob sie Christen, Moslems, Atheisten oder sonst was sind? Wäre das nicht erbärmlich? Und welches Kultur-Motiv auch immer könnte man, wenn man unbedingt will, denn nicht als Kampfsymbol ansehen?
Vor Jahrzehnten hatten Moslems bei einem internationalen Empfang in Europa (ich weiß nicht mehr, worum es ging) verlangt, dass beim Festessen kein Alkohol serviert wird – und zwar niemandem, auch den christlichen Delegierten nicht. Weingläser hatten vom Tisch zu verschwinden. Europa war damals sooo tol(l)erant und hat sich gebeugt. Wieso? Haben Moslems darüber zu bestimmen, was für Christen in einem christlich geprägten Land angebracht ist und was nicht? War damals der Alkohol der Kampfbegriff der Moslems gegen Christen? Warum kann nicht endlich einmal wirkliches Verständnis für die religiösen/kultutrellen (meinetwegen auch politischen) Bedürfnisse eines Landes erreicht werden?
Noch einmal Kopftuch. Für mich ist das kein Zeichen der Religiosität, sondern ein Zeichen der Unterdrückung der Frau. Ich will nicht, dass das hier überhand nimmt. In ihren eigenen moslemischen Ländern ist es Sache deren Bewohner, wie sie damit umgehen, nicht aber hier.
Ich bin kein Österreicher. Was als Kulturgut der Österreicher der Stolz des Landes ist, muss ein Österreicher sagen. Was das Kopftuch (nicht die Burka) angeht, habe ich mit Frauen gesprochen. Und sie sagten unisono (die meisten haben übrigens darüber gelacht), dass es keine Unterdrückung der Frauen ist. Wenn sie im Iran beobachten, wie weibliche Journalisten Politiker in die Zange nehmen, werden sie bemerken, dass da etwas nicht stimmen kann, mit dieser Meinung. Als ich 2010 in St. Augustin wohnte, lebten wir in einer Mietwohnung. Eine Nachbarin, die übrigens bei der Gemeindeverwaltung arbeitete, war sehr nett, wir hatten ein gutes Verhältnis. Sie meinte, es sei eine Sache der Scham. Sie fühle sich wie nackt ohne Kopftuch. Und auch hier können sie sicher sein, ohne das ich in Einzelheiten gehe, dass sie nicht von ihrem Mann unterdrückt wurde.
Sie sind kein Österreicher. „Was als Kulturgut der Österreicher der Stolz des Landes ist, muss ein Österreicher sagen.“ Wieso sagen Sie dann: Es ist ganz einfach, wenn man die Kultur als Ausgangspunkt nimmt, andere Motive zu verwenden. Die noch dazu typischer für die Kultur sind, als das Christentum, was aus dem Süden importiert worden war ;-) ? Es ist doch nicht Ihre Sache, sondern die der Österreicher.
EINE Nachbarin sagte, das Kopftuch sei eine Sache der Scham. Aber warum ist das so? Warum schämt man sich und fühlt sich nackt, wenn man seine Haare zeigt? Doch wohl, weil man so aufgezogen wurde. Aus dieser EINEN Nachbarin machen Sie eine allgemeine Aussage.
Auch ich habe vor vielen Jahren mit moslemischen Frauen gesprochen in einer Veranstaltung über die Kultur des Westens und der Kultur des Islams. Es waren spannende Gespräche, bei denen sie sagten, im Westen gebe es die Kultur der Schuld und im Islam die Kultur der Schande. Wenn eine Frau vergewaltigt wird, habe sie Schande über die Familie gebracht. Die Schuldfrage wird nicht gestellt. Auch nicht das Leid der Vergewaltigten. Wenn sich also ein Mann wegen irgendetwas rächen will, dann ist die größte Rache die Vergewaltigung einer Frau aus der Famile, an der er sich rächen will. Und nicht er hat Schande über die Familie gebracht, sondern die vergewaltigte Frau.
