Ein Arbeiterkind kehrt zurück – aber in wessen Auftrag? Es hat etwas Nostalgisches, wenn Gerhard Zeiler (71) dieser Tage erklärt, er wolle die SPÖ aus dem „historischen Tief“ führen. Der „gebürtige Ottakringer“, Arbeiterkind, Sozialistische Jugend, Pressesprecher bei Fred Sinowatz und Franz Vranitzky. Die Presse erzählt diese Biografie bereits fleißig, und sie klingt wie aus einem alten SPÖ-Wahlkampffolder.
Nur: Zwischen dem Pressesprecher der 1970er-Jahre und dem Mann, der heute die Nachfolge von Andreas Babler anstrebt, liegen gut vier Jahrzehnte. Jahrzehnte, in denen Zeiler nicht in der Arbeiterbewegung, sondern in den Vorstandsetagen des globalen Medien- und Finanzkapitals Karriere gemacht hat. Wer heute von einem „Roten“ Zeiler spricht, verwechselt die Herkunft mit der Mission.
Und die Mission lässt sich in einem einzigen Satz aus dem Bilderberg-Umfeld zusammenfassen.
Der Mann im Lenkungsausschuss
Auf der offiziellen Seite der Bilderberg Meetings ist Zeiler nicht irgendein Teilnehmer, sondern Mitglied des Steering Committee – des Lenkungsgremiums, das die Agenda dieser Zusammenkunft bestimmt: bilderbergmeetings.org – Steering Committee
Wen trifft man dort? Einen kurzen Blick auf die Namensliste genügt, um zu verstehen, was für eine Veranstaltung das ist:
- Eric Schmidt (Ex-Google-CEO), Satya Nadella (Microsoft), Alex Karp (Palantir), Peter Thiel (Thiel Capital)
- José Manuel Barroso (Ex-EU-Kommissionspräsident, jetzt Goldman Sachs International)
- Christian Sewing (Deutsche Bank), Ana Botín (Santander), Marcus Wallenberg (SEB)
- John Micklethwait (Bloomberg), Zanny Minton Beddoes (The Economist), Mathias Döpfner (Axel Springer)
Die Liste der Ländervertreter findet sich hier: bilderbergmeetings.co.uk – Steering Committee by country – und Zeiler steht dort als „President, Warner Bros. Discovery International“, als österreichischer Vertreter.
Die historische Grundlage der Bilderberger
Auch die Verbindung von Bilderberg zu Geheimdiensten ist dokumentierte Geschichte:
- Bilderberg entstand 1954 aus einem Kontext, in dem der NATO-Generalsekretär Joseph Luns und der polnische Exil-Aktivist Józef Retinger sowie Vertreter der Rockefeller Foundation und der niederländischen Königsfamilie zusammenkamen. Die Entstehungsgeschichte ist in der offiziellen Selbstdarstellung der Konferenz nachlesbar: bilderbergmeetings.org – Background – dort findet sich auch die aktuelle Zusammensetzung des Steering Committee, in der Gerhard Zeiler als österreichischer Vertreter gelistet ist: bilderbergmeetings.co.uk – Steering Committee by country
- Die CIA hat die Finanzierung in den Anfangsjahren nachweislich mitgetragen. Das ist Teil der allgemein dokumentierten Geschichte der Konferenz und ihrer Finanzierungsstruktur, nachlesbar etwa in der Überblicksdarstellung zu Gerhard Zeiler und dem Bilderberg-Netzwerk: en.wikipedia.org – Gerhard Zeiler
- Operation Gladio – das von der NATO aufgebaute Stay-Behind-Netzwerk – operierte parallel in denselben transatlantischen Elitenkreisen. Die Überschneidung der Personenkreise ist in den italienischen und belgischen Untersuchungen zu Gladio dokumentiert; die Kontextualisierung dieser Strukturen für die Gegenwart findet sich bei Thomas Fazi in seinem Gespräch über Hegemonie und die Vasallisierung Europas, in deutscher Übersetzung veröffentlicht bei TKP: Wie die Linke und ihre Parteien umgedreht wurden
Zurück zu Zeiler
Der Mann, der die österreichische Sozialdemokratie führen will, ist qua Amt im Lenkungsausschuss jenes Gremiums, in dem die Konzerne, Banken, Geheimdienst-nahen Think Tanks und Medienhäuser des globalistischen Machtblocks ihre gemeinsame Linie abstimmen. Es ist keine „Konferenz“. Es ist eine geschlossene Veranstaltung ohne Protokolle, ohne Presse, ohne Rechenschaft. Wer dort sitzt, sitzt dort nicht als Beobachter, sondern als Teilhaber.
