Soros und Gates vernetzten EU- und globale Linke

21. April 2026von 3,6 Minuten Lesezeit

Die „globale Linke“ feierte am Wochenende in Barcelona einen „historischen Moment“  sich selbst. Man baut auf eine progressive Mobilisierung gegen Trump, Konservative und Souveränisten. Der Gipfel wurde von globalistischen Oligarchen wie Soros und Gates mitkoordiniert.

Über 4.000 Teilnehmer aus mehr als 40 Ländern kamen zur Global Progressive Mobilisation (GPM) zusammen. Aktueller Star der globalen Linken ist Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez, der durch seine Konfrontation mit den USA an Profil gewonnen hat. Mit dabei waren auch Spitzen von SPD und SPÖ, Brasiliens Präsident Lula da Silva sowie Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa. Ist das ein Kongress einer neuen Internationalen?

Das ist nur schwer möglich. Denn während man bejubelt, dass sich die „globale Linke“ unter sozialdemokratischer Führung vernetzt, vergisst man ihren anti-nationalen und anti-souveränistischen Charakter. Das zeigt sich nicht nur an der Politik von Pedro Sánchez: Er hat sich zwar mit anti-amerikanischer Außenpolitik hervorgetan, unterstützt ansonsten aber massiv den Abbau nationaler Souveränität und den Aufbau von EU-Zentralismus. Interessant ist auch, dass Brüssel keinerlei Sanktionen oder Ähnliches gegen die Außenpolitik von Sánchez verhängt hat – ganz anders sieht es bei Abweichungen in der Ukraine-Frage aus. Viktor Orbán weiß mehr dazu.

Aber zurück zum „historischen Treffen“. Was progressive Mainstream-Medien nicht berichten: Private US-amerikanische philanthropische Netzwerke spielten eine koordinierende Rolle bei dem Treffen. Dabei sticht besonders die Soros-Stiftung hervor, aber auch die Gates-Stiftung war vor Ort.

Gates und Soros: Zwei zentrale Akteure der „globalen Linken“. (Viele werden zwar sagen, dass diese keine „Linken“ seien. Das mag sein. Sie bezeichnen sich selbst jedoch so, die Mainstream-Medien bezeichnen sie so, und der Großteil der Bevölkerung nimmt sie als „Linke“ wahr –„konservative Linke“ wie etwa die slowakische SMER, den Wagenknecht-Flügel oder „Progressives Bulgarien“ ware nicht eingeladen.)

Die Open Society Foundations wurden durch Pedro Abramovay, einen hochrangigen Vertreter der Stiftung, sogar als Sprecher auf der offiziellen Gästeliste geführt. Nicht grundlos: Neben Lula und Sánchez agierte Alexander Soros de facto als dritter Veranstalter. Er war selbst vor Ort und teilte seinen Besuch stolz auf X.

Soros im O-Ton: „Es war eine Ehre, so viele beeindruckende Führungskräfte und Fürsprecher nach Barcelona zur ersten Global Progressive Summit zu begrüßen – eine bahnbrechende Versammlung, die Tausende aus über 100 Ländern und Organisationen zusammenbrachte. Erstmals kamen Partner wie die Progressive Alliance, Global Progress und die Partei der Europäischen Sozialisten unter einem Dach zusammen, ergänzt durch eine breite Koalition von Bewegungen und Führungskräften, die entschlossen sind, eine gerechtere und demokratischere Zukunft voranzutreiben.“

Und wie bereits erwähnt war auch die Gates-Stiftung unter den Gästen. Die Finanzierung wurde nicht öffentlich gemacht – durchaus ein gutes Recht für eine politische Veranstaltung. Eher unwahrscheinlich ist jedoch, dass die finanzstarken Stiftungen nur „Nehmer“ und nicht auch „Geber“ waren.

Was anti-nationale, privatwirtschaftliche Akteure auf einer internationalistischen Konferenz genau tun, könnten die „Progressiven“ Europas durchaus gefragt werden. Als Antwort bekäme man ziemlich sicher auch Trump zu hören. Denn man versucht, eine Bewegung gegen „MAGA“ aufzubauen.

