Spanien wird 1,3 Millionen Migranten legalisieren

3. Juli 2026von 2,5 Minuten Lesezeit

Ursprünglich hatte der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez von rund 500.000 Personen gesprochen. Nun sind es jedoch 1,3 Millionen Anträge. Mit einem Dekret will die Regierung den Aufenthalt der undokumentierten Migranten legalisieren.

In Spanien zieht die sozialistische Regierung ihr großes Regularisierungsprogramm durch. Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte zunächst mit etwa 500.000 bis 800.000 Anträgen gerechnet. Bis zum Fristende Ende Juni 2026 gingen jedoch über 1,3 Millionen Anträge ein – mehr als doppelt so viele wie erwartet. Bereits über 360.000 vorläufige Genehmigungen wurden erteilt.

Die Voraussetzungen für die Legalisierung sind vergleichsweise niedrig. Antragsteller müssen mindestens 18 Jahre alt sein, sich zum Zeitpunkt der Antragstellung in Spanien aufhalten und keine gültige Aufenthaltserlaubnis besitzen. Zudem müssen sie bereits vor dem 1. Januar 2026 in Spanien gewesen sein und in den fünf Monaten unmittelbar vor der Antragstellung ununterbrochen dort gelebt haben. Außerdem ist ein einwandfreies Strafregister in Spanien und im Herkunftsland erforderlich, und sie dürfen keine Gefahr für die öffentliche Ordnung oder Gesundheit darstellen.

Zusätzlich muss mindestens eine der folgenden Bedingungen nachgewiesen werden: eine frühere oder geplante legale Beschäftigung, familiäre Bindungen oder eine besondere Vulnerabilität. Für Asylbewerber, die ihren Antrag vor dem 1. Januar 2026 gestellt haben, entfällt diese Zusatzbedingung in der Regel. Bei positiver Entscheidung erhalten die Betroffenen eine einjährige, verlängerbare Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für ganz Spanien.

Sánchez bezeichnete die Maßnahme als „Akt der Gerechtigkeit“, der Schwarzarbeit bekämpfen, die Integration fördern und das Wirtschaftswachstum stützen soll. Die konservative Opposition kritisiert das Programm scharf und sieht darin einen massiven Pull-Faktor für weitere illegale Einwanderung. Auch Italien äußerte Bedenken wegen möglicher Auswirkungen auf den Schengen-Raum.

Besonders deutlich positioniert sich die FPÖ. EU-Abgeordnete Petra Steger warf der spanischen Regierung „staatlich organisierten Kontrollverlust“ vor: „Wer mehr als eine Million illegal aufhältige Personen nachträglich legalisiert, zerstört jede abschreckende Wirkung des Rechtsstaats und sendet ein fatales Signal in die ganze Welt: Kommt illegal nach Europa, bleibt lange genug hier, und am Ende wird euer Rechtsbruch belohnt.“

Die Maßnahme sei ein „gigantischer Pull-Faktor“ und öffne die Tür für Familiennachzug sowie eine dauerhafte Verfestigung illegaler Migration. „Europa braucht keine Massenlegalisierungen nach spanischem Vorbild, sondern massenhafte Rückführungen, geschützte Grenzen und einen Migrationsstopp“, so Steger. Sie forderte die EU-Kommission auf, einen migrationspolitischen Notstand auszurufen und Sanktionen gegen Spanien zu prüfen.

Rechtlich dürfen sich die Betroffenen mit dem spanischen Aufenthaltstitel bis zu 90 Tage innerhalb von 180 Tagen im gesamten Schengenraum frei bewegen. Im Gegensatz zu EU-Bürgern haben sie jedoch kein Recht, in einem anderen EU-Land zu wohnen oder zu arbeiten.

Bild „Figueres_24042017-003“ by Stefano Merli is licensed under CC BY-SA 2.0.

Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇



Migrationspakt in Kraft: Polens Ablehnung bleibt kategorisch

Spanien legalisiert Hunderttausende: Freie Fahrt durch Europa

15 Kommentare

  1. Fritz Madersbacher 3. Juli 2026 um 20:18 Uhr - Antworten

    „Spanien wird 1,3 Millionen Migranten legalisieren“

    Vorausgesetzt, in Spanien bleibt es bei diesem Versuch einer Integrationspolitik und in Österreich wird eine Festung mit „Remigration“, Abschreckung, Verunmöglichung der Erreichung der österreichischen Staatsbürgerschaft etc. realisiert, dann bekommen wir vielleicht die Möglichkeit des Vergleichs, wer mit seiner Methode besser fährt, wirtschaftlich wie im internationalen Ansehen.
    Die Lösung der Budgetprobleme durch eine restriktive Migrationspolitik zu verheißen, wie es übereifrige, wählerstimmenheischende selbsternannte „Beschützer der eigenen Leute“ tun, ist – mit Verlaub – ein „Witz für Depperte“ …