Heute ist es das Kopftuch, morgen die Burka. Auch wenn Frauen im Iran durchaus Bildung genießen dürfen – es ist die männliche Staatsmacht, die den Frauen das Kopftuch aufzwingt. Diese Staatsmacht hat allerdings gerade wenig Interesse, in dieser Zeit die Sympathien der Frauen wegen eines Kopftuches aufs Spiel zu setzen. Hoffentlich bleibt das so.
@Hello
„EINE Nachbarin sagte, das Kopftuch sei eine Sache der Scham. Aber warum ist das so? Warum schämt man sich und fühlt sich nackt, wenn man seine Haare zeigt? Doch wohl, weil man so aufgezogen wurde“
Sicherlich. Ein aufgeklärter toleranter Mensch wird das respektieren, so wie viele anerzogene Überzeugungen, (Moral-)Vorstellungen und Verhaltensweisen, soweit sie niemandem anderen schaden – auch wenn sie ihm selbst nicht zu Gesichte stehen. Von solchen „Erziehungsinhalten“ sind selbstverständlich auch wir selbst nicht frei und dürfen hoffen, dass sie respektiert werden. Der einzige Unterschied zu „den Anderen“ ist nicht moralischer Natur, sondern: „Wir waren früher da“. Aber auch wir und unsere Traditionen sind die Nachfolger anderer Leute und Traditionen, unsere Kultur hat sich entwickelt und entwickelt sich (hoffentlich) weiter. Wir haben keinen Grund zu ängstlicher Engstirnigkeit, eher haben wir Bedarf, unsere Kultur und Geschichte besser kennenzulernen …
@Fritz Madersbacher
Okay, ich nehme zur Kenntnis, dass ich ängstlich, engstirnig, intolerant, unaufgeklärt, heuchlerisch und anmaßend bin. Es ist gleichzeitig schön zu wissen, dass Verbote und Gebote sinnvoll sein können, wenn sie den Menschen und ihrem Wohlergehen dienen. Da bleibt mir immerhin die Hoffnung, dass mir einmal die Erkenntnis zuteil wird, in welchen Fällen das so ist und wann nicht.
@Hello
„Da bleibt mir immerhin die Hoffnung, dass mir einmal die Erkenntnis zuteil wird, in welchen Fällen das so ist und wann nicht“
Das hoffe ich für mich auch. Beim Kopftuchverbot bin ich mir sicher …
@Fritz Madersbacher
„Das hoffe ich für mich auch. Beim Kopftuchverbot bin ich mir sicher …“
Ich mir auch. Da zumindest stimmen wir überein.
@Hello
Das von einer Ministerin verhängte Kopftuchverbot also ein fortschrittlicher, richtiger und gerechtfertigter Eingriff in die Gewohnheiten und Überzeugungen der betroffenen Menschen?
@Fritz Madersbacher
Ich dachte eigentlich, dass die Diskussion beendet sei.
Wenn Sie meine Beiträge dazu alle gelesen haben, kennen Sie meine Ansicht und warum ich sie habe.
Noch etwas: Soweit ich unterrichtet bin, verlangt der Koran kein Kopftuch und keine Vermummung – es wird auch sehr unterschiedlich gelebt und ausgelegt. Der Koran überlässt die Kleidungsvorschrift dem Land und der Tradition. Es hat bisher noch nie jemand die Stelle im Koran zitiert, wo er das Kopftuch oder Burka verlangt. Zumindest habe ich bei den vielen Diskussionen darüber noch nichts vernommen. Die Tradition in unserem Land ist es eben nicht, aus Scham Kopftuch zu tragen.
Solche Diskussionen werden schon seit langem geführt. Es gibt auch die Aussage, warum man hier so intolerant ist, die Sichtweise der Muslime nicht zu akzeptieren. Das Gegenargument dabei ist, warum Muslime so intolerant sind, die Sichtweise (Kopftuch alls Unterdrückung – und das ist es ja wohl, wenn man Scham anzüchtet, sollte die Frau ohne Kopftuch unterwegs sein) hier nicht zu akzeptieren.
