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Politik

Staatlich bezahlte Impf-Influencer: US-Netzwerk enthüllt

7 Kommentare 26. August 2026 4 Minuten Lesezeit von Thomas Oysmüller

Die US-Regierung hat während der COVID-Pandemie nicht nur klassische Werbekampagnen geschaltet. Sie finanzierte auch ein Netzwerk bezahlter Social-Media-Persönlichkeiten. Das zeigt eine aktuelle Auswertung aus den USA. Die EU dürfte dem nicht nachstehen.

Die US-Regierung hat ein Projekt finanziert, das 496 Social-Media-Influencer dafür bezahlte, COVID-Impfstoffe zu bewerben. Das berichtet die US-Journalistin Natalie Winters, ie einen entsprechenden Bericht ausgewertet hat. Die Influencer werden darin allerdings nie namentlich genannt. Über Paid-Partnership-Kennzeichnungen, #ad-Captions, Reposts und archivierte Werbedaten hat sie 57 Konten mit offenbar gesponserten Kampagneninhalten identifiziert.

Ein früherer wissenschaftlicher Aufsatz im Journal of Community Health bestätigt die Recherchen. Unter dem Markennamen El Beacon rekrutierte die NGO Public Good Projects gemeinsam mit Hispanic Communications Network und World Voices Media 496 bezahlte Influencer, zwei Prominente und 1.034 digitale Freiwillige. Zielgruppe war die hispanische Community in den USA. Die Influencer veröffentlichten 1.000 Beiträge – überwiegend auf Instagram – mit einer potenziellen Reichweite von rund 37,2 Millionen Personen.

Die Finanzierung ist im Paper klar formuliert: Das Projekt sei „100 Prozent von CDC/HHS finanziert“ gewesen, über die CDC Foundation, mit einem Zuschuss von 25.660.048 Dollar. Winters nennt in ihrer Überschrift und auf X teils „80 Millionen Dollar“; in ihrem Text selbst verweist sie auf denselben 25,66-Millionen-Zuschuss und macht deutlich, dass dieser das breitere Programm Partnering for Vaccine Equity mitfinanzierte – nicht nur El Beacon. Wie viel genau an die Influencer floss, bleibt offen.

Winters dokumentiert Beiträge, die Impfungen für Kinder, Schwangere und Stillende bewarben. Ein Technik-Creator rief: „Mach deinen Teil, lass dich impfen und impfe deine Kinder!“ Eine bezahlte Partnerschaft warb für die Impfung in der Schwangerschaft und behauptete ein geringeres Hospitalisierungsrisiko für Babys geimpfter Mütter.

Ein weiterer Post zeigte ein geimpftes sechsjähriges Kind; die Familie habe auch zum Schutz eines Zweijährigen gehandelt. Ein offizieller Kampagnen-Repost mit #ad nannte die Impfung die „BESTE Entscheidung“ für Mutter und Tochter. Ein anderer beschrieb die Impfstoffe als „absolut sicher“. Es gab zudem Gewinnspiele: 100 Dollar Amazon-Gutschein für öffentliche Impfgeschichten und den Beitritt zum El-Beacon-Freiwilligennetz.

Winters: „Mit Bundesmitteln aus dem Gesundheitsbereich wurde ein Projekt finanziert, bei dem private Social-Media-Persönlichkeiten dafür bezahlt wurden, Menschen davon zu überzeugen, sich gegen COVID impfen zu lassen.“

El Beacon war kein Einzelfall. Die New York Times berichtete 2021, das Weiße Haus habe über 50 TikTok-, YouTube- und Twitch-Creator plus Prominente wie Olivia Rodrigo für Impfappelle gewonnen; Bundesstaaten wie Colorado zahlten Mikro-Influencern 400 bis 1.000 Dollar im Monat. Kanada gab 2021 über 600.000 Dollar für Influencer aus, darunter eine Impfkampagne von Health Canada. Großbritannien zahlte nach späteren FOI-Angaben Hunderttausende Pfund an Creator für Corona-Regeln und andere Staatsbotschaften. Parallel liefen milliardenschwere HHS-Werbeprogramme nach dem American Rescue Plan.

Und die EU?

Das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) ließ über ICF Next fünf Kampagnen laufen: Impfskepsis, Europäische Impfwoche, Grippe, Antibiotikaresistenz und HIV. Social-Media-Produzenten aus 26 Ländern produzierten Inhalte auf Instagram, TikTok, YouTube und Twitch. Laut Fallstudie: 6,45 Millionen Impressionen und 139.000 Interaktionen. Ob Honorare flossen, bleibt offen. Ob sie es kostenlos gemacht haben?

Auf nationaler Ebene weiß man mehr über Irland. Dort stellte das Gesundheitsministerium 100.000 Euro für Instagram und TikTok bereit, davon etwa 20.000 Euro monatlich für gesponserte Posts an junge Zielgruppen. Deutschland setzte bei #ÄrmelHoch vor allem auf Prominente wie Günther Jauch und David Hasselhoff. Das Ministerium gab an, die Promis arbeiteten honorarfrei – Produktion und Verbreitung kosteten dennoch Millionen.

Der Unterschied zum US-Modell: In der EU fehlt bisher ein vergleichbar offengelegtes Netzwerk von Hunderten bezahlter Impf-Influencer. Die Logik ist dieselbe: Nähe leihen, Reichweite kaufen. Eine moderne Form der Propaganda, die noch einer umfassenden Aufarbeitung bedürfte.

