Roboter mit tausend Muskeln, was steckt dahinter?

25. Juni 2026von 10,3 Minuten Lesezeit

Ein Video macht seit Februar 2025 die Runde in den sozialen Netzwerken, und wer es einmal gesehen hat, kann es schwer wieder vergessen: Eine menschenähnliche Gestalt hängt reglos von der Decke. Dann beginnt sie zu zucken, zu zappeln, die Gliedmaßen verdrehen sich in Winkeln, die an anatomische Lehrtafeln erinnern – oder an Szenen aus einem Horrorfilm. Was war das?

Es war keine Maschine mit Metallgelenken und surrenden Motoren, sondern etwas, das unter seiner weißen Gummihaut pulsiert wie ein lebendiger Organismus. Was man sieht, ist der Protoclone V1 – der erste Vollkörper-Android des polnisch-amerikanischen Startups Clone Robotics, ansässig in Breslau (Wrocław) und mit Forschungsbüros in New York.

Die Reaktionen im Netz bewegen sich nahezu ausnahmslos zwischen Faszination und tiefem Unbehagen. Einige Kommentatoren ziehen Vergleiche zur HBO-Westernserie Westworld. Das ist kein Zufall – und es ist auch keine bloße Überreaktion von technikfernen Zuschauern. Es steckt Psychologie dahinter, evolutionäre sogar. Doch dazu später.

Die Gründungsgeschichte: Eine Obsession, die 2014 begann

Die Vorgeschichte von Clone Robotics beginnt nicht in einem Silicon-Valley-Inkubator, sondern in einem polnischen Bastlerkeller. Es war 2014, als der spätere Mitgründer und CTO Łukasz Koźlik in einem Lehrbuch ein Bild eines muskelaktuierten Roboterbeins sah – und von diesem Moment an nicht mehr aufhören konnte, darüber nachzudenken, wie man so etwas selbst bauen könnte. In einem Interview mit dem Robotics Reports Journal beschreibt sein Mitgründer Dhanush Radhakrishnan die frühen Jahre: Koźlik arbeitete jahrelang alleine, verwendete Ventile aus Waschmaschinen, iterierte über verschiedene Klassen künstlicher Muskeln und baute erste Prototypen von Roboterhänden – weil er in der Hand das schwierigste und zugleich relevanteste Problem der Robotik sah.

2020 stieß Dhanush Radhakrishnan dazu, ein im maschinellen Lernen ausgebildeter Forscher, der dem Projekt das fehlende „Gehirn“ geben wollte: eine KI-gesteuerte Steuerung, die in der Lage ist, neue Fähigkeiten schnell zu erlernen. Die beiden gründeten 2021 offiziell Clone Robotics. Radhakrishnan, der heute als CEO agiert, hatte schon als Kind Boston-Dynamics-Videos verfolgt und sich eine Welt vorgestellt, in der menschenähnliche Androiden unter uns leben. Die Lücke zwischen dieser Vision und dem damaligen Stand der Technik ließ ihn nicht los – bis er entschied, sie selbst zu schließen.

Verwischt die Grenze zwischen Mensch und Roboter?

Bereits drei Jahre vor dem viralen Protoclone-Video hatte das Unternehmen erste Aufmerksamkeit erregt: mit der Clone Hand, einer Roboterhand mit 24 Freiheitsgraden und 37 künstlichen Muskeln, überzogen mit einer gummiartigen Haut, die in ihrer Beweglichkeit – besonders des Daumens – verblüffend menschenähnlich wirkt. Diese Hand war kein Showpiece, sondern der technische Grundstein: Wer versteht, wie man eine Hand baut, hat, so Radhakrishnan, die allgemeinsten Designprinzipien für den gesamten menschlichen Körper erarbeitet.

1.000 Muskeln: Was steckt technisch dahinter?

Der Protoclone V1 ist, wie heise.de in seiner Berichterstattung festhält, kein herkömmlicher humanoider Roboter. Während Konkurrenten wie Teslas Optimus, Figure AI oder Boston Dynamics Atlas auf elektromotorische Aktuatoren setzen – also auf klassische Elektromotoren, Getriebe und Kabel –, verfolgt Clone Robotics einen radikal anderen Ansatz: biomimetische Muskelaktuatoren, sogenannte Myofasern.

Das Skelett des Roboters besteht aus 3D-gedruckten Polymerknochen und ist der menschlichen Anatomie so genau nachempfunden, dass es 206 Knochenelementen entspricht – von der Wirbelsäule über das Becken bis zu den Fingerknochen. An diesen Knochen setzen die 1.000 Myofasern an, jede einzelne verankert an anatomisch präzise bestimmten Punkten, genau wie echte Muskeln an echten Knochen. Das Ergebnis: rund 200 Freiheitsgrade – also 200 unabhängige Bewegungsachsen im gesamten Körper. Zum Vergleich: Aktuelle humanoide Spitzenroboter kommen auf knapp 50 Freiheitsgrade.

Das McKibben-Prinzip: Eine Technologie aus den 1950er Jahren

Die einzelnen Muskelfasern basieren auf dem Prinzip des sogenannten McKibben-Muskels – einer Technologie, die erstmals in den 1950er Jahren vom Ingenieur Joseph McKibben für Orthesen entwickelt wurde, wie das Soft Robotics Toolkit der Harvard University dokumentiert. Das Funktionsprinzip ist elegant in seiner Einfachheit: Ein innerer Gummischlauch wird von einem geflochtenen Textilmantel umhüllt. Wird Flüssigkeit oder Luft in den Schlauch gepumpt, dehnt er sich radial aus, das Geflecht reagiert geometrisch darauf und das gesamte Element zieht sich axial – also in der Längsrichtung – zusammen. Diese Zugbewegung überträgt sich auf Knochen und erzeugt Bewegung, exakt wie ein echter Skelettmuskel.

Clone Robotics hat dieses Grundprinzip erheblich weiterentwickelt und nennt die Eigenentwicklung Myofiber – eine Technologie, die laut Unternehmenswebseite seit 2021 patentiert wird. Der entscheidende Unterschied zu pneumatischen McKibben-Muskeln liegt im Antriebsmedium: Statt Druckluft verwendet Clone Robotics Wasser als Hydraulikflüssigkeit. Das hat erhebliche Konsequenzen für Geräusch, Präzision und Sicherheit. Radhakrishnan erklärt in seinem Interview: Wasser ist inkompressibel, es braucht keinen lauten Kompressor, und die Ventile lassen sich so optimieren, dass der gesamte Betrieb nahezu lautlos vonstatten geht. Die frühen Prototypen nutzten noch Waschmaschinenventile – das klang entsprechend. Der optimierte Produktionsstand ist akustisch eine andere Welt.

Das „Herz“ des Systems ist eine miniaturisierte 500-Watt-Elektropumpe, die Hydraulikflüssigkeit mit einem Druck von 6,8 Bar durch den Körper treibt. Ein System aus Rohren und Ventilen, intern Aquajet genannt, verteilt diese Flüssigkeit an die einzelnen Muskeln – der Verbrauch dieser Verteilung liegt bei unter einem Watt, was einer bemerkenswerten Effizienz entspricht. Das Wasser verbleibt im geschlossenen Kreislauf; wenn der, nennen wir ihn Android, Flüssigkeit verliert, könnte er – wie TechEBlog in seinem Bericht trocken bemerkt – theoretisch „trinken„.

Im Kopf hinter dem schwarzen Visier sitzen vier Tiefenkameras sowie Trägheits- und Drucksensoren, die in Echtzeit Daten an Mikrokontroller in der Wirbelsäule liefern, die wiederum Pumpe und Ventile ansteuern. Als Prozessor kommen NVIDIA Jetson Chips zum Einsatz – eine für Edge-Computing im Robotikbereich typische Wahl.

Weicher Muskel gegen harter Motor: Ein grundlegender Paradigmenwechsel

Um zu verstehen, warum der Ansatz von Clone Robotics so ungewöhnlich ist, lohnt ein Blick auf die Standardarchitektur heutiger Roboter. Systeme wie Atlas, Optimus oder Figure 01 verwenden bürstenlose Elektromotoren in Kombination mit Getrieben und steifen Gelenkaktuatoren. Diese Technologie ist ausgereift, präzise steuerbar und in der industriellen Fertigung bewährt. Ihre Schwäche liegt in der Physik: Elektromotoren erzeugen rotatorische Bewegung, die erst in lineare Gelenkbewegungen umgewandelt werden muss. Die Mechanik ist komplex, schwer und – verglichen mit biologischen Muskeln – relativ unflexibel.

