
EU sanktioniert sich in die wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit
Brüssel weitet seine Sanktionspolitik immer weiter aus – und zerstört dabei systematisch die Handelsbeziehungen, die einst den Wohlstand des europäischen Nationen begründeten.
Die EU scheint zu glauben, es könne die ganze Welt durch Sanktionen in die Knie zwingen. Acht Länder außerhalb der EU – darunter Albanien, Bosnien und Herzegowina, Island, Liechtenstein, Montenegro, Nordmazedonien, Norwegen und die Ukraine – haben sich den jüngsten EU-Sanktionen gegen Belarus angeschlossen. Die Maßnahmen sollen Handel und Technologie weiter einschränken, die nach Ansicht Brüssels die militärischen und industriellen Fähigkeiten von Belarus stärken könnten. Präsentiert wird das als Zeichen europäischer Einheit. Was dabei verschwiegen wird: Was passiert, wenn Europa sukzessive seine eigene Fähigkeit beseitigt, mit all jenen Geschäfte zu machen, die es politisch ablehnt? Wer darunter leidet sind die Bürger in den Ländern der EU, nicht die Politiker in Brüssel.
Vom Handel zur politischen Loyalitätsprüfung
Der Wohlstand Europas beruhte über Jahrhunderte auf Handel. Deutschland kaufte Energie aus Russland und verkaufte Maschinen nach China. Großbritannien wurde zum globalen Finanzzentrum, weil Kapital aus aller Welt durch London floss. Europäische Hersteller verkauften Automobile, Chemikalien, Maschinen und Luxusgüter von Moskau bis Peking. Handel schuf Interdependenz – und Interdependenz wirkte zumindest teilweise als Bremse gegen Konflikte.
Heute besteht die Außenpolitik Brüssels darin, alle paar Monate eine neue Sanktionsliste zu erstellen. Belarus ist nur die neueste Erweiterung einer Politik, die längst institutionalisiert ist. Die Sanktionen reichen inzwischen von Finanzen und Technologie über Handel und Transport bis hin zur gezielten Schwächung der industriellen Kapazitäten. Sobald Sanktionen nicht mehr nur Verantwortliche für eine bestimmte Politik treffen, sondern bewusst die industrielle Basis eines Landes schwächen sollen, hat man die Grenze von Diplomatie zur Wirtschaftskriegsführung überschritten.
Russland als Lehrstück
Russland sollte unter den Sanktionen zusammenbrechen. Stattdessen hat Europa sich selbst den Zugang zu günstiger russischer Energie abgeschnitten. Russland hat seinen Handel nach Asien umgeleitet, China hat enorme Hebelwirkung als Abnehmer gewonnen, Indien seine Rolle auf den Energiemärkten ausgebaut.
Trotzdem bereitet Brüssel bereits das nächste massive Sanktionspaket vor. Kaja Kallas kündigt die „weitreichendsten Maßnahmen seit Kriegsbeginn“ an, mit potenziell rund 1.600 weiteren Personen und Organisationen auf der Liste. Das 21. Paket wurde im Juli verabschiedet. Über 100 russische Banken sind sanktioniert, Dutzende vom SWIFT-System abgeschnitten. Russland existiert trotzdem weiter – und der Krieg auch.
Die Welt wird geteilt
Immer stärker behandelt der Westen Neutralität als inakzeptabel. Es reicht nicht mehr, selbst zu sanktionieren – Brüssel erwartet von Beitrittskandidaten, Nachbarstaaten, Konzernen, Banken und Regierungen weltweit, die europäische Außenpolitik mitzuvollziehen.
Der Handel wird zur politischen Loyalitätsprüfung. Russland, Belarus, Iran und zahlreiche chinesische Unternehmen stehen auf den Listen. Gleichzeitig baut China systematisch Handelsbeziehungen, Infrastruktur und Investitionen in Asien, Afrika, Lateinamerika und dem Nahen Osten auf. Während Europa mit Regulierungen, Moralpredigten und Sanktionen ankommt, fragt China: Was wollt ihr kaufen und verkaufen?
