Slowakei verweigert NATO-Gelder für die Ukraine

25. Juni 2026von 1,8 Minuten Lesezeit

Auch die NATO plant neue Gelder für die Ukraine – im Raum stehen rund 70 Milliarden Euro. Kurz vor dem NATO-Gipfel in Ankara hat Robert Fico angekündigt, dass er versuchen werde, die Slowakei herauszuhalten.

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat angekündigt, alles in seiner Macht Stehende zu tun, damit die Slowakei sich nicht an Militärkrediten oder neuen Hilfspaketen für die Ukraine beteiligt. In etwa zwei Wochen beginnt der NATO-Gipfel in Ankara, bei dem ein neues Militärhilfepaket für Kiew erwartet wird.

Fico sagte am Mittwoch, die Slowakei werde „keine Haushaltsmittel für militärische Hilfe an die Ukraine“ bereitstellen und sich daher nicht am geplanten NATO-Hilfepaket im Umfang von rund 70 Milliarden Euro (ca. 79,5 Milliarden US-Dollar) beteiligen. Er äußerte „große Besorgnis“ über die Vorbereitungen des Gipfels und kritisierte implizit weitere militärische Unterstützung.

Bereits im Dezember 2025 hatte Fico in Brüssel klargestellt: „Die Slowakei wird nicht Teil eines Militärkredits für die Ukraine sein und wir lehnen weitere Finanzierung – auch aus den Mitteln der Slowakischen Republik – militärischer Bedürfnisse ab, weil wir nicht an eine militärische Lösung des Konflikts glauben.“

Im Fall des 90-Milliarden-Euro-Kredits der EU an die Ukraine hat sich Fico eine Ausnahme ausgehandelt. Die Slowakei ist daran nicht beteiligt – anders als etwa das neutrale Österreich.

Nun kommt das NATO-Paket von rund 70 Milliarden Euro, das beim Ankara-Gipfel vorgestellt werden soll. Der Vorschlag (unter anderem von Deutschland eingebracht) sieht vor, etwa 30 Milliarden Euro aus dem bereits beschlossenen EU-Kreditrahmen für die Ukraine (ca. 90 Milliarden Euro) und weitere 40 Milliarden Euro aus bilateralen Zusagen zu finanzieren.

Die Slowakei wäre nur ein kleiner Beitragszahler – doch Ficos klare Absage unterstreicht die bestehenden Spannungen innerhalb der Allianz. Die Position der Slowakei ist vor allem symbolisch relevant. Fico bleibt bei seiner Linie: Keine weiteren Militärkredite, keine Beteiligung an „Kriegskrediten“, wie er das EU-Programm früher nannte.


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇



Russland geht die Zeit aus

Trumps Eskalation gegen Russland nimmt Gestalt an

Ein Kommentar

  1. VerarmterAdel 25. Juni 2026 um 11:32 Uhr - Antworten

    Och wie gemein. Dabei zählt das Land doch zu den erfolgreichsten Massenmördern, direkt nach ISrahell.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Aktuelle Beiträge