Die Testorgien in Österreich haben Unsummen gekostet, haben Menschen geschadet und genau keinen Einfluss auf Infektionen und Krankheiten gehabt. Aber noch immer versuchen sich Mainstream Medien mit nachträglichen Rechtfertigungen.
In Clickbait-Manier titelt heute.at „Eine Million Coronatests zeigen überraschendes Ergebnis“ und weiter „2021 mussten Schüler regelmäßig testen“. Es wird behauptet, eine Studie von Grazer Wissenschaftlern würde laut ORF zeigen, die Corona-Testungen an Österreichs Schulen 2021 dürften tatsächlich dazu beigetragen haben, das Virus einzudämmen.
Abgesehen davon, dass sich die heute, wie auch der diesem Artikel zugrundeliegende Beitrag des ORF aufs Gendern verzichten und uns Formulierungen wie Grazer Wissenschaftler:Innen oder ähnliches erspart bleiben, ist dieses Forschungsergebnis doch interessant.
Schließlich würde es die in Österreich bis zum Exzess durchgeführten und sogar vom Rechnungshof behandelten Testungen stützen. Die Corona-Maßnahmen haben die Republik Österreich in Summe rund 60 bis 70 Milliarden Euro gekostet, über 5 Milliarden davon für Tests – die MÜSSEN doch einfach auch irgendetwas Positives an sich gehabt haben – so lautet wohl die Grundannahme der regierungstreuen Medien.
Das Bildungsministerium bezifferte die Zahl der an die Schulen ausgelieferten Tests nach langwieriger Nachrecherche mit 97,52 Millionen, wobei nur bei 62,29 Millionen Tests der konkrete Verbleib erklärbar war. Die übrigen 35,23 Millionen Antigen-Tests waren nicht zuordenbar.
Ein Faktencheck von Artikeln der heute.at erübrigt sich, da sich kaum jemand ernsthaft auf diese Zeitung als Quelle berufen würde. Doch der ORF, der sich anmaßt Faktenchecks durchzuführen und der für seine Berichterstattung feudal durch Zwangsbeiträge finanziert wird, sollte in der Lage sein, Studien faktisch korrekt wiederzugeben.
Die Studie schreibt über 0,08% positiver Tests:

Beim ORF – und dann natürlich bei haute.at – sind es dann 10-mal so viel, nämlich 0,8%:

Der ORF berichtet über diese Studie von Christoph Zurl von et al mit dem Titel „Impact of in-school antigen testing on the prevalence of asymptomatic SARS-CoV-2 carriers during the COVID-19 pandemic era“ (Auswirkungen von Antigentests in Schulen auf die Prävalenz asymptomatischer SARS-CoV-2-Träger während der COVID-19-Pandemie) und titelt gar selbstbewusst „Studie: Covid-19-Schultests waren effizient“.
Die mediane wöchentliche Positivrate der mit Antigentests getesteten Schüler betrug 0,08%, d.h. 8 positive Testergebnisse je 10.000 getestete – jene von Lehrkräften 0,22%, d.h. 22 von 10.000. Der ORF und die vom ORF abschreibende heute.at berichten hingegen von 0,8%.
Was weder dem ORF noch heute.at auffiel: beide berichten davon, dass die wöchentliche Positivrate bei Lehrkräften ein signifikant höheres Risiko auf ein „positives Testergebnis“ aufweise als bei Schülerinnen und Schülern. Dass 0,22% nicht größer als 0,8% ist, fiel den Rechengenies in den Wissenschaftsredaktionen beider Medien nicht auf.
Entnimmt man die Daten aus der Studie korrekt, so ist das Risiko der Kinder mit 0,08% tatsächlich geringer als jenes der Lehrkräfte. Zutreffend schreiben die Medien, dass es sich um das Risiko eines positiven Testergebnisses handelt – nicht um Krankheit oder Tod, um ein Testergebnis. Berücksichtigt man, dass erstens ein nicht unerklecklicher Teil falsch-positiv war und zweitens nur ein Bruchteil der positiven Testergebnisse mit nennenswerten Erkrankungen korrelierten, scheint die tödlichste Pandemie aller Zeiten wohl durchaus Luft nach oben gehabt zu haben.
