Bis zu 50.000 Männer stürmten am Donnerstag das Rest-Gebiet des spanischen Kolonialismus, Ceuta in Marokko. Dort herrscht nun Ausnahmezustand, und in Madrid eine Staatskrise. Zufällig ist all das nicht.
Am Donnerstag, dem 30. Juli 2026, überquerten schätzungsweise 40.000 bis 49.000 Menschen die Grenze von Marokko in die spanische Exklave Ceuta – die meisten schwimmend um den Wellenbrecher von Tarajal oder über Land. Die Zahlen übersteigen die Hälfte der rund 83.000 Einwohner der Stadt. Mindestens 18 bis 19 Menschen ertranken. Die spanische Regierung entsandte Militär und zusätzliche Polizeikräfte, spanische Bürger protestieren und patrouillieren, die Einwanderer plünderten und griffen Polizisten an.
Mächtige Feinde, mächtige Freunde
Mitauslöser war unter anderem ein Urteil des spanischen Obersten Gerichtshofs, das summarische Rückführungen von auf See abgefangenen Migranten nach Marokko untersagt. Wer es also nach Ceuta schafft, darf nicht sofort zurückgeschoben werden, sagt das Gericht – allerdings nur bei Ankunft über Land, nicht via See. Die Männer reisten mit Bussen an, um dann via See den Weg nach Ceuta zu schaffen.
Neu ist das nicht. Zuletzt schickte Marokko nach einem diplomatischen Streit über die Westsahara rund 10.000 Männer. Wobei Marokko sie nicht selbst schickte, man lockerte einfach die Kontrollen. Der Streit um Ceuta ist nicht neu. Auch nicht ein koordinierter Angriff durch einwanderungswillige Männer.
Mittlerweile hat Spaniens Regierung aber weltweit einen Namen. Premier Pedro Sánchez hat sich mächtige Gegner geschaffen. Mit Trump geriet er 2026 über die Nutzung spanischer Basen im Iran-Konflikt und seine Kritik an US-israelischen Aktionen aneinander; Trump drohte mit Handelsembargo. Gegenüber Benjamin Netanjahu verschärfte Sánchez den Kurs: Waffenembargo, Unterstützung von ICJ-Verfahren und scharfe Rhetorik gegen Israels Gaza-Politik führten zu diplomatischen Spannungen.
Marokko wiederum pflegt enge Beziehungen zu den USA und Israel. Unter Donald Trump erkannte Washington 2020 die marokkanische Souveränität über die Westsahara an und förderte die Abraham-Abkommen, in deren Rahmen Marokko 2020 die Beziehungen zu Israel normalisierte. 2026 vertieften sich die Militärkooperationen: US-Verteidigungspläne sehen eine Zehnjahres-Roadmap für Basen, Drohnenzentren und gemeinsame Übungen vor. Marokko entsendet Truppen in die Gaza-Stabilisierungsmission und gilt als strategischer Partner gegen den Iran und im Sahel. Trump-nahe Kreise loben den König Mohammed VI. als verlässlichen Verbündeten.
Zugleich genießt Sánchez Rückhalt in linksliberalen Netzwerken. Alex Soros, Vorsitzender der Open Society Foundations und Sohn von George Soros, lobte ihn öffentlich als „wahren Führer“ und „Leader der freien Welt“, etwa nach dessen Migrationspolitik und seine Anti-Kriegs-Haltung (allerdings nur gegen Israel, nicht gegen die Ukraine). Sie trafen sich mehrfach, zuletzt April 2026 beim Global Progressive Mobilisation-Gipfel in Barcelona, den Soros mitveranstaltete und Gates mitfinanzierte. Für progressive EU-Kreise gilt Sánchez als wichtiger Akteur – besonders in Migrations- und multilateralen Fragen.
Als zuletzt fast eine Million illegale Einwanderer per Dekret legalisiert wurden, sorgte Sánchez erneut für Aufsehen. Er positioniert sich inmitten einer migrationskritischen Politikwende in der EU offen für Zuwanderung, vor allem auch für Zuwanderung aus muslimischen Gebieten.
