Skip to content
Politik

Macrons Fluchtplan und geheimer Bunker -Zeichen der Angst vor dem eigenen Volk

0 Kommentare 8. November 2026 3 Minuten Lesezeit von Dr. Peter F. Mayer

Frankreich bereitet sich auf den Ernstfall vor. Laut einem Bericht der britischen Zeitung Telegraph verfügt Präsident Emmanuel Macron über einen geheimen Bunker in den Pariser Vororten. Dorthin soll er evakuiert werden, falls Demonstranten den Élysée-Palast stürmen.

Die Informationen für den The Telegraph Artikel stammen aus dem neuen Buch La Nouvelle Armée des Ombres („Die neue Armee der Schatten“) der investigativen Journalisten Pierre Gastineau, Antoine Izambard und Franck Renaud. Die Autoren berichten, dass die Behörden seit den Gelbwesten-Protesten 2018 systematisch Evakuierungspläne für den Präsidenten ausgearbeitet haben. Damals war Macron bei einem Besuch in Le Puy-en-Velay von wütenden Demonstranten bedrängt worden. „Die Regierung zitterte“, erinnerte sich einer der Autoren im französischen Radio France Inter.

Angst vor dem „dritten Wahlgang auf der Straße“

Die französischen Sicherheitsbehörden rechnen mit einer weiteren Eskalation der Unruhen im Vorfeld der Präsidentschaftswahl 2027. Geheimdienste spielen Szenarien durch, die von Straßenkämpfen über Sabotage und Cyberangriffe bis hin zu einem bewaffneten Aufstand reichen. Besonders gefürchtet wird ein Sieg von Marine Le Pens Rassemblement National: Linksextreme Aktivisten, Jugendliche aus den Banlieues und ländliche Militante könnten das Ergebnis nicht akzeptieren und einen „dritten Wahlgang auf der Straße“ erzwingen.

Der Pariser Polizeichef Patrice Faure habe bereits mehrere Treffen abgehalten, um auf eine mögliche Erhebung vorbereitet zu sein. Spezialeinheiten hätten geprüft, wie sie das Parlament im Falle eines Aufstands schützen könnten. Gleichzeitig würden alte Netzwerke aus dem Kalten Krieg reaktiviert – unterirdische Strukturen, die im Ernstfall den Widerstand finanzieren sollen. Auch frühere Gerüchte über einen luxuriösen Macron-Bunker für den Fall eines Dritten Weltkriegs waren bereits im Umlauf, wurden jedoch von AFP als Fälschung entlarvt.

Parallel dazu positioniert sich der linke Präsidentschaftskandidat Jean-Luc Mélenchon klar gegen die bisherige Außenpolitik: Er fordert den Austritt Frankreichs aus der NATO und amerikanischen Kriegen. Mehr noch will er einen globalen Block nicht-gebundener Staaten aufbauen, der unabhängig von Washington operiert und das Völkerrecht verteidigt. Als mögliche Partner nennt er Brasiliens Lula, Mexikos Claudia Sheinbaum und linke Kräfte in Spanien. lInke Politik in Frankreich ist offenbar so ziemlich das genaue Gegenteil „linker“ Politik in Deutschland oder Österreich.

Ein Zeichen der Angst vor dem eigenen Volk

Dass der französische Präsident einen geheimen Fluchtbunker bereithält, spricht Bände. Während die Regierung nach außen Stärke demonstriert und gegen „Desinformation“ und „rechte Populisten“ wettert, bereitet sie sich intern auf den Kollaps der staatlichen Ordnung vor. Die jüngsten Protestwellen – ausgelöst durch Schulstreiks,  massive Teuerung, Jobverluste, Zensur und soziale Unzufriedenheit – haben gezeigt, wie dünn das Eis ist, auf dem Macron steht.

Der geheime Bunker ist kein Zeichen von Souveränität, sondern von Angst – Angst vor dem eigenen Volk, das die Politik der letzten Jahre nicht länger hinzunehmen bereit ist. Während die Eliten in ihren Bunkern Schutz suchen, bleibt für die Bürger nur die Straße.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.



Frankreichs  neue Steuer: Bürger zahlen für staatliches Versagen

Von 1968 zu Frankreich 2026: Jugendproteste, was entsteht daraus?

Frankreich hatte einen Plan zur Abschaltung sozialer Netzwerke

Frankreichs Schülerrevolte – die Jungen präsentieren der Macron-Politik die Rechnung

Teile diesen Artikel

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann. Benutzer haften für den Inhalt ihrer Kommentare.