Ich habe einmal zu einer muslimischen Politikerin gesagt, dass es in Ordnung sei, wenn die Frau aus eigenem Antrieb und Wunsch das Kopftuch tragen möchte. Worauf sie antwortete, wie kann eine Frau aus eigenem Wunsch das Kopftuch tragen wollen, wenn es ihr seit der Kindheit eingetrichtert wird, dass das unabdinglich sei?
Es ist mir nicht begreiflich, warum einer Frau – und vor allem Kind – sich für das sittliche Verhalten des Mannes verantwortlich fühlen sollte und daher ihr Haupthaar verhüllen müsste. Wofür sonst sollte sich die Frau ohne Kopftuch schämen? Es wäre an der Zeit, dass sich der Mann derart emanzipiert, dass er Verantwortung für sich selbst übernimmt. Es ist mir auch nicht begreiflich, warum die Frau als Edelstein – also als Besitz – angesehen wird, den man nicht auf die Straße wirft, sondern zu Hause genießt.
Wenn immer mehr Frauen das Kopftuch tragen und es sogar von Kindern verlangen, dann sehe ich das als Massenpsychose an wie bei Covid, als „alle“ zur „Impfung“ rannten.
Ja, insofern bin ich für das Kopftuchverbot bei Kindern. Auch wenn ich sonst den Wertewesten für heuchlerisch und verlogen halte.
@Hello
“ Soweit ich unterrichtet bin, verlangt der Koran kein Kopftuch und keine Vermummung“
Völlig richtig, darum wird sich die Tradition des Kopftuchtragens bei uns von selbst immer mehr verflüchtigen, so wie viele unserer eigenen Traditionen. Sie von oben zu verbieten, ist eine ekelhafte Machtdemonstration, der politische Rummel darum ist ein Armutszeichen für unsere Gesellschaft …
Der Umgang mit Unterwerfungssymbolik kann ausschließlichst nur auf individueller Ebene tatsächlich wirklich befriedend gelöst werden – Alles andere hat als auch hatte nie friedenstauglich funktioniert.
Die einzige Möglichkeit der Unterbrechung von Gewalt war als auch ist gelebte Selbstbeschränkung in Achtsamkeit des nächsten individuellen Lebewesens.
Gemäß des ihr a priori innewohnenden fundamentalen Gewaltherrschaftsprinzips, von sich selbstverstetigend brachialst ins unendliche wuchernde Fundamentalpolitisierung privater als auch die völlige Verstrickung mit herbeigeführt öffentlicher Symbolpflege aller Art hat nie funktioniert als auch wird nie funktionieren.
Eindeutigkeit von Symbolik herzustellen ist ein jahrtausende andauernder Gewaltprozess totalitärer Gleichschaltung aller Art und kann jederzeit durch sich zeitnahe ändernde Gewaltgleichgewichte außer Kontrolle geraten, wie aus der Geschichte längstens ersichtlich…
Daran ist z. B. jedwede Art von KI bereits a priori gescheitert, da Technologie selbst bloß ein Verfahrenswerkzeug Herrschaftlicher Zwecktauglichkeit in jedem Falle darstellt.
Der Staat als auch gleichzeitig Politik als auch Abhängigkeiten aller Art ergreifen das Individuum immer mehr bis zur völligen Erstickung – Die einzige Technik, individuellen Umgangs mit sich selbstverstetigend totalitaristischen Problemen umzugehen ist schon die seit Jahrtausenden individuell täglich gelebte Maximalignoranz bei gleichzeitigst praktikabler individueller Generalobstruktion gegenüber jedwederlich entgrenzenden Herrschaftsanmaßungen aller Art.
Herrschaft ist Einfach – Der Ausweg aus jedweder Lebensfeindlichkeit kann nur als auch ausschießlichst mit sich selbst und von Du zu Du befriedet werden. Lange dannach lassen sich, wenn überhaupt Dritte einbeziehen, um tatsächliche Befriedung praktikabel zu erreichen.