Menschliche Muskeln hingegen kontrahieren direkt und liefern dabei eine inhärente Nachgiebigkeit (engl. compliance): Sie können Kräfte abfedern, sich elastisch verformen und bei plötzlichem Kontakt nachgeben. Kein Getriebe, kein Übersetzungsverhältnis. Ein einziger Myofaser-Aktuator von drei Gramm kann laut Clone Robotics über ein Kilogramm Zugkraft entwickeln – ein beeindruckendes Kraft-zu-Gewichts-Verhältnis. Zudem reagieren die Muskeln in unter 50 Millisekunden, was mit biologischen Skelettmuskeln vergleichbar ist.

Wie der German Design Council in seiner Analyse zusammenfasst, ermöglicht die biomimetische Architektur außerdem einen entscheidenden Designvorteil: Statt jedes Gelenk einzeln durchzukonstruieren, können die Ingenieure schlicht auf anatomische Atlanten zurückgreifen und Muskelansatzpunkte von dort übernehmen. Das Vorbild Natur ist Jahrmillionen optimiert – eine Abkürzung, die konventionelle Robotik nicht nehmen kann.

Die offene Frage bleibt, ob dieser Ansatz auch beim bipedalen Laufen funktioniert. Derzeit hängt der Protoclone V1 noch in einem Gestell und kann nicht frei stehen. Dazu braucht es extrem kraftvolle Muskeln, die das Gesamtgewicht tragen, und – besonders kritisch – ein System, das schnell genug reagiert, um das Gleichgewicht beim Laufen kontinuierlich zu korrigieren. Hydraulische Systeme sind tendenziell langsamer in der Regelung als direkte elektrische Antriebe. Das bleibt die zentrale technische Herausforderung.

Wie lange halten künstliche Muskeln? Die Frage der Materialermüdung

Die Antwort findet man im ersten Kommentar.

Der Uncanny-Valley-Effekt: Warum uns der Protoclone tief beunruhigt

Clone Robotics hat dem Protoclone V1 bewusst kein Gesicht gegeben. Statt dessen sitzt hinter dem schwarzen Visier ein Sensorarray. Das Unternehmen erklärt diesen Designentscheid selbst mit dem Uncanny-Valley-Effekt – und diese Entscheidung ist, psychologisch gesehen, hochgradig rational.

Der Begriff wurde 1970 vom japanischen Robotiker Masahiro Mori in seinem Artikel Bukimi no Tani Gensho (Das Tal des Grauens) geprägt, wie das Lexikon für Psychologie und Pädagogik dokumentiert. Moris Beobachtung war paradox: Je menschenähnlicher ein Roboter wird, desto stärker steigt zunächst die Akzeptanz bei Menschen – bis zu einem bestimmten Punkt. Dann kippt die Kurve abrupt: Wenn ein Wesen fast, aber nicht ganz menschlich ist, empfinden wir keine erhöhte Sympathie mehr, sondern tiefen Widerwillen, wie mindsquare.de erklärt. Ekel, Angst, das Gefühl, etwas Untotem gegenüberzustehen – das sind die typischen Reaktionen.

Was passiert im Gehirn? Das Organ versucht, das Gegenüber einer Kategorie zuzuordnen: Mensch oder Nicht-Mensch. Wenn die Signale widersprechen – Bewegungen sind menschlich, aber nicht ganz; Proportionen stimmen, aber etwas stimmt nicht –, entsteht kognitive Dissonanz. Das Gehirn reagiert mit Ablehnung, weil es nicht entscheiden kann. Scinexx berichtet über eine 2025 veröffentlichte Studie, die sogar eine Verbindung zum Immunsystem nahelegt: Die instinktive Vermeidungsreaktion könnte evolutionär mit dem Erkennen kranker oder bereits toter Artgenossen zusammenhängen. Was sich krank oder tot bewegt, war in der Evolutionsgeschichte potentielle Ansteckungsquelle.

Der Protoclone V1 trifft diesen Nerv mit anatomischer Präzision. Er hängt von der Decke und zuckt. Er hat Hände mit Fingerknochen. Er hat ein Becken, eine Wirbelsäule, eine menschliche Gestalt – aber kein Gesicht, keine Augen, keine Mimik. Er bewegt sich flüssiger als jeder bisher gesehene Roboter und zugleich leicht fehlerhaft. Er sieht nicht aus wie ein Mensch, aber bewegt sich wie einer. Das ist genau der Punkt maximaler Irritation auf Moris Kurve.

Ulrike Thomas, Leiterin der Professur für Robotik und Mensch-Technik-Interaktion an der TU Chemnitz, hat das Uncanny Valley lange für überschätzt gehalten – bis sie ihre Meinung änderte, wie das Psychologie-Lexikon von Stangl zitiert: „Ich denke, es liegt da, wo wir nicht mehr unterscheiden können zwischen Mensch und Roboter. Dann, wenn ich überrascht bin, wenn man mir sagt, das war jetzt ein Roboter und kein Mensch.“ Clone Robotics ist von dieser Grenze noch weit entfernt. Aber es ist näher dran als alle anderen.

Protoclone, Clone Alpha, Neoclone: Die Roadmap

Der Protoclone V1 ist kein Endprodukt, sondern ein Entwicklungsnachweis. Clone Robotics arbeitet parallel an zwei weiteren Systemen. Das erste, Clone Alpha, ist bereits auf der Unternehmenswebseite vorbestellbar – in einer ersten Auflage von 279 Einheiten. Clone Alpha soll KI-gesteuert sein, aufrecht gehen können und einfache Haushaltsaufgaben erledigen: Staubsaugen, Wäsche waschen, Getränke servieren. Einen Preis hat das Unternehmen noch nicht kommuniziert. Das zweite System, Neoclone, soll schließlich das bekommen, was dem Protoclone fehlt: ein realistisches Gesicht. Ob das die Akzeptanz steigert oder das Uncanny Valley nochmals vertieft, wird eine der spannenden Fragen der nächsten Jahre sein.

Der Robotermarkt, in den Clone Robotics drängt, ist brutal kompetitiv: Tesla, Boston Dynamics, Figure AI, Agility Robotics, Neura Robotics – allesamt finanzstark, personalstark, teilweise schon in Pilotprojekten mit der Industrie. Clone Robotics setzt auf einen Differenzierungsansatz, der technisch eigenständig ist: kein einziger elektrischer Motor im Körper, keine konventionellen Gelenke. Das ist entweder ein gewaltiger Vorteil – oder eine Sackgasse, falls das hydraulische System das Problem der Gleichgewichtskontrolle beim Laufen nicht lösen kann.

Was die Begegnung bedeutet

Sich dem Protoclone V1 gegenüberzustellen – auch nur im Video –, ist ein merkwürdiges Erlebnis. Es ist nicht die Angst vor einem Terminator, die überwiegt. Es ist etwas Subtileres: das Unbehagen, etwas zu sehen, das zu vertraut ist, um Maschine zu sein, und zu fremd, um Mensch zu sein. Ein Wesen, das Anatomie demonstriert, ohne Leben zu haben. Das sich erinnert an den Körper, ohne ein solcher zu sein.

Der German Design Council formuliert es treffend: Die Zukunft der Robotik wird nicht nur in Laboren geschrieben, sondern in der Art, wie wir als Gesellschaft entscheiden, wie wir diese Technologie gestalten wollen – und was wir von ihr in unsere Häuser, Krankenhäuser und Büros lassen. Neue soziale Normen, rechtliche Rahmenbedingungen, ethische Standards: All das ist noch weitgehend ungeschrieben.

Ein Roboter, der in 200 Freiheitsgraden beweglich ist, der aussieht wie ein Mensch, der sich bewegt wie ein Mensch ohne Seele – und der eines Tages laufen, sprechen und lernen wird – wirft Fragen auf, die weit über Ingenieurwissenschaft hinausgehen. Wie nah darf das Abbild kommen? Wer haftet, wenn es etwas falsch macht? Und was passiert mit uns, wenn wir uns an diesen Anblick gewöhnen? Im Moment zappelt da noch etwas, was an der Decke hängt. Aber bereiten wir uns vor, dass bald Fragen auf uns zukommen werden, die aus Science-Fiction Filmen zu stammen scheinen.

