In den vergangenen Tagen hat die europäische politische Klasse den Ton in eindeutig abgestimmten – und einheitlichen – Redevorlagen auf die höchste Stufe gedreht: „Ein Krieg mit Russland steht bevor; Russland beabsichtigt, die NATO anzugreifen; wir müssen uns vorbereiten; deckt euch mit Mineralwasser und Konserven ein und seid bereit, eure Kinder für den Wehrdienst zur Verfügung zu stellen“ – „Viele werden sterben; aber es ist ihre Pflicht, ihr Land zu verteidigen“.
Was für ein Unsinn! Um dies zu unterstreichen, trugen europäische Spitzenpolitiker, darunter der Hohe Vertreter der EU, Kallas, und der deutsche Bundeskanzler Merz, kürzlich während des Europäischen Arktis-Gipfels am 14. September bewusst Tarnkleidung, um „Verteidigungsbereitschaft“ zu signalisieren. (Diese europäischen Politiker sind hier in Militäruniformen zu sehen – Screenshot daraus oben).
Sie sehen absurd aus. Doch das darf nicht von der Frage ablenken: Was genau ist das für eine Hysterie, die die europäischen Technokraten erfasst hat?
Auf den ersten Blick ergibt die einheitliche Botschaft, dass Russland im Begriff sei, Europa anzugreifen, und dass ein Krieg bevorstehe, überhaupt keinen Sinn. Europa verfügt weder über die Soldaten, noch über die Munition, noch über die finanziellen Mittel, noch über die industriellen Kapazitäten, um Krieg gegen eine Nation zu führen, die heute als führende militärische „Großmacht“ gilt und zudem über den größten Bestand an Atomwaffen verfügt.
ZeroHedge stellt fest, dass
„Zu den lautstärksten Verfechtern dieser unbegründeten Erzählung [von einem drohenden russischen Angriff] gehören die Staats- und Regierungschefs der baltischen Staaten. So ging der lettische Präsident Edgars Rinkevics diese Woche sogar so weit zu behaupten, russische ‚Angriffe‘ auf die EU und die NATO hätten bereits begonnen. Die baltischen Staaten erlassen sogar Notfallpläne für ihre Bevölkerung und malen dabei ein Szenario im Stil von ‚Red Dawn‘ an.“
„Wir sprechen hier nicht von einem konventionellen Krieg. Wir sprechen von Provokationen aller Art, von Sabotageakten aller Art, von Tests aller Art, und das ist definitiv etwas, das bereits in diesem Moment geschieht“, sagte der lettische Staatschef.
„Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk hat diese Woche behauptet, Russland könnte sporadische Angriffe starten, die es als ‚zufällig‘ ausgibt, um ‚die Motivation der NATO-Staaten zu lähmen oder zumindest zu schwächen‘, wie in The Associated Press zitiert. ‚Es besteht die reale Gefahr, dass Drohnen oder andere Arten von Geschossen in das Hoheitsgebiet eines oder mehrerer Länder an der Ostflanke eindringen und sogar Zerstörungen verursachen‘, fügte Tusk hinzu und warnte: „Moskau könnte in den kommenden Monaten sogar so weit gehen, einen Luftangriff in irgendeiner Form auf NATO-Gebiet zu starten, um zu zeigen, dass die in Artikel 5 verankerte gemeinsame Verteidigungsverpflichtung des Militärbündnisses kaum mehr ist als ein paar Worte auf einem Stück Papier.“
Doch trotz aller gesammelten Beweise heizen sich die europäischen Staats- und Regierungschefs dennoch selbst an, um psychologisch darauf vorbereitet zu sein, den Artikel-5-Auslöser gegen eine große Atommacht zu betätigen.
