BMJ zieht Impfstudie zurück – Politischer Druck im Hintergrund?

18. August 2026von 5 Minuten Lesezeit

Mitten in der US-amerikanischen Fauci-Debatte zog das British Medical Journal (BMJ) eine begutachtete Studie zurück, die Impf-Todesfälle untersucht. Ein neuer Schaden für die Wissenschaft, sagten empörte Forscher. Wurden unangenehme Fragen zur Impfstoffsicherheit politisch verhindert?

Der Mainstream jubelte laut und schrill: Eine Studie, die „Impfgegner“ benutzt hätten, wurde vom British Medical Journal (BMJ) zurückgezogen, nachdem sie fast 2 Jahre peer-reviewed öffentlich war. Doch Forscher sind empört und sprechen von einem gefährlichen „Präzedenzfall“. Die Studie ist brisant, legt sie doch nahe, dass Covid-Impfungen für einen Teil der Übersterblichkeit ab 2020 verantwortlich gewesen sein könnten.

Im Jahr 2024 veröffentlichte eine niederländische Forschergruppe in BMJ Public Health einen Artikel, in dem gewarnt wurde, dass einige Corona-Todesfälle durch die indirekten Auswirkungen von Lockdowns und Impfprogrammen verursacht worden sein könnten. Die Autoren forderten weitere Untersuchungen.

Das wissenschaftliche Verfahren war korrekt. Die Arbeit war neun Monate lang peer-reviewed und vom BMJ – dem führenden medizinischen Fachjournal Großbritanniens – als korrekt akzeptiert worden. Letzte Woche wurde sie jedoch nach zahlreichen Beschwerden und einer Untersuchung des Princess Máxima Centre in Utrecht zurückgezogen, wo drei der vier Autoren tätig waren.

Damit hört die Geschichte im Mainstream im Grunde auf. Impfskeptische Studie erfolgreich zurückgezogen – ein weiterer Beweis für die „sichere und wirksame“ Impfung und für die „anti-wissenschaftlichen“ Impfgegner. Die Überprüfung ist allerdings selbst gar nicht so sicher: Sie fand keine Hinweise auf böswillige Absicht, Datenfälschung oder Verfälschung.

Die Arbeit wurde allerdings trotzdem als irreführend und selektiv eingestuft, weil sie „nicht den wissenschaftlichen Konsens widerspiegelte“ und die negativen Auswirkungen der Impfung unverhältnismäßig stark betont habe. Offenbar hat man etwas gemacht, was die „Wissenschaft“ nicht erlaubt …Dr. Saskia Mostert, die Erstautorin, hat inzwischen das Princess Máxima Centre verlassen. Sie sagte, sie sei auf die „irrationale und blinde Wut“ nicht vorbereitet gewesen, die der Veröffentlichung folgte.

Das BMJ begründete den Rückzug mit „Fehlinformationen in der Diskussion über mögliche Ursachen der Übersterblichkeit“ und damit, dass „der begrenzte Charakter der ursprünglichen Arbeit der Autoren nicht ausreichend beschrieben wurde“. Doch die Empörung ist groß. So gingen Briefe an die BMJ-Redaktion, etwa von niederländischen Wissenschaftlern.

Sie erklärten, sie seien schockiert über den Rückzug und bäten darum, die Entscheidung zu überdenken. „Ein Rückzug ist unverhältnismäßig und wirft ernsthafte Fragen auf, inwieweit politische Erwägungen bei Ihrer Entscheidung eine Rolle spielten“, schrieben sie.

„Ein solcher Rückzug schädigt nicht nur die Integrität der veröffentlichten Wissenschaft, sondern schafft auch einen schrecklichen Präzedenzfall in diesen Zeiten zunehmenden politischen Drucks auf Wissenschaftler.“

Ronald Meester, Professor für Wahrscheinlichkeitstheorie an der Vrije Universiteit Amsterdam und einer der Autoren des Briefes, sagte dem Telegraph: „Es gibt keinen wissenschaftlichen Grund für einen Rückzug.“

„Ich denke, das BMJ könnte unter Druck gesetzt worden sein – aber unklar ist, von wem“, so Meester weiter.

