
Hat die Wirtschaftskrise durch den Angriffskrieg gegen den Iran schon begonnen?
Manche Menschen in den DACH-Ländern werden fühlen, dass sich eine Wirtschaftskrise nähert, weil die Benzinpreise sogar die von 2022 übersteigen, und sich seit 2020 praktisch verdoppelten. Aber die große Krise wird erst noch kommen. Hier erklären wir warum.
Zwischen den USA, dem Iran und dem Oman spitzt sich die Lage weiter zu. US-Präsident Trump fordert von Teheran die Kapitulation. Sollte sich der Oman einer Einigung mit dem Iran „in den Weg stellen“, werde es „in Grund und Boden“ gebombt, so Trump. Teheran wiederum droht mit einer Verschärfung der Situation in der Straße von Hormus, wenn die USA nicht innerhalb weniger Wochen alle Forderungen des Iran erfülle.
Dies ist keine neue Eskalationsstufe, sondern die Fortschreibung eines seit Ende Februar 2026 laufenden Angriffskrieges zwischen der USA und Israels gegen den Iran. Am 17. August lief die von Washington gesetzte 60-Tage-Frist für eine Einigung ergebnislos ab. Trump erklärte, er sei nicht in Eile, behauptete zugleich einen direkten Kanal zur Revolutionsgarde (IRGC) zu haben – was die IRGC dementiert. Parallel drohte er Oman, das bislang als Vermittler zwischen Washington und Teheran auftritt, mit Angriffen, sollte das Sultanat einer Einigung im Weg stehen.
Als erklärtes Kriegsziel nennt Trump vor allem die Verhinderung einer iranischen Atomwaffe – nicht, wie Berater intern drängen, niedrige Ölpreise zu sichern. Das ist bemerkenswert, weil es zeigt, dass wirtschaftliche Kollateralschäden in Washington bewusst in Kauf genommen werden. Teheran wiederum verknüpft seine Drohung, die Lage in der Straße von Hormus weiter zu verschärfen, mit der Forderung nach Erfüllung sämtlicher iranischer Bedingungen – eine Formulierung, die auf beiden Seiten auf Kapitulation und nicht auf Verhandlung zielt. Zu lange leidet das Land unter dem Wirtschaftskrieg, Attentaten, CyberWar und Erpressungen bis hin zu diesem Angriffskrieg, als dass es sich anders entscheiden könnte.
Ultimaten, Drohungen – und die Kosten für Europa
Ein im April vereinbarter Waffenstillstand wurde mehrfach gebrochen – unter anderem durch US-Luftschläge auf Südiran und Teheran am 7. Mai, als Reaktion auf iranische Angriffe auf US-Kriegsschiffe im Rahmen der amerikanischen Seeblockade. Die Formulierung, die Lage spitze sich zu, verschleiert, dass sich hier ein stationärer, seit einem halben Jahr andauernder Abnutzungskrieg lediglich in einer weiteren Verhandlungsrunde befindet. Und der Krieg kann noch länger dauern.
Kaum thematisiert wird zudem, wer die Hauptlast der Eskalation trägt: Nach den iranischen Vergeltungsschlägen auf US-Stellungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten Ende Februar starben nicht amerikanische oder emiratische Staatsbürger, sondern drei Wanderarbeiter aus Pakistan, Nepal und Bangladesch – 58 weitere wurden verletzt. Der Angriffskrieg einer Großmacht wird auf dem Rücken der Golfstaaten und ihrer migrantischen Arbeitskräfte ausgetragen, ohne dass diese an den Verhandlungstischen in Maskat, Washington oder Teheran vertreten wären.
Konkret sichtbar wird die Eskalation im Schiffsverkehr: Während vor dem Krieg täglich rund 110 Schiffe die Straße von Hormus passierten, waren es zuletzt nur noch drei Schiffe binnen 24 Stunden. Das US-Zentralkommando gibt an, seit Kriegsbeginn 64 Handelsschiffe umgeleitet, drei manövrierunfähig gemacht und zwei geentert zu haben – die faktische Blockade einer internationale Wasserstraße, die über weite Strecken innerhalb iranischer Hoheitsgewässer verläuft.
Was Massenmedien meist nicht erwähnen
- Wenn Trump Oman – einen Vermittler, keine Kriegspartei – offen mit Bombardierung bedroht, stellt sich die Frage, ob es überhaupt noch eine neutrale diplomatische Brücke zwischen Washington und Teheran gibt, oder ob Vermittlung selbst zum Druckmittel geworden ist.