Angesichts dieser Aufregung warnte Außenminister Sergej Lawrow ausdrücklich:
„Ich möchte betonen, dass wir kein Interesse daran haben, dies zu tun [Europa anzugreifen], aber wenn Europa, das täglich davon spricht, sich auf einen Krieg gegen Russland vorzubereiten, Russland angreift, wird es ein völlig anderer Krieg sein – und er wird sehr kurz sein.“
Was steckt hinter dieser scheinbaren Absurdität? Einerseits ist klar, dass die herrschenden Kreise in Brüssel erkennen, wie sich ihre strategischen Fehler (die uneingeschränkte Unterstützung der Ukraine, die Opferung des europäischen Wirtschaftsmodells auf dem Altar des Drucks auf Russland, ihre Unterstützung des Iran-Kriegs und ihre Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid im Westasien) nun rächen.
Ihre Panikmache gegenüber Russland riecht eher nach Verzweiflung als nach sorgfältiger Überlegung und gebührender Sorgfalt hinsichtlich der sehr realen Risiken, die mit einer solchen Kriegshetze einhergehen. Das Establishment sieht zweifellos, dass die Energiekrise, die aus dem US-israelischen Krieg gegen den Iran resultiert, nicht mehr „bevorsteht“, sondern bereits eingetreten ist.
Sie sehen, wie die Lebenshaltungskosten in die Höhe schnellen, Arbeitsplätze verschwinden und der bevorstehende Zusammenbruch der Märkte – vor allem des Anleihemarktes (dessen Zinsniveau den Wert aller anderen Risikoanlagen bestimmt). Angesichts dessen sind diese in Bedrängnis geratenen Politiker möglicherweise zu dem Schluss gekommen, dass das Schüren von Angst der einzige Weg ist, von ihren eigenen Versäumnissen abzulenken, und ihnen vielleicht die Hoffnung gibt, den Wahlzyklus zu überstehen.
Das Überleben ist eine zentrale Motivation, doch wahrscheinlich wird die Psyche der Eliten auch von zwei Thesen gestützt, die zwar falsch sind, der politischen Klasse jedoch plausibel erscheinen.
Der erste Trugschluss ist, dass Russland im Februar 2022 einen Präventivkrieg begonnen habe, um Kiew und rund 60 Prozent der Ukraine zu erobern.
Frühere Ereignisse in Syrien erklären die Realität: Russland schaltete sich im September 2015 auf Ersuchen von Präsident Assad offiziell in den syrischen Bürgerkrieg ein. Die russische Intervention erwies sich als begrenzt – ein sehr begrenzter Lufteinsatz (28 bis 34 Flugzeuge) und ein Minimum an Kampf-Spezialeinheiten (Russlands Beitrag bestand hauptsächlich aus Militärberatern, Analysten und Militärpolizei).
Russlands Präsenz in Syrien war bewusst symbolisch – eher ein Bekenntnis zu ernsthaften Absichten als der Wunsch, sich auf einen Bodenkrieg einzulassen. Tatsächlich war es Moskaus Ziel, direkte Bodenkämpfe zu vermeiden. Dennoch trugen russische Luftangriffe – mit Unterstützung iranischer Bodentruppen – dazu bei, dass die syrische Armee die dschihadistischen Kräfte aus Aleppo verdrängen konnte. Dies führte Ende 2016 zu einem von Russland und der Türkei vermittelten Waffenstillstand und kurz darauf zum Beginn des Astana-Friedensprozesses.
Putins Vorgehen in Aleppo legte eindeutig das Modell für seine anfängliche Taktik in Bezug auf die Ukraine fest. Russland stationierte während des ersten Angriffs Anfang 2022 schätzungsweise 15.000 bis 30.000 Mann außerhalb und rund um Kiew. Die europäische Darstellung, diese Streitkräfte hätten Anfang 2022 die Einnahme Kiews zum Ziel gehabt, ist lächerlich – 40.000 Soldaten könnten vielleicht einen Stadtplatz füllen, aber können sie eine Stadt mit mehr als drei Millionen Einwohnern einnehmen? Lächerlich.