Die SPD-Zeitung Vorwärts lobt die Veranstaltung als reine Initiative progressiver Parteien, bei deren Belebung Klingbeil federführend gewesen sei. Von den US-Milliardärsstiftungen im Hinter- und Vordergrund liest man in der Zeitung jedoch nichts.

Und inhaltlich? Migration soll als „Chance“ gefördert werden, die Legalisierung Hunderttausender durch Spanien wurde bejubelt, UN-Organisationen sollen gestärkt werden (dazu gehört auch die WHO), und die Klimapolitik soll nicht aufgegeben werden. Strenge Kritiker würden sagen: Die Globalisten versammelten ihre Parteisoldaten in den jeweiligen Ländern, um die Agenda zu koordinieren. Schon während der Covid-Politik waren die sich dort vernetzenden Progressiven die wichtigsten politischen Antreiber der Impf- und Lockdown-Agenda.

Klingbeil nannte Barcelona einen „historischen Moment“ der ersten weltweiten Vernetzung progressiver Parteien. Geplant sind ein internationales Präsidium und der kontinuierliche Austausch von Strategien auf allen Kontinenten.


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8 Kommentare

  1. Michael Rosemeyer 22. April 2026 um 11:05 Uhr - Antworten
  2. Jan 22. April 2026 um 2:01 Uhr - Antworten

    „Links“ enthält historisch einen Kanon. Bankenrettungen und Angriffskriege gehören nicht dazu.

  3. Kinesiologie Köhn Potsdam 21. April 2026 um 17:05 Uhr - Antworten

    Vor der Hütte der Mutterziege und ihren kleinen Geißlein steht die Ziegenmutter und begehrt Einlass.
    Viele werden zwar sagen, dass es der Wolf ist dort vor der Ziegenhütte aber, er bezeichnet sich selber als Mutterziege also glauben und verbreiten wir das.
    Neoliberale aller Couleur halten ein Treffen ab und täuschen die Öffentlichkeit in dem sie sich Links nennen und der Autor des obigen Artikels macht mit.
    Enttäuschend.

    • Kinesiologie Köhn Potsdam 21. April 2026 um 17:11 Uhr - Antworten

      Wer seine Gegner mit den falschen Koordinaten versieht, dessen Argumente/Raketen landen irgendwo, nur nicht beim Gegner.
      Die echten Linken haben so keine Chance, wenigstens gehört zu werden. Und unsere eigenen Parteigänger haben keinen Zugang zur Wahrheit, sie werden getäuscht.

  4. Varus 21. April 2026 um 15:27 Uhr - Antworten

    Neben Lula und Sánchez agierte Alexander Soros de facto als dritter Veranstalter.

    Wenn Soros-USA gegen Trump-USA vorgeht (mit Sanchez als Stellvertretung), macht es mich nicht traurig – beide Weltherrschaft-Imperien bekriegen sich und die übrige Welt kann sich leichter behaupten. Lula wäre dann bei dem linken der beiden Imperien, nix Souveränismus.

  5. Pusteblume 21. April 2026 um 13:40 Uhr - Antworten

    Das war mir schon lange klar, dass die Linksche von Bill-the-killer-Gates und Soros finanziell und ideologisch gepampert wurde und wird. Deshalb können sich wohl die Tagesschmierenblättchen namens Junge Welt und Neues Deutschland und die Linksche überhaupt noch über Wasser halten.

  6. Der Zivilist 21. April 2026 um 13:23 Uhr - Antworten

    Die Macht der Räte und die Elektrifizierung des ganzen Landes.

    Mit der Elektrifizierung des ganzen Landes geht’s ja voran, aber DIESE Räte ? Nun ja, man kann einwenden, daß es schlimmere gibt. Und was wir unter ‚dem ganzen Land‘ verstehen sollen, hat uns Lenin leider nicht verraten.

  7. Hausmann_Alexander 21. April 2026 um 13:10 Uhr - Antworten

    Auf der Feier sieht Brasiliens Präsident Lula da Silva auf dem obigen Foto gar nicht glücklich aus.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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