Selbstzerstörung der Wettbewerbsfähigkeit
Deutschland erlebt bereits die Folgen, wenn Geopolitik die Ökonomie ersetzt. Das industrielle Modell beruhte auf günstiger Energie und großen Absatzmärkten. Die russische Energie wurde den Sanktionen geopfert, China wird zunehmend zum Konkurrenten statt nur zum Kunden. Gleichzeitig türmt Brüssel Net-Zero-Regulierungen, Steuern und Bürokratie auf – und wundert sich, warum Fabriken schließen oder Investitionen abwandern.
Je stärker der Westen Handel, Banken, Währungen, Technologie und Energie als Waffen einsetzt, desto größer wird der Anreiz für alle außerhalb des Westens, parallele Systeme aufzubauen, die Washington und Brüssel nicht kontrollieren können. Europa hilft so aktiv mit, die multipolare Welt zu schaffen, die seine politische Elite fürchtet – und schwächt zugleich systematisch die eigene industrielle Wettbewerbsfähigkeit analysiert Martin Armstrong in Europe Is Sanctioning Its Way Into Economic Irrelevance.
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
Das Brüsseler Regime
ist Westeuropas Ruin
Die EU erinnert mich an einen „Wadelbeisser“. Beim ersten Mal wenn der Hund (die EU) schnappt, bekommt er eine Rüge, Beim zweiten Mal Schnappen einen Klaps. Beim dritten mal geht es zum einschläfern, oder (in meiner Zeit noch) klatscht den Hund gegen die Wand. Die EU bewegt sich derzeit „nachhaltig“ Richtung Bereich des dritten Mal. Persönlich beobachte ich das mit einer gewissen Genugtuung.
„Je stärker der Westen Handel, Banken, Währungen, Technologie und Energie als Waffen einsetzt, desto größer wird der Anreiz für alle außerhalb des Westens, parallele Systeme aufzubauen…“
„Anreiz“ ist hier falsch gewählt, es müsste „Notwendigkeit“ heißen – denn der Wertewesten lässt ihnen keine andere Wahl.
Diese Notwendigkeit heißt BRICS und ist auch der Grund, warum die „Sanktionen“ nicht mehr wirken (bzw. in die andere Richtung als gewollt). Der enorme Aufschwung in Nordkorea zeigt deutlich, wie sich Vorzeichen dadurch drehen können, wenn man den Wertewesten ignoriert und vollständig umgeht.
Völker & Nationen schließen sich nunmal lieber denen an, die sich im Aufwind befinden…..und wer von ihnen wird uns Entwicklungshilfe leisten, nach allem was wir ihnen aufgezwungen haben, gestohlen und geraubt – und unsere Situation daher selbst verschuldet haben?
Die, die heute über Putin’s „Schwäche“ lästern (und sie militärisch nutzen wollen), werden sich morgen über seine „Milde“ freuen, die er nach allem für uns bedeutungsloses Gesindel noch übrig hat.
Denn genau das, was der Wertewesten durch Ignoranz versemmelt, hat Russland vollends begriffen: es wird auch hinterher dieselben Nachbarn geben, mit denen man zumindest irgendeine Gesprächsbasis braucht. Russland zeigt internat. jene Toleranz und Respekt, die/der uns schon lange abhanden gekommen ist. Russland denkt in die Zukunft – wir verhaften in der imperialen Vergangenheit.
@,
also ich habe niemanden etwas aufgezwungen, gestohlen, geraubt oder versklavt, erm.rdet
oder jemanden ermächtigt dies in meinem namen zu tun.
nein, ich fühle mich für gar nichts schuldig, weder in der vergangenheit oder in zukunft,
ich habe für wenigen dinge, die ich meinte haben zu wollen/müssen, gearbeitet und selbst bezahlt
„EU sanktioniert sich in die wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit“, aber niemand kann diese ferngesteuerten Politnuŧŧen aufhalten. Unfassbar! Die richten einen ganzen Erdteil mit Hunderten Millionen Menschen zugrunde mit ihrer Verbrecherpolitik und machen immer weiter statt dass im Knast vermodern.
Wir sind bei Ressourcen verstärkt Abnehmer.
Bei Waren exportieren wir gerne und brauchen Abnehmer.