Der Vergleich mit Mark Carney liegt nahe, der vom Goldman-Sachs- und Zentralbank-Apparat an die Spitze einer einst linken Partei in Kanada rückte. Oder mit Friedrich Merz, dem Ex-BlackRock-Deutschland-Chef, der die CDU von einer Partei der bürgerlichen Mitte zu einer Filiale der Vermögensverwaltungsindustrie umbaute. Das Muster ist kein Zufall. Es ist Methode.
Wer ist Gerhard Zeiler wirklich? Die Karriere im Kapital
Die berufliche Vita ist lückenlos dokumentiert und lässt keine Interpretation zu, nur Analyse: laut Firmenprofil bei Warner Bros. Discovery verantwortet er als President International die Konzernmarken in über 220 Märkten und mehrere Tausend Mitarbeiter: wbd.com – Gerhard Zeiler
Vorher war er CEO des deutschen Medienkonzerns RTL Group und Mitglied des Bertelsmann-Vorstands – jenem historisch wie politisch hochsensiblen deutschen Medienkonglomerat, das vom Familienunternehmen zur globalen Mediengruppe wurde: en.wikipedia.org – Gerhard Zeiler
Ab 2012 dann Turner International (TNT, Cartoon Network, CNN International), danach WarnerMedia International, schließlich nach der Fusion mit Discovery der Posten als International-President von Warner Bros. Discovery: wbd.com – Leadership
Das ist keine Medienkarriere im Sinne eines Redaktionsleiters. Das ist eine Vorstandskarriere im globalen Medienkapital – mit Direktverantwortung für die Distribution von CNN, also einem der wichtigsten Sprachrohre der globalistisch-transatlantischen Meinungsbildung.
Die Umkehrung der Linken – oder: Wie aus einem „roten“ Kader ein transatlantischer Vorstand wurde
Genau diesen Prozess hat Thomas Fazi beschrieben, und wer ihn gelesen hat, versteht den Zeiler-Vorgang sofort: Wie die Linke und ihre Parteien umgedreht wurden
Fazi nennt drei Kernpunkte:
- Die alte Linke war klassenbasiert und antiimperialistisch. Sie war eine echte Bedrohung für die kapitalistischen herrschenden Klassen – deswegen wurden enorme Ressourcen aufgewendet, sie zu zerstören.
- Die „neue Linke“ ist mit dem Kapitalismus vollständig kompatibel. Sie verlagert den Hauptwiderspruch Arbeit vs. Kapital auf Nebenwidersprüche – Identität, Gender, Diskurs – und ist damit für die Machtstrukturen nicht nur ungefährlich, sondern nützlich.
- Karriere statt Klasse. Aktivismus wird zum Arbeitsmarkt. Ehemalige Linke verkaufen „revolutionäre Erfahrung“ an gut finanzierte Stiftungen und Konzerne.
Und wer heute ganz oben ankommt – in einem Konzernvorstand, in einem Steering Committee –, der hat diesen Umkehrungsprozess nicht nur überlebt. Er ist sein Produkt.
Die zweite Quelle, der Frühjahr-2023-Artikel über die „Fußsoldaten des Imperialismus“, beschreibt exakt dieselbe Mechanik: So wurden Grüne und Salonlinke zu Fußsoldaten des Imperialismus
Der dort zitierte James Petras analysiert, wie die einst linke Sprache – „Empowerment“, „Gleichstellung“, „nachhaltige Entwicklung“ – in den Rahmen von Geberinteressen und Staatsapparaten eingebettet wurde. Die Rhetorik blieb, die Klasse wechselte.
