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Politik

„Code Red for Humanity“: Die Klima-Notstandsregierung kommt

11 Kommentare 16. August 2026 6 Minuten Lesezeit von Dr. Peter F. Mayer

Unter dem Deckmantel der Klimakrise wird ein globales Kontrollsystem vorbereitet – mit Echtzeit-Monitoring, Notstandsmechanismen und einer neuen Weltbehörde. Jacob Nordangård deckt die Netzwerke und die wahren Absichten auf.

Während in den Medien erneut eine angebliche Klimakatastrophe und Hitzewellen beschworen werden, treibt ein einflussreiches Netzwerk konkrete Pläne für eine globale Steuerung der Erde voran. Der schwedische Forscher und Autor Dr. Jacob Nordangård analysiert in seinem aktuellen Beitrag die Vorschläge der Climate Governance Commission (CGC) und zeigt, wohin die Reise gehen soll: hin zu einem großangelegten „Echtzeit“-Überwachungssystem der gesamten Erde.

Die CGC wurde im September 2020 während des UN75 Global Governance Forum gegründet. Geführt wird sie von einer Troika: der ehemaligen irischen Präsidentin Mary Robinson, der ehemaligen UN-Generalversammlungspräsidentin María Fernanda Espinosa und Johan Rockström vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Ausführende Direktorin ist die Juristin Maja Groff, Gewinnerin des New Shape Prize der Global Challenges Foundation.

Die sieben Vorschläge – Bausteine einer Weltregierung

Im April veröffentlichte die Kommission sieben Policy Briefs. Die zentralen Forderungen lauten:

  1. Eine UN-Generalversammlungs-Erklärung „Code Red for Humanity“ zur „dreifachen planetaren Krise“ (Klima, Verschmutzung, Biodiversitätsverlust [durch Windparks?]).
  2. Ein internationaler Krisenreaktionsmechanismus für das Erdsystem (Planetary Emergency Platform).
  3. Stärkung der Klimakonferenzen (COPs) unter Einbeziehung der Planetary-Boundaries-Wissenschaft.
  4. Aufbau einer internationalen Echtzeit-Überwachung des Erdsystems als Entscheidungsgrundlage.
  5. Einrichtung einer Global Environmental Agency (GEA) – einer globalen Umweltbehörde.
  6. Stärkung internationaler Gerichte bis hin zu einem Internationalen Umweltgerichtshof.
  7. Institutionelle Vertreter für zukünftige Generationen, inklusive einer möglichen Wiederbelebung des UN-Treuhandrats.

Diese Vorschläge ähneln stark den Ideen aus dem UN-Bericht Our Common Agenda und dem CGC-Bericht Governing our Planetary Emergency von 2023. Sie zielen auf eine zentrale, technokratische Steuerung des Planeten ab.

Die Netzwerke hinter der Kommission

Nordangård legt die personellen und organisatorischen Verflechtungen offen. Mary Robinson ist Gründungsmitglied der Trilateral Commission und Mitglied von Richard Bransons Organisationen The Elders und The B-Team. Weitere Mitglieder kommen aus dem Club of Rome, der World Federalist Movement und Bahá’í-nahen Kreisen. Partnerorganisationen umfassen das Stimson Center, die Rockefeller Foundation, den Club of Rome und die Global Commons Alliance.

Besonders erschreckend ist eine Aussage von Arthur Lyon Dahl (International Environment Forum) aus dem Jahr 2022: Er spekulierte öffentlich, ein „nuklearer Winter“ könne die beste Lösung für den Klimawandel sein, um den Planeten schnell abzukühlen.

Das Ziel: Technokratische Kontrolle statt Umweltschutz

Nordangård betont, dass es bei diesen Plänen weniger um echten Umweltschutz geht als um den Aufbau einer globalen Governance-Struktur. Ein großangelegtes Echtzeit-Monitoring-System würde die Grundlage für zentrale Entscheidungen liefern – und damit enorme Macht in die Hände weniger legen. Ein solches System, so Nordangård, sei für Personen mit „Dark Triad“-Persönlichkeitszügen (Narzissmus, Machiavellismus, Psychopathie) unwiderstehlich und würde von ihnen für eigene Zwecke missbraucht werden – Zwecke, in denen Verachtung für die Menschheit vorherrscht.