„Wie wir in unserem Brief geschrieben haben: Ein Rückzug ist in diesem Fall bizarr. An dem Paper ist eigentlich nichts falsch. Der eigentliche Grund muss daher politisch sein. Das ist wirklich sehr traurig für die Wissenschaft. Ich sehe nicht, wie man die Wissenschaft noch ernst nehmen kann, wenn Herausgeber bereit sind, aus solchen Gründen Entscheidungen zu treffen.“

Der britische Telegraph berichtet weiter:

Zwei der Autoren, Prof. Gertjan Kaspers und Dr. Minke Huibers, erklärten, sie hätten den Rückzug „wegen Bedenken über die Fehlinterpretation des Papers durch andere und dem daraus resultierenden Risiko für die öffentliche Gesundheit“ beantragt. Sie stimmten jedoch nicht zu, dass das Paper Fehlinformationen enthalte. Die beiden anderen Autoren, darunter Dr. Mostert, lehnten den Rückzug ab.

Dr. Jona Walk, niederländische Forscherin für Immunologie und Infektionen und ebenfalls Mitautorin des Briefes an die BMJ-Redaktion, behauptete, das Paper sei nur wegen der medialen Berichterstattung zurückgezogen worden.

„Das ist ein politischer und kein wissenschaftlicher Grund“, schrieb sie auf X. „Mit dieser Entscheidung schafft das BMJ erneut einen gefährlichen Präzedenzfall in Zeiten zunehmender politischer Einmischung in die wissenschaftliche Forschung.“

Im Juni sagte Dr. Mostert vor dem US-Senat zu Impfschäden aus. In ihrer schriftlichen Aussage erklärte sie, der Abschnitt über mögliche Impfschäden sei ursprünglich „viel kürzer“ gewesen. Die BMJ-Peer-Reviewer hätten jedoch mehr Belege gefordert.

„Da Belege verfügbar sind, haben wir sie aufgenommen“, sagte sie. „Von Anfang an war es ein ungleicher Kampf. Unser Aufruf zur Untersuchung der zugrunde liegenden Ursachen musste auf die eine oder andere Weise zensiert und ausgelöscht werden.“

Sie fügte hinzu: „Um klarzustellen: Ich habe meine Position verloren, nachdem ich offizielle Regierungsdaten zur Sterblichkeit veröffentlicht und zu weiteren wissenschaftlichen Untersuchungen der anhaltenden Übersterblichkeit aufgerufen hatte.

Wissenschaft kann nicht funktionieren, wenn legitime Fragen beruflich gefährlich werden.

Wenn Wissenschaftler berufliche Zerstörung fürchten, verliert die Öffentlichkeit den Zugang zu ehrlicher wissenschaftlicher Untersuchung.“

Ein Sprecher des BMJ erklärte: „Das Pre-Publikations-Peer-Review ist nicht perfekt und übersieht sowohl kleinere als auch größere Probleme bei Artikeln. Deshalb schätzen wir das Post-Publikations-Peer-Review und die kritische Prüfung von allem, was wir veröffentlichen.

Insgesamt kommt das Journal zu dem Schluss, dass die Diskussion über die Ursachen der Sterblichkeit unausgewogen ist, an wissenschaftlicher Strenge mangelt und Fehlinformationen enthält. Wir haben der Erstautorin die Möglichkeit gegeben, die Schlussfolgerung zu korrigieren. Ihr Korrekturvorschlag ging jedoch nicht weit genug, und die Probleme mit der Originalität der Arbeit ließen sich nicht beheben.