„Per week 78.5 to 89.7% (median 84.1%) of positive ANASTs were reported as isolated cases without other concurrent positive cases in the same class.“ Übersetzt: „Pro Woche wurden 78,5 bis 89,7 % (Median 84,1 %) der positiven ANAST-Befunde als Einzelfälle gemeldet, bei denen keine weiteren positiven Fälle in derselben Klasse auftraten.“ Woraus sowohl ORF als auch heute.at schlussfolgerten, dass die Übertragungsrate in den Schulen selbst gering zu sein schien.
Warum wurden also gesunde Kinder, für die Covid-19 selbst nie eine Gefahr dargestellt hatte, also mit Schulschließungen und Masken traktiert?
Gegen Ende des ORF-Berichts schreibt der ORF: „Diese Ergebnisse würden für einen positiven Beitrag des Screeningprogramms zusammen mit den begleitenden Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der SARS-CoV-2-Übertragung sprechen, so die Wissenschafter. Auch wenn aus den vorliegenden Daten kein kausaler Zusammenhang abgeleitet werden könne.“
Was nun? Stellt der ORF seine eigene Headline „Studie: Covid-19-Schultests waren effizient“ infrage? Was soll der vom ORF behauptete Zusammenhang in der Unterüberschrift bedeuten „Die ab Februar 2021 in den österreichischen Schulen angebotenen Covid-19-Antigentests haben wahrscheinlich die Verbreitung von SARS-CoV-2 in den Bildungseinrichtungen reduziert.“?
Was sagt die Studie tatsächlich? Die Studie selbst formuliert sehr viel vorsichtiger: Die im Rahmen des Screening-Programms ermittelte Anzahl von Personen mit positivem Screening-Befund zeigte eine signifikant geringere Prävalenz während des Screening-Programms, was darauf hindeute, dass Screening-Programme an Schulen dazu beitragen können, die Ausbreitung von SARS-CoV-2 im schulischen Umfeld einzudämmen.
Methodische Einschränkungen der Studie, dass etwa nur aggregierte Daten und keine individuellen Bestätigungen aller Antigen-Positiven verwendet wurden, weitere relevante Parameter, wie etwa parallele Maßnahmen, jahreszeitliche Schwankungen, Alpha-Wellen usw. wurden von ORF nicht weiter thematisiert. Die Studie selbst nennt etwa: unterschiedliche SARS-CoV-2-Varianten, saisonale Effekte, Wetter, Verhalten, Änderungen der Isolationspolitik, Masken, reduzierte Gruppengrößen und unterschiedliche Anwesenheitsregelungen. Der ORF erwähnt nichts davon.
Was die Studie tatsächlich tat, war die PCR-Positivrate in 3 Zeiträumen zu vergleichen und mit den Antigentests in Beziehung zu setzten. So wurden positiv PCR getestet.
- Von 28.9.2020 bis 22.10.2020 40 von 10.156 Schülern (Periodenprävalenz 0,39%)
- Von 10.11.2020 bis 16.11.2020 von 52 von 3.745 Schülerinnen und Schülern (Periodenprävalenz 1,39%)
- Von 1.3.2021 bis 18.3.2021 von 16 von 7.523 Schülerinnen und Schülern (Periodenprävalenz 0,21%)
Die Verringerung der Positivrate auf die im dritten Zeitraum durchgeführten Antigentests zurückzuführen, kann nur als tollkühn bezeichnet werden und wurde von den Studienerstellern dementsprechend vorsichtig formuliert.
Der Erfinder des PCR Kary Mullis sagte ja bereits sinngemäß, dass man mit einem PCR nahezu alles finden kann. Auch die „Welt“ veröffentlichte jüngst einen Artikel, die über eine der möglichen Ursachen für falsch positive PCR-Tests berichtete:
Eine Doppelverteilung der Ct-Werte zeigte an, dass jene PCR-Positiven mit sehr hohem Ct-Wert eher falsch positiv waren und kam zum Schluss: „Die einfachste und schnellste Lösung ist die Senkung des Schwellenwerts für positive PCR-Tests“, so Azman. „Ein niedrigerer Schwellenwert reduziert die Anzahl falsch positiver Ergebnisse deutlich, ohne die Anzahl falsch negativer Ergebnisse zu erhöhen.“
Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.