Bei Zeiler ist der Vorgang abgeschlossen und braucht keine Rhetorik mehr. Der Klassenwechsel ist die Voraussetzung seiner Kandidatur. Niemand käme auf die Idee, einen Arbeiterfunktionär zum Vorstand eines US-Medienkonzerns zu machen. Umgekehrt – und genau darin liegt das Bekenntnis – soll ein US-Medienvorstand die SPÖ führen.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall
Wer sich die Landschaft ansieht, versteht, warum die Übernahme gerade jetzt versucht wird:
- Die SPÖ steht unter Druck. Angesichts der Landtagswahlen (Oberösterreich 2027, Kärnten, Salzburg und Niederösterreich 2028) liegt belastbares Zahlenmaterial vor, das zeigt: Die Partei schwächelt massiv, in Oberösterreich rauft man mittlerweile mit den Grünen um Platz 3: kurier.at – Analyse
- In den Landesorganisationen und Teilen der Gewerkschaftsbewegung ist man überzeugt, ein „Anti-Babler“ wäre gefragt.
- Babler wurde erst im März 2026 für eine dreijährige Amtsperiode wiedergewählt: orf.at – Zeiler will SPÖ-Chef werden
Der Leidensdruck ist echt. Und genau in solchen Momenten wird die Führungsfrage zur Frage, wer die Partei besitzt. Die Krise wird nicht genutzt, um eine bessere Politik durchzusetzen, sondern um einen Vorstand durchzusetzen. Die Krise ist der Türöffner.
Zeiler selbst sagt in der Krone: „Aber das ist kein Putsch. Denn die SPÖ ist eine demokratische Partei, und sie und niemand anderer wird entscheiden, wer an ihrer Spitze steht.“: krone.at – Interview
Wer so betont, dass kein Putsch im Gange ist, hat den Putsch bereits gedanklich durchgespielt. Und dass die partei-interne Abstimmung – wie üblich – über genau jene Kandidaten entscheiden soll, die die Machtzentren vorher ausgewählt haben, ist keine Demokratie, sondern eine Auswahl unter Vorbehalt.
Die Löwelstraße reagierte auf die Ankündigung mit dem Hinweis, Kandidatur sei „im Rahmen der statutarischen Möglichkeiten“ möglich – und das impliziere eine Mitgliederabstimmung. Zehn Prozent der Mitglieder aus mindestens vier Bundesländern können eine Direktwahl verlangen; Zeiler bräuchte 1.500 Unterstützungserklärungen oder eine Nominierung durch den Vorstand: orf.at und kurier.at
Die Statuten bleiben formal intakt. Es ist die soziologische Zusammensetzung der Kandidaten, die sich geändert hat.
Der österreichische Sonderfall: Was hier tatsächlich verhandelt wird
Die österreichische Sozialdemokratie war über weite Teile des 20. Jahrhunderts etwas, das es heute nirgends mehr gibt: eine echte Massenpartei mit Klassenbindung. Ihre historische Größe verdankte sie nicht dem Diskurs, sondern der materiellen Verankerung im Arbeiterleben – Wohnbau, Sozialstaat, Gewerkschaftsvetomacht, Neutralität.
Die SPÖ Bruno Kreiskys war antiimperialistisch, außenpolitisch eigenständig, verweigerte die NATO-Mitgliedschaft, war zu einem gewissen Grad äußerst kritisch gegenüber dem US-Block. Sie war das exakte Gegenteil dessen, was heute ein globaler Medienmanager vertritt, der im Bilderberg-Lenkungsausschuss sitzt und bei CNN International einmal die Distribution verantwortete. Kreisky machte Politik für „die Menschen da draußen“, wie er zu sagen pflegte. Zeiler wohl für „die Milliardäre da drüben“.
Wer heute versucht, „rote Tradition“ und Bilderberg-Vorstand zu versöhnen, betreibt semantische Alchemie. Es gibt keine Synthese. Es gibt nur die Wahl, wem man den Laden übergibt.
Das Muster ist identisch mit Kanada (Carney) und Deutschland (Merz). Überall dort wird eine Partei, die historisch für eine bestimmte Klientel stand, von einem globalisierten Finanz- und Medieneliten-Kader übernommen, um sie in einem transatlantischen Konsens zu parken.
