Weitere Zerstörung von Energieinfrastruktur

22. April 2026von 3,2 Minuten Lesezeit

Es vergeht aktuell kaum ein Tag, an dem nicht irgendwo auf der Welt Energieinfrastruktur in die Luft geht. In den letzten Stunden kam es zu Explosionen in Indien und Myanmar. Es traf die größte Raffinerie Westindiens, in Russland gibt es an der Schwarzmeerküste Öl-Regen. Alles Teil eines großen globalen Resets?

TKP hat erst von einer Explosion in Bukarest an einer Heizkraftanlage am Montag berichtet. Allein in den letzten Stunden kam es wieder zu neuen Unfällen. Rein zufällig kommt es quasi zeitgleich mit der Eskalation im Iran zu Zerstörungen der Energieinfrastruktur. In Indien ging die Ölraffinerie Pachpadra, die die größte Raffinerie Westindiens werden sollte, kurz vor ihrer Eröffnung in Flammen auf. Auch die Ukraine setzt erfolgreich Angriffe auf russische Energieversorgung fort.

Zum Unfall in Indien berichtet die lokale Presse:

Am 20. April 2026 brach nur einen Tag vor der geplanten Einweihung durch Premierminister Narendra Modi ein großes Feuer in der Pachpadra-Raffinerie im Distrikt Balotra (Rajasthan) aus. Das Feuer entstand im Bereich der Crude Distillation Unit (CDU), der zentralen Verarbeitungseinheit der hochmodernen Anlage. Dicke schwarze Rauchschwaden waren weithin sichtbar. Mit Dutzenden Feuerwehrfahrzeugen konnte der Brand relativ schnell unter Kontrolle gebracht werden. Verletzte gab es keine.

Bei der HPCL Rajasthan Refinery Limited (HRRL) handelt es sich um ein Joint Venture zwischen Hindustan Petroleum und der Regierung von Rajasthan. Das Projekt gilt als eines der größten Industrieprojekte der Region und soll die Energieversorgung Nordwestindiens verbessern. Seit der Grundsteinlegung 2013 hatte es jedoch immer wieder Verzögerungen und Kostensteigerungen gegeben.

Die Eröffnung wurde verschoben, eine Untersuchung angeordnete. Man geht von einer weiteren Verzögerung der Inbetriebnahme aus.

Ebenfalls am Montagabend brach in Homalin Township in der nordwestlichen Sagaing-Region Myanmars ein verheerendes Feuer am Flusshafen aus. Man vermutet, dass das Feuer durch das Verladen von Treibstoff ausgebrochen sein soll. Das Unglück forderte zwei Tote und elf Verletzte. Mindestens 22 motorisierte Boote sowie zwei Fahrzeuge wurden vollständig zerstört. Das Feuer brannte bis in die Morgenstunden.

Für einen kleinen Flusshafen wie Homalin, der vor allem auf Treibstoff- und Gütertransport per Boot angewiesen ist, bedeutet der Verlust von über 20 Tankern und die Beschädigung der Pier-Infrastruktur eine massive Einschränkung. Es gibt zwar keine offizielle Mitteilung über eine komplette Schließung, aber der reguläre Betrieb ist jedenfalls stark gestört oder teilweise lahmgelegt.

Auf „mysteriöse Art und Weise“ gehen Häfen, Raffinieren und andere Infrastruktur in die Luft oder stehen „plötzlich und unerwartet“ in Brand. Die Liste von Vorfällen ist bereits enorm lange, wer kann da noch an Zufall glauben?

Und auch in Russland ist wieder eine Raffinerie getroffen worden. In Tuapse (Schwarzmeerküste) herrscht nach zwei ukrainischen Drohnenangriffen auf den Rosneft-Ölhafen und die Raffinerie (16. und 20. April 2026) eine ökologische Notlage.

