
US-Anti-Terror-Strategie: Carlson und Links-Islamisten im Visier
Tucker Carlson hatte kürzlich behauptet, die CIA untersuche ihn wegen seiner Kontakte zu Personen im Iran. Es ist daher gut möglich, dass er aufgrund der neuen antiterroristischen Vorwürfe angeklagt wird und zwar als Teil der neuen US-Strategie gegen Terrorismus.
Die Counterterrorism Strategy (CTS) von Trump 2.0 wurde Anfang Mai veröffentlicht und bricht deutlich mit dem, was die Welt bisher von den USA in dieser Frage erwartet hat. Laut Regierung „sehen wir uns derzeit drei großen Arten von Terrorgruppen gegenüber: Narcoterroristen und transnationale Banden, traditionelle islamistische Terroristen sowie gewaltbereite linksextreme Extremisten, darunter Anarchisten und Antifaschisten“.
Genau diese letzte Gruppe steht im Mittelpunkt der vorliegenden Analyse. Die CTS erläutert, es sei „eine neue Form des heimischen Terrorismus entstanden, die von gewaltbereiten Extremisten getragen wird, die Ideologien vertreten, welche Freiheit und der amerikanischen Lebensweise diametral entgegenstehen“. Dazu zählten „gewalttätige säkulare politische Gruppen mit anti-amerikanischer, radikal trans-freundlicher und anarchistischer Ideologie“. Interessanterweise will die CTS auch „neue und sich vertiefende Bündnisse zwischen der extremen Linken und Islamisten, also die ‚Rot-Grüne Allianz‘“ (RGA) angehen.
Die RGA wird in der CTS nicht weiter ausgeführt, doch sie bezieht sich höchstwahrscheinlich auf die öffentliche Interessenübereinstimmung dieser Gruppen seit dem 7. Oktober. Das legt nahe, dass Trump 2.0 zumindest alle Personen im Blick behalten wird, die in diese Kategorie fallen – von einflussreichen Meinungsmachern bis zu Social-Media-Aktivisten. Die extreme Linke wird darin McCarthyismus sehen, Islamisten werden es als Islamophobie empfinden. Von Demokraten und Teilen der alternativen Medien (sowohl staatlich gefördert als auch unabhängig) sind Warnungen vor Bürgerrechtsverletzungen zu erwarten.
Ähnliche Reaktionen sind aus Teilen Europas zu erwarten. Der Block ist laut neuesten offiziellen Zahlen vom letzten Monat mit über 60 Millionen Migranten überschwemmt, von denen ein erheblicher Teil aus mehrheitlich muslimischen Ländern Nord- und Westafrikas, West- und Südasiens stammt und damit kulturell Spannungen birngt. Die CTS stellt daher fest, Europa sei „sowohl Terrorziel als auch Brutstätte von Terrorbedrohungen“. Während das Papier den „grünen“ Teil der RGA in der EU in den Fokus rückt, ist der „rote“ Teil ebenfalls relevant.
Beide Hälften dürften künftig genau beobachtet werden, um ihre Proteste (derzeit vor allem gegen Israel) im Auge zu behalten und die Herkunft ihrer Finanzierung – insbesondere für ihre Medienarbeit – zu klären. Laura Loomer, die Trump so nahesteht, dass sie maßgeblich an der Entlassung von nationalen Sicherheitsbeamten beteiligt war, deutete kürzlich auf X an, dass „Leute (gemeint sind US-Podcaster, die sie wegen ihrer ständigen Angriffe auf Israel als extrem links einstuft) ins Gefängnis kommen“ werden, weil sie Geld „von islamischen Terroristen über europäische Strohmänner“ angenommen hätten.
Vor dem Hintergrund des neuen CTS-Fokus auf die RGA lässt sich Loomers Äußerung so deuten, als bestätigten ihre hochrangigen Quellen in Trump 2.0 (möglicherweise sogar Trump selbst) die bereits spekulierten Untersuchungen, die womöglich seit Januar 2025 laufen. Noch überzeugender wird diese Lesart durch die Aussage des Senior Director for Counterterrorism Sebastian Gorka wenige Tage später: Er bezeichnete Loomers Feind Tucker Carlson als „linksextremen Aktivisten“, weil dieser die Scharia gelobt habe – und setzte ihn damit ins Visier.