Kurzschluss mit dem Imperialismus
Was in der Krone als Personaldebatte über die SPÖ erscheint, ist tatsächlich eine Frage der geopolitischen Ausrichtung. Wer in Bilderberg-Gremien mit Eric Schmidt, Peter Thiel, Palantir und Goldman Sachs am Tisch sitzt, hat längst eine Weltanschauung, in der nationale Souveränität, Neutralität und Sozialstaat dem globalen Vermögens- und Sicherheitskonsens untergeordnet werden.
Wenn Zeiler sagt, er wolle „Dinge ändern“, ist das nicht die Sprache eines Sozialdemokraten. Es ist die Sprache eines Vorstands.
Und in einer Partei, die über Jahre hinweg keinerlei Antwort auf die Fragen der Umverteilung und der imperialen Kriege mehr formulieren konnte – wie Fazi das nachzeichnet –, wird dieser Vorstand nicht als Fremdkörper empfunden, sondern als Problemlöser: endlich einer, der das Chaos ordnet. Aber geordnet wird nicht nach innen, geordnet wird nach oben.
Fazit: Das Kapital kauft sich nicht mehr Parteien – es besetzt ihre Vorstandsetagen
Die alte Frage lautete, ob Parteien vom Finanzkapital gekauft werden. Die neue Frage lautet: Warum kaufen, wenn es selbst kommt?
Gerhard Zeiler ist kein Ausreißer, sondern ein Muster. Ein ehemaliges Arbeiterkind, das über Bertelsmann, Turner, WarnerMedia in die obersten Etagen des globalen Medienkapitals aufgestiegen ist, kehrt an der Spitze seiner Herkunftspartei zurück – mit exakt jener Prahlerei, die von erfolgreichen Managern erwartet wird. Die Insignien der Klasse bleiben: „Ich habe noch nie in meinem Leben wo gearbeitet, wo ich nicht gewollt bin.“
Der österreichischen Sozialdemokratie ist damit eine Falle gestellt: Entweder sie bestätigt den eigenen Bedeutungsverlust, indem sie sich einem Kandidaten verweigert, der laut Umfragen und Landesorganisationen ihr letztes realistisches Zugpferd wäre. Oder sie bestätigt den Bedeutungsverlust, indem sie diesem Kandidaten folgt – und mit ihm endgültig aufhört, eine Partei der Arbeit zu sein.
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
32 Kommentare
Na, ist so ein Arbeiterkind mal umgedreht wird ein 100%tiger daraus.
Dass ich etwas bewirken könnte wenn ich mich nur in entscheidende Positionen hineinstrebere glaubte ich schon als 14jähriger nicht mehr!
Allmählich glaube ich an meinen Verfolgungswahn bezüglich neoliberale.
Hoffentlich rettet mich alten Eimer der Alzheimer!
WSwbdAaAnGhusAbnlKuzs.
EiwkzgwvHbKadLk.
Der böhmische Gefreite aus Braunau am Inn hatte ja schon den Verdacht, dass die Bolschewiki mit den Finanzjuden, die übrigens von Theodor Herzl bereits 1896 so bezeichnet wurden, unter einer Decke stecken. Solange es funktioniert, wird dieser Verdacht als dessen Wahnvorstellung ausgelegt. Tatsache ist, dass die Sowjetunion später an ihrer eigenen Ideologie zugrunde gegangen ist. Der Zusammenbruch war alles andere als unvermeidbar und zudem lange vorhersehbar. Die Profiteure des Zusammenbruchs, wie z.B. Michail Chodorkowski, standen sofort in den Startlöchern. Der EU droht bald ein ähnliches Schicksal und die historischen Parallelen sind verblüffend.
Womit Sie wohl behaupten, dass Adili aus Aodili nicht Geldsäcke hofierte um seine Ausmordungspläne bezüglich näher liegenden Kolonien um zu setzen.
Es ist wirklich kaum zu glauben wie viele Historieartisten bei Krisen aus den Löchern kriechen.
Ihre reflexartige Unterstellung geht komplett ins Leere. Warum sollte ich das behaupten? Ich weiß durchaus, wer Hitler finanzierte. Nachzulesen in Büchern wie „Wer zwang Hitler Stalin zu überfallen?“ von Nikolay Starikov, „Wer Hitler mächtig machte“ von Guido-Giacomo Preparata oder „Bankiers überm Hakenkreuz“ von Wolff Geisler.