- Was genau bedeutet die von Trump behauptete direkte Gesprächslinie zur IRGC, die diese dementiert? Dient die Behauptung der innenpolitischen Inszenierung von Kontrolle, oder signalisiert sie tatsächliche Verhandlungskanäle außerhalb der offiziellen omanischen Vermittlung?
- Wenn das erklärte Ziel die Verhinderung einer Atomwaffe ist – wieso wird dann eine faktische Seeblockade gegen zivile Handelsschifffahrt geführt, die vor allem Drittstaaten und deren Energieversorgung trifft, nicht aber nachweislich militärische Kapazitäten des Iran schwächt?
Folgen für Deutschland, Österreich und die Schweiz
Deutschland:
Laut Statistischem Bundesamt sind seit März 2026 die Preise für Diesel und Superbenzin an der Zapfsäule deutlich gestiegen, deutsche Autofahrer zahlten zuletzt im EU-Vergleich überdurchschnittlich viel für Super E5. Modellrechnungen des IW Köln zeigen: Bei einem Ölpreis von 100 US-Dollar pro Barrel würden die Verbraucherpreise 2026/27 um bis zu einen Prozentpunkt steigen, das BIP um real bis zu 40 Milliarden Euro über zwei Jahre gebremst – bei 150 Dollar wären es bis zu 80 Milliarden Euro Wohlstandsverlust. Hinzu kommt die direkte Handelsbeziehung: 2025 exportierte Deutschland Maschinen und Pharmaprodukte im Wert von 961,6 Millionen Euro in den Iran und importierte vor allem Früchte und Nüsse im Wert von 234,5 Millionen Euro (Destatis) – ein Handel, der bei weiterer Eskalation gefährdet ist.
Österreich:
Auch ohne existenzielle Importabhängigkeit von der Golfregion bekommt Wien die Schockwellen zu spüren. Erdöl deckt hierzulande weiterhin mehr als ein Drittel des gesamten energetischen Endverbrauchs, Erdgas rund 16 Prozent. Bleibt die Straße von Hormus länger blockiert, gilt ein anhaltend höherer Ölpreis als kaum vermeidbar – Alternativrouten können die Schiffsroute nur begrenzt ersetzen.
Schweiz:
Der Bund bestätigt eine gesicherte Versorgung mit Mineralölprodukten nur bis Ende Juli 2026, für August gibt es keine gesicherte Prognose mehr. Da die Schweiz über keine eigenen Erdgasspeicher verfügt, hängt die Versorgung von europäischen Lagerstätten ab – deren Befüllung für den Winter 2026/27 gilt angesichts der iranischen und katarischen Ausfälle als grosse Herausforderung. Im Ernstfall könnte der Bund Pflichtlager freigeben. Anders als andere Staaten beteiligt sich Bern bislang nicht an der freiwilligen Freigabe strategischer Ölreserven, wie sie die Internationale Energieagentur empfohlen hat.
Zusammenfassung
Die europäische Berichterstattung – und mit ihr die politische Debatte in Berlin, Wien und Bern – verengt sich fast ausschließlich auf Zapfsäulenpreise, Inflationsprognosen und Versorgungssicherheit. Das ist nachvollziehbar, aber einseitig: Es blendet aus, dass es sich um einen Angriffskrieg handelt, der mit der Tötung führender iranischer Repräsentanten begann, und dass die unmittelbaren Todesopfer bislang überwiegend Arbeitsmigranten aus dem Globalen Süden sind – nicht Europäer, nicht Amerikaner. Wenn deutsche, österreichische und Schweizer Medien den Konflikt vor allem als Standortrisiko oder Energiekrise rahmen, verschwindet die Frage, mit welchem Völkerrechtsverständnis eine Grossmacht einem neutralen Vermittlerstaat mit Bombardierung droht – und warum dieser Vorgang in Europa kaum als das diskutiert wird, was er ist: eine offene Drohung gegen einen souveränen Drittstaat.
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Nehmen wir einmal an, Washington und Teheran werden nicht – wofür manches spricht/ von den selben Kreisen kontrolliert, dann würde ich als IRGC Führer die 10-11 Atombomben in den nächsten 4 Wochen bauen, wie es den technischen Möglichkeiten absolut entspricht und eine nach Washington schmuggeln und auch zünden, verbunden mit der Aussage, 9 weitere USrael Städte zu vernichten, sollten die neue US / Zion Führung irgendetwas anderes tun, als sich zu verpissen. Aber bin ich ja nicht. Und weiss ich ja nicht.