Naturgesetze zu Überwinden ist niemals möglich – Herrschaft aller Art, naturgemäß deren pragmatische Erscheinungsform jedweder Politik kann das nicht und wird es niemals vermögen – abgesehen davon, daß das niemals ihr Zweck war als auch ist, ist Politik bloß eine Verwaltungsfunktion von simplesten Beutegemeinschaften welche Moral und Ethik bloß als beruhigende Anfütterungserzählungskaskaderie zerbrauchendster Ausbrauchlogik im stursten Wiederholungszwang instrumentalisiert – nicht mehr und schon gar nicht weniger.
So grausame Folterwerkzeuge bei Todesurteilen im 21Jahrhundert vor Kindern zu hängen kann wirklich nur völlig inkompetenten einfallen.
Wenigstens sollten diese scheußlichen Symbole gegen elektrische Stühle, Guillotinen, oder Betten mit Giftspritzen- vorrichtungen wahlweise je nach Unterrichtsschwerpunkten angebracht werden.
Die letzteren Betten könnten aber überall eingesetzt werden, da hier Big Pharma notleidende Schulen bestimmt kräftig fördert!
…ausgetauscht werden….
Super!!!
Kreuze aus Klassenzimmern zu entfernen, wo religiöse Gefühle damit verletzt werden, wird Widerstand hervorrufen und ändert nicht im geringsten etwas an den Überzeugungen der Beteiligten. Durch die fortgeschrittene Säkularisierung werden Einwände der Bevölkerung allerdings immer seltener. Die Frage wrd eher zu einer heuchlerischen Machtdemonstration als zu einer Auseinandersetzung aufgrund religiöser Überzeugung.
Kopftücher zu verbieten dient billigem Stimmenfang durch Bedienung einschlägiger Emotionen, etwas Anderes zu behaupten ist elende Heuchelei. Verbote und Gebote können sinnvoll sein, wenn sie den Menschen und ihrem Wohlergehen dienen, sie dienen aber oft völlig anderen – nicht offen ausgesprochenen – Zwecken. Überzeugungsarbeit wird einfach ersetzt durch Zwang, eine primitive, wenn auch übliche Vorgangsweise. Das war beispielsweise der Fall beim Impfzwang, aber daran wollen sich offenbar viele, die jetzt Anderen ihre Vorstellungen aufzwingen wollen, in ihrer Selbstgerechtigkeit nicht erinnern …
„Kopftücher zu verbieten dient billigem Stimmenfang durch Bedienung einschlägiger Emotionen, etwas Anderes zu behaupten ist elende Heuchelei.“
„Das war beispielsweise der Fall beim Impfzwang, aber daran wollen sich offenbar viele, die jetzt Anderen ihre Vorstellungen aufzwingen wollen, in ihrer Selbstgerechtigkeit nicht erinnern …“
Gestatten, dass ich da widerspreche. Kopftücher zu verbieten mag bei manchen oder vielleicht auch vielen elende Heuchelei sein, aber durchaus nicht bei allen. Meine Ansicht dazu habe ich weiter unten bekannt gegeben. So wie es bei Covid zu einer Massenpsychose kam, so habe ich den Eindruck, dass es sich beim Kopftuchtragen ebenso verhält. Die einen tun es, weil sie in ihrer Religion Halt finden und glauben es gehöre dazu, dass Frauen „sittlich“ sein müssten, damit Männer nicht in Versuchung gerieten. Dabei empfinde ich es als Heuchelei, wenn Moslems Frauen wie Edelsteine schätzen, die sie nicht auf die Straße werfen. Und sich Frauen womöglich dabei geehrt fühlen, ohne zu merken, wie sie in ihrer Persönlichkeit eingeschränkt und als Besitz betrachtet werden.
Die anderen tun es, damit sie in ihrer Gemeinschaft nicht ausgegrenzt werden. Ich glaube nicht, dass ich mich täusche, wenn ich bemerke, dass das Kopftuchtragen immer mehr zunimmt. Massenpsychose?