Offenbar wurde auch Ihnen in Ihrem Leben erfolgreich andressiert, zu glauben, „das Böse“ hätte sich ein für alle Mal das Recht verwirkt, andere Formen des Bösen zu erkennen und zu benennen. Mit dieser Denkbremse kommt man jedoch kaum über das Nebelmeer.
@Lutz Herzer,
Der Adi aus Braunau wurde zu gar nix gezwungen, der wurde – wie Sie ja selbst wissen – gut angefüttert, von der Hochfinanz freiwillig gemästet und hat sich extremstbrachialstkollateralsozial immer mehr in auswegloseste Verstrickungen selbst ausgeliefert und gleich zig-Millionen Abhängige mitsozialisiert der Brachialstgütigsten Herrschaftslogik selbst inklusive dessen vorauseilendsten Kamarillagesinde in Vernichtungsfeldzügen zivil als auch militaristisch generalausgeliefert (das Holocausterl als sein Steckenpferd lief nebenher), der Rest ist Geschichte – Ab dem 6. Mai 1945 gab es z. B. in Wien merkwürdigerweise hauptsächlich bloß Kommunisten…
Oder die Warburg Dokumente.
Vom speziellen ins allgemeine geht eigentlich mein Kommentar.
Zumindest wurden 2 Aspekte der Finazifizierung oder Fifaschifizierung des bösen eröffnet.
Ihrer verharrte mal vorerst beim speziellen! Die umfassende Darstellung die in Ihnen steckt blieb mal hoffnungsfroh stecken,
Außerdem meinten sie wohl auserkoren? Oder erkennen zu lassen?
Oder mit solch Denkbrille erkennt man nichts im Nebelmeer?
Na so halbwegs versteh ich Sie schon.
Sprachschöpfungen sind im Grunde ja etwas schönes!
Die KKKKKKKKKKKigittt
Durch die Ki_ geht der Ko_ KO!
Oder die Warburg Dokumente.
Dazu bitte Ihre Meinung falls es Ihnen ein Herzensanliegen ist?
Man muss Babler vielleicht dankbar sein, dass er möglicherweise jemanden verhindert hat, der die SPÖ-Wähler meistbietend verkauft hätte. Rendi und Hacker und die dubiose Pandemie sind wohl allen Wählern in Erinnerung geblieben. Wenn man jetzt zu Pistorius in der Nachfolge der großen deutschen Feldherren schaut und seinem fehlenden Gespür für Geschichte, dann darf man auch für Österreich nicht zuviel erwarten!
Zeiler dürfte allerdings nicht mehr viele Anhänger vorfinden, und wenn, sind die kaum aufnahmefähig und benötigen Stütze beim ankreuzeln.
Wer sich durch die Spritze geschädigt fühlt, ist für immer als Wähler verloren, das ist neu im Wählermarketing und man könnte meinen, die SPÖ hats noch nicht begriffen.
Der Babler mußte zuerst mal von der Basis zurechtgestutzt/umgedreht werden.
Vorerst war der auf Nato Linie und wünschte auch SkySchild.
Und ähnlich rotierte er nach verschiedenen Aussagen weiter.
Und nicht weil er klüger wurde.
Das ist kabarettreif. Mit oder ohne dem 71 Jahre alten Zeiler (falls 2029 gewählt wird, wäre er dann schon 74, am Ende der Periode 79 – wahrlich ein klares Aufbruchssignal) wird die SPÖ weiterhin 24 Stunden pro Tag, 7 Tage die Woche und 52 Wochen pro Jahr dem Großkapital den Stiefel küssen. Es würde mit einem Vorsitzenden Zeiler keinen inhaltlichen Bruch geben. Es würde höchstens für einige völlig entpolitisierte SPÖ-Funktionäre etwas transparenter, dass in der SPÖ das Kapital herrscht. Die Kandidatur Zeilers würde heftig attackiert werden, innerhalb und außerhalb der Partei. Die SPÖ würde es vermutlich zerreißen. Und das finde ich ganz toll! Es wird auch vielen SPÖ Funktionären sauer aufstoßen, wie sich der „Macher“ selbst ins Spiel bringt. Ich hoffe also sehr, dass es es wirklich macht.
