Soziale Gemeinschaft ist eine wesentliche Voraussetzung für psychische Resilienz, körperliche Gesundheit und gesundes Altern. Das betone ich immer wieder im Zusammenhang mit meiner Methusalem-Formel, in der ich die entscheidenden, soziobiologisch miteinander verknüpften Voraussetzungen für ein langes und gesundes Leben zusammenfasse.
In diesem Sinne kann man auch ein Fest wie das Oktoberfest als wichtigen Bestandteil einer gesunden Sozialisation sehen: Menschen kommen zusammen, feiern und erleben Gemeinschaft. Zugleich ist aber nicht zu leugnen, dass in diesem Umfeld Alkoholkonsum, der zur Ausgelassenheit, aber eben auch zu einer vorübergehend verminderten Urteilsfähigkeit führt, eine zentrale Rolle spielt.
Umso bezeichnender ist es, dass die Stadt München, wie TKP bereit berichtet hat, nun ausgerechnet dort COVID-19-Impfungen anbietet. Denn hier ergibt sich eine eigentümliche Parallele: Während Alkohol die Fähigkeit zum reflektierten Denken nur vorübergehend beeinträchtigt, warne ich seit Jahren davor, dass neuroinflammatorische Folgen des injizierten Spike-Bauplans unsere Fähigkeit zum System-2-Denken auch längerfristig beeinträchtigen können.
Doch schon unabhängig von dieser Parallele empfinde ich den Ort für ein solches Angebot als heikel. Jede medizinische Maßnahme setzt eine informierte und wohlüberlegte Einwilligung voraus. Der Patient muss über Art, Nutzen, Risiken und gegebenenfalls Alternativen so rechtzeitig und verständlich aufgeklärt werden, dass er seine Entscheidung tatsächlich abwägen kann. Das verlangt auch das deutsche Patientenrecht ausdrücklich.
Gerade auf einem Volksfest, bei dem Alkoholkonsum für viele Besucher selbstverständlich dazugehört, sollte die Sorge im Vordergrund stehen, dass vermittelte Informationen von einem nicht unerheblichen Teil der Betroffenen nicht vollständig erfasst und Nutzen und Risiken einer medizinischen Intervention nicht unbeeinträchtigt gegeneinander abgewogen werden können. Wie die konkrete Aufklärung und Beratung vor Ort erfolgt, weiß ich nicht. Unabhängig davon halte ich es jedoch für höchst fragwürdig, eine medizinische Maßnahme, die unzweifelhaft auch mit schwerwiegenden unerwünschten Wirkungen verbunden sein kann, ausgerechnet in einem solchen Umfeld anzubieten.
Man kann all das vor dem Hintergrund sehen, wie gering die Bereitschaft zu einer weiteren COVID-19-Impfung inzwischen ist: In der aktuellen IMPRESS-Erhebung des Robert Koch-Instituts wollten sich zu Beginn der Saison 2025/26 selbst unter den Menschen, denen damals eine jährliche COVID-19-Impfung empfohlen war, 62,6 Prozent „eher nicht“ oder „auf keinen Fall“ impfen lassen; lediglich 16,8 Prozent wollten sich „eher“ oder „auf jeden Fall“ impfen lassen.
Im Juli 2026 hat auch die STIKO ihre Empfehlung deutlich eingeschränkt: Die bisherige Empfehlung zum Erlangen einer Basisimmunität für Erwachsene ist entfallen, und die Altersgrenze für die jährliche Standard-Auffrischimpfung wurde von 60 auf 75 Jahre angehoben. Für gesunde Erwachsene unter 75 Jahren besteht damit regelhaft keine Indikation mehr für eine jährliche COVID-19-Auffrischimpfung, und zwar selbst nach den Maßstäben derer, welche in der Maßnahme noch einen Nutzen zu erkennen vorgeben.