Dennoch behaupten europäische und amerikanische Kommentatoren – darunter der US-Kommentator Robert Pape –, dass der gescheiterte Versuch, Kiew einzunehmen, in Verbindung mit der daraus abgeleiteten Schlussfolgerung, Putin habe erwartet, dass seine symbolische Demonstration „ernsthafter Absichten“ die NATO zum Rückzug bewegen würde, darauf hindeute – so Pape –, dass Putin in einer Eskalationsfalle gefangen sei. Pape argumentiert, Putin habe 2022 einen schnellen Sieg angestrebt, sei aber, nachdem dies gescheitert sei, nun „gefangen“, da er eine Eskalationsleiter mit immer schlechteren Erfolgsaussichten erklimmen müsse – daher werde Putin scheitern. „Es ist nur eine Frage der Zeit.“
Weit davon entfernt, ein Fehlschlag zu sein, hat Moskaus Machtdemonstration in Syrien, so gering sie auch war, funktioniert – Astana war das aus Syrien abgeleitete Modell. Bis Ende März 2022 hatte der Istanbul-Prozess das Istanbul-Kommuniqué hervorgebracht, einen Rahmen für eine Einigung mit der Ukraine. Diese Initiative scheiterte aus einem einzigen Grund – Boris Johnson torpedierte sie – und Russland war gezwungen, sich neu zu formieren, was ihm auch gelang, wenn auch um den Preis eines langen Zermürbungskriegs und des unnötigen Verlusts von Hunderttausenden ukrainischer Menschenleben.
Nein, es war Boris Johnson, der Europa in eine Eskalationsfalle geführt hat.
Die Europäer haben ihre „Erfolgsgeschichte“ im Krieg gegen Russland offenbar erstens auf die Annahme eines angeblichen Scheiterns vor Kiew und zweitens auf das übertriebene Vertrauen in Finanzsanktionen gestützt. Der ehemalige französische Finanzminister Le Maire erklärte in einem Moment der Euphorie „einen umfassenden Wirtschafts- und Finanzkrieg gegen Russland“. Er beharrte darauf, dass Sanktionen die russische Wirtschaft ersticken und zum Zusammenbruch bringen würden – in der Praxis ist Russland jedoch seit 2007 zu einem nationalen (autarken) Wirtschaftsmodell übergegangen und floriert nach wie vor.
Wer hat also wen in die Falle gelockt? Die vom Westen imaginierte Kernprämisse, dass Russland von dem Moment an, als der nicht existierende Plan zur Einnahme Kiews scheiterte, in eine Eskalation getrieben wurde, hat die Situation auf den Kopf gestellt.
Es war die fehlerhafte Analyse des Westens, die den Westen in eine Eskalationsspirale aus Maßnahmen getrieben hat, die Europa unbeabsichtigt in einen Krieg mit Russland führen könnten – einen Krieg, den kein Europäer will.
Der Text erschien auf Englisch bei Conflicts Forum.
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
Bild: Screenshot Video
Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.
Alastair Crooke ist ehemaliger britischer Diplomat, Mi6-Mitarbeiter und Gründer und Direktor des Conflicts Forum in Beirut.
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Die Ruhe vor dem Showdown
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18 Kommentare
Zitat: Pape argumentiert, Putin habe 2022 einen schnellen Sieg angestrebt, sei aber, nachdem dies gescheitert sei, nun „gefangen“, da er eine Eskalationsleiter mit immer schlechteren Erfolgsaussichten erklimmen müsse – daher werde Putin scheitern. „Es ist nur eine Frage der Zeit.“
Und derweil sind seither knapp 2 Millionen Ukrainer und andere Legionäre nicht mehr kriegstauglich bzw. ganz tot. Die russische Taktik scheint zumindest soweit zu funktionieren, dass der Donbas fast befreit wurde, auch wenn die Ukrainer immer mal wieder mit viel Menschenfleisch Löcher hineinbrechen, die dann ganz skythisch wieder geschlossen werden nach dem Aufreiben der Vorwitzigen…
Und was genau hat das russisch militärische Vorgehen mit Putin zu tun? Meines Wissens werden die Entscheidungen dort in der Duma getroffen, die der Präsident dann abnicken oder knicken muss.