Bild „Does it drive you crazy that everywhere you look, everyone is on their phone.“ by Neil. Moralee is licensed under CC BY-NC-ND 2.0.

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7 Kommentare

  1. W. Baehring
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    Zitat: “Der Unterschied zum US-Modell: In der EU fehlt bisher ein vergleichbar offengelegtes Netzwerk von Hunderten bezahlter Impf-Influencer“.

    In Deutschland war ein „Netzwerk von Hunderten bezahlter Impf-Influencern“ gar nicht vonnöten, weil z.B. die deutsche Regierung bzw. ihr (Ex-) Gesundheitsminister „Kalle Nebenwirkungsfrei“, also von ganz oben, eine „Impfkampagne“ inszenierte, die vom gesamten opportunistischen Mainstream (ÖRR und „Qualitätsmedien“) dann eilfertig in die Bevölkerung getragen wurde, um sie zur experimentellen und hochtoxischen Gentherapie (getarnt als “sichere und wirksame Impfung“) zu nötigen.

  2. W. Baehring
    Antworten

    Zitat: “Der Unterschied zum US-Modell: In der EU fehlt bisher ein vergleichbar offengelegtes Netzwerk von Hunderten bezahlter Impf-Influencer“.

    In Deutschland war ein „Netzwerk von Hunderten bezahlter Impf-Influencern“ gar nicht vonnöten, weil z.B. die deutsche Regierung bzw. ihr (Ex-) Gesundheitsminister „Kalle Nebenwirkungsfrei“, also von ganz oben, eine „Impfkampagne“ inszenierte, die vom gesamten opportunistischen Mainstream (ÖRR und „Qualitätsmedien“) dann eilfertig in die Bevölkerung getragen wurde, um sie zur experimentellen und hochtoxischen Gentherapie (getarnt als “sichere und wirksame Impfung“) zu nötigen.

  3. Der Zivilist
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    Ja, die Influencer (innen) und ihre Follower, früher: Mitläufer

  4. Helmchen
    Antworten

    Schon seltsam: Zwei Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens seien jetzt an einer Malaria-Infektion gestorben, vier weitere seien mit Malaria infiziert worden. Schuld sei eine einzelne eingeschleppte Mücke:
    https://www.focus.de/panorama/welt/mitarbeiter-von-flughafen-frankfurt-stirbt-an-malaria_58a542ca-d04c-4653-ba49-a728bed04547.html

    Wenn man die KI fragt, dann sind in den vergangenen 55 Jahren 9 Menschen an „Flughafenhafenmalaria“ gestorben, 145 seien in ganz Europa infiziert worden. Und da fliegt so eine Killermücke durch den Frankfurter Flughafen, sticht 6 Mitarbeiter, von denen jetzt zwei versterben? Obwohl in der Corona-Zeit der Flugverkehr zurückging, seien ein Drittel der Infektionen der vergangenen 55 Jahre während und nach der Corona-Zeit aufgetreten. Mit fällt keine gute Verschwörungstheorie ein, aber bezüglich meiner Erfahrung mit Reisen in Malaria-Gebiete und dem Verhalten von Mücken allgemein kommt mir irgendwas seltsam vor an der Meldung. Vielleicht irgendwas mit der Impfung…?

  5. Bernhard
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    In Österreich spielten puncto versteckter Werbung Bürgermeister und Schuldirektoren eine Schlüsselrolle.
    Mit ihren persönlichen Zugängen sollten sie flächendeckend auf die Bevölkerung einwirken. Unter einer bestimmten Impfquote gab es z.B. für Gemeinden keine Förderungen.
    Auf diese Weise wurde massiv Steuergeld hinausgeschmissenen, was oft letztlich nur die Impfizierung (Infizierung durch Impfung) förderte.
    Die Glaubwürdigkeit dieser früher vielfach beliebten Impfluenzer wurde dadurch aber nachhaltig beschädigt.
    Ein Problem für oben ist eine Chance für unten.

  6. Gabriele
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    Kotzkübel bereitstellen…. hier war es ja nicht anders…. „Baby, lass dich impfen, du kannst mir vertrau’n“…
    oder die herumlaufende Impfspritze, die Menschen belästigte – hoffentlich hat diese Figur auch jemand einmal handgreiflich in die Schranken gewiesen… verfolgt von dieser Idiotenfigur wurden aber nur „Einheimische“, bei anderen traute man sich wohl nicht so…. es gibt grausige Beispiele genug. Inklusive gewisser Staatskünstler und schauspielender Ärzte, die fleißig für „den Stich“ geworben haben – ganz gewiss nicht gratis.

  7. Varus
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    Der Unterschied zum US-Modell: In der EU fehlt bisher ein vergleichbar offengelegtes Netzwerk von Hunderten bezahlter Impf-Influencer.

    Nicht nur für Piekse – werden Herrschaften, die im Hasbara-Namen in einen Heiligen Krieg Christentum/Islam hetzen, von wem bezahlt? Es hieß früher, dass man in den USA für Isr-Bejubelung bis 7000 USD kassieren konnte – bis Isr feststellte, dass Jubel-Propaganda nicht mehr wirkt.

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