Sonja Padsch ist Informatikerin und schreibt unter einem Pseudonym.
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15 Kommentare
Diese 60 bis 70 Milliarden und insbesondere die 5 Milliarden für Tests müssen allen immer wieder vorgerechnet werden, die noch immer etwas rechtfertigen wollen, was nicht zu rechtfertigen ist.
Was hätte man alles damit machen können, etwa in der Schule? Es trifft ja dann auch alle Mitläufer. Auch der aktuelle Wahnsinn, die Aufrüstung gegen einen konstruierten Feind, der gar nicht unser Feind sein will, wird alle treffen. Geistige Landesverteidigung muss sich mit allen echten Feinden beschäftigen. Insbesondere mit denen, die die Ressourcen eines Landes sinnlos verschwenden.
Neutralität ist der kostbarste Geist unseres Landes, der um jeden Preis verteidigt werden muss.
Und dabei gar nichts kostet, aber viel bringt, wie unsere Vergangenheit eindrucksvoll beweist.
Diese ganze Kinderquälerei im Zuge der „Maßnahmen, die nie hinterfragt werden dürfen“ diente allein der Demütigung! Und die „Liebenden Eltern“? Haben mitgemacht, weil die Brut, excusez moi, die „Schätze“ beim Home Office gestört haben. Anders ist es mir nicht erklärbar, dass in dieser Zeit keine größeren „Zwischenfälle“ an Schulen ruchbar wurden. Eine „Gesellschaft“, „Zivilisation“ gar, in der Eltern so mit ihren Kindern umgehen, verdient doch gar keine Zukunft.
Ich glaube dass das Corona Impfprogramm der größte Massenmord in der Geschichte der Menschheit war.
Ob es die Hölle für die Verschwörer und Mitverschwörer gibt, wer weiß?
Dazu müsste man wohl an Gott glauben.
Aber falls unser elendigliches Dasein einen Sinn im Guten macht, dann haben ihn wohl diese Monster verloren.
Sie haben dann umsonst gelebt.
„Eine Doppelverteilung der Ct-Werte zeigte an, dass jene PCR-Positiven mit sehr hohem Ct-Wert eher falsch positiv waren und kam zum Schluss: „… Ein niedrigerer Schwellenwert reduziert die Anzahl falsch positiver Ergebnisse deutlich“
Ein niedrigerer Schwellenwert war natürlich kontraproduktiv für die „Pandemie“-Inszenierer, die mit einem hohen Ct-Wert Genauigkeit vorgaukelten. Die „Experten“ von der Med-Uni Wien waren dabei besonders auf diese „Genauigkeit“ bedacht. Kinder, Jugendliche, Senioren, überhaupt alle wurden „treffsichere“ Opfer dieses PCR-Infektionsgenerators im Dienste der „Pandemie“-Inszenierung …
Wer es noch immer nicht weiss: es hat nie eine Pandemie gegeben, nur eine politisch orchestrierte Plandemie mit medialem Todes-Virus.
Ich habe während des Testswahnsinns die Bildungsdirektion angeschrieben und gefragt, wieviele der positiv getesteten Schüler denn erkrankt wären. Antwort: Das wissen wir nicht.
Ich habe nachgehakt und gefragt, wieso sie kein Wissen darüber hätten und wozu das Testen denn dann für einen Sinn hätte, wenn einem die Testergebnisse egal seien, aber trotzdem Entscheidungen über Quarantäne usw treffe. Antwort: Wir haben keine Information darüber, wieviele der positiv getesteten Schüler erkrankten.