Ukraine – Die Nazis wieder gross machen (Sonntag, 27. März 2022)
https://alles-schallundrauch.blogspot.com/2022/03/ukraine-die-nazis-wieder-gross-machen.html
Das oberste Ziel (der US-Strategie) ist der Regimewechsel in Russland, die Ukraine ist nur eine Schachfigur in diesem Spiel – oder schlimmer noch, bloßes Kanonenfutter.
Eine geopolitische Analyse von Pepe Escobar
Asow wurde ein letztes Ultimatum gestellt: Ergeben Sie sich bis Mitternacht – oder Sie fahren wie in einem „Take no prisoners“-Highway zur Hölle.
Das bedeutet eine große Veränderung auf dem ukrainischen Schlachtfeld. Mariupol wird endlich gründlich entnazifiziert, denn das Asow-Kontingent, das sich seit langem in der Stadt verschanzt hat und Zivilisten als menschliche Schutzschilde einsetzt, war seine härteste Kampftruppe.
In der Zwischenzeit haben die Echos aus dem Reich der Lügen das ganze Spiel verraten.
In Washington hat man nicht die geringste Absicht, einen Friedensplan für die Ukraine auszuarbeiten – und das erklärt die ununterbrochene Hinhaltetaktik von Comedian Zelensky.
Das oberste Ziel ist der Regimewechsel in Russland, und dafür ist der Totale Krieg gegen Russland und alles Russische gerechtfertigt.
Die Ukraine ist nur eine Schachfigur in diesem Spiel – oder schlimmer noch, bloßes Kanonenfutter. ALLES LESEN !!
Steinmeier nennt Kiew „terroristische Mörderbande“ und verspricht Menschen in der Ostukraine Hilfe
https://propagandaschau.wordpress.com/2014/08/16/steinmeier-nennt-kiew-terroristische-morderbande-und-verspricht-menschen-in-der-ostukraine-hilfe/
Artikel vom 16. Aug 2014
Sensationelle Wende in der deutschen Aussenpolitik!
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier trifft zu einem Blitzbesuch in Donezk ein und verspricht den leidgeplagten Menschen umgehend humanitäre Hilfe – möglicherweise sogar mehr.
Steinmeier: „Eine terroristische Mörderbande versucht sich das Land untertan zu machen.
Deshalb wird es auf zwei Dinge ankommen: Erstens werden wir humanitäre Hilfe leisten und uns auch erkundigen, was darüber hinaus dringend erforderlich ist.“ ALLES LESEN !!
**JETZT KOMMT DER UMFALLER & LÜGNER
Steinmeier mahnt in Weihnachtsansprache: Ukraine-Unterstützung «wird auch uns selbst einiges abverlangen»
https://weltwoche.ch/daily/steinmeier-mahnt-in-weihnachtsansprache-ukraine-unterstuetzung-wird-auch-uns-selbst-einiges-abverlangen/
Artikel vom 25.12.2025
In seiner diesjährigen Weihnachtsansprache ruft Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Deutschen zu mehr Zusammenhalt, Zuversicht – und Entschlossenheit im Umgang mit globalen Herausforderungen auf.
Besonders deutlich wird er mit Blick auf den Krieg in der Ukraine:
Die europäische Unterstützung für das von Russland angegriffene Land werde «auch uns selbst einiges abverlangen», so Steinmeier.
Zugleich beschwört der Bundespräsident das Fundament gemeinsamer europäischer Werte: «Freiheit und Menschenwürde, gerechter Friede und demokratische Selbstbestimmung – das geben wir nicht auf, nicht für uns, nicht für unsere Partner und Freunde.»