Ihr Vergleich mit Covid hinkt insofern, als dass die Spritze – anders als das Kopftuch – nicht mehr entfernt werden kann, wenn sie einmal eingebracht wurde. Selbst bei einem späteren Gesinnungswechsel (der Opfer und/oder Täter) kann ich nichts mehr rückgängig machen. Ungewollt schädigen möglicher Weise die „Gespritzten“ noch andere bei eventuellen Blutspenden oder Schwangerschaften.
Vor Jahrzehnten war ich in Damaskus und habe bewundert, wie anscheinend Christen, Moslems und Juden völlig unbeeinträchtigt nebeneinander leben, auch vermummte Personen (wobei ich narürlich nicht weiß, wie sehr sie freiwillig vermummt waren) und unvermummte. Aber dort hat (hatte?) man damit offenbar eine lange Tradition damit, die es bei uns (noch) nicht gibt. Als Tourist konnte ich natürlich auch nicht einsehen, wie unproblematisch das Miteinander tatsächlich war oder nur nach außen diesen Anschein erweckte.
@Fritz Madersbacher, @Hello,
Ich stimme Euch beiden zu 100% zu.
@Hello
„Ihr Vergleich mit Covid hinkt insofern, als dass die Spritze – anders als das Kopftuch – nicht mehr entfernt werden kann, wenn sie einmal eingebracht wurde“
Mein Vergleich bezog sich nicht auf die Irreversibilität der „Covid-Impfung“, sondern auf die selbstgerechte Einmischung in die (religiöse) Überzeugung anderer Menschen. In dieser Hinsicht hinkt der Vergleich nicht, sondern trifft haarscharf zu. „Die einen tun es, weil sie in ihrer Religion Halt finden“ und natürlich glauben, es gehöre sich so, aber wir wissen es besser und verbieten es ihnen, nicht weil uns so viel an ihren Kindern liegt oder wir sie – anmaßend – zu besseren Menschen erziehen wollen/müssen, sondern weil wir sie (und ihre Religion) schlicht nicht bei uns haben wollen. Dann soll man es offen sagen und nicht etwas Anderes vorheucheln …
Warum ich das Kopftuchgebot für Unterdrückung halte, habe ich unten und auch als Antwort auf JM dargelegt. Es geht mir keineswegs um selbstgerechte Einmischung in religiöse Überzeugungen und schon gar nicht darum, Personen zu besseren Menschen erziehen zu wollen. Es geht mir auch nicht darum, sie nicht hier haben zu wollen. Das mag für manch andere gelten, aber es als allgemein gültig anzusprechen, finde ich nicht in Ordnung.
Die Emazipation der Frauen war ein langer „Kampf“. Lange durften sie kein eigenes Bankkonto führen, es sei denn, der Mann hat zugestimmt. In Österreich durften Lehrerinnen bis 1949 nicht verheiratet sein, in Deutschland galt das Verbot einer Heirat bis 1957. Erst 1975 hatten sich die Frauen in Österreich gesetzlich das Recht erstritten, einen Beruf auch ohne Zustimmung des Mannes auszuüben und den Wohnsitz und sogar den Familiennamen selbständig zu wählen. 1997 hatten rund 645000 Personen das Frauen-Volksbegehren nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit unterschrieben. Ist es bisher umgesetzt worden?
In der Schweiz bekamen die Frauen erst 1971 das Wahlrecht und in Liechtenstein 1984.
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit lautete die Devise der Französichen Revolution. Dabei war „Brüderlichkeit“ durchaus wörtlich gemeint. Von „Schwesterlichkeit“ oder „Geschwisterlichkeit“ war nicht die Rede. Frauen waren im Einsatz auf den Barrikaden sehr wohl willkommen, aber danach sollten sie sich wieder zurückziehen vom politischen Leben. Olympe de Gouges wandte sich 1791 an die französische Nationalversammlung mit ihrer „Erklärung der Rechte der Fauen und Bürgerin“ (Déclaration des droits de la femme et de la Citoyenne“.) Darin erklärte sie, dass die Frauen das Recht hätten, das Schafott zu besteigen, also müssten sie auch das Recht haben, die Rednerbühne zu besteigen. Im November 1793 beendete Olympe de Gouges ihr Leben unter dem Beil der Guillotine.