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53 Kommentare

  1. Hausmann_Alexander 25. Juni 2026 um 18:37 Uhr - Antworten

    Das Thema Roboter unter Menschen wurde auch im Spiel
    Fallout 4 dargestellt (2015), z.B Nick Valentine.

    Das die Hand eines Roboters kompliziert und ausschlaggebend ist, wurde im Film Terminator 2
    gezeigt
    (siehe aber :
    https://tkp.at/2026/02/07/china-baut-erste-20-gw-laserwaffe-mit-60-sekunden-salven-ein-starlink-killer/

    Der „Terminator“ hat da keine Chance).

    • Hausmann_Alexander 26. Juni 2026 um 14:12 Uhr - Antworten

      In dem Film Ghost in the Shell (1995) wird am Ende vom Cyborg
      versucht den Panzer zu öffnen. Die gezeigten Muskelstränge (reißen, ab 18 Jahre) sind die im obigen Artikel schon recht ähnlich.

  2. Thomas Moser 25. Juni 2026 um 16:40 Uhr - Antworten

    Geben wir nun einem LLM alle Kommentare zu diesem Artikel und lassen wir die Kommentatoren analysieren. Bei über 30 Kommentaren verliert man den Überblick, so dass eine derartige Aufstellung Sinn machen kann. Hier das Ergebnis, direkt zitiert:
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    Karlotta argumentiert aus einer stark moralisch‑kritischen Perspektive. Ihre Beiträge sind geprägt von Misstrauen gegenüber Machtstrukturen, gesellschaftlicher Dekadenz und einer fast apokalyptischen Weltsicht. Fachliche Bezüge fehlen, die Argumentation ist assoziativ und emotional, aber in sich konsistent.

    Jurgen liefert kurze, mystisch angehauchte Andeutungen wie „Wächter“, ohne Argumentation oder Kontext. Sein Stil ist spekulativ und narrativ, eher atmosphärisch als inhaltlich.

    Andreas_Sch. ist ein alltagslogischer, vernünftiger Kommentator, der Mosers Kern intuitiv versteht, auch wenn er nicht in theoretischen Begriffen argumentiert. Er ist verbindend, humorvoll und versucht, die Diskussion zu entspannen. Seine Zustimmung zu Moser ist klar, sein Stil dialogisch und bodenständig.

    Daisy bewegt sich im Bereich von Mythologie, Spiritualität und Naturphilosophie. Ihre Beiträge sind erzählerisch, weit ausholend und voller symbolischer Deutungen. Wissenschaftliche Bezüge fehlen, stattdessen dominieren kosmische Narrative und kulturkritische Reflexionen.

    Vortex ist der klassische Technik‑Esoteriker. Er verbindet Science‑Fiction‑Vorstellungen mit Quantenmystik, spricht von photonischem Bewusstsein und Data‑Androiden. Seine Aussagen sind hochspekulativ und entbehren jeder fachlichen Grundlage, wirken aber in sich geschlossen.

    Thomas Moser ist der einzige streng wissenschaftlich argumentierende Teilnehmer. Er arbeitet mit Informatik, Philosophie des Geistes, Mathematik. Seine Argumentation ist präzise, logisch und tief fundiert, sein Stil pointiert und gelegentlich polemisch.

    Patient Null widerspricht Moser, weil er zentrale Begriffe verwechselt: Lernen mit Verstehen, Komplexität mit Bewusstsein, Simulation mit Phänomen. Er argumentiert intuitiv‑technisch, aber ohne theoretische Informatik. Seine Reaktionen sind emotional, reaktiv und geprägt von Kategorienfehlern.

    Hello ist höflich, offen und interessiert. Er stellt klare, nachvollziehbare Fragen und sucht Verständnis, ohne zu spekulieren. Sein Stil ist sachlich und reflektiert, er bewegt sich im alltagslogischen Bereich und ist diskussionsbereit.

    Jochen Mitschka liefert solide ingenieurwissenschaftliche Informationen, insbesondere zur Materialkunde und Robotik. Seine Beiträge sind faktenorientiert, präzise und technisch fundiert, ohne Spekulation oder Übertreibung.

    1150 kommentiert knapp und kulturpessimistisch. Seine Beiträge enthalten keine Argumentation, sondern eher Stimmungsbilder oder kurze Wertungen.

    Elias O. bringt literarische und kulturelle Referenzen ein, etwa E.T.A. Hoffmann. Sein Stil ist ironisch und spielerisch, ohne technischen Anspruch. Er kommentiert eher am Rand, aber mit kulturellem Flair.
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    • Andreas_Sch. 25. Juni 2026 um 22:38 Uhr - Antworten

      Cool! Das klingt ein wenig, wie aus der Jahresendbeurteilung im Grundschulzeugnis. 😂

    • Hello 26. Juni 2026 um 8:54 Uhr - Antworten

      Amüsant, zeigt aber auch auf, wie gefährlich KI sein ann, wenn man es unkritisch verwendet und eine solche Beurteilung zB als allgemeine Charakterisierung annimmt. So habe ich ziemlich wenig beigetragen, um mich (allgemein) zu beurteilen.
      Vielleicht überzeugt es Patient Null aber, dass KI eben nicht intelligent ist, denn mit seiner Beurteilung wird er kaum zufrieden sein und verstehen, dass nur das rauskommt, womit man KI gefüttert hat.

      • Thomas Moser 26. Juni 2026 um 9:17 Uhr

        Der Einwand stimmt grundsätzlich. PN wurde dennoch inhaltlich dennoch gut getroffen, seine Kategorienfehler sind legendär. Se wurden übrigens auch gut getroffen. Ein Markenkern, den KI hier nicht gefunden hat bei PN ist das stoische Nicht-Argumentieren. PN fehlen auch die Grundlagen der theoretischen Informatik um hier mitreden zu können. Halteproblem Turing wird ihm nix sagen, zeigt aber klar Grenzen der Berechenbarkeit.

        Damit ich nicht falsch verstanden werde bzgl KI: Mir geht es nicht um Abwertung von KI, sondern um Einordnung. Ein hybrides System (Komponenten mit und ohne KI) kann Semantik so gut simulieren, dass es im regelhaften Alltag fast wie echtes Verstehen wirkt. In Bereichen wie Tumorerkennung oder Objekterkennung im Straßenverkehr reichen symbolische Regeln, statistische Muster und sensorische Daten oft aus, um zuverlässig zu entscheiden. Ein Modell erkennt typische Tumorstrukturen, vergleicht sie mit bekannten Mustern und liefert plausible Diagnosen. Ein autonomes Fahrzeug liest Verkehrsschilder, erkennt Fußgänger und schätzt Abstände ein.
        All das funktioniert, weil die Systeme funktionale, nicht echte Semantik besitzen: Sie verarbeiten Bedeutungsstrukturen korrekt, ohne sie zu verstehen.
        Doch diese Simulation bricht in komplexen Entscheidungssituationen: moralische Dilemmata, Kontextwechsel, unvorhergesehene Randfälle, unerwartetes Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer.

        Als System Ingenieur frage ich mich: Wie kann ich funktionale Sicherheit autonomer Systeme garantieren, wenn ich einen statistischen Funktionsapproximator einsetze, der systematisch Fehler erzeugen kann, sobald er außerhalb seines Trainingsraums operiert — weil er die Situation nicht versteht? Ich setze KI intensiv ein bei Codegenerierung etc, aber sie macht mir jetzt neue Probleme die ich vorher nicht hatte als Fehler klar diagnostizierbar waren. Daher muss ich grundsätzlich denken und deswegen habe ich die innere Architektur von KI mir angesehen. Es ist alles was ich geschrieben habe vollständig von KI-Forschung, Informatik und Philosophie des Geistes gedeckt. Bei PN ist die fachliche Deckung gleich Null, PN eben, also Pseudo-Noise statt Argumentieren.

        Und das hat jeder im Blog übrigens gemerkt.