Wir haben das Paper nicht wegen der medialen Berichterstattung zurückgezogen. Das ist kein Kriterium für einen Rückzug.“


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12 Kommentare

  1. Informationsbefreier 18. August 2026 um 18:01 Uhr - Antworten

    Es wiederholt sich das Schauspiel Andrew Wakefield und seine MMR-Autismus-Studie. Auch die Wakefield-Studie musste auf Druck des Verlages Elsevier gegen den Willen des Herausgebers zurückgezogen werden. Die Begründung für den Rückzug behauptete keinerlei Fälschung.

  2. therMOnukular 18. August 2026 um 16:11 Uhr - Antworten

    Ich fürchte wir sehen hier einfach das, was ich leider schon aus Erfahrung kannte und prophezeit habe:

    wenn eine massenpsychotische Gesellschaft ein solches Verbrechen (im Verbund der „Mehrheit“) begeht, dann ist es hinterher dieselbe „Mehrheit“, die gleichsam verbunden und kollektiv dieses Verbrechen vertuscht & abstreitet und sich gegenseitig schützt.

    Da braucht es keinen politischen Druck mehr, da drückt schon das Gewissen stark genug, das immer mehr Mühe hat, die immer sichtbareren Folgen des Verbrechens zu verdrängen. „Politiker“, „Journalisten“ & „Experten“ müssen sich dafür nicht einmal absprechen, das geht ganz automatisch, man sitzt im selben sinkenden Boot.

    Erst wenn die Tätergeneration schrumpft (und vor allem seine Machtpositionen verliert, durch die sie erst zur vermeintlichen „Mehrheit“ werden konnte), werden Unbeteiligte & Opfer öffentlich (medial) darüber sprechen können, ohne bisherige Ächtung durch diese Macht-„Mehrheit“ befürchten zu müssen.
    Das wird noch eine Weile dauern.

    Vorerst muss die erfreuliche Errungenschaft genügen, dass man unter sich im „Volksmund“ bereits sehr offen sprechen kann und die sich ertappt fühlenden anwesenden Mit-Täter sich plötzlich & unerwartet sehr still verhalten. Sogar in meiner Corinna-übereifrigen „Kultur“-Branche.

    Ich vermute also, das BMJ wollte zunächst immer mehr Nachweise fordern, um die Studie zu killen – und ist durch diese tatsächliche Lieferung mit der Zeit immer nervöser geworden, bis man die Notbremse zog. Vermutlich ist das Umfeld ebenso nervös und hat seine „Sorgen“ beim BMJ deponiert.
    Das neue Gesindel.

  3. W. Baehring 18. August 2026 um 14:23 Uhr - Antworten

    Achtung – Dieser Kommentar kann Spuren von Sarkasmus enthalten!

    Zitat: „Die Überprüfung …fand keine Hinweise auf böswillige Absicht, Datenfälschung oder Verfälschung.
    Die Arbeit wurde allerdings trotzdem als irreführend und selektiv eingestuft, weil sie „nicht den wissenschaftlichen Konsens widerspiegelte“ und die negativen Auswirkungen der Impfung unverhältnismäßig stark betont habe. Offenbar hat man etwas gemacht, was „DIE Wissenschaft“ nicht erlaubt“.

    Genau- hat man!
    Denn wo kämen wir denn hin, wenn irgendwelche querdenkerischen Zweifler aus der Reihe tanzen und das mühsam aufgebaute Vertrauen in „DIE (konsensbasierte) Wissenschaft“ (die nicht hinterfragt werden darf), zerstören und die Bevölkerung somit verunsichern könnten.
    Diese konsensfeindlichen Bestrebungen müssen deshalb im Keime erstickt bzw. mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden.
    In diesem Zusammenhang muß auch die aufmüpfige These: „Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst“ sowohl im politischen Diskurs als insbesondere auch in „DER Wissenschaft“ geächtet werden.

