
Bill Gates vor Epstein-Ausschuss
Auch Bill Gates hat bereits vor dem Epstein-Untersuchungsausschuss ausgesagt. Nun ist das Transkript öffentlich. Der US-Milliardär bestreitet einen Besuch auf der Epstein-Insel und eine versuchte Erpressung durch den toten Finanzier.
Das Transkript einer sechsstündigen, nicht-öffentlichen Befragung von Bill Gates vor dem Epstein-Untersuchungsausschuss des US-Repräsentantenhauses (House Oversight Committee) wurde am Dienstag veröffentlicht. Darin ist auch die Aussage von Bill Gates enthalten. Er betont seine Unschuld in Bezug auf die Epstein-Theorien.
Die Anhörung am 10. Juni 2026 war Teil der laufenden Untersuchung des Ausschusses zu den Ermittlungen der US-Justiz im Epstein-Fall. Gates erschien freiwillig und beantwortete Fragen zu seinen Kontakten mit dem 2019 verstorbenen Sexualstraftäter. Dabei ging es auch viel um das Privatleben von Gates. Er bestätigte, während seiner Ehe mit Melinda Gates (Scheidung 2021) drei außereheliche Beziehungen gehabt zu haben. Zwei davon waren bereits zuvor öffentlich bekannt.
Gates betonte mehrfach, dass keine der Frauen etwas mit Epstein zu tun gehabt habe und die Beziehungen unabhängig von seinen Kontakten zu dem Finanzier entstanden seien.
Nach Gates’ Darstellung erfuhr Epstein erst nach dem Abbruch der Geschäftsbeziehung (Ende 2014) von den Affären – vermutlich über den damaligen Wissenschaftsberater von Gates, Boris Nikolic. Epstein habe daraufhin versucht, dieses Wissen zu nutzen, um Gates wieder näher an sich zu binden. Von den angeblichen Erpressungsversuchen (etwa für Geheimdienste), die Epstein oft unterstellt werden, war in der Befragung jedoch nichts zu hören. Auch in den (trotzdem hochgradig verstörenden) Mails Epsteins finden sich keine entsprechenden Hinweise.
In E-Mails, die Epstein offenbar an sich selbst richtete, mischte er laut Gates wahre Informationen mit „buchstäblich Dutzenden falscher Dinge“. Dazu gehörten unter anderem Behauptungen über eine sexuell übertragbare Erkrankung nach Kontakten mit „russischen Frauen“ oder dass Epstein Gates bei der Vermittlung von Treffen geholfen habe – alles Aussagen, die Gates entschieden zurückweist.
Gates sagte vor dem Ausschuss: „Epstein arbeitete daran, Informationen über meine Untreue – zusätzlich zu vielen Lügen, die er darüberlegte – zu nutzen, um mich zu einer Wiederaufnahme des Kontakts zu drängen.“ Er sei jedoch nicht erpresst worden und es seien keine direkten Drohungen an ihn ergangen. Dennoch habe der Ton der internen Notizen Epsteins darauf hingedeutet, dass dieser in diese Richtung dachte.
Gates habe Epstein gegenüber klargemacht, dass er kein Geld zahlen werde: „Wenn du glaubst, dass du auf diese Weise mehr Geld von mir bekommst, wird das nicht passieren.“
Gates beschrieb seine Kontakte zu Epstein als rein geschäftlich motiviert. Er habe den verurteilten Sexualstraftäter ab 2011 getroffen, weil er sich von dessen angeblichen Verbindungen zu wohlhabenden Spendern Vorteile für die globale Gesundheitsarbeit der Gates Foundation erhoffte. Die Begegnungen umfassten laut Gates 12 bis 14 persönliche Treffen sowie zwei Skype-Gespräche über einen Zeitraum von etwa drei bis vier Jahren. Besuche auf Epsteins Privatinsel hat Gates bestritten. Er zeigte sich weiterhin reumütig: „Das Treffen mit Epstein war ein schwerwiegender Fehler in der Beurteilung und hat diese Arbeit [der Stiftung] gefährdet.“ Er habe nie jemanden geschädigt und Epstein nie ein persönliches oder soziales Verhältnis zugestanden.
Der Untersuchungsausschuss setzt seine Arbeit fort. Weitere Zeugenbefragungen sind geplant.
Bild © European Union, 2026, Visit of Bill Gates to the European Commission – P062021-967902, CC BY 4.0
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Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das (weitgehend) stimmt, was der Kerl da aussagt. Nur was sagt das über den Kerl aus? Scheint doch nicht so ein genialer Bösewicht a la James Bond-Film zu sein, eher ein mental Herausgeforderter mit zu viel Geld, Geltung und Zeit.
Gates habe Epstein gegenüber klargemacht, dass er kein Geld zahlen werde: „Wenn du glaubst, dass du auf diese Weise mehr Geld von mir bekommst, wird das nicht passieren.“
Jaja… zum Glück ist er dann ja geselbstmxrdet worden….
Ich möchte nochmal, so wie unter dem anderen Epstein-Artikel, auf ein Interview auf apolut hinweisen.
Im Gespräch: Frank Höfer | „Das Brooklyn Projekt“
Da passt dann Gates und seine Anliegen auch wunderbar ins Bild, auch wenn er nicht auf der Insel gewesen sein sollte.
„… und eine versuchte Erpressung durch den toten Finanzierund eine versuchte Erpressung durch den toten Finanzier …“
Mimimi, plötzlich wird dieeser gieriege Verbrecher kleinlaut, aber das ist lediglich schlecht gemachtes Ein-Type-Theater.