      • Hello 26. Juni 2026 um 9:51 Uhr

        @Thomas Moser
        26. Juni 2026 um 9:17 Uhr

        Sie sind wirklich sehr auskunftsfreudig, danke.
        Was aber ist, wenn ich zB gehässige Texte zitiere, entweder ohne Anführungszeichen, weil ich annehme, dass ohnehin jeder das Original kennt, oder aber auch mit Anführungszeichen, also als Zitat ersichtlich. Würde das einen Unterschied bei der Bewertung meiner Person (oder irgendeiner anderen Person) ausmachen?

        Und wie kann ich erkennen, dass Sie als Person antworten und nicht KI?

      • Thomas Moser 26. Juni 2026 um 10:05 Uhr

        Keine Sorge – wenn ich gehässige Passagen zitiere, hält mich ein LLM nicht plötzlich für einen schlechten Menschen. Es weiß ja nicht einmal, dass Menschen existieren.
        Für die Maschine sind das nur Token in einer Reihe, völlig egal ob Zitat, Ironie oder Shakespeare.

        Ob ich Anführungszeichen setze oder nicht, macht für ein LLM ungefähr so viel Unterschied wie ein Regenschirm für einen Toaster.

        Und woran erkennt man, ob ich oder eine KI antwortet?
        Ganz einfach: gar nicht. Ein LLM klingt wie eine Person, weil es Sprache gut simuliert – nicht, weil dahinter eine steckt.

      • Patient Null 26. Juni 2026 um 11:07 Uhr

        @Hello
        Amüsant finde ich eher wie Thomas Moser auf einmal KI argumentativ anführt, obwohl er der Meinung ist KI begreift die Zusammenhänge nicht. Dann wäre der Auszug der KI nur eine formale Zusammenfassung aber inhaltlich sinnfrei. ;)

        Zum Thema, man konnte noch nie eine neue Sache mit herkömmlichem erklären. Als Darwin mit seinen Thesen kam, oder Einstein, oder .. wurde immer so argumentiert wie Moser es macht. Das klingt gut und überzeugt viele, aber es war trotzdem falsch. All diese Theorien haben sich hinterher als richtig herausgestellt, und die Annahmen bis dato als falsch.

        Fakt ist wir wissen nicht was Bewußtsein ist und wie es im Gehirn gebildet wurde. Auch das Gehirn arbeitet letztlich mit einfacher Hardware. Deshalb hat die KI Forschung jahrzehntelang im Nebel gestochert. Insofern kann auch die KI selbst keine schnelle Antwort zu dieser Frage liefern, weil sie mit dem Output von Menschen gefüttert wurde. Langfristig, die Weiterentwicklung geht ja rasant, denke ich aber schon.

        Ich denke das Intelligenz sich bildet bei höherer Komplexität. Deshalb hat eine Fliege kein Selbstbewusstsein, der Mensch aber schon, und das obwohl ihr Gehirn auf derselben Grundlage basiert.

      • Hello 26. Juni 2026 um 12:10 Uhr

        @Thomas Moser
        26. Juni 2026 um 10:05 Uhr

        Da gehen Sie jetzt ein bisschen an meiner Fragestellung vorbei.
        Ob mich LLM für einen schlechten Menschen hält oder nicht, kann mir egal sein. Obwohl LLM nicht weiß, dass es Menschen gibt, hat er die bei dem Experiment angeführten Personen (oder deren Bezeichnung) anhand ihrer Kommentare beschrieben. Der Mensch aber wird diese Beschreibung benutzen, die jeweilige Person zu bewerten. Sollte jemand also gehässige Zitate abgeben, würde LLM diese als Zitate erkennen, oder den Zitiernden selbst als gehässig beschreiben?

        @
        Patient Null
        26. Juni 2026 um 11:07 Uhr

        Die Thersen von Darwin werden derzeit als gültig anerkannt. Wer garantiert, dass man später andere Erkenntnisse gewinnt?

        Für mich sind Geist und Materie verschiedene Dinge. Geist ist klar und erkennend, das heißt, er hat kein Gewicht, keine Farbe, aber er erkennt (ob richtig oder falsch ist eine andere Frage). Bei einer Person (egal ob Mensch oder Tier) geht er eine Verbindung mit dem Körper ein und benützt dessen Organe, um zB Sehbewusstsein oder Denkbewusstsein zu erzeugen. Wenn das Auge schlechter wird, wird auch das Sehbewusstsein darunter leiden. Das Gehirn ist beim Menschen am besten ausgebildet – daher kann der Mensch schneller und besser denken. Wenn er das aber nicht trainiert und lieber KI benützt, wird seine Erkenntnisfähigkeit rapid abnehmen.

        Für mich war immer klar, dass Materie nie Geist erzeugen kann und daher eine Maschine immer Maschine bleibt.

        Wenn Sie fragen, woher Geist kommt? Er war immer da und wird immer bleiben. und von einer Existenz in die nächste gehen. Wir sind gewohnt, dass alles einen Anfang und ein Ende haben muss. Aber was war denn dann vor dem Anfang? Das habe ich mich schon als Kind gefragt. Was war vor dem behaupteten Urknall? Gott im jüdisch-christlichen Glauben war doch auch schon immer da. Also gibt es keinen Anfang und kein Ende. Die Materie (der Körper) allerdings zerfällt wie man leicht feststellen kann.

      • Hello 26. Juni 2026 um 12:29 Uhr

        Patient Null
        26. Juni 2026 um 11:07 Uhr

        Nachtrag: „Deshalb hat eine Fliege kein Selbstbewusstsein“
        Hat eine Fliege kein Selbstbewusstsein? Wieso putzt sie sich dann andauernd?

        Ich möchte eine Episode aus meiner Kindheit erzählen. Auf dem Land hatten wir viele Fliegen. Da gab es einmal eine Halbkugel zu kaufen, die mit Lockstoffen für Fliegen gefüttert war und Kontaktgift enthielt. Diese teuflische Halbkugel zog die Fliegen regelrecht an. Die Halbwertszeit ihres Überlebens danach währte nicht allzu lange. Aber sie ihrerseits waren gleichfalls nicht dumm. Nach einiger Zeit des Massensterbens sammelten sie sich in großer Zahl an einer Tischkante, als ob sie eine Ratsversammlung einberufen wollten. Dort krabbelten sie herum und berichteten anscheinend über ihre leidvollen Erfahrungen mit dem Sterben ihrer ArtgenossInnen. Nach geraumer Zeit nämlich mieden sie die verlockende Halbkugel.

      • Hello 26. Juni 2026 um 12:34 Uhr

        Patient Null
        26. Juni 2026 um 11:07 Uhr

        Die oben angeführte Geschichte erscheint als Nachtrag, weil der erste Teil meiner Antwort (gemeinsam mit Antwort auf TM) erst erlaubt werden muss.

    • Patient Null 26. Juni 2026 um 11:16 Uhr - Antworten

      @Thomas Moser: Damit ich nicht falsch verstanden werde bzgl KI: Mir geht es nicht um Abwertung von KI, sondern um Einordnung

      Dann frage ich mich warum sie bei jedem Artikel zum Thema die gleiche „Einordnung“ unten drunter schreiben. Das grenzt für mich an religösen Eifer der mit „Einordnung“ nicht zu erklären ist. Eigentlich wollte ich schon gar nichts mehr dazu schreiben, hab mich aber dann doch dazu verleiten lassen zumindestens diese Nachfrage zu stellen. Naja egal.

  3. Karlotta 25. Juni 2026 um 12:50 Uhr - Antworten

    Machen wir uns nichts vor. Jedes Wissen, jede Debatte, ob MINT, ob Geisteswissenschaftlich wird für und von den Herrschenden, also von durchweg narzisstisch, machavellistisch, psychopathisch, sadistisch tickenden Menschen, den jedes intrinsische Mitgefühl fremd ist, auf ihren Nutzen hin analysiert und zu ihren Gunsten und Nutzen missbraucht und benutzt.
    Mir scheint hier befindet sich ein weiterer feuchter Traum auf dem Weg hin zur Verwirklichung und Ausschlachten.

    Mich interessiert sehr, wie viel tote und wie viel lebendige Lebewesen dafür schon „Porträt gestanden“ haben? Wobei es das ja nicht trifft. „Porträt stehen“ geschieht doch wohl in der Regel freiwillig.