  4. Glass Steagall Act 18. August 2026 um 13:02 Uhr - Antworten

    Hier sollte man immer die Namen finden, die den Druck auf solche Studien ausüben, so dass sie zurück gezogen werden! Immer dann, wenn man die Verantwortlichen kennt, weiß man auch, wem sie dienen! Wenn etwas vertuscht werden soll, gibt es auf der anderen Seite die Verbrecher, die auffliegen könnten. Wie man sieht, ist die Verbrecher-Lobby immer noch stark genug, um weiterhin die Wahrheit zu verhindern!

    • Pusteblume 18. August 2026 um 13:38 Uhr - Antworten

      „Hier sollte man immer die Namen finden, die den Druck auf solche Studien ausüben, so dass sie zurück gezogen werden! Immer dann, wenn man die Verantwortlichen kennt, weiß man auch, wem sie dienen! …“
      Hiermit wäre Vielen geholfen. Doch der Druck wird wachsen und irgendwann werden sich diese Leute, die für die Spritzschäden (eine Impfung war das nicht) verantwortlich sind, verantworten müssen.

  5. Jurgen 18. August 2026 um 12:31 Uhr - Antworten

    So wie ich das sehe, macht man viel Aufhebens rund um Impfung und um die Unterdrückung deren Folgen. Aber die Sau, die hier durchs Dorf getrieben wird, ist die Verschleierung derselben Auswirkungen durch Mikrowellen, durch die süchtig machenden Selbst-Überwachungsgeräte am Körper und die Smartinfrastruktur, die jeden dauernd bestrahlt neben der laufenden Umstellung auf Wifi6 in den Käfighaltungsbauten für Menschen…

    Die Übersterblichkeit liegt bei 300 tausend pro Jahr, entspricht Lebenserwartung von nur noch 62 J. d.h. 20 Jahre weniger als vor der Aktivierung von 5g parallel zur Corona Krönung des neuen Karl des Großen Schlächters zu Britannien…

    • Pusteblume 18. August 2026 um 13:41 Uhr - Antworten

      „… Verschleierung derselben Auswirkungen durch Mikrowellen, durch die süchtig machenden Selbst-Überwachungsgeräte am Körper und die Smartinfrastruktur, die jeden dauernd bestrahlt neben der laufenden Umstellung auf Wifi6 in den Käfighaltungsbauten für Menschen… …“

      Aber der Unterschied zu der Giftspritzung ist, dass man noch!!! den Gebrauch dieser elektronischen Geräte, wie von Ihnen benannt werdend, für sich selber abwählen kann.

      • Jurgen 19. August 2026 um 9:51 Uhr

        Musste man sich etwa freiwillig impfen?

  6. Der Zivilist 18. August 2026 um 11:46 Uhr - Antworten

    Post-Publikations-Peer-Review und mediale Berichterstattung, wo genau ist denn da der Unterschied ? Mindestens gibt es da doch eine ziemlich große Schnittmenge.

  7. Gabriele 18. August 2026 um 11:10 Uhr - Antworten

    Es ist sowas von dreckig – sie werden alles tun, um die Wahrheit zu verhindern… Satanisch.

    • Pusteblume 18. August 2026 um 13:42 Uhr - Antworten

      Die Redaktion der Zeitschrift wird das irgendwann merken, wenn die Verkaufszahlen sinken.
      Eigentlich hat hier die Stunde der Diplomdokumentare und Redakteure geschlagen. Wenn diese den Betrug durchgehen lassen, dann ist alles gesagt.

      • Informationsbefreier 18. August 2026 um 18:03 Uhr

        Die wissenschaftlichen Zeitschriften leben im Wesentlichen von den Abonnementgebühren, die die Bibliotheken entrichten. Nur wenige Wissenschaftler abonnieren die Zeitschriften selbst, weil die Abogebühren horrend sind – dafür, dass die Verlage mit den Zeitschriften fast keine Arbeit haben.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann. Benutzer haften für den Inhalt ihrer Kommentare.

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