Die Climate Governance Commission und die 2025 gegründete Allianz MEGA (Mobilizing an Earth Governance Alliance) stehen bereit, sobald die UN eine entsprechende Erklärung verabschiedet. Dann soll eine „smarte Koalition“ aus Staaten und Zivilgesellschaft die Umsetzung vorantreiben.

Vom Alarm zur Ermächtigung

Der entscheidende Mechanismus ist die Übersetzung von Wissenschaft in Dringlichkeit und von Dringlichkeit in Ausnahmerecht. Nordangård zeigt, wie die Klima-Governance schrittweise von freiwilligen Abkommen (Kyoto, Paris) zu verbindlichen, sanktionsbewehrten Strukturen driftet – unter Umgehung nationaler Parlamente.

Die schottische Futures Forum-Initiative etwa hat den Begriff direkt übernommen: „COP26: Code Red for Parliaments“ fordert, Parlamente müssten sich „anpassen“, um auf den „Code Red“ zu reagieren. Was harmlos klingt – scrutiny, oversight, good law – ist bei näherem Hinsehen die Aufforderung, die Legislative in einen Vollzugsapparat der Exekutive zu verwandeln. Wer den Notstand ausruft, braucht Parlamente, die nicht mehr bremsen.

Auch die juristische Begleitmusik läuft bereits: Margot Young publizierte im Journal of Law & Equality einen Beitrag mit dem Titel „A Code Red for Humanity“: Judicial Relevance in a Time of Climate Emergency, der die Justiz darauf einschwört, ihre klassische Zurückhaltung aufzugeben. Gerichte als Klima-Aktivisten – das ist kein liberales Schreckgespenst, sondern akademischer Mainstream.

Das Ende der Demokratie

Nordangård argumentiert nicht gegen Klimapolitik an sich – er fragt, wer in einer Notstandsarchitektur eigentlich noch legitimiert ist, Entscheidungen zu treffen.

Die Antwort ist unbequem: In einem System, das auf Dringlichkeit aufgebaut ist, verlieren gewählte Vertreter ihre Funktion. An ihre Stelle treten:

  • Expertenräte, die niemand gewählt hat,

  • Behörden mit weitreichenden Durchgriffsrechten,

  • private Akteure, die über ESG-Kriterien und Lieferkettenregulierung Politik machen, ohne je vor einem Wähler zu stehen.

Das Chatham House hat die geopolitische Dimension bereits 2021 benannt: Climate politics: Why the old diplomacy no longer works. Der Titel verrät das Programm – die „alte“ Diplomatie, also das mühsame Aushandeln zwischen souveränen Staaten, wird ersetzt durch eine neue Form der Steuerung, die nationale Souveränität als Hindernis betrachtet.

Fazit

Was als Antwort auf eine „planetare Notlage“ verkauft wird, ist in Wahrheit der nächste Schritt in Richtung zentralisierter, technokratischer Weltherrschaft. Die vorgeschlagenen Mechanismen – von der Echtzeit-Überwachung der Erde bis zu einer globalen Umweltbehörde und Vertretern „zukünftiger Generationen“ – schaffen Strukturen, die demokratische Kontrolle systematisch untergraben.

Jacob Nordangård warnt zu Recht: Das eigentliche Problem ist nicht das Klima, sondern die Machtgelüste jener Netzwerke, die die Klimakrise als Hebel für globale Kontrolle nutzen wollen. Bevor es zu spät ist, muss diese Agenda durchschaut und gestoppt werden.

Bücher von Jacob Nordangård:

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇


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11 Kommentare

  1. W. Baehring
    Antworten

    Allein die Tatsache, dass bei dieser „Climate Governance Commission“ ein gewisser Johan Rockström vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) mitwirkt, sagt schon alles:
    An diesem Institut wirkt doch auch der berühmt –berüchtigte „Top-Klimaexperte“ Prof. Stefan Rahmstorf, der doch glatt die Chuzpe hatte, zu behaupten (Zitat): „Wir verlieren die Kontrolle über das Klimasystem“.
    In seiner unermeßlichen Hybris hatte der gute Mann allerdings übersehen, dass „Wir“ (also weder ER noch die Menschheit) noch NIEMALS die Kontrolle über das Klimasystem der Erde besaßen (also können wir sie heute auch nicht verlieren).
    Denn das hätte bedeutet, dass „wir“ die klimabestimmenden solaren und planetaren, also kosmischen Einflüsse schon mal unter Kontrolle hatten.
    Von dieser Hybris scheint auch dieser Herr Rockström vom PIK befallen zu sein, indem mit dem Aufbau eines globalen Klima-Kontrollsystems diese „Kontrolle über das Klimasystem“ nun zurückgewinnen will.
    Allerdings dürfte das, was uns als Konsequenz aus einer (Zitat) „planetaren Notlage verkauft wird, …in Wahrheit nur der nächste Schritt in Richtung zentralisierter, technokratischer Weltherrschaft [sein]“.
    (Dem geneigten Leser sei in diesem Zusammenhang das Buch mit dem Titel „Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“ der amerikanischen Ökonomin Shoshana Zuboff wärmstens empfohlen)