Auf den abgrundtiefen Unsinn des zitierten Thomas Fazi (die Linke wurde ab 1970 vom CIA umgedreht) will ich nicht nochmals eingehen – ich hab das schon im März 2026 kommentiert, als der Beitrag „Wie die Linke und ihre Parteien umgedreht wurden“ hier veröffentlicht wurde.
Karl Schlögl ist ein klasser Sozi, mit dem auch eine Koalition FPÖ SPÖ möglich gewesen wäre. Er ist 1955 geboren und sohin wohl gleich alt wie Zeiler. Das ist ein echter Volksvertreter der alten Schule wie einst Kreisky. Er könnte die SPÖ retten…
Waun darr Schlögl wiaklich a klassa Buasch odarr waun’st wü’st a „klasser Sozi“ is oda sei dadad, wiad der sicha nimma in so an Sozibunka einekäu’n.
Waun darr Schlögl wiaklich a klassa Buasch odarr waun’st wü’st a „klasser Sozi“ is oda villeicht sei dadad’n dadad, wiad odarr wuadad der sicha nimma in so an klaß’n Sozibunka einekräu’n.
P.S.:
Aussarrr der braucht a no a Gerscht’l fir an G’schpusi odarrr sunst wos…
Wenn man ein wenig logisch über die Entstehung der aktuellen Situation nachdenkt, geht der Weg weit zurück in die Geschichte.
Um die Ausweitung der Macht und der heutigen Zustände besser zu erkennen, geht man Schritt für Schritt zurück.
Heute kommen zum Machtkomplex die Technokraten hinzu. Irgendwann davor waren es die Industriellen, Stahlmagnaten, Öl-Fürsten, die Medien kamen davor, die Banker wieder davor, und am Anfang stehen alte Adelsfamilien/Königshäuser/Fürsten usw. und große, reiche Handelshäuser.
Die Banker haben sich massiv alles unterworfen, da Geld nunmal alle betrifft und sich Könige gekauft durch Finanzierung der Kriege.. Oftmals gerne beide Seiten.
Mit den Jahrhunderten und dem weiteren Werdegang des Systems, kamen dann immer wieder neue Machtstrukturen auf, die in dieses Netzwerk aufgenommen wurden. Jetzt betrachten wir es also logisch andersrum.
Als es die Könige gab, gab es keine Stahlmagnaten.. Öl-Lords usw. Medien in erster Linie Post, Zeitungen, Nachrichten früher, sowie in Teilen Bildung, kamen erst später. Heute sind Medien weitreichend gemeint, also Bildung, Film/TV, Social Medien inkl.
Heute werden in diese Kreise Leute wie Zuckerberg aufgenommen. Alles was irgendwo Massen erreicht, Macht aufbaut usw. wird assimiliert und wenn das nicht geht, verboten, ausgeschalten, oder feindlich übernommen.
Die Frage bei sowas wie Zuckerberg, oder Musk, Thiel usw. ist ja aber nicht mehr, ob diese Leute es selbst waren, die diese Dinge groß machten, oder ob sie von Anfang an, wie ein Laufbursche Gates, nur gefördert und finanziert wurden.
Denn die Weiterentwicklung der Machtstruktur ist ja irgendwann massiv kontrollierend geworden.
Früher ging das wesentlich schlechter.. Wenn irgendwo jemand noch 2-3 Mitkonkurrenten hatte wie Rockefeller beim Öl, machte er diese durch Gaunerei und Unfairness kaputt. Heute wird da viel schneller der Zugriff vom System erfolgen, oder man forscht und entwickelt selbst daran.
Vieles kommt aus der Militärforschung und wer hat da die Kontrolle, wenn nicht eh das Systemkonstrukt der Besitzenden selbst?
Was ist also heute nicht unterwandert ist eher die Frage?
Medien sind Teil der Herrschenden und spucken nur das aus, was gehört werden soll..
Politik ist längst unterwandert und schützt dort wo geändert werden muss und ändert dort wie geschützt werden muss..
Großkonzerne stehen under Kontrolle der immergleichen Besitzenden, vor allem ja auch die Ressourcen abbauenden Konzerne, aber nicht nur.. Mittlerweile werden Bauern verdrängt und die Ernährung übernommen.
Finanzsystem? Was will man da noch groß zu sagen…
Im Grunde ist das System durchzogen vom Schattennetzwerk.
