Skip to content
Im Gespräch

Willkommen im Club: Dr. Stebel ergänzt die lange Liste der Unerwünschten

0 Kommentare 4. Oktober 2026 5 Minuten Lesezeit von Mascha Orel

Als Dr. Beate Pfeil in der Enquete-Sitzung Diffamierung von Systemkritiker ansprach, reagierte Frau Prof. Dr. Claudia Neu tief verwundert mit „Wer macht das?“ Der grotesk anmutende Satz ist noch nicht abgeklungen, als sich noch ein Name auf die sehr lange Liste der verleugneten Systemkritiker setzen lässt: Dr. Sabine Stebel

Dr. Sabine Stebel ist als Biologin bekannt, als jemand, der weltweit u.A. eine einmalige Expertise als Protein-Ingenieurin besitzt und ihre Expertise zum Einsatz bringt, wenn es z.B. darum geht, den Vorsatz hinter der Corona-Choreographie zu beweisen (wie nennt man sonst auf einander abgestimmte Bewegungsabläufe unter der Prämisse, dass der Begriff „Verschwörung“ den Systemkritikern vorbehalten ist?). Doch fand das spontane Gespräch für TKP mit Sabine Stebel in ihrer neu erworbenen Qualifikation einer diffamierten Systemkritikerin.

Dr. Stebel ist nicht nur an der Tastatur mit Recherche und Analyse unterwegs. Sie ist ein Straßenkämpfer. Gleich zu Beginn der Corona-Ära stand sie schon mal in einem zart-rosa Einhorn-Kostüm alleine auf der Straße und sicherte derart Aufmerksamkeit für die Aufklärung.

Nun wollte sie zur Wahl auf den Posten des Bürgermeisters in ihrem Dorf Reute antreten. Darüber schreibt Dr. Stebel auf ihrem Substack.

Ihre Kandidatur für das Bürgermeisteramt in ihrem Heimatort wurde abgelehnt, nachdem der Verfassungsschutz sie als „Reichsbürgerin“ eingestuft und die Gemeinde dies in die Beurteilung einbezogen hatte. Davon durfte Sabine Stebel aus der Zeitung erfahren, wobei es auch für sie neu war, dass sie der Reichsbürgerszene angehören soll. „Reichsbürger“ ist zwar kein juristisch definierter Begriff, ist aber neben „Verschwörungstheoretiker“, und „Antisemit“ ein wirksames Kampfwort – wie früher einmal „Bolschewik“, oder bei Bolschewiken „Volksfeind“… Welch verstörenden Parallelen.

Unverkennbar wurden mehrere Gesetze verletzt, darunter:

  • Entzug des passiven Wahlrechts darf nur bei Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe oder durch Bundesverfassungsgericht entzogen werden – Art. 20 Abs. 3 Grundgesetz (GG), Art. 38 GG
  • Pauschaler Ausschluss ohne gesetzliche Grundlage – Art 21 Abs. 1 GG (Partei- und Chancengleichheit)
  • Verletzung der Persönlichkeitsrechte durch Tatsachenbehauptung in der Zeitung ohne rechtskräftiges Urteil – Art 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1 GG, ggf. § 185 StGB
  • Verstoß gegen Unschuldsprinzip – Art. 6 Abs. 2 EMRK (Europäische Menschenrechtskonvention).

Die Zeitung war wohl darauf bedacht, nicht direkt Persönlichkeitsrechte der Anwärterin zu verletzen, und nannte keinen Namen. Doch eine Frau, die fürs Bürgermeisteramt kandidiert und dann doch nicht mehr, ist so gut wie namentlich genannt. Zumindest hat der diffamierende Artikel in der Badischen Zeitung im Nachhinein aufgeklärt, woher ihre Verfassungsschutzakte herrührt.

Im Gespräch erzählt Dr. Stebel, dass ihr u.A. ihre beratende Tätigkeit für eine Rechtsanwältin zum Verhängnis wurde. Der damalige und aktuelle Bürgermeister Herr Schlegel befleißigte sich, sogar Telegramkanäle dem Verfassungsschutz zu melden, die Dr. Stebel aufgesucht hat. In der UdSSR, DDR oder China würde man „Denunziantentum“ dazu sagen. Doch in Deutschland heutzutage ist das „wehrhafte Demokratie“. Es ist erstaunlich, wie einfach man zu einem Verdachtsfall wird.

Herr Schlegel selbst hat durch eine Anzeige für die Verfassungsschutzakte gesorgt, um diese nun gegen seine Widersacherin zu benutzen. Es geht sicherlich um mehr, als Wahlkampf: Vermutlich nimmt Herr Schlegel Dr. Stebel übel, dass sie ihn angezeigt hatte, weil er bei der Ankündigung eines Impfbusses in seinen Formulierungen gegen das Heilmittelwerbegesetz verstoßen hatte: Er hatte den „Impfstoff“ benannt und kostenlose Bratwurst als Motivation für die „Impfung“ angeboten. Vermutlich nimmt er Sabine Stebel auch das aufklärungswirksame zart-rosa Einhorn übel, denn ganz gewiss dürfte dieses den Einen oder Anderen vom Genuss der heilenden Gentherapie abgehalten haben.

„Ich sehe die Aufgabe des Bürgermeisters darin, Schutz und Schild der Bewohner zu sein und erst einmal mit den Menschen zu reden, um fälschliche Anschuldigungen der Mitglieder meiner Gemeinde zu vermeiden“ schreibt Sabine Stebel auf ihrem Substack.

Am 1. Oktober suchte Sabine Stebel ein Gespräch bei der Gemeinderatssitzung. Hat der Bürgermeister Schlegel dem Menschen zugehört, den man öffentlich diffamiert hat? Hat der Herr Gelegenheit genutzt, Dr. Stebels Sichtweise zu verstehen? Nichts dergleichen. Er nutzte sein Hausrecht, um sich einer Diskussion zu entziehen, indem er Dr. Stebel des Raums verwies.

Dr. Stebel ist nicht die erste unerwünschte Kandidatin. Christiane Müller ereilte ein ähnliches Schicksal, als sie als Einzelbewerberin zur Landratswahl 2026 im Landkreis Ostprignitz-Ruppin antrat. Christiane Müller ist professionelle Kamerafrau. Sie ist Produzentin der international bekannten Dokumentation „Standhaft“, die harte Kritik an der Duldugspflicht bei der Bundeswehr übt und den betroffenen Soldaten Gelegenheit gibt, darüber zu sprechen. Ob dies der wahre Grund für ihren Wahlausschluss ist?

Wie Joseph Pulitzer sagte, ein Verbrechen braucht Geheimhaltung. Daher teilt, macht bekannt. Damit wäre auch der Frau Neu geholfen, die wissen wollte „Wer tut das?“

Hier das Gespräch:

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇


Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Mascha Orel stammt aus der Ukraine als Nachgeborene von Holocaust-Überlebenden. und Gründerin der ‚We for Humanity“ Initiative.


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.



Projekt SCAN 2000 – Zwischenstatus mit Dr. Sabine Stebel

Wie die Politik in der Pandemie an den Fachgremien BfArM, RKI und PEI vorbeiregierte

Ärzteverfolgung, brisante Enquete-Beweise und Panik vor der Alleinregierung – im Gespräch mit Dr. Christina Baum

Shedding: Einbildung oder Wirklichkeit?

Teile diesen Artikel

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann. Benutzer haften für den Inhalt ihrer Kommentare.

Entdecke mehr von tkp.at

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen