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Politik

Deutscher Schatten über Warschau: Merkwürdige Vorgänge nach Tusks Putschversuch

1 Kommentare 8. November 2026 4 Minuten Lesezeit von Dr. Peter F. Mayer

Nach dem gescheiterten Justiz-Putschversuch der Regierung von Donald Tusk in Polen häufen sich seltsame Vorfälle in der Hauptstadt. Eine Einmischung von EU und Deutschland wird von vielen Politikern und Analysten behauptet und kritisiert.

Der Analyst Simplicius beschreibt in seinem Beitrag „German Specter Hangs Over Warsaw“ eine Reihe von Ereignissen, die einen deutlichen deutschen Beigeschmack haben. Polnische Oppositionspolitiker und Abgeordnete sprechen offen von deutschem Einfluss hinter den Kulissen. MEP Dominik Tarczyński hatte bereits darauf hingewiesen, dass Deutschland als wirtschaftlicher Motor der EU versuche, finanzielle Lasten auf Polen abzuwälzen und das Land als „souveränes Störglied“ zu unterwerfen – als Abstellgleis für Migranten und als finanzielle Stütze für die kriselnde EU.

Deutsche Polizei und Soldaten in Warschau

Während des Putschversuchs kursierten Berichte über deutsche Polizeikonvois auf polnischen Autobahnen. Videos zeigten deutsche Polizeifahrzeuge auf der S8 bei Łódź X-Bericht von Based Poland. Der rechte Politiker Grzegorz Braun behauptete, die „Polizisten“ um den Sejm herum seien teilweise Demonstranten gewesen, die kein Polnisch sprachen. Einige dieser Sichtungen wurden später als „normal“ abgetan – doch der Zeitpunkt mitten in einer schweren Verfassungskrise wirft Fragen auf.

In den Tagen danach wurden deutsche Soldaten der Bundeswehr mitten in Warschau gesichtet, direkt vor dem Sejm. Ein polnischer Abgeordneter stellte sie auf offener Straße zur Rede. Die Erklärung: Deutschland nehme an einer Übung der „Coalition of the Willing“ teil – dem ersten Manöver dieser Art zur Unterstützung der Ukraine, das vom 9. bis 22. November in Polen stattfinden soll, laut Le Monde-Bericht. Französische und britische Truppen sollen ebenfalls dabei sein. Der französische Politiker Florian Philippot wies auf den „günstigen“ Zeitpunkt hin: mitten im europäistischen Putschversuch gegen die souveränistischen Kräfte in Polen.

Ablenkung durch Kaliningrad

Parallel dazu startete Tusk eine „besondere Sicherheitsoperation“ an der Grenze zu Kaliningrad. Angeblich drohten russische Sabotageakte und bewaffnete Übergriffe (Independent-Bericht und Meduza-Bericht). Die Warnung soll vom NATO-Oberbefehlshaber Europa gekommen sein. Simplicius sieht darin ein klassisches Ablenkungsmanöver: Während deutsche Truppen offen durch Warschau marschieren, wird die russische Gefahr an die Wand gemalt.

Ähnliche Truppenbewegungen gibt es auch an der lettischen Grenze, wo kanadische Einheiten im Rahmen von „Resolute Reforger 2026“ massiert werden.

Der Putsch geht weiter

Der eigentliche Konflikt um das Verfassungsgericht ist keineswegs beendet. Die von Tusk eingesetzte Anna Korwin-Piotrowska versuchte, mit nur acht von 15 Richtern ein Quorum zu erklären und den bisherigen Präsidenten Bogdan Święczkowski auszuschalten X-Bericht. Der Putsch läuft weiter – nur langsamer und im Schatten der Militärübungen.

Ein hochrangiger deutscher Offizier erklärte derweil, worum es Europa gehe: „Alles für die Freiheit aufzugeben, das ist [wahre] Freiheit.“ Unter der Brüsseler Herrschaft bedeutet Freiheit also, sich der EU-Politbürokratie vollständig zu unterwerfen.

Der deutsche Schatten über Warschau ist schwer zu übersehen. Ob als Rückversicherung für den Fall, dass Tusks Machtübernahme eskaliert, oder als Teil einer breiteren Strategie zur Unterordnung Polens unter die Brüsseler und Berliner Linie – die Vorgänge erinnern immer mehr an frühere Zeiten.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇


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1 Kommentar

  1. 1150
    Antworten

    immerhin gibt es in polen auch ein sondervermögen von 700 tonnen gold im wert von ca.

    91 milliarden dollar zu holen …..

    die werden auch dringend gebraucht,

    z.b. für frankreich, ukraine und die vielen unzähligen korrupten taschen und täschchen

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