Trump 2.0 hatte Drogenkartelle bereits früher als Terrororganisationen eingestuft, worauf hochkarätige Angriffe gegen mutmaßliche Schmuggler auf See folgten. Der Präzedenzfall legt nahe, dass auf die offizielle Einstufung der RGA als Terroristen in der CTS ebenfalls etwas ähnlich Aufsehenerregendes folgen wird. Tucker Carlson hatte zuvor erklärt, die CIA untersuche ihn wegen Kontakten zu Personen im Iran. Sollte er tatsächlich auf dieser Grundlage angeklagt werden, würde das einen schweren politischen Skandal auslösen, der die gesamte Amtszeit von Trump 2.0 überschatten könnte.
Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.
Andrew Korybko ist ein in Moskau ansässiger amerikanischer politischer Analyst, der sich auf den globalen systemischen Übergang zur Multipolarität spezialisiert hat. Er veröffentlicht auf Englisch auf seinem Substack-Blog. Auf Deutsch exklusiv bei TKP.
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Die „Europäisierung“ der NATO: Der ultimative Betrug der Unterordnung
Der Podcaster Tucker Carlson hat Donald Trump ins Weiße Haus geholfen. Nun nimmt er ihm die MAGA-Bewegung wieder weg. Von ihm stammt die treffende Kurzfassung dessen, was passiert ist: It’s „Israel first“. Trump hat sein Wahlversprechen gebrochen.
America First, eine Rückbesinnung auf die amerikanischen Interessen, das hätte Trump im Wahlkampf versprochen. «Und auf einmal macht die Trump-Regierung eine Politik, die eher zu jener der George-W.-Bush-Administration passen würde.» In Carlsons Augen ein Verrat am amerikanischen Volk.
Carlson hat absolut recht. Sehr aufschlussreich war sein Interview mit dem US Botschafter Huckabee, der sich entblôdete, Isr.s Großisraelpläne als gottgewollt darzustellen. Wenn Tucker nun auch noch von Trump politisch verfolgt wird, macht Trump die Sache nur noch schlimmer als sie ohnehin schon ist.
Was scheißt er da unten so lange herum, bis die Weltwirtschaft kollabiert? Was wurde aus seinem Versprechen, den Ukraine-Krieg zu beenden? Jetzt verfolgt er auch noch die MAGA-Bewegung? Das wird nix mehr. Und wenn er so weiter macht, wirds ganz schlecht ausgehen.
Er soll endlich aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten…
Oh, der sich nicht entblödete natürlich…
„… die Ideologien vertreten, welche Freiheit und der amerikanischen Lebensweise diametral entgegenstehen“
Tucker Carlson und alle, die gegen den US-amerikanischen Imperialismus und Interventionismus auftreten, Feinde der „Freiheit“ (welche?) und „oikophobe Psycherln“? Das erinnert an das Dritte Reich und seine Verfolgung der „Volksverräter“ und „Deutschenhasser“, erinnert natürlich auch an die „Antisemitismus“-Vorwürfe der Schlächter von Tel Aviv gegen alle, die ihre Kriegsverbrechen anprangern.
Vielleicht aber sind gerade jene, die gegen die Verbrechen ihrer jeweiligen Machthaber auftreten und dafür diffamiert werden, die wirklichen Patrioten, die ihre Heimat lieben?
Wenn das Trio Merz/Leyen/Klingbeil mit seinen Kriegsplänen durchkommt, wird man den muslimischen Männern kaum Waffen in die Hand drücken. Es werden also die „authochtonen“ Europäer gehen und 30% werden fallen.
In der EU leben aktuell 450 Mio Menschen, abzüglich 60 Mio Muslime. Es stehen somit 195 nicht-muslimische Männer zur Verfügung, von denen etwa die Hälfte kriegstüchtig sein dürfte und von denen statistisch 30% fallen werden. Wenn man davon ausgeht, dass die 60 Mio Muslime vor allem männlich sind, stehen sich danach 70 Mio gegen 30 oder 50 Mio Männer als Vaterschaftsbewerber gegenüber. Die Altersverteilung wäre noch zu berücksichtigen. Da die Geburtenrate unter Muslimen deutlich höher ist, wird Europa auf jeden Fall muslimisch werden, das ist keine Frage mehr!