Es sei an der Zeit, dass sich Europa seiner Stärke und seiner Prinzipien wieder bewusst werde – und dementsprechend handle. ALLES LESEN !!
„Hysterie der Europäer“
Die Hysterie der einstigen europäischen Großmächte hat letzten Endes ökonomische Ursachen. Sie verlieren im weltweiten kapitalistischen Konkurrenzkampf immer mehr an Boden. Der Versuch, sich zu neuer Stärke aufzuschwingen durch die Ausdehnung nach Osten mit politischen und militärischen Mitteln an der Seite ihrer US-Oberherren, zunächst in die Ukraine als Ausgangsbasis für ein Vordringen nach Rußland, hat in einer Sackgasse geendet, die zum Gegenteil der hochtrabenden Pläne geführt hat, zum Verlust des eigenen Ansehens und zu einem wirtschaftlichen Desaster. Die Flucht nach vorne wird nicht gelingen, sondern verschärft Tag für Tag nur die eigenen Probleme. Das hysterisch verbissene Anrennen gegen das unvermeidliche Scheitern hat die europäischen Kriegstreiber schon längst der Lächerlichkeit preisgegeben, kostet aber nach wie vor viele Menschen das Leben …
Ohne echtes, völkerrechtlich erneuertes Hoheitsrecht, kann man in den deutschen Gebieten niemanden zur Kriegsbeteiligung zwingen, da das Handelsrecht gilt, welches nur freiwillige Verträge kennt.
Also per Einschreiben Brief die Vertragsofferte schriftlich ablehnen und zusammen mit dem unausgefüllten Musterungsbescheid zur Entlastung zurück senden. So geht Ablehnung einer Vertragsofferte im Handelsrecht, die als „Gesetz“ getarnt wurde. Man kann sich zusätzlich auch auf den fehlenden Geltungsbereich des „Gesetzes“ berufen.
Aufpassen muss man nur, wenn der Brief von mehr als einer Firma des Bundes ausgestellt wurde, da muss man evtl. alle bedienen.
Dito übrigens auch bei Finanzamt und Landesfinanzkasse, die erstellen zusammen den „Steuerbescheid“.
Kleine weiße Friedenstaube
Kleine weiße Friedenstaube,
zieh‘ über Deutschland,
alle Menschen wollen Frieden,
die noch bei Verstand.
Sage allen, Friedensflieger,
die indoktriniert,
haben euch Wahrheitsverbieger
gehirnamputiert.
Fliege über Land und Wasser,
hin zum NATOclan,
sag‘ dort jedem Russenhasser,
lass‘ ab von deinem Wahn.
Fliege nicht zu sehr ins Weite,
geschieht dir ein Unglück,
ist die EU sonst völlig Pleite,
kommst du nicht bald zurück.
(Melodie: DDR-Kinderlied, Text plagiiert)
siehe auch Harald Rosenberger, Straden, Kleine weiße Friedenstaube)
„Die Europäer haben ihre „Erfolgsgeschichte“ im Krieg gegen Russland offenbar erstens auf die Annahme eines angeblichen (russischen) Scheiterns vor Kiew und zweitens auf das übertriebene Vertrauen in Finanzsanktionen gestützt“ – o.k., das ist zumindest einer der Stützpfeiler des offiziellen Narrativs der westlichen „Werte“-Orientierung alias heimlichen Beute-Hoffnung. Aber die im Artikel nicht erwähnte US-Geopolitik (als eigentlich treibende Kraft) wollte schon immer und will weiter Russland schwächen und seine Kräfte auszehren – in einem in für die USA kostengünstigen Stellvertreterkrieg, den die aufgehetzten Ukrainer (und demnächst die Westeuropäer?) mit ihrem Blut und Geld zum Wohlgefallen und überwiegenden Nutzen des Hegemons führen bzw. führen werden.
Nachzulesen in den Papers regierungsnaher Think Tanks der USA.