    • 1150 4. Juli 2026 um 6:33 Uhr - Antworten

      @,
      ich bin für die totale migration,
      so wird die wirtschaft belebt und arbeitsplätze geschaffen.
      in österreich z.b. herrscht alleine im strafvollzug mittlerweile eine schreiende wohnungsnot
      und eklatanter personalmangel, allerdings hat man auch die passende lösung parat:
      man verurteilt einfach nur mehr die autochthonen.
      die den heimischen geschenkte creme de la creme belästigt man einfach nicht und lässt
      ihnen ihre besonderen und erfrischenden ausstellungsmerkmale und traditionen
      viola , problem gelöst
      in england hat man dieser tage, der einfachheit halber, einen hellhäutigeinfarbigen jugendlichen,
      der auf dem weg nachhause war und von einer gruppe bunter jugendlichen überfallen wurde,
      der einfachheit halber festgenommen, während die farbenfrohe spassgesellschaft unbehelligt blieb.
      ich finde, diese lästigen europäer sollten endlich verschwinden, egal wohin ….

    • Fritz Madersbacher 4. Juli 2026 um 12:11 Uhr - Antworten

      @1150
      4. Juli 2026 um 6:33 Uhr
      „in österreich z.b. herrscht alleine im strafvollzug mittlerweile eine schreiende wohnungsnot
      und eklatanter personalmangel, allerdings hat man auch die passende lösung parat:
      man verurteilt einfach nur mehr die autochthonen“

      Der erste Teil steht ausser Zweifel. Ist der zweite Teil („die passende lösung“) ein Stimmungsbild oder läßt er sich mit Zahlen belegen?

      • 1150 4. Juli 2026 um 12:35 Uhr

        selbst die systemgossenpresse berichtet doch regelmässig über die urteile oder besser gesagt über die freisprüche des zweiklassenrechtsstaates.
        das man z.b. über die erteilung einer staatsbürgerschaft für terroristen überhaupt nachdenkt
        oder diese oder angehörige von solchen wieder zurückholt, sagt genug aus.
        fakt ist, der europäer ist ein störfall und die endlösungen werden nicht mehr am wannsee besprochen und erarbeitet sondern federführend in brüssel.

      • Fritz Madersbacher 4. Juli 2026 um 14:29 Uhr

        @1150
        4. Juli 2026 um 12:35 Uhr
        „selbst die systemgossenpresse berichtet doch regelmässig über die urteile oder besser gesagt über die freisprüche des zweiklassenrechtsstaates“
        Genau. Ich verfolge z.B. die Gerichtsberichterstattung der „Tiroler Tageszeitung“, die ich – obwohl alles Andere als mediengläubig – nicht als „systemgossenpresse“ bezeichnen würde, sporadisch auch jene anderer Zeitungen (am Bildschirm) und kann deshalb Ihre Aussagen nicht nachvollziehen …

      • 1150 4. Juli 2026 um 16:23 Uhr

        @,
        wie justiz, in österreich geht, sollte selbst dem einfältigsten spätestens seit corinna dämmern ……….

  2. rudifluegl 3. Juli 2026 um 15:55 Uhr - Antworten

    Law and Order Faschisten, also die alte Garde_ die neuen, die ehemaligen Linken Faschisten, die untergebutterten unter die neoliberalen durch hybriden Elitewahn oder „High Society Indoktrination“ träumen da kräftig mit und hatten schon immer Feuchtträume von der ach so wichtigen Generalpraevention, die noch immer nach kurzem Schlucken vielleicht, dass Gegenteil vom gewollten bewirkte.
    Jedem Träumer sei mal die 1000jährige Kriminalgeschichte oder ähnliches empfohlen!!!
    Bessere Nachweise dass die Leute, die noch dazu am liebsten mit allen Arten von Uniformen auftreten, ob beim Militär, der Polizei etc._ die Feuerwehr oder die Rettung ginge ja noch_ zum schauen zu blö….. sind, braucht es nicht!!!
    Ps: Ich verwahre mich inzwischen aufs heftigste, mit so gewissen Typen wie Gewess… etc. in einem Atemzug genannt zu werden!!!

    • rudifluegl 3. Juli 2026 um 16:06 Uhr - Antworten

      Übrigens erinnert das an die USA, wo gewisser “ Farming Druck“ ähnliches bewirkte.
      Bevor sich da jemand über „Copyright Goebbel“s Gutmenschen bis zum Orgasmus ausamüsiert, könnte er da auch nachgraben. Der Status des originellen, des kritischen, an Stelle des Nachplapperers, des sich zum Quadrat ablenken lassenden, wird ja hier ab und zu doch geschätzt!?!?,

  3. Der alte Marxist 3. Juli 2026 um 13:45 Uhr - Antworten

    Da hat Petra Steger völlig recht. Aber man muss sich auch Maßnahmen gegen Länder überlegen, die solche Maßnahmen beschließen. Zum Beispiel könnte man Spanien aus dem Schengen-Raum einfach ausschließen. Oder wirtschaftliche Sanktionen ergreifen. Verbaler Protest wird Pedro Sánchez vermutlich völlig egal sein.