Das war jetzt ein langer Diskurs. Es geht mir beim Kopftuchverbot für Kinder um die Emanzipation der Frauen. Wenn Kinder schon in Kopftücher gehüllt werden, braucht man sich nicht zu wundern, wenn sie sich als Erwachsene ohne Kopftuch nackt fühlen. Der nächste Schritt könnte sein, dass Frauen ohne Kopftuch als unsittlich gebrandmarkt werden (was angeblich in manchen muslimischen Gesellschaften bereits der Fall ist) und es auch andersgläubigen Frauen aufgezwungen wird.
„Das Kopftuch ist für viele Frauen […] Das grundsätzlich zu verbieten, bedeutet gesellschaftliche Umerziehung. […]“
JA, verdammt, genau das soll es ja auch sein gegen den übergriffigen Islam: strikte Trennung von Religion und Staat – deswegen KEIN Kopftuch im öffentlichen Bereich, auch nicht für erwachsene Frauen! Kopftuch nur daheim und in der Moschee, sonst nirgends!
Und als Kirchenausgetretener sage ich: das Kreuz MUSS BLEIBEN, weil es unsere Geschichte und Ethik repräsentiert, und wem das nicht passt, der kann gerne gehen. Denn umgekehrt stört mich der Halbmond in allen öffentlichen Gebäuden und die öffentliche Verschleierung von Frauen in muslimischen Ländern nicht im Mindesten – deren Länder, deren Regeln, aber bei uns gelten eben unsere Regeln, und zwar SINE QUA NON!
@Picard001
„KEIN Kopftuch im öffentlichen Bereich, auch nicht für erwachsene Frauen! Kopftuch nur daheim und in der Moschee, sonst nirgends!“ „deren Länder, deren Regeln, aber bei uns gelten eben unsere Regeln, und zwar SINE QUA NON!“
DANKE, auf den Punkt gebracht!
Das Kreuz symbolisiert die Leiden Jesu Christi, durch welche die Menschheit angeblich von ihren Sünden erlöst wird. Auf der Vergebung von Sünden basiert das monopolistische Geschäftsmodell der Kirche. Das Kreuz steht als Markenzeichen für das Produkt der Kirche, der Vergebung von Sünden. Dafür möchte sie Geld und von den Leuten, die kein Geld haben, Gehorsam und Glauben.
Freie und unabhängige Christen sollten den Fisch als Symbol wählen. Das Leben entstand im Meer.
Der Vatikan hat mit Christentum nicht viel zu tun. Er ist vielmehr ein Imitat des herodianischen Tempels, dessen Zerstörung Jesus angekündigt hatte.
„Das Kopftuch ist für viele Frauen gar kein religiöses Bekenntnis, sondern bedingt durch die Erziehung und soziale Prägung ein Kleidungsstück, welches Schamhaftigkeit ausdrückt.“
Welche Schamhaftigkeit? Die Scham, Frau zu sein? Auch bei Kindern? Scham, weil Haare ein Sex-Symbol sind und Männer zur Unzucht verleiten könnte? Sind also Frauen – und nicht die Männer selbst – dafür verantwortlich, dass Männer ihre Selbstbeherrschung nicht verlieren? Müssen sich Frauen – und bereits Kinder – dafür schämen, dass sich Männer beim Anblick von Frauenhaaren nicht im Zaum halten können? Das abzulehnen wäre gesellschaftliche Umerziehung? Ich fürchte eher, dass diese Art von Schamhaftigkeit schlicht Unterdrückung der Frau ist.