Krieg, den sie nach offiziellen Angaben selbstlos bzw. im Eigeninteresse führen wollen – so reden zumindest die dem Hegemon untertänigen und vom ihm angeleiteten Vasallen-Führer, auch wenn die Völker ganz Europas erkennbar nur draufzahlen werden und deshalb genau das nicht wollen, was ihre Führer wollen, wie Merz bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zur Kenntnis nehmen konnte (aber nicht hat).
Boris Johnson torpedierte 2022 den Istanbul-Friedensprozess – auch dies: historisch korrekt dargestellt, aber was soll dann das Grübeln (anderer Autoren) über eine „Eskalationsspirale“, in die Putin (aufgrund eigener Fehleinschätzungen, Gesichtsverlust-Ängste etc.?) geraten sei?
Es ist nicht Crookes Grübeln – er zitiert insoweit nur und tadelt Johnson für eine Eskalations-FALLE.
Aber das Wort ist mir – da nur auf Johnson bezogen – zu harmlos und eine Untertreibung:
Eskalations-Fallen hat der Westen am laufenden Band gestellt, schon mit Nato-Osterweiterung, Maidan-Putsch und Donbas-Diskriminierung plus -Bombardierung und zahlreichen heimlichen US-Biowaffen-Laboren, die auf ukrainischem Boden nah an die russische Grenze gepflanzt wurden sowie den ganz offen – angeblich zur Abwehr (von Iran & Nordkorea!) dienenden – in Rumänien etc. stationierten Langstrecken-Raketen.
Boris Johnson hat mit der Friedens-Torpedierung Selenski bewusst, gewollt und erfolgreich in den Krieg bzw. in die Weiterführung des (noch nicht voll ausgebrochenen und vor friedlicher Beendigung stehenden) Krieges getrieben.
Das ist mindestens so schlimm wie ein „Angriffskrieg“, dessen schwammige Putin-ist-schuld-Definition sowieso die vom Westen angerichtete Vorgeschichte heuchlerisch ausblendet.
„Es war die fehlerhafte Analyse des Westens, die den Westen in eine Eskalationsspirale aus Maßnahmen getrieben hat, die Europa unbeabsichtigt in einen Krieg mit Russland führen könnten – einen Krieg, den kein Europäer will.“
… eine gut gemeinte Mahnung, an der leider mehrere Fakten verdreht sind:
a) Der Westen hat nicht fehlerhaft, sondern gar nicht analysiert, was nötig wäre für einen Frieden mit Russland – ein solcher war weder gewollt noch geplant von den wirklichen Strippenziehern im Westen.
b) Was Europas Führer zu den aktuellen irrsinnigen Eskalationen drängt, werden westliche Akten vielleicht künftig mal enthüllen. Vernünftige Gedanken (Analysen etc.) können es nicht sein, eher kräftiger Druck interessierter Kreise aus Rüstungskonzernen, Militär und Geopolitik – das Gegenteil von „unbeabsichtigt“!
c) Einen Krieg, den [beim einfachen Volk?] kein Europäer will? Nach Hitlers Tod wollte keiner wahrhaben, die mörderische Politik des durchgeknallten Welteroberers selber mal gutgeheißen und unterstützt zu haben. Geschichte wiederholt sich – die schreihalsigen Kiesewetters, Hofreiters, Rheinmetall-StraZis der Republik sind eigentlich kaum auszuhalten; ihre Argumente werden ihnen aber von einem viel zu großen Teil der Bevölkerung abgekauft und nachgekaut.
Wer in die Falle gegangen ist, sind die Deutschen!
Geschichte schreibt immer der Sieger und wenn Deutschland gegen Russland anrennt und verliert, wird es heißen, die Deutschen hätten drei Weltkriege gestartet und müssten davon abgehalten werden, einen vierten zu starten.
Dieses Narrativ ist doch absehbar!
Die Folge wäre eine Aufteilung des Landes. Ein Krieg gegen Russland müsste von Frankreich, Italien und Spanien geführt werden. Deutschland darf nur humanitär unterwegs sein oder mit UN-Mandat.