Mainstream-Medien und Politik versuchen zu beruhigen: Ceuta sei nicht Teil von Schengen und außerdem außerhalb Europas. Die Männer würden also keinen Weg in die EU finden. Doch das stimmt maximal bedingt: Wenn Migranten spanisches Territorium erreichen und Asyl beantragen, greifen EU-Regeln: individuelles Verfahren, besonderer Schutz für (oft behauptete) unbegleitete Minderjährige. Viele werden aufs Festland verlegt und gelangen in den Schengen-Raum. Praktische Rückführungen bleiben gering.
Einen Asylantrag als Marokkaner zu stellen, wirkt ohnehin absurd: Die marokkanische Wirtschaft boomt und wächst aktuell teilweise um 5 Prozent. Zahlen, von denen Spanien und die EU träumen. Außerdem gibt es keinen Krieg.
Die Ereignisse in Ceuta sind kein isolierter Unfall, sondern das Gegenteil. Sie treffen Spanien in einer Phase innenpolitischer Fragilität und verweisen auf tiefere geopolitische Spannungen zwischen Rabat, Madrid, Washington und Jerusalem. Ob Madrid die Kontrolle zurückgewinnt und Brüssel reagiert, wird die nächsten Wochen bestimmen.
Alter Konflikt
Marokko beansprucht Ceuta und Melilla seit der Unabhängigkeit 1956 als „besetzte“ Gebiete und Teil des „Großen Marokko“. Ceuta wurde 1415 von Portugal erobert, fiel 1580 unter die spanische Krone und blieb nach der portugiesischen Unabhängigkeit 1640 auf Wunsch der Einwohner bei Spanien (Vertrag von Lissabon 1668). Spanien betrachtet die Plazas de Soberanía als integralen Bestandteil, der nie Teil des Protektorats war und von der UNO nicht als Kolonie gelistet wird.
Das Gebiet liegt trotzdem mitten im Territorium von Marokko. Dass sich auch die sozialistische Regierung Spaniens, die sonst gerne anti-kolonial argumentiert, in keiner Weise darauf einlassen will, das Gebiet an Marokko zu übergeben, ist interessant. Auch hält er innerspanische Seperationisten, wie die Basken und Katalanen, in Schach, vermutlich auch, indem er diese innenpolitischen Kämpfen mit seiner harten Linie gegen den „Kolonialstaat“ Israel externalisiert.
Militärische Versuche Marokkos zur Eroberung gab es in der Geschichte oft, scheiterten aber allesamt. Zuletzt im Spanisch-Marokkanischen Krieg 1859/60, der mit einem spanischen Sieg und dem Vertrag von Wad-Ras endete, der die heutigen Grenzen festigte. Seither gab es keine klassische Invasion, sondern wiederholte Grenzkonflikte und seit den 2000er-Jahren massenhafte Zaunstürme und Migrationswellen als Druckmittel. Der neue Sturm von bis zu 50.000 Männern könnte die alten Grenzziehungen ins Wanken bringen, vor allem aber wird er Sánchez in Madrid massiv unter Druck setzen.
Bild KI
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16 Kommentare
Sportlich schwimmende Migranten fallen in Ceuta ein – bevor sie nach Deutschland mit dem Flieger eingeflogen werden… DENN, die LINKE war die erste, die klargestellt hat, dass „wir den armen Menschen jetzt helfen müssen und Spanien damit nicht alleinlassen dürfen.“
Diese Gutmenschen der LINKE, stellvertretend durch Clara Bünger: „Was in Ceuta passiert, ist keine Naturkatastrophe, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen. Menschen fliehen vor Krieg, Armut und Klimakrise. Höhere Mauern halten sie nicht auf, sie machen die Flucht nur tödlicher. Jetzt zählt zuerst, dass niemand mehr stirbt.“
Da auf den Videos -wie eh und je…- zu sehen ist, wie hauptsächlich sich im Testosteron-Saft befindliche junge Männer bedrohlich triumphierend in Ceuta einfallen, wissen wir Biodeutschen aus Erfahrung, was uns erwartet: Für viele wird das Leben verdammt kurz…
Abgesehen von noch ganz anderen Problemen, die wir bereits seit 2015 gemerkelt zu spüren kriegen: „Deutsch“land, dessen Sprache zur Fremdsprache mutiert ist, dessen Buntheit hauptsächlich aus Schwarzen, Arabern und Asiaten besteht, dessen immer mehr schwindende Anzahl biodeutscher Kindergarten- und Schulkinder von Imamen mit freundlicher Forcierung deutscher und migrantischer Politiker indoktriniert und „umgedreht“ werden sollen usw.usf. Eltern und Lehrerschaft haben damit ja auch kein Problem.