Ich kann mich übrigens an ein Gespräch in einer Radiosendung vor viele Jahren erinnern, wo ein Moslem sagte, Moslems schätzten Frau sehr so wie Edelsteine. Edelsteine wirft man auch nicht auf die Straße – und so hat die Frau eben zu Hause zu bleiben oder verhüllt auf die Straße zu gehen. Mit einem Wort, die Frau ist wie ein Edelstein Besitz des Mannes, sonst nichts.
Das Kreuz schützt vor dem Bösen. Man nimmt es zB, um Vampire und andere Dämonen abzuwehren. Deswegen hängt es in den Klassenzimmern, um die Kinder vor dem Txufel zu beschützen. Es tut dies auch für Ungläubige. Wer sich vor dem Christenkreuz fürchtet, ist von S@tan besessen.
Dann müßte das Kreuz auch vor den Lehrer:innen schützen, oder?
Och, ich hatte nie Probleme mit meinen Lehrern…;-)
@antermoya…und warum nur innen? Auch außen müssten die geschützt werden, oder?
Wenn die Mädchen Kopftuch tragen dürfen, dürfen die Burschen Kappe oder Mütze tragen. Punkt!
…und Taschenfeitel
Bei den Germanen war Gott noch in allem enthalten, in jedem Baum, jedem Geschöpf, den Wolken, dem Wasser, der Sonne, sogar dem Wetter! Seit dem Christentum aber wird Gott vermenschlicht mit Jesus ans Kreuz genagelt und angeblich als Geist wieder erschienen nach dem Tode, aber alles sonst Lebende hat die Kirche zu reinen Objekten reduziert. Armselig!
Wie wäre es mit Neutralitätspflicht?
Steht in der Verfassung unseres Landes. Und würde auch sehr gut zu einer immer durchmischteren Gesellschaft passen.
Wahrheit gibt es nur zu zweien, hat so oder ähnlich Hannah Arendt gesagt. Das ist viel besser, als die Bevölkerung zu entzweien.
Ich möchte vorausschicken, dass ich durchaus gläubig bin, um es sehr zugespitzt zu sagen, wie ich es einmal auf einem Plakat gelesen habe: Es ist in Ordnung eine Religion zu haben, genauso wie es in Ordnung ist einen Penis zu haben. Es ist aber nicht angebracht damit Gesetze zu schreiben und Kinder zu belästigen! – Mehr muss man dazu auch nicht sagen, denke ich … 🤔
Nur so als Frage: Wenn man hierzulande bei schwülen 35 Grad im Schatten mit dreifach-Kopftuch, doppelt langärmlig oder sogar noch mit Trenchcoat darüber als Frau herumläuft (herumlaufen muss), oder im schwarzen Behang, nur das Gesicht frei – während der „Partner“ daneben hämisch grinsend im T-Shirt marschiert – was ist das dann? Religion? Tradition? Oder einfach nur anerzogene Gewalt gegen das andere Geschlecht?
Muss man so etwas verteidigen? Muss man einen „Gott“ verehren, der so etwas „befiehlt“? Was soll man von diesem „Gott“ halten auf aufgeklärter Mensch? Wenn das Schamhaftigkeit ist, dann weiß ich nicht…ob ich dämlich bin oder die anderen… Es geht nicht um Kopftuch oder nicht, sondern schlicht um hinreichende oder fehlende faktische und emotionale Intelligenz. Und wie gesagt – um Gewalt.
@,
es kann aber auch ganz einfach masochismus sein.
schliesslich ist masochismus eine persönlichkeitseigenschaft,
die beim betroffenen positive emotionen hervorruft,
wenn er/sie/es gedemütigt wird oder schmerzen erleidet.
man kann niemanden retten, er/sie/es sich nicht retten lassen will ;-)))
Das Kreuz war bei den Römern so etwas wie ein Galgen.
Schließlich wurde Jesus darauf hingerichtet.
Wie kam es, dass das Christentum mit seiner ‚Frohen Botschaft‘ als Symbol gerade einen Galgen wählte?
Ist doch makaber oder?
Jaja, das war eine ziemlich grausame Hinrichtungsmethode der Römer. Man kann das Kreuz also auch als Drohung lesen.