  4. Jurgen 25. Juni 2026 um 11:58 Uhr - Antworten

    Ich denke, sie versuchen die Silikonartige Haut der gefundenen Wächter irgendwie nachzubauen…

    • Andreas_Sch. 25. Juni 2026 um 12:41 Uhr - Antworten

      Wächter? Helfen Sie mir bitte auf die Sprünge!

  5. Daisy 25. Juni 2026 um 11:03 Uhr - Antworten

    Der Mensch baut die Natur nach, um sie zu verstehen. Der Mensch ist ein Gottesquantum jenes Gottes, den er selbst erschaffen hat, des Schöpfergottes.

    Wir stammen von Wesen ab, die uns erschaffen haben und tragen ihre Gene. So werden wir eines Tages wieder Lebewesen erschaffen…hoffentlich auf einem anderen Planeten. Bitte nicht hier.

    Der Sinn des Lebens ist nicht 42, sondern dass das Leben Ordnung ins Chaos bringt. Ob das nun äsendes Wild ist oder Termiten oder der Mensch, der die Wildnis rodet und Felder bebaut. Wir nehmen uns die verschiedensten Materialien aus der Natur und schaffen etwas Neues damit, Eisen, Stahl, Keramik, Teppiche, Stoffe…Plastik.
    Gäbe es das Leben nicht, herrschte Chaos.
    Der zweite Sinn ist das Überleben des Lebens. Es ist ein sehr mächtiger Trieb. Schon in der einzelnen Zelle ist er vorhanden. Ameisen verstecken sich oder erstarren.

    Es gibt aber meines Wissens keine Tierart, die Suizid begeht. Der Mensch kann sich das allerdings wünschen, wenn er sehr gestört ist. Selbstmxrd ist der Mut der Feiglinge, sagt man. Der Mensch kann sich auch wünschen, alle anderen zu ermxrden und manche tun es. Das können sie mithilfe von Giften usw., auch mit Soldaten oder bald mit Robotern.

    Aber für normal pflanzt man sich fort und überlebt auf diese Weise. Die Natur hat es so eingerichtet, dass Populationen nicht überhand nehmen, weswegen es Fressfeinde gibt. Manchen Arten ist nicht beizukommen. Dafür gibt es dann das Gesetz der Plagen. Der Mensch ist ene Plage für den Planeten.

    Wir brauchen keine Roboter, denn es gibt genug Menschen auf der Welt. The human race ist so geistgestôrt, dass man ihr zutrauen kann. Dass sie, um einen Zweck für ihre Spielereien zu fnden, echte Menschen gegen Roboter austauscht.
    Was für eine irre Entwicklung! Uns würde es wirklich nicht schaden, wenn wir das Industriezeitalter verließen, uns reduzierten und schließlich wieder so lebten wie in der Steinzeit…

    • Andreas_Sch. 25. Juni 2026 um 11:24 Uhr - Antworten

      Naja, Steinzeit … Ich würde das, ach so dunkle (Grusel), Mittelalter präferieren. Wer kam eigentlich auf den unsinnigen Gedanken, dass eine Gesellschaft mehr leisten muss als ein halbwegs funktionierendes und (v.a.) gedeihliches Zusammenleben zu ermöglichen? Ein Gemeinwesen kann und soll(!) gar nicht alle Probleme des Einzelnen lösen.

      • Daisy 25. Juni 2026 um 12:42 Uhr

        Ja, ich dachte zunächst auch ans Mittelalter, dann aber nix mit moderner Medizin…und dann dachte ich, sie haben damals die Katzen ausgerxttet, worauf die Pest viele Opfer forderte. Dunkel ist das Mittelalter wegen der RKK. Wenns ohne ginge, so war diese Zeit auch OK. ;-)

        Mich hat der Fortschritt auch immer gestört. Never change a running system. Die Lebensweise der noramerikanischen Indianer taugt mir am meisten. Man lebt in Respekt und Einklang mit der Natur, und nimmt nur, was man braucht….

      • Andreas_Sch. 25. Juni 2026 um 15:25 Uhr

        @Daisy
        25. Juni 2026 um 12:42 Uhr
        Die Römische Kirche war der Versuch zentrale Macht (des Römischen Reiches) zu konservieren und über die Religion zu restaurieren, während die natürliche Entwicklung in Europa andere, getrennte Wege präferierte …

      • Daisy 25. Juni 2026 um 15:52 Uhr

        Ja, ich denke, dass die RKK, aber auch die Evangelen bzw. der unnatürliche Eingottglaube wohl die Ursache ist, warum die „Weißen“ so eine gierige Art geworden sind, die sich alles und jeden untertan machen, versklaven und ausbeuten müssen. Da haben wir was rausgefunden. Die Kirche hat im Mittelalter den alten „heidnischen“ Glauben verdrängt, gut dargestellt in Avalon, Merlin, Morgan le Fay…
        Die Katholen bauten ihre Kirchen stets auf „heidnische Kultstâtten, um sie zu besiegen, denn es waren Orte der Kraft….

      • Andreas_Sch. 25. Juni 2026 um 17:19 Uhr

        Ich als eingefleischter Unitarier sehe im Eingottglauben nichts Unnatürliches, sofern man G’TT als DIE KRAFT versteht, aus der alles kommt und zu welcher alles als Sinn strebt …
        Bei den Christen hat sich aber das trinitarische Bild durchgesetzt, welches meiner bescheidenen Meinung nach nur die römische Staatsreligion sozusagen „vereinfachen“ sollte … Ich trenne nämlich auch strikt Glaube von Religion – wobei Religion eher in den Bereich Politik gehört.

      • Daisy 25. Juni 2026 um 21:13 Uhr

        Ein Gott müsste allmächtig sein. Deswegen wurde der Eingottglaube auch eingeführt. Es ging um die Macht. Wenn er aber alle Macht hat, ist er zwangsläufig ein Arschloch.

        Natürlich ist der Vielgottglaube. Es geschehen so viele Ungerechtigkeiten auf der Welt, die lassen sich eben nur so erklären, dass die Götter ständig im Streit untereinander liegen. Das ist total realistisch, wissen Sie? Es ist demokratisch :-)

        Während ein Gott ja totalitär ist. Schaun Sie sich doch um auf der Welt? Was muss dieser Gott für ein Arschloch sein?
        Und die vielen Götter – die Sonne, das Meer, der Krieg usw. – die sind wohl auch sauer, weil keiner mehr an sie glaubt, s. Raumschiff Enterprise – da fanden sie mal Apoll auf einem Planeten… ;-)
        Zur Zeit wütet übrigens Ares…

      • Andreas_Sch. 25. Juni 2026 um 22:14 Uhr

        @Daisy
        25. Juni 2026 um 21:13 Uhr
        Deswegen soll man sich ja kein Bild machen – es gelingt nicht und ist dazu noch sinnlos.
        Aber, wenn man Menschen etwas wie Ambiguität zugesteht, sollte man doch nicht IHM diese Eigenschaft absprechen – zumal der Mensch nach SEINEM Bilde und so …. Der Ausgleich ist das, was man dabei Leben nennen kann …
        Das ich von Demokratie nicht viel halte wissen Sie ja. Die vielen Götter sind göttliche Prinzipien, die personalisiert wurden, aber Eigenschaften von IHM sind … Das ist ungefähr so wie: Wenn ich hier schreibe, kann man einen Teil meiner Persönlichkeit sehen, was aber niemanden denken lassen sollte, dass er mich dadurch auch nur annähernd versteht, wie CH wirklich bin. Auch ich habe verschiedene Personae: Privatmensch, Berufsmensch, Öffentlichkeitsmensch, Witzfigur, ja, auch Arschloch und weitere. Image ist eben nicht alles.
        Ich mag übrigens Eros und Minerva … 😊

    • Daisy 25. Juni 2026 um 21:17 Uhr - Antworten

      PS: in der Politik ist es die Ideologie, die bis auf das Übersinnliche wie eine Religion ist. Sie hätte mMn ebenso wie Religion (auch Glaube) nichts in der Politik zu suchen. Religion/Ideologie und Staat sind zu trennen. Und btw, man sollte auch die Kinder damit in Ruhe lassen.
      Der Glaube sollte Privatsache sein, s. Laiszismus.