Die BRD braucht nicht mehr gegen Russland „anrennen“, sie ist bereits mittendrin statt nur dabei. Daher muss man eropaseits auch gar nicht mehr verlieren, man hat schon verloren und versucht nun davon abzulenken und sich mit dem geklärten Tafelsilber davonzumachen. Auch Frankreich, Italien und Spanien können nicht gegen Russland „anrennen“, da auch denen die Kapazitäten fehlen, selbst wenn sie mit den Klingonen verbündet wären. Eine Lösung für das Dilemma: Auflösung der EU und der BRD, inklusive Aufteilung des Landes. 🤗
germans to the front,
was schon 1902 beim boxeraufstand ausgeführt wurde, funktioniert noch immer
der deutsche feudaluntertanenidiotenmichl macht kritiklos alles, was ihm gesagt wird
Großkaliber war wohl ein Irrtum! Klein Kaliber Komiss Kind wird wohl so in etwa hinkommen.
Wie es die Geschichte so lehrt. Zuerst voller Stolz gedrillt worden zu sein. Die berühmten Watschen die auf keinen Fall geschadet haben,
Dann beim Stell dich ein, bei einer Runde Viagr– mit dem berühmten Pfize..Pult. Kollarits., mit Goldketterl überm Bierbauch, vorzugsweise in Thailand.
Also in Zukunft auf 4 K statt auf 5 G!
voller Stolz, gedrillt…..
Issa wieda lieb da 4 K Karli!
Siegst, das passt ja. Frei nach Oualtinger, Merzen`s „Der Herr Karl“
Also doch 5 G und 5 K !
Es tut mir leid!
Die Geschichten schreiben _ wie schon oft auf TKP eingewendet_ nicht immer die Sieger.
Die meiste Motivation etwas herbei zu schreiben haben die mit Verlusten. Das war schon in der Bibel bei David so!
Die Sieger sind meist zu trunken um überhaupt etwas zu tun.
Die Narrative bilden sich aber dann doch dort heraus wo die Knete liegt!
Sieger lassen sich bauchpinseln und lassen schreiben.
Und die Idio… die Krieg führen wollen lassen die sich wirklich unter „Deutsche“ die in die Falle gegangen sind, subsummieren?
Nicht unter die Irren Europas?
Abgesehen davon waren die Italiener eh schon bei Adili dabei, Franco nicht weit weg.
Und hätte Churchill wie manche sagen “ Das richtige Schwein geschlachtet“ wären sie eh bereits zusammen gewesen.
Die Politiker der NATO-Staaten plagt wegen ihrer kriegerischen Handlungen gegen Russland das schlechte Gewissen. Sie gehen nicht ganz grundlos davon aus, dass Russland Ihnen eigentlich militärisch eins mit ein paar Hyperschallraketen auswischen müsste und können nicht ganz verstehen, weshalb „Putin“ das noch nicht getan hat.
Eigentlich gehören diese Kriegshetzer sofort in eine Psychotherapie gesteckt, anstatt als Politiker noch mehr Schaden anzurichten! Das Verhalten ist definitiv psychisch krank! Für das europäische Volk sprechen sie jedenfalls nicht! Ich glaube, die Bevölkerung hat die Gefahr noch nicht wirklich erkannt, die ihre Vertreter gerade produzieren. Und was die Bevölkerung auch noch nicht verstanden hat, aus Sicht der Politiker heutzutage bedeutet Schweigen Zustimmung!
„Die falschen Prämissen, die der Hysterie der Europäer um den „Krieg gegen Russland“ zugrunde liegen“ vs die falschen Aufklärer, von denen man alles erwarten kann – bis auf die Wahrheit.
Richtig, und seit Beginn dieses Jahres hat sich kaum was in eine positive Richtung verändert …
https://tkp.at/2026/02/17/reden-die-uns-hunderte-jahre-zurueckwerfen/
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