Wenn man sich es mit den Ländern verscherzt die Ressourcen liefern und auch mit den Ländern die Waren abnehmen, oder man den Export selbst dahin abschneidet, wird man ein Problem bekommen, vor allem dann, wenn diese anderen Länder, auch gute Alternativen haben und dann eben auf den BMW verzichten können, oder ihre Ressourcen woanders hin verkaufen und neue Freunde gewinnen.. Man selbst aber muss sich dann auf neue Leute einlassen, wenn man sie denn findet, die einem dann x-Mal mehr abnehmen, weil sie merken, der hat eh keine Wahl..
Es gibt also kein echtes Gleichgewicht der Kräfte. Mit einem Papierschwert gegen Panzer antreten kann man probieren, aber man sollte mit hohen Verlusten rechnen.
Also bleibt der EU am Ende die Gewaltspirale.. Nehmen wir noch was da ist im Land, egal ob die Leute frieren und hungern und bauen damit noch ganz viele Böller und Raketen. Die können wir dann noch in Kriegsgegenden verkaufen und damit das Land zwar nachhaltig ruinieren, aber noch ein wenig Geld einnehmen für mehr Rüstungsgüter.
Irgendwann merkt auch der dümmste Feind, dass diese Rüstungsgüter von einem anderen Land auf einen geschossen werden von woanders kommen. Und so lange dies so ist, hat das angegriffene Land ein Problem, was sich immer mehr als Hauptquelle der Probleme herauskristallisiert.
Also wenn ich ein gutes altes Dune 2 gespielt habe in den 1990ern und ich gemerkt habe, die schicken mir immer mehr neue Angreifer aus dem Süden, aber im Norden lag der wahre Kern des Problems, die Quelle der Angriffe weil dort die Produktionsanlagen standen, dann habe ich unten noch etwas verteidigt, aber oben im Norden das Lager dem Erdboden gleich gemacht mit einer Streitmacht.
Und oh Wunder, die Bedrohung war weg und ich konnte in Ruhe weiter sammeln und bauen.
Ich bin kein Militärfachmann und kein erfahrener Kriegsstratege. Aber selbst mir ist klar, dass ich den Krieg nicht „gewinnen“ werde, wenn ich mich immer weiter aufreiben lasse von Links, aber die Ursache rechts liegt.
Ich sage, das alles ist ein gewolltes Spielchen. Der wahre Feind sind wir alle.. Das System braucht einen Umbau und dazu muss eine Story her.
Also so als wenn ich in Dune 2 intern in meinem Lager die Leute als Hauptziel gehabt hätte und die Aktionen drum herum nur als Deckmantel genutzt hätte mit der passenden Propaganda.
Wenn ich also gar nicht gewinnen will, bzw. die Bedrohung beenden und und gedeihen, sondern intern die Mauern einreißen, wie würde ich dann wohl aggieren?
Würde ich den Krieg beenden oder fortführen?
Würde ich die Migration stoppen oder sie fördern?
Würde ich Volkseintscheide wollen, oder Parteien intern die mich schwächen oder absetzen?
Würde ich sichere Energie gegen schädliche, viel teurere und unsichere Energie tauschen?
Würde ich wahre Aufklärung betreiben, oder verlogene Propaganda?
Würde ich mit Hilfe der Technik die Leute immer mehr befreien und selbstbestimmt machen, oder sie darüber knechten, überwachen, beherrschen, fremdbestimmen am Ende und sie klein und abhängig halten?
Würde ich wollen das die Leute zusammen stark sind, oder eher gespalten, vereinzelt, abgelenkt und sich gegenseitig die Augen auskratzen?
Wie sieht also die Sicht von „Unten“ und von „Oben“ aus.
Von „Unten“ wollen wir Freiheit, Selbstbestimmtheit usw.
Von „Oben“ muss das verhindert werden. Weil es einem nichts bringt, sondern das Gegenteil davon…
Und jetzt schaut man mal was hier seit Jahrzenten, wenn nicht Jahrhunderten(auch wenn es gut versteckt war) passiert und betrieben wird?
Da sag nochmal jemand, dass Videospiele (und andere Formen der Unterhaltung) nicht lehrreich wären … 😆