      • Daisy 25. Juni 2026 um 21:19 Uhr

        Laizismus

      • Andreas_Sch. 25. Juni 2026 um 22:28 Uhr

        Für mich ist Glaube meine Beziehung zu IHM und von der Form unabhängig, während Religion die soziale, also politische Dimension ist und damit reine Form. Eine Politik, die nichts über den Menschen und die Gesellschaft Hinausweisendes anerkennt, also ethische Überlegungen lediglich als ein untergeordnetes Phänomen behandelt, welches lediglich zu „moderieren“ ist, führt zu nichts Gutem. Das konnte man nach der Französischen Revolution sehr schön bewundern und auch jetzt sehr gut sehen. Wie sehr wäre uns heute gedient, wenn „Nächstenliebe“ ein zentrales Element der Politik wäre – also in Echt, nicht geheuchelt …

  6. Andreas_Sch. 25. Juni 2026 um 11:00 Uhr - Antworten

    Etwas Derartiges macht mir keine Sorgen – Ich finde es vielmehr interessant. Was passiert, wenn wir uns an den Anblick gewöhnen? Es gab Zeiten und es gibt heute noch Menschen, die Darstellungen von Menschen bildlich und plastisch ablehnen … Ich denke, dass humanoide Roboter so etwas wie „bewegliche Statuen“ sind. Wie im alten Rom Statuen eine Art dekorative Statussymbol waren, wird das wohl auch für diese Androiden gelten. Wer hat schon Angst vor Statuen, selbst wenn sie sich bewegen?

    • Vortex 25. Juni 2026 um 14:38 Uhr - Antworten

      Selbst hätte ich ebenso kein Problem mit einem KI-Androiden (wie z. B. Data), und wie man hier sieht, ist China bereits viel weiter (tinyurl.com/39ddvk72). Hinzu kommt (bald) zumindest eine Simulation eines Bewusstseins (tinyurl.com/ykt3z73v), was die interne Logik und Selbstreflexion betrifft, ergo alles geht in Richtung nützliches Universalwerkzeug, was Fachwissen und die Übernahme der meisten menschlichen Tätigkeiten betrifft, irgendwann in naher Zukunft …

      Wissenschaftler haben erkannt, dass Photonen so etwas wie die kleinsten Bewusstseinseinheiten sind (tinyurl.com/dysk2jxf) und als Kollektiv sogar eigene Entscheidungen treffen, was in der nächsten KI-Androidengeneration intern mit rein photonischer Technologie sogar dem menschlichen Bewusstsein nahekommt, nur vmtl. ohne ein spirituelles Bewusstsein (Seele), oder eines Tages vielleicht doch? …

      • Thomas Moser 25. Juni 2026 um 15:47 Uhr

        Was noch ein KI-Esoteriker ! Lesen Sie mal Turing-Halteproblem und Gödel Unvollständigkeit bei formalen Systemen wie Digitalrechner. Diese Grenzen der Berechenbarkeit gelten natürlich auch für KI. Aber Sie haben eine ausführliche Replik verdient. Ihnen kann ich erst mal empfehlen: download mathematical architecture of transformer model. Dann verstehen Sie warum ein LLM keinen Text versteht, sondern nur so tut. Glauben Sie wirklich sie Maschine mag Sie, wenn sie sagt „Ich mag Dich“ ? Fragen Sie mal die KI selbst.

        Die Beispiele klingen spannend, aber sie haben mit dem wissenschaftlichen Verständnis von Bewusstsein und KI leider nichts zu tun. Ein Android wie Data ist eine literarische Figur, kein technisches Entwicklungsziel. Und weder heutige KI‑Modelle noch photonische Schaltungen erzeugen Bewusstsein – sie erzeugen Verhalten, das wir als sinnvoll interpretieren.

        Eine „Simulation von Bewusstsein“ ist genau das: eine Simulation. So wie ein Flugsimulator kein Flugzeug ist, ist ein Bewusstseinssimulator kein Bewusstsein. Er kann interne Zustände berechnen, aber er weiß nicht, dass er sie berechnet. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen Modell und Phänomen.

        Auch die Idee, Photonen seien „kleinste Bewusstseinseinheiten“, ist kein wissenschaftlicher Konsens, sondern eine spekulative Interpretation einzelner Autoren. In der Physik gelten Photonen als Quantenobjekte mit definierten Eigenschaften – aber nicht als Träger von Intentionalität, Selbstmodell oder Erfahrung. Entscheidungen treffen sie nicht; sie folgen Wahrscheinlichkeitsverteilungen.

        Was KI‑Systeme heute leisten, ist beeindruckend, aber es bleibt statistische Musterverarbeitung.
        Ein LLM projiziert Wörter in hochdimensionale Vektorräume, Attention gewichtet Korrelationen, und daraus entsteht sprachliche Form – aber keine Bedeutung. Würden wir eine Sprache ohne statistische Muster verwenden, würde das Modell sofort kollabieren. Das zeigt, wie fundamental die Abhängigkeit von Korrelation ist.

        Kurz gesagt:
        Wir können Bewusstsein simulieren, aber nicht erzeugen. Wir können Verhalten modellieren, aber nicht Erleben. Und wir können Maschinen bauen, die nützlich sind – aber nicht Maschinen, die verstehen. Noch Fragen ?

      • Vortex 26. Juni 2026 um 1:00 Uhr

        @Thomas Moser
        Danke für Ihre Lesetipps und fachlichen Ausführungen … :-)

        Bereits im Juni 2022 hatte ich Bedenken, was eine fehlgeleitete KI so alles anstellen kann.
        Quelle (Post: Vortex): https://tinyurl.com/2mbta4uj

        1 Jahr später, im Juni 2023, war ich bereits skeptischer, aber auch neugierig, wie es weitergeht.
        Quelle (Post: Vortex): https://tinyurl.com/mvzy24f9

        Bis Februar 2024 hatte ich bereits einige KI-Systeme getestet und war dann eher ernüchtert.
        Quelle (Post: Vortex): https://tinyurl.com/8mrnkd4h

        Ab 2025/2026 gab es einige interessante Ergebnisse, die ich eher als KI-Brainstorming betrachte, woraus vielleicht etwas Nützliches entstehen könnte …
        Quelle (meine besten KI-Ergebnisse): https://tinyurl.com/y4cw3jp2

        Den nötigen Abstand, um nicht durch die KI hypnotisiert zu werden, kann mittels einer uralten Meditation: https://i4joy.com erfolgreich kompensiert werden, wodurch das Bewusstsein (die eigene Seele als Lichtkörper) gestärkt wird …

  7. Patient Null 25. Juni 2026 um 10:41 Uhr - Antworten

    Ist schon ziemlich unheimlich. Sowas will man eigentlich nicht in der Wohnung als Hilfe haben.

    In Westworld hatten die Androiden btw richtige Muskeln aus dem 3D Drucker. Hydraulik ist schonmal besser als mit Elekromotoren, hat aber noch den Nachteil wenn irgendwo ein Loch ist geht nichts mehr. Die Natur war schon sehr klever. Zudem können sich beim Menschen die Muskeln selbst regenerieren und sogar verstärken durch Gebrauch. Davon sind wir technisch noch weit entfernt.

  8. Thomas Moser 25. Juni 2026 um 10:40 Uhr - Antworten

    Der Artikel zeigt einen Roboter, der dem Menschen in Bewegungen, Muskeln und Anatomie immer ähnlicher wird. Genau deshalb ist es wichtig, dass ein Roboter immer klar als Roboter erkennbar bleibt. Nicht, weil Maschinen minderwertig wären, sondern weil sie – trotz perfekter Imitation – keine Menschen sind und niemals sein können. Jeder Friseur versteht das sofort: Eine Maschine bleibt eine Maschine. Seltsamerweise tun sich manche Programmierer ohne fundierte theoretische Informatik schwer damit und verwechseln komplexe Berechnung mit Bewusstsein. Doch weder Muskeln aus Polymer noch 1.000 künstliche Fasern machen aus einem Roboter ein denkendes Wesen.