Cruella in Be gibt sich der Illusion hin, dass ihr die Dankbarkeit sicher sein wird, wenn sie die größte Energiekrise seit den 70ern mit Zwangsmaßnahmen managed, so dass sie in Folge als Kaiserin die Nachfolge der Habsburger antreten kann. Cruella die neue Sissy.
Die Untertanen werden aber nachrechnen und darauf kommen, dass die Krise nur zur Hälfte auf Hormus zurück zu führen ist und zur anderen Hälfte auf den mit Milliarden gemästeten Pipelinesprenger.
Die USA werden keine Krise spüren, für sie steigt der Ölpreis nicht, da sie ihren Bedarf selbst decken können. Sie werden das kanadische Öl den Europäern teuer verkaufen und sie de facto besteuern.
Österreich hat viel Wasserkraft, aber die Industrie, Stahl, Papier, Holz, Zement, ist stark von Energieimporten abhängig. Die Arbeitslosigkeit wird auf 10-12% steigen. Die Krise umfasst auch die Lieferketten aus Asien und im Gegensatz zur Energiekrise der 70er multikausal. Die Leute werden Cruella und ihren Unterstützern auf Knien danken!
Wohlstandsverlust? Klaro, der Euro hat seit der Einführung schon über 90% seiner Kaufkraft verloren und wer glaubt, dass der Goldpreis ein „Bullenmarkt“ ist, der hat das Prinzip von Inflation noch nicht richtig verstanden. Der deutsche „Wohlstand“ durch Export bedient außerdem nur die Aktionäre, die zumeist nicht in der EU sitzen…
Man sollte besser schon mal seine eigene kleine Energieinsel aufbauen und autark proben, bevor es zu spät ist. Die PV auf dem Dach läuft nämlich nur dann bei Blackout des Netzes weiter, wenn man zuvor ein Netzersatzgerät installiert hat oder einen viel neueren Wandler hat, der schon selbst auf Inselbetrieb umschalten kann.
Nahrungsmittel und Wasser darf man beim Umschwenk auf autark auch nicht vergessen.
Trump hat immer noch die Midterm-Wahlen im November vor sich. Bis dahin heißt es vorsichtig agieren. Außerdem denke ich, die klimaanlagen-verwöhnten US-Soldaten brauchen die Sommerpause, weil sie diese Hitze am Golf bis zu 50 Grad nicht gewohnt sind! Die warten lieber bis es kühler wird.
Was die Kriegsverbrechen angeht, ist die Weltgemeinschaft tatsächlich ein Papiertiger! Keine Sanktionen gegen die USA, kein Verbot beim Überfliegen der Länder (außer Spanien), kein Verbot zum Nutzen der US-Militärbasen, keine Gegendrohungen gegen die USA. Nichts. Damit gibt man den USA automatisch die Legitimation für diesen Angriffsakt!
Wirtschaftskrise, haben wir doch längst, aber diese ist Teil eines größeren globalen Wandels. Nur eine Macht kann die USA besiegen: die USA, und da kommt Trump (wie) gerufen.
NPT, aus Wikip:
. . . “ Die fünf offiziellen Atommächte, die diesen Status dadurch erlangten, dass sie vor dem 1. Januar 1967 eine Kernwaffe gezündet haben (s. Artikel IX), verpflichten sich im Gegenzug, „in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen […] über einen Vertrag zur allgemeinen und vollständigen Abrüstung unter strenger und wirksamer internationaler Kontrolle“ (s. Artikel VI). “ . . .
Da sehe ich doch zuerst mal die USA selbst im Zugzwang. Trump’s Überfall des Iran ist Kanonenbootpolitik der unverschämtesten Art.
Bis ’45 hieß es „Gelobt sei, was hart macht.“ Heute gilt: „Gelobt sei, was arm macht.“
Na na, arm werden doch bloß die Vielen, damit wenige reich werden, USA spielen (im Gegensatz zu China) heute ein Nullsummenspiel und D hat mit Blackrock Merz im Grunde eine Kolonialverwaltung.
Nullsummenspiel? Selten so gelacht!!! Es geht dort immer schneller abwärts in den Trichter des Schwarzen Lochs…