
Wahrer Grund für Boom bei KI-Rechenzentrum: Tokenisierung, Technokratie und die Entmachtung des Bürgers
Es ist die größte Infrastrukturwelle seit dem Autobahnbau der Nachkriegszeit – und kaum jemand fragt, wem sie eigentlich dient. 3.500 neue Rechenzentren allein in den USA. Zum Vergleich: China hat etwa 500.
Stellen Sie sich vor, jeder Quadratmeter Wald in Deutschland bekäme einen Token. Dieser Token wäre nicht nur ein Eigentumsnachweis, sondern würde in Echtzeit Daten speichern: Baumarten, CO₂-Bindung, Holzvolumen, Bodenzustand. Der Wald wäre kein Wald mehr, sondern ein finanzialisiertes Datenpaket, das an der nächsten Stuttgarter oder Frankfurter Börse in Sekundenbruchteilen den Besitzer wechseln kann – ohne dass irgendjemand vor Ort auch nur einen Baum gesehen hätte.
Der offizielle Grund? Künstliche Intelligenz. Der KI-Boom brauche Rechenleistung, heißt es. Die Digitalisierung verlange nach Serverfarmen. Klingt plausibel – und ist doch nur die äußere Schicht eines weit tiefer reichenden Vorhabens.
Die drei Ebenen des Rechenzentrums-Komplexes
Was derzeit unter dem Label „KI-Infrastruktur“ aus dem Boden gestampft wird, operiert auf drei miteinander verwobenen Ebenen. Keine davon hat mit der Verbesserung Ihres ChatGPT-Erlebnisses zu tun.
Ebene 1: Die totale Tokenisierung aller Vermögenswerte
Der Civilization Cycle Podcast brachte es in seiner Analyse des Rechenzentrums-Booms auf den Punkt:
„Diese Rechenzentren sind nicht nur dazu da, dich zu verfolgen und eine Kennzeichenkamera zu betreiben. Sie dienen der Tokenisierung aller Vermögenswerte auf dem Planeten in einem digitalisierten Format – von Wäldern über Fischereien bis hin zu Aktien, Anleihen und deinem Lohn. Alles wird einen tokenisierten Wert erhalten, damit ein völlig neues Geldsystem geschaffen werden kann, das durch etwas Physisches gedeckt ist.“
Das ist der entscheidende Satz. Es geht nicht um Rechenleistung für KI-Anwendungen. Es geht um die vollständige digitale Erfassung und Monetarisierung jedes physischen Gegenstands auf der Erde – in Echtzeit.
Die DTCC, jene Clearingstelle, die als Rückgrat des amerikanischen Wertpapierhandels fungiert und über 114 Billionen Dollar an Vermögenswerten verwaltet, hat im Mai 2026 ihre Pläne konkretisiert: Tokenisierte Wertpapiere sollen ab der ersten Jahreshälfte 2027 über das Stellar-Netzwerk verfügbar sein. Die SEC hatte bereits im Dezember 2025 ein No-Action-Schreiben erteilt, das der DTCC die Tokenisierung von Russell-1000-Aktien, ETFs und US-Staatsanleihen erlaubt. Die Testphase läuft seit Juli, der breite Rollout ist für Oktober 2026 angesetzt.
Was bedeutet das konkret? Jede Aktie, jede Anleihe, jeder ETF wird als digitaler Token auf einer Blockchain abgebildet. Und wie der Civilization Cycle Podcast zutreffend analysiert: Die großen Transaktionen werden nicht in volatilen Kryptowährungen wie XRP oder Stellar Lumens abgewickelt, sondern in Stablecoins – tokenisierten Dollar, die bei der Übertragung keinen Wertverlust erleiden. Die eigentlichen Blockchain-Token dienen lediglich als Gebührenmechanismus und zur Vertragserstellung.