Ein Kardinalproblem der sich seit Jahrtausenden extremstextremistischt zuspitzenden Herschaftlichen Generalvereinnahmung des Jedwederlichen erweist sich banalst logisch als auch gleichzeitigst verwirklicht als die völligst totalst parasitärste Vereinnahmung des Privatesten jedes Einzelwesens selbst – Das gestaltet sich selbstverstetigendst für jedweden Gospodentisch als auch gleichzeitiglichst für den selbstzervergeniedert Gemeingering Niederkeitlichen selbst.
Das fundamentale Kardinalproblem aller Herrschaft ist die Verstrickung mit dem Konzept der Unendlichkeit, welches im Rahmen jedweder Endlichkeit grundsätzlichst a priori scheitert als auch immer scheitern wird.
Herrschaft ist ein banalstlogischer Zirkelschluß mit sich selbst und erweist sich als das grundbanalst gewaltsamst destruktivste Überlebenskonzept des sterblichen Menschen im logisch extemstvergesellschaftet Erweitertsten Generalsuizid Aller Zeiten.
Die Menschen als sterblich individuelle Lebewesen selbst, in ihren grundallerbanalsten Lebenswirklichkeiten werden sich – naturgemäß – selbst um eventuellen Ausgleich igendwie kümmern („müssen“), da jedwede Gospoderie grundlebensfeindlichst alles in sich aufsaugt im imexplodierendsten Netzwerk als furiosest selbstzerbrauchendste Megamaschine fundamentalsuizidalsten Barachialstparasitismus – Die Natur besorgt immer letztlich den Fundamentalausgleich selbst, im Menschen selbst als auch gleichzeitig Außerhalb seiner Sterblichkeit.
zur schau getragene zeichen einer sektengemeinschaft,
egal welcher ausrichtung, haben im öffentlichen raum nichts zu suchen.
wer das, will soll sich in seinen °°sektengottesstaat°° verschleichen dem er sich zugehörig fühlt.
kultstätten ehemals dominierender lokaler sekten können, sei es eine kirche, synagoge, moschee,
als zeugen der vergangenheit als museen aus kulturellen gründen bestehen bleiben,
aber nicht zur geisterbeschwörung und voodootreffpunkt missbraucht werden.
ein beeindruckendes beispiel eines museums ist die kapelle sansevero in neapel mit dem christo velato von guiseppe sanmartino, 1720 -1793, das muss man einfach gesehen haben.
Solange die durch Frauen verachtende Erziehung dieser faschistoiden Ideologie erzwungene islamistische Verkleidung von Kindern nicht endlich verboten wird, bin ich dafür, das Kreuz der christlichen Welt demonstrativ in den Klassenräumen aufzuhängen.
Es kann doch nicht angehen, dass eine im Kern gewalttätige, Kinder sexualisierende „Religion“ (die keine ist) unsere Gesellschaft schon im Klassenzimmer beherrscht.
Wer die Problematik „entspannt“ sieht, hat sich noch nicht mit dem Koran beschäftigt… sollte er/sie dringend nachholen: „Die Scharia ist die Gebrauchsanleitung für den Islam, sie ist von der Heiligen Schrift des Islam abgeleitet, dem Koran. Die Scharia ist eine radikale Gesellschaftsordnung, die das gesamte öffentliche und private Leben regelt. Mit ihr wird die Unterdrückung der Frauen, der Hass gegen Juden und Homosexuelle oder die brutale Beschneidung, die Verstümmelung von weiblichen Säuglingen legitimiert. Den Koran kann man als Evolution der Gewalt lesen. Nach jedem Terrorakt die gleiche Leier: Das alles habe nichts mit dem Islam zu tun. Wenn ich das höre, dann ist es für mich wie die Leugnung des Holocausts!“ Aus dem Buch der Islamexpertin Laila Mirzo (12.09.2018: „Nur ein schlechter Muslim ist ein guter Muslim. Über die Unvereinbarkeit des Islam mit unserer Kultur.“)
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