Ich bin deshalb geneigt, auch ein positives Signal in dieser skurrilen Meldung zu erkennen: Die Bereitschaft zu weiteren COVID-19-Impfungen ist inzwischen so gering geworden, dass offenbar zunehmend ungewöhnliche Wege gewählt werden, um Impfwillige überhaupt noch zu erreichen.
Gleichzeitig werden die Forderungen nach einer grundsätzlichen Neubewertung der mRNA-Technologie international immer lauter. Im deutschsprachigen Raum fordert die Initiative „Menschliche Wissenschaft und Medizin“ mit ihrem Aufruf „mRNA-Moratorium JETZT!“ seit mittlerweile einem Jahr die Aussetzung von mRNA-Produkten, zumindest bis deren Nutzen-Risiko-Verhältnis transparent und wissenschaftlich neu bewertet worden ist. Der Aufruf, den auch ich unterschrieben habe, wird von zahlreichen Wissenschaftlern, Ärzten und weiteren Personen des öffentlichen Lebens aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unterstützt.
Entsprechender Druck kommt mittlerweile auch aus den USA: Eine von „Americans for Health Freedom“ koordinierte Koalition hat sich in einem offenen Brief an Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. und Präsident Donald Trump gewandt, wie TKP berichtete, und fordert unter anderem die vollständige Abkehr von der mRNA-Plattform. Zu den nach Angaben der Organisatoren 405 Erstunterzeichnern gehören Ärzte, Wissenschaftler, Politiker und weitere öffentliche Persönlichkeiten, darunter der Kongressabgeordnete Thomas Massie, die frühere Abgeordnete Marjorie Taylor Greene und der Publizist Tucker Carlson.
Vor diesem Hintergrund wirkt die Meldung über eine neue COVID-19-Impfstation auf dem Oktoberfest nicht nur verstörend, sondern geradezu wie ein Relikt aus einer anderen Zeit. Die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags tagt nun schon seit einem Jahr (ausführliche Kommentare zu jeder einzelnen Sitzung finden Sie in dieser Playlist auf meinem YouTube-Kanal).
Wer diese höchst gesundheitsgefährdende Injektion trotz allem weiterhin propagiert oder verabreicht, begeht mindestens grob fahrlässig, wenn nicht gar vorsätzlich, ein Verbrechen an der Menschheit. Schon mit Blick auf das Jahr 2021 ließ sich nur schwerlich behaupten, man hätte es nicht besser wissen können. Heute hat diese Ausflucht jedoch jegliche Plausibilität verloren.
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wieder. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.
Privatdozent Dr. med. Michael Nehls ist Arzt und habilitierter Molekulargenetiker mit Schwerpunkt Immunologie. Als Grundlagenforscher entschlüsselte er die genetischen Ursachen verschiedener Erbkrankheiten, sowohl an deutschen als auch an internationalen Forschungseinrichtungen. Zwei seiner Entdeckungen veröffentlichte er in Zusammenarbeit mit verschiedenen Nobelpreisträgern. Die Entdeckung eines Schlüsselgens bei der Immunitätsentwicklung wurde vom renommierten US-amerikanischen Fachverband für Immunologie als „Säule der Immunologie“ geehrt. Für seine bahnbrechenden Erkenntnisse zur Alzheimer-Entstehung, -Prävention und -Therapie wurde er von der Universitätsklinik Rostock mit dem Hanse-Preis für Psychiatrie ausgezeichnet. Dr. Nehls war drei Jahre leitender Genomforscher einer US-amerikanischen Firma und acht Jahre Forschungsleiter und Vorstandsvorsitzender eines Münchner Biotechnologie-Unternehmens.
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Gibt es einen Zusammenhang zwischen Impfung und Kriegsbegeisterung?
12 Kommentare
Ist erwartbarer heftiger Alkoholkonsum vor oder nach einer Impfung medizinisch akzeptabel?
Ist eine alkoholisierte Person zu Entscheidungen wie einer genetischen Veränderung außerhalb einer Notfallindikation in der Lage?
Ich würde denken: Nein! Wäre das nicht ein Grund für eine behördliche Untersagung bzw. Strafanzeige?
