Sehen Israelis Palästinenser nicht als Menschen an?

17. August 2026von 3,6 Minuten Lesezeit

Was täglich stolz von israelischen Soldaten, Politikern und Medienvertretern, meist jedoch in Hebräisch, verbreitet wird, droht das Blut in den Adern gefrieren zu lassen. Sie prahlen mit ihren Verbrechen, und nur selten gelangt es in die politisch korrekten Mainstreammedien. Wird das nun anders?

Fassungslosigkeit über die Rhetorik hochrangiger israelischer Regierungsmitglieder: Der ultrarechte Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, schockiert mit Dehumanisierungs- und Vernichtungsfantasien gegen Palästinenser. In einem am 16. August 2026 veröffentlichten Podcast fordert er die allnächtliche, systematische Tötung von Dutzenden Menschen im Gazastreifen. Die jüngsten Veröffentlichungen verdeutlichen, dass diese extremistische Haltung in Teilen des israelischen Kabinetts kein Einzelfall, sondern seit Jahren institutionalisierte Rhetorik ist.

Entmenschlichung als Staatsdoktrin?

1. Die aktuellen Aussagen von Itamar Ben-Gvir

In einem Gespräch mit der ehemaligen Geisel Rom Braslavski forderte Itamar Ben-Gvir, jede Nacht gezielt „30 bis 40 Menschen auszuschalten“. Explizit betonte der Minister, dass sich dies nicht nur auf Personen beziehen solle, die eine unmittelbare Bedrohung darstellen. Aber natürlich stellt jeder Palästinenser, sogar Babys, eine Bedrohung dar, wie man anderen Aussagen entnehmen konnte.

  • Wortlaut: Es gibt dort Menschen, die es nicht verdient haben, zu leben. Sie sollten nicht am Leben sein. Sie sind nicht einmal Menschen“.

  • Weitere Forderungen: Neben den Tötungen drängt er auf die vollständige Wiederbesetzung des Gazastreifens, den Bau jüdischer Siedlungen und die forcierte Massenauswanderung der palästinensischen Bevölkerung.

2. Systematische Vergleiche im Kabinett

Die Aussagen gliedern sich nahtlos in eine Reihe von Entmenschlichungs-Zitaten ein, die seit Beginn der militärischen Eskalation nach dem 7. Oktober 2023 von israelischen Spitzenpolitikern getätigt wurden:


Yoav Gallant (Verteidigungsminister): Deklarierte bereits zu Beginn des Konflikts eine vollständige Blockade Gazas mit der Begründung: Wir kämpfen gegen menschliche Tiere und handeln entsprechend.“


Bezalel Smotrich (Finanzminister): Löst regelmäßig internationale Empörung aus, indem er unter anderem argumentierte, es könne „moralisch gerechtfertigt“ sein, zwei Millionen Zivilisten im Gazastreifen verhungern zu lassen, um die Freilassung von Geiseln zu erzwingen.


Amichai Eliyahu (Minister für das nationale Erbe): Brachte im Radio die Option ins Spiel, eine Atombombe auf den Gazastreifen zu werfen, da es dort „keine Unschuldigen“ gäbe.


3. Der gesellschaftliche Spiegel: Erschreckende Umfragewerte

Diese radikalen Ansichten der politischen Führung spiegeln Entwicklungen wider, die in der israelischen Bevölkerung tiefe Wurzeln geschlagen haben. Wissenschaftliche Erhebungen dokumentieren eine massive Rechtsverschiebung: [4]

4. Die schockierenden Straßeninterviews von Abby Martin

Die Tendenz zur offenen Feindseligkeit und Dehumanisierung zeichnete sich bereits Jahre vor dem aktuellen Krieg ab. Die US-amerikanische investigative Journalistin Abby Martin (bekannt durch The Empire Files) führte bereits 2017 ausführliche Straßeninterviews in den Straßen von Jerusalem durch.

In ihren Videoberichten, die im Zuge der aktuellen Eskalation wieder massenhaft Verbreitung fanden, zeigte sich die Journalistin zutiefst erschüttert über die Reaktionen normaler israelischer Bürger:

  • Passanten – von Jugendlichen bis hin zu älteren Menschen – forderten vor laufender Kamera völlig ungeniert die „Auslöschung“, Vertreibung oder den systematischen Mord an Palästinensern.

  • Martin beschrieb die Atmosphäre im Land später als von „Faschismus und tiefem Rassismus“ durchdrungen. Was sie schockierte, war die Tatsache, dass diese genozidalen Absichten keineswegs von einer extremen Randgruppe, sondern im Mainstream der Gesellschaft völlig offen und ohne Scham ausgesprochen wurden. [

Fazit

Die entmenschlichenden Formulierungen von Ministern wie Itamar Ben-Gvir sind keine rhetorischen Ausrutscher. Sie sind das Produkt einer über Jahre gereiften gesellschaftlichen und politischen Radikalisierung, in der Völkerrechtsbrüche und Dehumanisierung zunehmend normalisiert und von breiten Teilen der Bevölkerung mitgetragen werden. Schon vor Jahren wurde davor gewarnt. Aber niemand, insbesondere in Deutschland, wollte davon wissen. Nun sehen wir etwas, das der überwiegende Teil der Wissenschaftler als eindeutigen Völkermord bezeichnen, quasi Live im Internet, und es passiert immer noch nichts.