Diese Machtelite hat dazu Jahrhunderte gebraucht, sich alles immer weiter unter den Nagel zu reißen. Im Grunde steht über uns dieses Konstrukt und ist wie ein Vampir.
Es saugt uns überall maximal aus, nicht nur finanziell.. Im System ist deine Lebensenergie die Nutzenergie der Besitzenden.
Selbst wenn du die giftige Nahrung kaufst, zahlst du mit Geld und mit Gesundheit, mit der man auf der anderen Seite wieder ein Geschäft macht.
Wo du das bei einer Zigarette noch verstehst, verstehst du es weniger bei der Schokolade und noch weniger bei der H-Milch.. Nur dein Körper zeigt dir deine Sucht einerseits und den Verfall andererseits, auch Mental durch Dauerstress und die Normalität, dass du dein Leben lang in Vollzeit schuftest. Wer hält dies für normal? Hände einmal bitte heben.. Heute fängt man wieder weltweit an, die Arbeitszeitenregelungen aufzuweichen, nicht nur hier.. 10h, in Teilen wieder mehr Sonntags..
Auf der anderen Seite stehen die Sieger und Betreiber des Systems.. Die Manipulation um dies zu erreichen, also uns als Normalität zu verkaufen, ist extrem wirkmächtig und allumfassend.
Dazu die gewaltige Niederhaltung, damit sich nichts ändert.. Die aktuelle gemachte Verarmung/Dauerkrisen/Kriege für das Folge-System der Technokratie und Transhumanismus daran anknüpftend, ist im vollen Gange..
Aber dies ist alles nur wirre Verschwörungstheorie.. geben sie da nichts drauf.. Sie sind im besten System aller Zeiten.. Hier läuft alles völlig zufällig und als normale Entwicklung ab.. Wers glaubt…
@„ Die alte Linke war klassenbasiert“
Die wollte schon immer zur herrschenden Klasse werden – offenbar rechnet die sich mit Finanzkonzernen bessere Chancen. Die haben auch massig Kohle und bezahlen gut.
Diese Art Klassenkampf entstand ja erst mit der industriellen Revolution. Vorher hatte jeder sein Haus/Grund und war Bauer oder Jäger, ein paar Angestellte bei Hofe, Schmied, Gerber usw..
Dann wollte man dies weghaben und verbrannte/zerstörte Haus und Hof und zwang die Leute somit in die Fabriken der Besitzenden.
Daraus ergab sich irgendwann der Kampf der Arbeiter, die idR. sozialistisch geprägt sind und gegen die Besitzenden gingen, den Kapitalisten. Dieser Kampf besteht bis heute und die Kapitalisten gewinnen immer, weil sie mit List und Tücke, Verbrechen und Unterwanderung arbeiten und jetzt recht neu mit Tiefenindoktrination die Leute die Käfigtür von Innen selbst zuhalten lassen.
Das Denken Proletariat wurde ersetzt mit Teilhabe.. Du bist dein Job, du bist Teil der Familie, der Firma blabla.. Das hat erstklassig funktioniert und die Gegenseite der Arbeiterbewegung extremst aus dem Spiel genommen..
Die Sozis haben immer mit dem Kapital gepackelt, schon äh damals. In Ö., s. die Nadelstreifsozis, mit ihren Stiftungen in Liechtenstein und in der Karibik, s. Bawag. Soviele Bankpleiten.., Bank Burgenland, Bank Austria, Bawag P.S.K… das Kapital ist etwas, was der Sozi nur dann nicht mag, wenns ihm nicht gehört und er möchte es gerne gratis erhalten, zB durch äh Enteignung.
@,
den bekanntesten packler hatten die österreichischen sozialisten in der person von karl renner,
der war in jedem, gerade herrschenden system in österreich zwischen 1914 bis 1955 der
rote vorzeigeproktologe –
in jedem politischen rektum zuhause und wechselte schneller die farbe als ein chamäleon
@,
die kruckenkreuzler waren wenigsten bis 1938 patriotisch
Ja klar! Die eiferten den schwarzen nach!
Nur ging das mangels Strickleitern, wirklicher Vernetzung und besten Freunden bei den neoliberalen oft schief!