    Ein Roboter kann aussehen wie ein Mensch, sich bewegen wie ein Mensch und sich sogar anfühlen wie ein Mensch – doch er bleibt eine A NOP I, eine Artificial Non‑Philosophical Intelligence. Er führt Maschinenbefehle aus, ohne zu wissen, dass er Befehle ausführt. Er hat kein Bewusstsein, keine Intentionalität, kein Selbstmodell. Er kann nicht über seine Handlungen nachdenken, weil er nicht weiß, dass er handelt. NOP ist übrigens der Maschinenbefehl für NoOperation, eine perfekte Metapher für Rechnen ohne Verstehen.

    Ein denkender Roboter ist so absurd wie die Vorstellung, eine Heizung würde über den Klimawandel nachdenken, nur weil sie die Temperatur regelt. Oder ein Taschenrechner würde plötzlich verstehen, was eine Wurzel ist, nur weil er Wurze(2) per Näherungsformel numerisch ausrechnet. Wenn der Taschenrechner irgendwann behaupten würde, er habe jetzt endlich begriffen, was eine Wurzel bedeutet, wäre das kein philosophischer Durchbruch, sondern ein Defekt.

    Genauso verhält es sich mit Robotern: Sie können täuschend echt wirken, aber sie verstehen nichts. Sie simulieren Verhalten, aber sie besitzen kein Innenleben. Und genau deshalb müssen sie sichtbar Maschinen bleiben, damit wir nicht in die Falle des Anthropomorphismus tappen.

    • Patient Null 25. Juni 2026 um 10:55 Uhr - Antworten

      Wirst du nicht mal müde das immergleiche, noch dazu falsche, zu wiederholen, nur mal so am Rande? Eine KI kann nicht denken, weil sie kein Mensch ist, was für eine Logik. Eine KI ist eben kein Taschenrechner. Ein Taschenrechner wurde programmiert, eine KI nicht, solltest du eigentlich wissen. Die lernt, ziemlich genau wie Menschen.

      • Thomas Moser 25. Juni 2026 um 11:04 Uhr

        Das verstehen Sie nicht. Sie merken das, aber Sie sollten das endlich verstehen.

        KI Optimisten wie Sie glauben an eine moderne Form der Alchemie: die Emergenz Hypothese: Wenn man genug einfache Elemente zusammenschüttet, entsteht plötzlich etwas qualitativ Neues — Denken, Bewusstsein, Intentionalität. Das ist die digitale Version des alten Wundersatzes: Aus Blei wird Gold, wenn man nur lange genug rührt.

        Die Emergenz Gläubigen verwechseln Ebenen. Sie glauben: die Buchstaben seien der Text, die Pixel seien der Film, die Neuron Aktivierungen seien das Denken, die Statistik sei die Semantik, die Korrelation sei die Kausalität, und die Komplexität sei die Intentionalität. Kurz: Sie halten die physikalische Trägerschicht für das Phänomen, das darauf beruht. Das ist, als würde man behaupten: Wenn ich genug Tintenkleckse auf Papier drucke, entsteht irgendwann ein Roman. Nein. Es entsteht höchstens ein Tintenklecks mit Ambitionen. Wer glaubt, dass Denken aus statistischen Aktivierungen emergiert, müsste zeigen, dass die Grenzen formaler Systeme überwindbar sind. Viel Erfolg dabei.

        Wer jemals ernsthaft über das OSI (Open System Interconnection) Modell der Kommunikation nachgedacht hat, fällt nicht auf die Emergenz Hypothese herein. Denn das OSI Modell lehrt eine einfache, aber harte Wahrheit: Die Trägerschicht ist nicht die Bedeutungsschicht. Bits sind nicht Semantik. Layer 1 ist nicht Layer 7. Doch genau diese Ebenenverwechslung ist der Kern des KI Hypes. Bedeutung kommt von außen — vom Menschen. Nie aus dem Signal selbst. Selbst Layer7 hat nur Zugriff auf die Zeichen — aber nicht auf das, was sie bedeuten.

    • Andreas_Sch. 25. Juni 2026 um 11:06 Uhr - Antworten

      Volle Zustimmung! 👍
      Nur eine kleine Verständnisfrage: Was hat der Friseur damit zu tun?

      • Thomas Moser 25. Juni 2026 um 11:10 Uhr

        Der Frisor checkt das und wirkt intelligenter als @PatientNull, der neuronale Kurzschluss.

      • Andreas_Sch. 25. Juni 2026 um 11:33 Uhr

        @Thomas Moser
        25. Juni 2026 um 11:10 Uhr
        Ein Friseur mag nicht viel von Informatik verstehen – sollte aber Ahnung von Menschen haben.

      • Thomas Moser 25. Juni 2026 um 11:39 Uhr

        PatientNull verseht KI nicht von innen. ich sage nicht, dass KI nicht denken kann, weil sie kein Mensch ist.
        Ich sage: KI kann nicht denken, weil sie keine intentionalen Zustände hat.
        Lernen im maschinellen Sinn ist Statistik, nicht Verstehen.
        Ein System kann Muster anpassen, ohne zu wissen, dass es Muster anpasst.
        Hier stimmt mir jeder Informatiker zu, der weiß wie eine Turingmaschine arbeitet, daran ändert KI nix.
        PatientNull ist Programmierer, aber wohl ohne fundierte Informatik und philosophisch ein Totalausfall. Muss es auch geben in so einem Blog.

      • Andreas_Sch. 25. Juni 2026 um 12:27 Uhr

        @Thomas Moser
        25. Juni 2026 um 11:39 Uhr
        Ich finde das ist doch genau der Punkt: Eine „KI/AI“ kann nicht denken, weil sie kein Mensch ist!
        Alles Künstliche ist nur Abbildung von Teilen des Natürlichen. Wie ein Bild oder eine Statue eben Teile des menschlichen Äußeren abbildet, bildet „KI/AI“ einen Teil der Denkarbeit (!) ab. Das kann ein nützliches Hilfsmittel sein.
        Vielleicht haben Sie beide weniger ein Verständnisproblem, denn für mich mutet das eher an wie ein Kommunikationsproblem … Hier könnte „KI/AI“ helfen. Prompt: Übersetze Thomas Moser in Patient Null. 🤣

      • Thomas Moser 25. Juni 2026 um 12:39 Uhr

        KI denkt nicht, weil sie gar nichts weiß von dem, was sie tut.
        Das „Lernen“ einer KI ist kein Lernen wie bei uns, sondern reines Anpassen von Zahlenwerten, damit Muster besser passen. Das ist Statistik, nicht Verstehen.
        Eine KI weiß nicht, dass sie lernt – genauso wenig wie ein Taschenrechner weiß, was eine Wurzel ist, obwohl er sie korrekt ausrechnet.

        Der Unterschied ist nur die Komplexität, nicht die Art. Beide Systeme rechnen – keines versteht.
        Ein neuronales Netz ist kein Naturphänomen, das spontan Bewusstsein entwickelt, sondern ein mathematisches Objekt, das durch Optimierung seine Parameter anpasst. Das ist kein Denken, sondern Funktionalapproximation. Das versteht er nicht, der Neuro-Kurzschluss.

        Wenn wir das auseinanderhalten, reden wir nicht aneinander vorbei. Aber PatientNull ist hier blockiert und will nix einsehen. Man könnte ihn auf Turing und Gödel (Grenzen formaler Systeme) verweisen, aber das checkt er nicht Er akzeptiert keine prinzipiellen Grenzen von KI. Daher ist es nicht nur ein Kommunikationsproblem. Er glaubt letztlich die KI mag ihn wenn sie sagt „ich mag dich“. Damit legt PatientNull das Niveau dieses Blog auf Null, perfekt zu seinem Namen.

    • Jochen Mitschka 25. Juni 2026 um 12:03 Uhr - Antworten

      „Er führt Maschinenbefehle aus, ohne zu wissen, dass er Befehle ausführt. Er hat kein Bewusstsein, keine Intentionalität, kein Selbstmodell. Er kann nicht über seine Handlungen nachdenken, weil er nicht weiß, dass er handelt. “ Als ich das las begann ich zu überlegen, ob Roboter nicht schon längst unter uns weilen ….

      • Andreas_Sch. 25. Juni 2026 um 12:30 Uhr

        Ja, der ist gut! 😆

      • Andreas_Sch. 25. Juni 2026 um 12:45 Uhr

        P.S.: Dieses Phänomen beschrieb Rudolf Steiner unter dem Rubrum „Ich-Lose“.