Gleiche Erfahrung hier: Ich habe unser Gesundheitsamt gefragt, wieviele Leute in Quarantäne dann eigentlich erkrankt sind. So genau wisse man das nicht. Zwar würde es in den Fragebögen abgefragt, aber es antworten ja nicht alle und nicht alle innerhalb der gleichen Zeitspanne und am Ende wird in die Datenbank nur eingegeben, wer Symptome hatte, und nicht, wer nicht, weswegen man keine Rate ermitteln könne. Am Ende habe ich irgendwelche Zahlen bekommen, von denen das Amt nicht genau sagen kann, ob es Erkrankte oder PCR-positive sind, und eigentlich sei das ja auch egal …
Weil ihr 2 Querulanten auch alles ganz genau wissen wollt….
Die Partei hat immer recht. Das muss genügen. Auch euch!
Eine meiner Lieblingsantworten kam von ebenjenem Erfolgsläufer der SPÖ, der gerade mit Blabla’s Ende zu neuen Höhen aufsteigt: Kuchner.
Ich habe ihn angerufen und gebeten mir zu erklären, welche der Schul-Maßnahmen was und wie viel bewirkt. Er hatte natürlich keine Antwort und nur widersprüchliche Plattitüden. Es ginge „um den Mix aus Maßnahmen“ wiederholte er dauernd – aber er wollte nicht wahrhaben, dass man die einzelnen Zutaten kennen sollte, wenn man einen „Mix“ anrührt (er hat das tatsächlich abgestritten).
Bis er mir erklärte, ich wäre zu blöd das zu verstehen und solle mir die Nachweise, die er nicht liefern kann, doch selber googeln.
Als ich ihm darauf gestand, dass ich als getestetes Genie offenbar auch zu blöd zum Googeln bin, weil ich dort keine Nachweise, sondern nur Gegenbeweise finde, hat er aufgelegt.
Es war/ist eine Massenpsychose ordentlicher Ausprägung. Nonaned hat da keiner echte Argumente und ist sofort aufgeflogen – aber genau darum waren/sind die Leute auch so aggressiv und totalitär.
Die Tests hatten eine Zuverlässigkeit von etwa 47%, d.h. 53% falsch negativ oder falsch positiv.
Laut Ioannidis (und anderen Studien in den USA) waren dort die positiven Testergebnisse zu 80-90% falsch-positiv.
Die einzig wahre Strategie, die dem Testen zu Grunde lag, war das Ziel ebendiese falsch-positiven Ergebnisse zu maximieren. Vor einer statistisch völlig normalen Sterblichkeit fürchtet sich ja niemand…
Hängt ganz davon ab, ob man die offiziellen Tests oder die selbst kaufbaren meint.
Es ging niemals um Infektionen sondern um erkennungsdienstliche Maßnahmen.
Indirekt wurde das sogar vom BKA bei Fahnung Österreich in der Spezialsendung zu Tibor Foco mit dem Kommentar, es wäre früher oder später nicht mehr möglich wegen der digitalen Identität durch den Raster zu fallen, bestätigt.
Siehe barcode of life …
https://phe.rockefeller.edu/barcode/
Ansage damals einer mir bekannten Lehrkraft: Ja, die Kinder testen eh brav – die machen jeden Blödsinn mit! Unglaublich… man hatte in der Regel erkannt, dass es Blödsinn ist (außer so mancher übergeschnappten „Pädagogin“ mit krankhafter Virenangst), aber mitgemacht wurde natürlich alles.
Und Kinder wurden angehalten, die Unfolgsamen zu mobben – Eltern machten das sowieso… und genau so würde es wieder sein. Weil immer Hetze, Angst und Panik den Film regiert.
Gabriele@ Die typische Schildbürger-Antwort. Trotzdem denkt man sich nichts dabei.
Man kann sich bildhaft vorstellen, wie das Testen bei älteren Schülern ablief, eine Gaudi mit Cola etc., mit der Hoffnung auf zwei Wochen schulfrei.
Merkwürdigerweise empfanden Schüler ein positives Ergebnis häufig als Makel und haben dann noch einmal getestet. Die Möglichkeit auf einfaches Schulfrei haben anscheinend nicht viele genutzt.
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