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6 Kommentare

  1. VerarmterAdel 17. August 2026 um 16:18 Uhr - Antworten

    Diese Irren betrachten nicht nur Palästinenser sondern alle als Nicht-Menschen, die nicht denselben geisteskranken, größenwahnsinnigen Glauben haben wie sie selbst.

    Wer nicht dem Bratpfannen-müssen-aus-Guss-sein-Glauben hat, ist kein Mensch aus Sicht dieser Wahnsinnigen.

    Wird Zeit, dass die Welt ihnen klar macht, dass sie nicht alleine auf der Welt sind, und dass ich nicht alles ihnen gehört, nur weil sie es beanspruchen.

    „Across the world, governments are opening their doors to more Zionist presence. … Settlers don’t stop being settlers when they cross a border.“

    YT-Video: How Israelis Are Colonizing the World

    Mann, was habe ich die Schnauze voll denen, auch genauso von denen, die ihnen immer noch in den Rasch kriechen, während Dinge passieren, über die fast niemand spricht:

    „Allein im Pfizer-Impfstoff stecken 1.300 verschiedene Wirkmechanismen (er sagt: „operating systems“). Bei jedem Medikament, dessen Einnahme die Regierung anordnet, spielt man Russisches Roulette: Entweder man stirbt auf der Stelle, oder man stirbt innerhalb von Jahren, Monaten, Tagen oder sogar Stunden. Don’t worry, be happy.“

    https://tonp.substack.com/p/so-now-you-can-see-the-end-game-with-32b

    YT-Videos:
    Israelis Are Colonizing The World (Part 2)
    How Israel Is Orchestrating the Migrant Invasion of Spain
    10 Minutes to Understand How Israel Is Taking Control of U.S. Defense Tech

  2. Der alte Marxist 17. August 2026 um 16:14 Uhr - Antworten

    Das in Israel nie anders – nur haben sie es in der Vergangenheit nicht so offen gesagt. Aber die Vertreibung bzw. Vernichtung von Nicht-Juden in Palästina war immer schon ein politisches Ziel. Deren Minderwertigkeit ist tief verankert in der jüdischen Religion – wie im darauf aufbauenden Zionismus.

    Der Holocaust-Überlebende und Anti-Zionist Israel Shahak hat übrigens in seinem Buch „Jüdische Geschichte, Jüdische Religion – Der Einfluß von 3000 Jahren“ u.a. darauf hingewiesen, dass Texte des Judaismus (z.B. die Sammlung jüdischer Gesetze des Maimonides) in englischen Versionen gegenüber den hebräischen deutlich abgemildert wurden.

    • 1150 17. August 2026 um 16:45 Uhr - Antworten

      die im koran propagierte lüge, täuschung und unterwerfung aller ungläubigen steht den zionisten in nichts nach. aktuelle beispiele gibt es in der moslemischen welt genug

  3. Varus 17. August 2026 um 16:05 Uhr - Antworten

    Die entmenschlichenden Formulierungen von Ministern wie Itamar Ben-Gvir sind keine rhetorischen Ausrutscher. Sie sind das Produkt einer über Jahre gereiften gesellschaftlichen und politischen Radikalisierung

    Kein Wunder, dass demnächst das Mekka-Abkommen um Ägypten erweitert werden soll. Die Muslime müssen intensiv nachdenken, wie sie die Gefahr nachhaltig bannen wollen. Gerne können die Auserwählten in die USA ziehen und dort Krawall machen. In meiner Nähe hätte ich die Herrschaften mit einer „Norm“ von 30-40 Einheimischen täglich ungerne.

    • 1150 17. August 2026 um 16:39 Uhr - Antworten

      @,
      mir sind die einen, wie die anderen °°herrenmenschen°° gleichermassen zuwider.
      der gleiche anzug, nur eine andere farbe.
      trotzdem, wenn ich mir meinen nachbarn auswählen könnte,
      ist mir der semitische moische fishbart lieber als der semitische sadam ali

  4. Pusteblume 17. August 2026 um 15:53 Uhr - Antworten

    „… Der ultrarechte Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, schockiert mit Dehumanisierungs- und Vernichtungsfantasien gegen Palästinenser. In einem am 16. August 2026 veröffentlichten Podcast fordert er die allnächtliche, systematische Tötung von Dutzenden Menschen im Gazastreifen. …“
    Ich finde, dass es längst an der Zeit ist, diesen Massenmörder daran zu erinnern, dass Mitglieder seines Glaubenskreises von 1939 bis 1945 in Deutschland und den von Deutschland besetzten Ländern Ost- und Westeuropas ermordet worden waren und es ist längst an der Zeit, diesen Massenmörder zu fragen, ob er in der unsäglichen Mords-Tradition der Nazis aus der Zeit von 1939 bis 1945 freudestrahlend steht.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann. Benutzer haften für den Inhalt ihrer Kommentare.

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