In Großbritannien liegen erneut die Notfallpläne wegen einer möglichen Dieselknappheit auf dem Tisch. Geplant sind wieder Tempolimits und Kaufgrenzen.
Auch in Großbritannien sind die Preise an der Zapfsäule auf Rekordniveau. Autoclubs rechnen damit, dass Autofahrer bald so viel zahlen müssen wie noch nie. Nun liegen auch jene Pläne wieder bereit, die bereits im Frühjahr vorbereitet worden sind. Die Regierung versucht weiterhin zu beruhigen: Alles sei nur theoretisch. Gleichzeitig bereitet man sich auf eine Knappheit vor.
Erst eine schwere, landesweite Störung würde die Pläne aktivieren. Der britische Express berichtet über die aktuellen Optionen, die in London vorgesehen sind. Bei schwerer Knappheit greifen dann Zwangsmittel.
Die Optionen laut britischen Medien:
- Vorrangtankstellen für Rettungsdienste, Polizei und kritische Infrastruktur
- Lenkung von Großlieferungen an Versorger, ÖPNV und systemrelevante Betriebe
- Vorrang für Straßendiesel in den Lieferketten von Lebensmittel- und Gesundheitswesen
- Höchstmengen pro Tankvorgang und verkürzte Öffnungszeiten
- Zuweisung von Rohöl und importierten Produkten
Im Juli sollen die britischen Dieselvorräte nur noch für rund 42 Tage gereicht haben – im internationalen Vergleich knapp. Bereits im Frühjahr warnten Händler vor einem Abbau kommerzieller Bestände, falls die Hormus-Route länger blockiert bleibt. Bauern berichteten zeitweise von Limits beim steuervergünstigten Rotdiesel.
Bei all diesen Szenarien muss man auch die allgemeine Kriegsvorbereitung mitdenken. So kann es durchaus sein, dass die Bevölkerung Europas in einen „Energie-Lockdown“ geschickt wird – nicht unbedingt, weil es zu wenig Diesel und Benzin gibt, sondern weil der Treibstoff von der NATO benötigt wird.
Im März empfahl die Internationale Energieagentur den Mitgliedstaaten, darunter dem Vereinigten Königreich, die Nachfrage zu drosseln: Homeoffice, Tempo minus mindestens 10 km/h, mehr ÖPNV und Fahrgemeinschaften, Einschränkungen für Pkw in Städten sowie sparsameres Fahren im Güterverkehr. Die britischen Pläne passen zu diesem Katalog. TKP hat damals über einen möglichen Energie-Lockdown intensiv berichtet.
Regierungskritiker sehen in den Energie-Lockdowns kein Krisenmanagement, sondern eine fortgesetzte Verknappungspolitik im Schatten des Krieges. Für Spediteure, Landwirte und Pendler ist schon die Ankündigung folgenreich: Allein die Debatte dürfte die Preise weiter treiben.
Bild pixabay / planetfox
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Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 
EU-Abgeordneter gegen Energie-Lockdown
EU-Beratungen über Energie-Lockdown
2 Kommentare
Eine Dieselverknappung wurde bereits lange vor dem Irankrieg diskutiert.
Ein Lockdown reduziert die Menge der hergestellten Waren und Dienstleistungen und ist daher immer wachstumsschädigend. Vielleicht will man die Wirtschaft an die vielen Siechen und Toten zumindest in meinem Umfeld anpassen?
You will own nothing and be happy (to obey your government criminals or die).
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