    • Varus 3. Juli 2026 um 14:39 Uhr - Antworten

      Zum Beispiel könnte man Spanien aus dem Schengen-Raum einfach ausschließen. Oder wirtschaftliche Sanktionen ergreifen.

      Wer soll das durchführen? Aktuell befolgt die EUdSSR wie etliche Provinzen (einst Länder) die gleiche Soros-Agenda.

  4. bribrei 3. Juli 2026 um 13:44 Uhr - Antworten

    (Auch) Spanien schafft sich ab…
    Für Deutschland hatte das Thilo Sarrazin 2010 prognostiziert: „Deutschland schafft sich ab. Wie wir unser Land aufs Spiel setzen.“ Große Teile der arabischen und türkischen Einwanderer seien weder integrationswillig noch integrationsfähig. 2009 (!) äußerte er sich zur Berlin-Politik:
    „…Integration ist eine Leistung dessen, der sich integriert. Jemanden, der nichts tut, muss ich auch nicht anerkennen. Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert. Das gilt für 70 Prozent der türkischen und 90 Prozent der arabischen Bevölkerung in Berlin.“
    Ist das so falsch?? Sieht man sich Berlin heute an… sind Sarrazins Vorhersagen quasi in Erfüllung gegangen – das betrifft ja auch andere deutsche Städte.
    Wie zu erwarten war, wurde er von allen Seiten angefeindet und beschimpft- die Doppelmoral der Systemparteien.
    Das Ziel ist, nationale Staaten aufzulösen, da dies als nazistisch gilt, wodurch die autochthone Bevölkerung ihrer Wurzeln beraubt werden soll – ihrer nationalen Kultur und Geschichte: So macht man alle Menschen zu heimatlosen Entwurzelten…
    Brave New World – Great Reset…:
    „Unpersönliche Kräfte, über die wir fast keine Kontrolle haben, scheinen uns alle in Richtung des Albtraums der Schönen Neuen Welt zu drängen; und dieses unpersönliche Drängen wird von Vertretern kommerzieller und politischer Organisationen, die eine Reihe neuer Techniken entwickelt haben, um im Interesse einer Minderheit die Gedanken und Gefühle der Massen zu manipulieren, bewusst beschleunigt. Preface to A Brave New World.“ Aldous Huxley

    • Varus 3. Juli 2026 um 14:43 Uhr - Antworten

      Große Teile der arabischen und türkischen Einwanderer seien weder integrationswillig noch integrationsfähig.

      Laut Google-KI kommen 2/3 der Immigranten in Spanien aus Südamerika, also Katholiken. Vermutlich auch kaum integrationswillig, doch für Islam-Paranoiker zumindest Worst Case abgewendet?

      Wobei – womit sollte man sich in Westeuropa integrieren? Mit dem Klima-Kult oder mit Russophobie?

    • rudifluegl 3. Juli 2026 um 16:12 Uhr - Antworten

      Wenn schon irgendwo Ziele geortet werden können, sind das Aufhetzerei, Ablenkerei, Gewinne durch noch mehr Lohndumping usw. _ das funktioniert übrigens auch damit, dass man Erfahrene länger arbeiten lässt und damit jung und alt gegeneinander ausspielt__ Ich nutze meine 70 Jahre übrigens dafür um“ jene“ zu fördern und nicht noch zusätzlich unter Druck zu setzen, obwohl das tatsächlich ein leichtes ist.

  5. Glass Steagall Act 3. Juli 2026 um 13:21 Uhr - Antworten

    Ein illegal Eingereister wird also dafür belohnt, dass er illegal eingereist ist. Nach dem Motto, du musst nur lange genug hier sein, dann bist du legal. In Deutschland brauchte der Illegale dafür bisher 5 Jahre, in Spanien geht das jetzt schon nach 5 Monaten. Gibt es das irgendwo sonst noch auf dieser Welt, außer in Europa? Wer bietet mehr? Vielleicht schon nach 5 Minuten? Nach unserem Asylrecht, dürften die nicht einmal hier sein!

  6. VerarmterAdel 3. Juli 2026 um 11:22 Uhr - Antworten

    Den Bio-Spaniern geht es demnach nicht anders als den Bio-Deutschen. Das Europa vor 1980 wird es wohl nicht mehr geben. Edom (Israhell) merzt die Israeliten aus.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann. Benutzer haften für den Inhalt ihrer Kommentare.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann. Benutzer haften für den Inhalt ihrer Kommentare.

Aktuelle Beiträge