„Menschen fliehen vor Krieg, Armut und Klimakrise“ – jedes Narrativ wird wieder bedient, um den sedierten Michel zu überzeugen, der seit der inszenierten „Corona-Pandemie“ zum Narrativ-Glauben konvertiert ist.
Spanien hat das Axyl-Gesetz geändert. Wer über das Wasser/Meer kommt, erhält Axyl. Das war angeblich der Auslöser für die Invasion. Viele schwammen um die Einzäunung herum und kamen daher auf dem Wasserweg. Schlepperbanden haben alles organisiert, auch Schlauchboote, s. Compact YT.
Ceuta gehört nicht zum Schengen-Raum. Wenn Spanien diese Menschen illegal in die EU lässt, soll es mMn aus der EU ausgeschlossen werden. Die Grenzen sind sofort dicht zu machen. Zudem soll Spanien endlich seine Restkolonien in Afrika aufgeben. Das sind sowieso nur Steinhaufen…
ALI-BABA-EXPRESS 🚄 👲🧕
Der Ali-Baba-Express ist abgefahren. Machen wir uns nichts vor. Dieses Thema ist durch. Wenn noch etwas hätte getan werden können, so wurde diese Chance verpasst. Das Zeitfenster zum Gegensteuern ist nun geschlossen. Die Dinge nehmen jetzt ihren vorhersehbaren Lauf. Was von der weißen Rasse am Ende noch übrigbleiben wird, dürfte sich „in alle Winde zerstreuen“.
Vielleicht entsteht irgendwo ein Sammelbecken für die Letzten ihrer Art und eventuell… – ein Neuanfang. Die gegenwärtige Heimat jedoch … – sie ist verloren. Man hat (wieder einmal) zu lange und zu tief … geschlafen. Die verbleibenden Möglichkeiten reduzieren sich hiermit auf nur zwei Optionen:
Entweder zu sterben oder zu weichen.
Und ja, diese Art der Endphase gestaltet sich (in naher Zukunft)
– wie üblich – extrem laut, äußerst brutal und widerwärtig hässlich.
Die meisten werden zu spät in ferne Gefilde aufbrechen – und es einmal mehr versäumen, beizeiten zu handeln. Die Männer fallen zuerst –
ein Teil der Frauen etwas später …
Arabische Gesellschaften sind homogen – KEIN Multikulti.
Alles, was noch bleibt, ist der eigene Exodus. Wohin (?) – wird sich zeigen.
Der Rest ist Schweigen …👁
Genau so ist das.
Grüße aus Süd Amerika, ganz ohne Ali Baba.
Den hier gibt es keinen Zucker in den Ars..
Ich war noch vor zehn Jahren jeden Sommer mit dem Womo in Marokko unterwegs.
Vom Atlas bis tief in den Süden nach Ad Dhakla in der Westsahara.
Schon damals war das Zaunklettern im Hafen von Ceuta ein beliebter Sport.
Ich habe in Marokko viele gebildete Menschen, genauso wie einfache Handwerker, Händler und Bauern kennengelernt.
Ausnahmslos allen war gemein das sie nicht verstehen konnten warum Europa diese 99% jungen Männer aufnimmt.
Sie haben unisono ganz klar zum Ausdruck gebracht das was da nach Europa dräng arbeitlose, ungelernte und größtenteils Kriminelle aus den Retorenstädten sind.
Das ist auch kein Wunder, Marokko hat ein enormes Bevölkerungswachstum das ein Heer von ungebildeten, perspektivlosen Jugenlichen produziert.