Große Feuer in den Tanklagern brennen seit Tagen, dichte schwarze Rauchschwaden ziehen über die Stadt. Anwohner berichten von „Ölregen“ – toxischem, öligem Niederschlag, der Autos, Dächer und Straßen verschmiert. Die Raffinerie hat die Produktion gestoppt. Die Behörden sprechen von „unter Kontrolle“, raten aber, drinnen zu bleiben. Der Hafenbetrieb ist stark eingeschränkt. Mindestens ein Mann ist bei dem Angriff getötet worden.

Der Wirtschaftsjournalist Simon Dixon hat eine Liste zusammengestellt mit Energieanlagen, die alleine in diesem Monat zerstört oder beschädigt wurden:

  1. April: Russlands wichtigstes Ölexportterminal 4. April: Russlands Rohöl-Destillationsanlage 7. April: Indiens Kraftwerk 9. April: Mexikos Raffinerie 14. April: Indiens Kraftwerk 15. April: Australiens Energie-Raffinerie 20. April: Russlands Ölraffinerie 21. April: Indiens Ölraffinerie 21. April: Rumäniens Kraftwerk 21. April: Texas-Ölplattform

Sein Urteil ist kurz und bündig: „Der globale Reset wird konstruiert.“

Bild „Oil Fires 1991 – Photo Kuwait Oil Company“ by Samira Zaman is licensed under CC BY-NC-SA 2.0.

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5 Kommentare

  1. cwsuisse 3. Mai 2026 um 4:10 Uhr - Antworten

    Wir wissen von der Zerstörung der Northstream 2 Gaspipeline mit dem Wissen und der Unterstützung der United States of War Crimes, dem erfolgreichen Unterfangen die Industrienation Deutschland zu zerstören und von US-Energie abhängig zu machen. Nach der Beendigung dieser Zerstörung sind nun andere an der Reihe: Iran, Russland, Indien und der „big prize“ China.

  2. Klausi 22. April 2026 um 23:11 Uhr - Antworten

    Simon Dixon? Meint Oysmüller diesen hier?

    „ex-founding director of the UK Digital Currency Association, who regularly speaks on the future of finance to governments, businesses, investors and financial institutions“

  3. Vivarium Eins 22. April 2026 um 21:52 Uhr - Antworten

    Es gibt keine Zufälle.
    Aber fangen wir bei uns an:
    Wann wird Selenskiy wegen Sabotage und Merz wegen Hochverrats angeklagt?

  4. VerarmterAdel 22. April 2026 um 19:05 Uhr - Antworten

    Michael Yon sagte in einem seiner letzten Videos, dass vermutlich auch Transitwege wie der Panamakanal, der Ärmelkanal, womöglich die Meerenge von Gibralator, der Öresund, die Straße von Malakka etc. das gleiche Schicksal erfahren werden wie Hormuz.

  5. Stunning Greenhorn 22. April 2026 um 15:12 Uhr - Antworten

    In einem Leben, das heute nicht mehr meines ist, wollte mir ein Professor für theoretische Informatik und formale Sprachen eine Diplomarbeit andrehen, in der es darum ging, ein sinnvolles Konzept für eine unendliche binäre Folge (nur Null und Eins sind erlaubt) zu entwickeln. Eines der Probleme war, zu gewährleisten, dass nirgends ein Muster entsteht, das nach einer noch zu entdeckenden Regelmäßigkeit wiederkehrt. Zum Glück habe ich ein Thema gefunden, dass mich mehr angesprochen hat. Der Kerngedanke ist allerdings geblieben, wie ich gerade feststelle: Es darf in einer langen Folge von Ereignissen keine Regelmäßigkeit geben. Aus diesem Winkel gesehen, ist ausgeschlossen, dass Terroranschläge, Finanz- und Wirtschaftskrisen, Pandemien und eben auf das in die Luft Jagen von Kraftwerken zufällig entstehen. Die Spur ist so dick aufgetragen, dass sie ein Blinder am Krückstock sieht. Zufall? Da lachen ja die Hühner!

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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