Da ist es schön wenn sie schon immer auf der richtigen Seite der „Gemeinnützigkeitsverachtung“ standen!
Der Fall Lucona…..
Wann begann eigentlich der Abstieg der SPÖ in die Bedeutungslosigkeit? Gleich nach Kreisky?
Gusenbauer zB wollte schon als Kind BK werden. Auf ihn setzten viele große Stücke. Endlich wieder ein Sozialdemokrat wie er sein sollte. Ein Freund von mir hatte in seiner Jugendzeit mit ihm zusammengearbeitet und mir versichert, Gusenbauer hätte ernormes soziales Potential. Das war bereits zu dem Zeitpunkt, als sich herausstellte, dass Gusenbauer Wahlversprechen gebrochen hatte, nur um BK zu bleiben. Gusenbauer selbst bezeichnete sein ständiges Nachgeben zu Gunsten der ÖVP allerdings als Retten der Koalition. Es hat lange gedauert, bis mein Freund die Wirklichkeit erkennen wollte.
Anscheinend fragen Sie sich auch, wie um Himmels Willen erst jetzt diese „Übernahme“ stattfinden soll, die doch eigentlich längst abgeschlossen und vollendet ist?
Seien Sie nicht zu streng mit Ihrem Freund, auch ich dachte Anfangs (Vranitzky) noch „ist doch gut, wenn ein Sozi auch den Finanzmarkt usw. versteht“…..und auch ich musste erst langsam lernen, dass so einer längst kein Sozi mehr ist, weil er als solcher gar nicht in diese Positionen gekommen wäre.
Es sind allesamt Verräter an der Idee/dem Ideal und an den Menschen.
PS: Ich habe auch einen Banker-Freund und ich staune seit der Schule, wie jemand mit Mrd. hantiert, aber trotzdem den Wert von 100,- nie aus den Augen verloren hat. Auch ihn würde ich als lupenreinen Sozi beschreiben. Aber obwohl er hoch oben angesiedelt war, waren ihm stets alle Entscheidungsträger-Posten verwehrt.
Also entweder man lässt sich umdrehen, oder man wird auf lange Sicht ausgebootet.
Dasselbe habe ich mir bei Vranitzky auch gedacht. Allerdings war mir die SPÖ immer suspekt. Ich erinnere mich an Gewerkschaftsforderungen für mehr Lohn. Als eine Journalist einen Gewerkschaftler fragte, wie er glaube, dass das die Betriebe verkraften sollen, war die Antwort: Wie soll ich das wissen. Da könnte ich doch selbst Unternehmer sein.
Das hat mich nicht gerade für den Sozialismus eingenommen. Andererseits war mir schon klar, dass wir mehr Lohn, mehr Urlaub (von anfangs 2 Wochen), Arbeitszeitverkürzung nicht freiwillig von den Betrieben bekamen.
Wann hätten wir mehr Lohn erhalten…?….;))
Die meisten dieser Entgegenkommen sind nicht einmal Ausgleich für den wahren Real-Lohnverlust, den die Arbeiterschaft über die Jahre aufgebürdet bekam. Warum sonst kann heute noch kaum jemand alleine eine Familie ernähren? Das können noch „Manager“ usw., aber als Koch, Handwerker, Busfahrer,…..?
Auf die „Persönlichkeit“ von Gewerkschaftern möchte ich mich jetzt nicht einlassen – wie saudumm die sein können (und wie ignorant und selbstverliebt) zeigt unsere aktuelle „Gesundheitsministerin“. Die ist ein typisch-orbitales Exemplar….
„Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“
Auch wenn ich einen Herbert Frahm prinzipiell nicht sehr schätze, war dieser eine rühmliche Ausnahme und wurde genau dafür abserviert – auch von den eigenen „Genossen“! Das ist alles, was man generell über dieses ganze Polit- und Parteigeschmeiß, über -alle- Lager, – von Linksaußen bis Rechtsaußen – ,wissen muss.
Scho‘ wieda so a g’birscht g’schneizst aund kampet’s Dinosauriagfrieß bei ana si scho‘ seit’n Kreisky söba oh’fockln’dn G’spusiskamarilla midsaumt sein einedrahrad’n Habaragsind’l – Der gheat eich söba.
Rechtschreibfehlerberichtigung: … G’schpusikamarilla …
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