Die Darmkrebsrate bei Menschen unter 50 Jahren steigt stark an. Das Londoner Kings College und das britische Gesundheitsministerium suchen 250.000 Menschen für eine Studie, um die Ursachen zu erforschen. Wird man auch den Impfstatus abfragen?
Die Wissenschaft benötigt wohl nicht nur eine solche Studie: als 250.000 Menschen werden für eine große Studie gesucht, die klären soll, warum die Darmkrebsraten bei Erwachsenen unter 50 Jahren so stark steigen. Früher traf die Erkrankung vor allem ältere Menschen, seit den 90er Jahren tritt Darmkrebs aber immer früher auf. Ursachen gelten als unklar. Die epidemiologische Studie würde aber auch eine Chance, bieten möglichen Zusammenhänge zwischen Covid-Impfkampagne und Krebs zumindest zu eruieren.
Die als Prospect-UK bezeichnete Untersuchung begleitet die Teilnehmenden über längere Zeit und betrachtet dabei Ernährungs- und Lebensstilfaktoren. Die Teilnehmenden füllen Online-Fragebögen zu Ernährung, Lebensstil, Umwelt, Gesundheit und weiteren Faktoren aus. Es ist öffentlich nicht bekannt, ob die Teilnehmer auch nach ihrem Impfstatus befragt werden – erwähnt wir deine entsprechende Abfrage aber nirgends. Allerdings werden sie gebeten, Zudem werden sie gebeten, der Verknüpfung ihrer Angaben mit den elektronischen Gesundheitsakten zuzustimmen. Allerdings, um Krebsfälle nachverfolgen zu können. Darin wären aber auch Impfungen erfasst.
Trotzdem hat die Forschung die Impfungen nicht im Blick: Eine kleinere Gruppe soll ausführlichere Ernährungstagebücher führen und Blut- sowie Stuhlproben abgeben.
Professorin Sarah Berry, leitende Studienleiterin und Professorin für Ernährungswissenschaften am King’s College London, sagte: „Innerhalb weniger Generationen haben sich unsere Lebensweise, unsere Ernährung und unsere Umwelt dramatisch verändert. Wir wissen aber nicht, welche dieser Veränderungen das Darmkrebsrisiko erhöhen oder welche es senken könnten. Wir brauchen dringend groß angelegte Langzeitdaten, um die wahren Ursachen des früh auftretenden Darmkrebses aufzudecken.“
Erforscht wird also vor allem Ernährung und Lebensstil. Daily Mail berichtet über die Entwicklung der Erkrankung in den letzten Jahrzehnten:
In Großbritannien gibt es jährlich rund 44.100 neue Darmkrebsfälle, die höchste Inzidenz liegt bei den 85- bis 89-Jährigen.Allerdings entfallen 2.700 Fälle pro Jahr auf Menschen zwischen 25 und 49 Jahren. In dieser Altersgruppe sind die Erkrankungsraten laut Cancer Research UK seit Anfang der 1990er-Jahre um 62,3 Prozent gestiegen.1993/95 gab es in dieser Altersgruppe in Großbritannien rund 8 Fälle pro 100.000 Menschen, 2018/21 waren es 13 pro 100.000.
Dr. Rosiered-Brownson Smith, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Studie am King’s College London, sagte:
„Obwohl die Raten des früh auftretenden Darmkrebses steigen, bleibt die Erkrankung relativ selten. Deshalb brauchen wir große Teilnehmergruppen, um zu verstehen, warum wir diesen besorgniserregenden Trend sehen. Gleichzeitig ist unsere Ernährungsumgebung immer komplexer geworden, weshalb wir die Ernährung viel genauer betrachten müssen. In Großbritannien stammen rund 60 Prozent unserer Kalorienaufnahme aus hochverarbeiteten Lebensmitteln – aber diese Lebensmittel sind nicht alle gleich. Sie können sich in Zutaten, Verarbeitungsverfahren und Nährstoffzusammensetzung deutlich unterscheiden, selbst innerhalb derselben Lebensmittelkategorie. Zum ersten Mal erfassen wir detaillierte Angaben auf Markenebene zu den Lebensmitteln, die Menschen tatsächlich essen. So können wir besser verstehen, welche Lebensmittel und Ernährungsmuster mit der Entstehung von früh auftretendem Darmkrebs zusammenhängen könnten. Indem wir detaillierte Ernährungsdaten mit langfristigen Gesundheitsdaten kombinieren, hoffen wir, mit Prospect-UK den komplexen Zusammenhang zwischen dem, was wir essen, und unserem Krankheitsrisiko besser zu verstehen.“
Dr. David Scott, Direktor der globalen Forschungsinitiative Cancer Grand Challenges, die die Studie finanziert, sagte: „Darmkrebs ist bei älteren Menschen nach wie vor deutlich häufiger, doch die steigenden Raten bei jüngeren Erwachsenen werfen eine Frage auf, an deren Beantwortung wir arbeiten. Ernährung und Lebensstil könnten eine Rolle spielen, aber wir müssen verstehen, was sonst noch beitragen könnte und wie diese Faktoren zusammenwirken. Prospect-UK wird dazu beitragen, diese Frage im Rahmen der Arbeit des internationalen Prospect-Teams über Cancer Grand Challenges zu untersuchen. Das globale Team arbeitet daran zu verstehen, was den Anstieg bei jüngeren Menschen antreibt, und letztlich neue Wege zur Vorbeugung von Darmkrebs zu finden.“
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Krebs als Teil der „Neuen Normalität“
1 Kommentar
Das Ergebnis wird sein: Fleisch, Eier, Salat und Olivenöl sind schwer krebserregend, Zucker, Saatenöle und Insektenmehl anti-karzinogen!
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