Sie können anzeigen, was Sie wollen – wenn Politik und Gerichte Sie höchstens auslachen…
das ist die Realität heute.
Die sollten auch noch die Spritze auf zwei Beinen herumlaufen und die Leute zur Impfstelle schleppen lassen – so wie es bei uns in A der Fall war. Nicht einmal dagegen ist jemand mit einer Anzeige vorgegangen (es handelt sich um Freiheitsberaubung und im Grund auch versuchte Nötigung und Körperverletzung).
Aber da lacht sich ein Richter darüber höchstens tot…
Ich habe eine Marktlücke entdeckt! Wenn medizinische Maßnahmen jetzt wieder (wie vor langer Zeit) auf dem Rummel angeboten werden dürfen, könnte man auch gleich eine Vasektomie (Samenstrang durchtrennen) anbieten. Dann können gleich alle ohne Bedenken rumvög… und stecken sich auch nicht mit C. an. Doppelter Schutz 🤪
@ibido Samenflüssigkeit ohne Spermien ist genauso ansteckend wie mit Spermien🤷♂️
Der bereits bestens gelaunte aber massivst denkgebremste PaulPeterKevin zu seinen ebenfalls bestens gelaunten aber massivst denkgebremsten Freund*Innen: „He wos is, foama geistabo“? Die immer für gute Ideen bekannte LisiAdelinde darauf: „Ne, woas wos bessas! Gemma Rudlimpfn!“
Die für jedes Abenteuer offene Gruppe: „Genau, beste Idee. Des wird a Gaudi“.
Die hochseriösen und verantwortungsbewussten Impfspezialisten werden diese Gruppe natürlich höflichst abweisen und zur Geisterbahn schicken. Wetten?
… und danach stampfend auf den Tischen des Bierzelts, zu Füßen des oben in einer Loge thronenden bayerischen Impferators Söder: „Mir san geboostert!“
Tja, wenn Kinder von der ÖRR Dummekuh mit streng-wissenschaftlicher Mailabmilch großgezogen werden … dann bei Rezo Lachgas kiffen und sich Booster abholen, die lt. Herstellerangaben über 2000 schwerwiegende, insb. neuropsychiatrische Nebenwirkungen haben … was soll da andres rauskommen? 🎃
Wie auch immer, ich glaube, zumindest 80% haben’s kapiert (auch von den nach außen hin weiter „streng Wissenschaftsgläubigen“) und würden sich so ein Teufelszeug nicht nochmals in die Adern spritzen lassen.
Dr. Nehls Sie haben diesen Artikel sehr sanft diplomatisch geschrieben.
Ich finde aber die Art wie diese „Impfer“ vorgehen, gelinde gesagt, verbrecherisch! Die rechnen ja damit, dass die Kunden in ihrer Urteilskraft alkoholisch beeinträchtigt sind. Die bekommen pro Stich eine Geldsumme und alles andere ist diesen Verbrechern egal!
Dieser Impfkolonne gehört das Handwerk gelegt und angezeigt!
Danke für den Artikel.
@,
ein chronisches defizit wird durch c2c6o nicht signifikant beeinflusst,
die impfkolonnen sollte man nicht überbewerten,
sondern einfach nur als serviceleistung zur suizidbegleitung sehen.
spart kosten, ressourcen, hilft im kampf gegen den klimawandel und rääächts, uvm.
c2h6o!
Danke Herr Dr. Nehls, dass Sie immer wieder die Größe haben, Ihre Kritik, die man gerne ganz anders formulieren würde, so „nett“ darzubringen. Diese Nerven muss man auch erst einmal haben… :-)
der mündige bürger wird diese posse durchschauen,
da bin ich mir ganz sicher
Wieviele mündige Bürger haben wir denn? Bestenfalls 20%, eher weniger! Und ich denke, wir sprechen hier über „geistig mündige“ Bürger. Und der Ort mit einer Partystimmung ist schon genau ausgesucht worden, um viele in einem geistig geschwächten Zustand zu erwischen!
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