  2. Der Zivilist
    Antworten

    Die Macht hat, wer über den Notstand entscheidet

    Und ein so diffuses Thema wie Klima eignet sich hervorragend

    Und die UN, die nicht mal in der Lage ist, einen Genozid in Palästina zu stoppen, ist eine ausgezeichnete Basis für solchen Wahn.

    1. Stunning Greenhorn
      Antworten

      Beim Schmitt-Zitat sind mir vor einiger Zeit zwei Nuancen aufgefallen, die gleichermaßen an der Idee beteiligt sind, nämlich (a) die Macht, den Notstand überhaupt eintreten zu lassen und (b) die Macht, vermöge des Notstands zu regieren. Diese Feinheit wird selten ausgesprochen auf aufgeschrieben.

  3. Jan
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    Global wird da gar nichts sein, die Amis werden nicht mittun, Chinesen und Russen ebensowenig und die Afrikaner?

    1. Glass Steagall Act
      Antworten

      Im deutschsprachigen Raum lechzen doch schon die meisten nach neuen Klimavorschriften. Das nächste Elektroauto für das Kind, noch mehr Solarpanele für die kleinste Hundehütte und jede Haustür bekommt ein Windrad vor den Eingang gesetzt. Und währen der Staatsfunk täglich Wetterupdates zur Lage der Nation bringt, sitzten alle bibbernd vor dem Bildschirm und reagieren auf jede Nachricht von Tedros und seiner Klima- und Impfmafia! Der Klimagott von der WHO gibt dann Anweisungen und Verhaltensweisen aus, die unsere Marionetten-Regierungen umsetzen dürfen, während der gehorsame Bürger seinen Nachbarn züchtig, weil er sich nicht daran halten will. Fas kennen wir doch alles schon.

      1. Glass Steagall Act

        Sorry, Tippfehler zu spät gesehen. Lässt sich nicht mehr korrigieren

  4. Wolliku
    Antworten

    Mit der Demokratie kann man keinen Start zur Weltregierung hinbekommen. Deshalb ist die Entwickung der Demokratur unumgänglich. Man muss in der Demokratur zumindest oberflächig den Schafen das Gefühl geben, sie hätten noch etwas zu sagen und dürfen bei der Zukunftgestaltung mitmischen. Für einen funktionierenden Herdentrieb sind dann Einrichtungen wie UN und EU essentiell, mit DSA, ungewählten Führungsgestalten und bestorganisierten Propagandamedien.

  5. Indre
    Antworten

    Passend zum Thema ein Interview, das die zweite Kandidatin zur Verfassungsrichterwahl 2023 gab.

    Die Seite ist inzwischen gelöscht.

    Die Aussagen sprechen für sich (besonders was die Rolle der Finanzinstitutionen angeht):
    https://web.archive.org/web/20251125044022/https://www.lmu.de/de/newsroom/newsuebersicht/news/klima-wer-kann-es-soll-es-richten.html

    Mir schienen die Querelen um Frau Brosius-Gersdorf inszeniert zu sein, um eben diese Personalie sicher durchzubringen.