Das Ziel ist ein vollständig digitalisiertes, in Echtzeit verfolgbares und kontrollierbares Finanzsystem, in dem kein Vermögenswert – bis hinunter zur Fernbedienung auf Ihrem Couchtisch – ohne digitalen Zwilling existiert. Die Rechenzentren sind die physische Infrastruktur, die diese ungeheure Datenmenge verarbeiten soll.
Ebene 2: Das „Digitale Weltgehirn“ der Klima-Notstandsregierung
Parallel zur finanziellen Tokenisierung läuft der Aufbau eines globalen Echtzeit-Überwachungssystems für den gesamten Planeten. Wie am 17. August auf TKP berichtet, bilden die Rechenzentren das physische Rückgrat dessen, was der schwedische Forscher Jacob Nordangård als „Digitales Weltgehirn“ beschreibt.
Die Climate Governance Commission („Code Red for Humanity“), ein Netzwerk um Johan Rockström und UN-nahe Institutionen, fordert:
- Einen digitalen Zwilling der Erde – eine ständig aktualisierte digitale Nachbildung des Planeten
- Permanente Überwachung der „Planetary Boundaries“
- Automatisierte Krisenreaktionsmechanismen („Planetary Emergency Platform“)
- KI-gestützte Entscheidungsfindung, die menschliche Politik zunehmend ersetzen soll
Ohne die Explosion der Zahlen von Hyperscale-Rechenzentren wäre dieses Vorhaben schlicht nicht machbar. Die Rechenzentren selbst verbrauchen enorme Mengen an Strom, Wasser und Seltenen Erden – und verstärken damit genau jene „planetaren Belastungen“, die als Begründung für noch mehr zentrale Kontrolle herangezogen werden.
Wer die Rechenzentren kontrolliert, kontrolliert die Datenlage. Wer die Datenlage kontrolliert, bestimmt die erlaubten Entscheidungen.
Ebene 3: Das Trojanische Pferd der Privatisierung
Die dritte Ebene hat am 18. August auf TKP dargelegt: Der Rechenzentrums-Boom ist die sichtbare Spitze eines Eisbergs, dessen unsichtbarer Teil die schleichende Entmachtung demokratischer Institutionen ist.
Was in New Albany, Ohio, über vier Jahrzehnte von Leslie Wexner, Jeffrey Epstein und ihren Netzwerken aufgebaut wurde, ist die Blaupause für den gesamten politischen Westen: Die vollständige Ersetzung demokratisch kontrollierter Institutionen durch privatwirtschaftliche „Partnerschaften“, die Steuergelder ohne Rechenschaftspflicht umleiten.
Die investigative Journalistin Whitney Webb hat in ihrer Analyse des „Silicon Heartland“ aufgezeigt, wie dort eine private Aktiengesellschaft die lokale Regierung faktisch ersetzte. Die Stadtverwaltung wurde zum ausführenden Organ einer Firma – und dieses Modell wird nun im Zeitraffer auf die EU und andere Regionen übertragen.
Die D.O.G.E.-Initiative, die Vivek Ramaswamy mit aufbaute, verkauft die Privatisierung des Staates als „Modernisierung“ und „konstitutionelle Erneuerung“. In Wahrheit geht es um die Verlagerung von Macht auf Ebenen, wo lokale Oligarchen leichter die Kontrolle übernehmen können. Die „Techno-Könige“ – Musk, Thiel und ihresgleichen – brauchen keinen Staatsstreich. Sie brauchen nur die schrittweise Aushöhlung demokratischer Kontrolle, verkauft als Effizienzgewinn.
Die lokalen Kosten: Wasser, Strom, Gesundheit
Während die globalen Eliten ihre orbitalen und terrestrischen Kontrollinfrastrukturen aufbauen, tragen die lokalen Gemeinden die unmittelbaren Kosten. Wie TKP bereits im Mai berichtete, werden KI-Rechenzentren zunehmend unter dem Deckmantel der „nationalen Sicherheit“ durchgepeitscht – Bürgerbeteiligung wird ausgeschaltet, Gemeinderäte werden marginalisiert.