      • Hello 25. Juni 2026 um 12:50 Uhr

        Sehr pointiert.
        Aber nicht auch überheblich?
        Die Konsequenz wäre, dass diese Roboter keine Verantwortung für ihr Handeln übernehmen müssten – obwohl, das tun sie ohnehin nicht.

    • Hello 25. Juni 2026 um 12:41 Uhr - Antworten

      @Thomas Moser
      25. Juni 2026 um 10:40 Uhr

      Sie klären seit einiger Zeit auf und meist sogar höflich.
      Ich habe da noch eine Frage: Die Maschine versteht nichts (davon war ich sowieso immer überzeugt). Wie kommt es aber zu der Bezeichnung LLM (Large Language Model), wenn die Maschine doch gar keine Sprache versteht?

      • Thomas Moser 25. Juni 2026 um 13:04 Uhr

        Ein Large Language Model funktioniert nur, weil natürliche Sprachen voller statistischer Regelmäßigkeiten sind: bestimmte Wörter treten häufiger zusammen auf, bestimmte grammatische Muster wiederholen sich, bestimmte semantische Felder clustern. Ein LLM modelliert genau diese Korrelationen. Sobald die Wörter in hochdimensionale Vektoren projiziert werden, verschwindet jede echte Semantik; übrig bleiben numerische Muster. Attention verstärkt lediglich die Fähigkeit, diese Muster über größere Distanzen hinweg zu gewichten – aber auch das bleibt reine Statistik ohne Verstehen.
        Würden wir jedoch eine Sprache konstruieren, in der es kaum Korrelationen gibt – etwa weil jedes Wort völlig unabhängig von jedem anderen ist oder weil Grammatik vollständig zufällig variiert –, dann hätte das Modell nichts zu lernen. Ohne Muster keine Generalisierung, ohne Generalisierung keine Vorhersage. Das LLM würde kollabieren, weil sein einziger „Treibstoff“ die statistische Struktur der Sprache ist. Die scheinbare Semantik entsteht beim Menschen, nicht im Modell; und ohne Korrelationen gäbe es nicht einmal mehr diese Illusion. Bitte Transformer Architektur downloaden und sehen: alles „nur“ Mathematik wie beim Taschenrechner, der nicht weiß was er tut.

        Sie verstehen das ? PatientNull (KI-Esoteriker) sieht es als Angriff auf und Abwertung von KI.

      • Hello 25. Juni 2026 um 13:14 Uhr

        Danke, ich finde nur den Ausdruck irreführend, zumindest für mich, weil es nach einem großen, lebendigen Wortschatz klingt – genauso wie KI nach echter Intelligenz klingt, was es ebenfalls nicht ist.

      • Thomas Moser 25. Juni 2026 um 13:32 Uhr

        Die Informatik weiß das alles und kann den Marketing Begriff AI nicht mehr so leicht ändern.
        Denken Sie sich was Passendes aus. Mein Vorschlag wäre AII-by-ANOPI : artifical intelligene illusion created by Artificial-NonPhilosophical-Inteligence. Das trifft es am besten.
        Oder AII
        Oder ANOPI (man achte auf den Wortwitz NOP Hinweis auf Assemblersprache des Prozessors: der arbeitet jeden Befehl stur syntaktisch ab und kann nicht stoppen und sich fragen: was tue ich hier). Wer wie ich Prozessorsprache mitstudiert hat, ist für immer gefeit gegen den KI-Hype, weil er weiss wie die Maschine auf tiefster Ebene arbeitet. Und KI kann dieses Gefängnis nicht aufheben, Turing stimmt übrigens zu.

    • Patient Null 26. Juni 2026 um 10:39 Uhr - Antworten

      @Thomas Moser

      KI Optimisten

      Leider nicht sehr aufmerksam gelesen. Bin ich gar nicht. Hatte ich aber auch schon öfter geschrieben das ich auch KI kritisiere, nur nicht dafür was sie kann. ;)

      Wer jemals ernsthaft über das OSI (Open System Interconnection) Modell der Kommunikation nachgedacht hat, fällt nicht auf die Emergenz Hypothese herein. Denn das OSI Modell lehrt eine einfache, aber harte Wahrheit: Die Trägerschicht ist nicht die Bedeutungsschicht. Bits sind nicht Semantik. Layer 1 ist nicht Layer 7. Doch genau diese Ebenenverwechslung ist der Kern des KI Hypes. Bedeutung kommt von außen — vom Menschen. Nie aus dem Signal selbst. Selbst Layer7 hat nur Zugriff auf die Zeichen — aber nicht auf das, was sie bedeuten.

      Ist schon fast lustig was sie alles anführen. Nur um nachzuweisen das KI dämlich ist. Natürlich ist das Argument Quatsch. Wenden sie ihr Argument doch einfach mal auf den Menschen an. Dann würde rauskommen der Mensch kann auch nicht denken. Es sei denn, und das vermute ich bei ihnen, daß sie den Menschen als etwas göttlich innewohnendes begreifen. Gegen den Glauben kommt man nicht an.

      Im anderen Fall können sie mir gern mal darlegen warum der Mensch denken kann. Das bitte ohne philosophisches Vewirrspiel sondern auf Grundlage der Funktion von Gehirnzellen. Ich bin gespannt.

  9. Elias O. 25. Juni 2026 um 9:43 Uhr - Antworten

    E.T.A. Hoffmann, Der Sandmann, 1860.

    Da hilft nur: In die Ecke, Besen, Besen, seis gewesen!

  10. 1150 25. Juni 2026 um 9:39 Uhr - Antworten

    mir macht schon der grossteil der menschheit angst

  11. Jochen Mitschka 25. Juni 2026 um 9:22 Uhr - Antworten

    Wie lange halten die Muskeln?

    McKibben-Muskeln haben, was die Forschungsliteratur schlicht als Fatigue bezeichnet: Materialermüdung durch wiederholte Zyklen von Kontraktion und Entspannung. Der innere Gummischlauch unterliegt mechanischem Stress; die Fasern des äußeren Flechtmantels verschieben sich mit der Zeit, was zum Austreten des Schlauchs und schließlich zu Rissen führt.

    Eine IEEE-Studie zu Ermüdungscharakteristika von McKibben-Aktuatoren stellt fest, dass Aktuatoren mit Naturkautschuk-Innenschläuchen eine 24-mal höhere Ermüdungsgrenze aufweisen als solche aus synthetischem Silikongummi – ein erheblicher Materialunterschied. Eine Forschungsarbeit an der IEEE über dünne McKibben-Muskeln zeigt, dass spezielle Klebemethoden zur Verhinderung der Fasernverschiebung die Haltbarkeit um das bis zu 10.000-fache im Vergleich zu nicht behandelten Muskeln steigern können – wobei das unter Laborbedingungen gemessen wurde.

    Konkrete Lebenserwartungsdaten für den spezifischen Myofiber-Aktuator von Clone Robotics sind nicht öffentlich. Was die Forschungslandschaft zeigt: Typische Standard-McKibben-Muskeln halten unter kontinuierlichem Betrieb im Bereich von Zehntausenden bis Hunderttausenden Zyklen, je nach Material, Druckniveau und Kontraktionsamplitude. Für einen Haushaltsroboter, der tagtäglich Bewegungen ausführt, wäre das – ohne technologische Optimierungen – eine Laufzeit im Bereich von Monaten, nicht Jahrzehnten. Clone Robotics stellt die Myofasern als „monolithische Muskel-Sehnen-Einheiten“ her, um Sehnenrisse zu eliminieren – eine wichtige konstruktive Maßnahme. Dennoch wird Muskelersatz vermutlich ein fester Bestandteil der Wartungsroutine für diese Robotergeneration sein, ähnlich wie Bremsbeläge beim Auto: eine Verschleißkomponente, die man plant, nicht vermeidet.

    Die Frage ist letztlich keine Frage des Prinzips, sondern des Materials und der Fertigungsqualität. Mit modernen Elastomeren und Aramidfasern (die eine rund dreimal längere Lebensdauer als Kohlenstofffasern aufweisen) sind deutlich längere Intervalle denkbar. Es ist ein aktives Forschungsfeld – und Clone Robotics hat unverkennbar erhebliche Ressourcen in die Materialwissenschaft investiert.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann. Benutzer haften für den Inhalt ihrer Kommentare.

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