  6. Stunning Greenhorn
    Antworten

    Nordangard erzählt den roten Faden durch die Idee von der geeinten Menschheit, von aufgefahrenen Meister geleitet, entlang eines Pfades steter Verbesserung bis zur Läuterung samt Übergang in eine höhere Daseinsstufe, ab etwa 1785 bis heute in seinem Vortrag im dritten Omniwar-Symposium (Oktober 2025). Der Vortrag ist ungeheuer dicht und verweilt selten länger als drei Sätze bis er zum nächsten Stichwort springt und unter den Stichworten liegt hier ein Ozean, dort eine Welt für sich. Der Vortrag lohnt die Aufarbeitung, um einen soliden Überblick über das ungeheure Geflecht der Akteure, Ideologien und Einflüsse zu erhalten. Es könnte sich für uns auszahlen, wenn jemand diesen Vortrag übersetzt, synchronisiert und das Transkript herausgibt; die Omniwar-Symposien sind seltene Edelsteine in wissenschaftlicher Recherche, redlicher Aufbarbeitung und faszinierender Erzählkunst. Ich wüsste gerne, mit welchen intellektuellen Methoden Nordangard dieses Ausnahmewissen erarbeitet, archiviert und aufgeschrieben hat. So unscheinbar der Mann auf dem Bildschirm wirkt, so sehr wird sein Werk die kommenden Jahre, vielleicht Jahrzehnte überstrahlen. Seien wir dankbar, dass wir ihn haben!

  7. local.man
    Antworten

    Das Ende der Demokratie gibt es so nicht, es gab nie eine Demokratie wie wir sie verstehen. Sondern getarnte Reichenherrschaft verborgen hinter der Maske der Wahl des Volksvertreters, der aber stetig die Machtseite vertritt, egal wen du wählst. Denn die Volksvertreter sind viel zu „klein“, als die Machtpyramide wirklich zu kippen, diese sind der Chef dieser eingesetzen Leute und sie kontrollieren, Geld, Wirtschaft, Ressourcen, Medien/Bildung, entweder direkt, oder verborgen hinter Systemstruktur und die dortigen Top Down Strukturen und Abhängigkeiten. Schlussendlich erfolgt dadurch die Negativ-Auswahl Richtung Pyramidenspitze. Der Rest wird aussortiert, weil er/sie ganz zwangsläufig auffällig wird, wenn er nicht mitmacht, wo er mitmachen muss, sonst wird er/sie ersetzt.

    Es wird abseits der Mitbestimmung der Menschen, einfach wieder ein weiteres Kontroll-, Macht,- und Herrschaftsinsturment errichtet.
    Dies ist aber nur ein Beispiel der schon längst bestehenden Zustände und Verhaltensweise der Machtsekte und der Machtergreifung bzw. des Machterhalts. Das ist hunderte Jahre alt, wenn wir mal die industrielle Revolution als Schnittpunkt betrachten und ansetzen wollen.

    Man kann aktuell nur sehr gut live mitverfolgen, wie dieses Konstrukt arbeitet und am Ende, Generationen später,die dort hineingeboren werden, darin tiefenindoktriniert werden und es gar nicht anders kennen, dies als Normalität verstanden wird und als völlig normaler Entwicklung. Mit mehr Technik, wird es nur schlimmer, bis hin zu Implantaten direkt nach Geburt, Cyborg-Entwicklung und was man eben sonst so alles tun kann, um die Menschen zu beherrschen.

    So und jetzt sollte man es schaffen den Bogen zu schlagen zu sich selbst und in was man selbst hineingeboren wurde, tiefenindoktriniert und es nicht nur als selbstverständlich ansieht/angesehen hat, sondern auch absolut gar keine Idee eines anderen Systems hat.

    Wir leben in keinen normalen Zuständen, haben wir zu Lebzeiten auch nicht. Es ist die ganze Zeit dieses Netzwerk, das sich über die Jahrhunderte immer globaler und weiter ausgebreitet hat und am Ende dieses System massiv für sich errichtet hat.
    Daher auch die totale Abhängigkeit, Tendenz steigend und der Kontrollverlust über sogut wie alles, bis auf die kleine Auslaufzone, die dem System aber nicht gefährlich wird, idR. eher dient und Freiheitsglaube zu erzeugen.

    Das ganze geht viel tiefer als nur auf der Ebene des Besitzes, Reichtum und Verteilung, Herrschaftsmodell.. Wir sind massiv manipuliert in unserem Denken und somit Handeln. Dafür werden wir umgehend auch bearbeitet von Kindesbeinen an.

  8. VerarmterAdel
    Antworten

    „Wer die Fiktion besitzt, besitzt die Wirklichkeit.“
    — alexander wagandt

    Was habe ich die Schnauze von diesen Bürokraten. Von ihrem endlosen Terror und auch, dass sie uns alle für bekloppt halten und einfach immer weitermachen. Die machen einfach immer weiter.

    Ich hoffe und bete rund um die Uhr, dass Gott die Erndleosung für diesen kriminellen Abschaum der Menschheit und sie anschließend unverzüglich, also ohne schuldhaftes Zögern, exekutiert.

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