Da nützen auch 5% Wachstum nichts.
Aber das ist kein Zufall sondern Program, schon beim „Grünen Marsch“ zur Anektion der West Sahara war dieser Bevölkerungsdruck sehr nützlich.
Nun ist es eben Europa. Spanien stand ja schon mal unter der Herrschaft der Mauren.
Aber wie heist es so schön:
Nix dazugelernt, ein linker Gutmensch wie Sanchez sowieso nicht.
War sonst noch was? Ach ja…
Ceuta crisis sparks online speculation over Israel’s role in pressuring Spain « Aletho News – https://alethonews.com/2026/07/31/ceuta-crisis-sparks-online-speculation-over-israels-role-in-pressuring-spain/
“This entire charade was orchestrated by Zionists to teach Spain a lesson and set an example for other nations if they don’t get in line.”
Abraham Accords reach the Strait: how Israel can help Morocco reclaim its north | Analysis: US-Spain tensions over NATO, Iran create opening for Morocco to press claims on Ceuta and Melilla, with Israel positioned to back Rabat diplomatically within US-led alliance that increasingly favors cooperative partners over European holdouts – https://www.ynetnews.com/opinions-analysis/article/bki11ns9tzx
Gibt es irgendetwas in diesem Universum, wo Gottes auserwählte Psychopathen nicht hinterstecken?
„Marokko öffnet seine Grenze und lässt mehr als 2.000 Migranten nach Spanien einreisen. Marokko ist ein Verbündeter Israels. Jedes Land, das sich der globalen Vorherrschaft Israels widersetzt, läuft Gefahr, vernichtet zu werden – sei es durch Brände, durch Migranten oder durch Wetteranomalien.“
— Saudi Arabia Joins US In Attacking – IRAQ – https://helenaglass.net/2026/07/30/saudi-arabia-joins-us-in-attacking-iraq-extending-the-war/
Wäre doch der ideale Anlass, mal über die Kolonien der Westeuropäer zu reden.
Am einfachsten wäre es, wenn Spanien diese Territorien einfach räumen würde. Dann könnte auch GB mal über seine Kolonie Nordirland nachdenken. Nach den Regeln der EU dürften Kolonien haltende Staaten gar nicht in die EU aufgenommen werden.
Spanien nimmt die nur auf, weil man genau weiß, dass sie weiterziehen. Es sind nur junge aggressive Männer, die ins Sozialsystem einwandern wollen, nicht ins spanische, sondern in unseres.
Italien spricht sich für ein Aussetzen des Schengen-Abkommens mit Spanien aus. Und hat schon Unterstützer.
Spanien lässt sie rein. Die machen nix. Das Militär sieht tatenlos zu. Sanchez hilft de facto bei der Invasion. Es dürfte sich mal wieder um ein Sxrxsch-Projekt handeln.
Es ist eine Invasion. Es reicht jetzt.
Das letzte Kapitel des europäischen Kolonialismus, Gruß an Hegseth !
juni 2026, d-day tag, der tag der befreiung europas
Magyar wird sie übernehmen…
@,
aber die kommen nur,
wenn sie genauso opulent auf kosten der ungarn wie die der deutschen oder österreichischen biomasse alimentiert werden …..
Der muss sie sogar alle übernehmen, weil Ungarn nach europäischen Statuten noch viel zu wenige hat! Ansonsten wird das schöne EU-Geld nicht freigegeben, welches Orban verweigert wurde. Würde gern mal wissen, wieviele Ungarn eigentlich jetzt mit Magyar aufnehmen muss?
Ja, es könnte durchaus sein, dass das eine „Fracht“ für Ungarn ist. Hinter allem steckt wohl wieder der Misanthrop, den Orban mitsamt seinen NGOs aus Ungarn rausgeworfen hat.
ohhhhh,
europa wird nun doch nicht von den russen überfallen und erobert? wie konnte das nur passieren?
„Ceuta: Angriff auf Spaniens Rest-Kolonie“
Wrong! Angriff auf Europa mit Hilfe von Spaniens Rest-Kolonie.
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