In Texas soll „Project Matador“ bis zu 96 Milliarden kWh Strom pro Jahr verbrauchen – fast die Hälfte des gesamten privaten Stromverbrauchs des Staates. In New Mexico trocknet der Rio Grande aus, während gleichzeitig riesige Rechenzentren und Anhaltelager (KZs) für 400.000-Personen geplant werden. Der Kampf um Wasserrechte zwischen Landwirtschaft, Rechenzentren und privaten Investoren ist bereits im Gange.
Eine im Februar 2026 in Frontiers in Climate erschienene Studie zu Virginias „Data Center Alley“ dokumentiert erstmals systematisch die gesundheitlichen Folgen: steigende Strompreise, Wasserknappheit, Lärmbelastung, erhöhte Oberflächentemperaturen. Die Branche kämpft gegen jede Regulierung – Dan Diori, Vizepräsident des Branchenverbands Data Center Coalition, erklärte lapidar, er sehe keinen Bedarf für mehr Regulierung.
Das Gesamtbild: Tokenisierung + Überwachung + Privatisierung
Diese drei Ebenen sind keine isolierten Phänomene. Sie greifen nahtlos ineinander:
- Die Tokenisierung schafft ein vollständig digitalisiertes Finanz- und Vermögenssystem, das in Echtzeit kontrolliert werden kann
- Das „Digitale Weltgehirn“ liefert die Daten und die KI-gestützte Entscheidungslogik für eine globale Notstandsregierung
- Die Privatisierung entzieht diese gesamte Architektur demokratischer Kontrolle und überführt sie in die Hände nicht gewählter Akteure
Die Rechenzentren sind die materielle Voraussetzung für alle drei Vorhaben. Ohne sie blieben die Pläne der Climate Governance Commission, der DTCC und der Technokraten aus dem Silicon Valley Papier. Mit ihnen werden sie zur Realität.
Eine weiter Teil des Civilization Cycle Podcast befasst sich mit der Verlagerung der Rechenzentren in den Weltreuam, ein Projekt von Elon Musk. Damit hat sich Kollege Thomas Oysmüller in dem Beitrag KI-Rechenzentren: Von irdischen Zentren zur orbitalen Kontrolle befasst.
Hier der Podcast:
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
In Babel nannte man das Turm
Ich zitiere:
„1. Die Tokenisierung schafft ein vollständig digitalisiertes Finanz- und Vermögenssystem, das in Echtzeit kontrolliert werden kann
2. Das „Digitale Weltgehirn“ liefert die Daten und die KI-gestützte Entscheidungslogik für eine globale Notstandsregierung
3. Die Privatisierung entzieht diese gesamte Architektur demokratischer Kontrolle und überführt sie in die Hände nicht gewählter Akteure“
Ad 1.) Ja, das Digitalisat können sie gerne „kontrollieren“ so viel wie sie wollen. So lange das keine Auswirkung auf die Realität hat … 🤗 Nur so viel: Wenn ich beim Krämer anschreiben lasse, oder mit Schuldscheinen „bezahle“ geht das so lange gut, wie ich dafür etwas erhalte. Irgendwann zerbricht dies allerdings an der Realität, spätestens dann, wenn auch der Krämer einsehen muss, dass er meine Schulden in den Wind wird schreiben müssen.
Ad 2.) Wie viel diese Form der statistisch gelenkten „Entscheidungslogik“ wert ist, kann man am besten in hoch bürokratisierten Institutionen bewundern … In der Vergangenheit jedenfalls war ein hoher Grad an Bürokratie immer ein Zeichen für den nahen Untergang. Das Leben lässt sich nun einmal nicht in regelbasierten Schema-F-Verfahren abbilden. Ohne Verständnis i.e.S. wird es schnell zappenduster.
Ad 3.) Dass ich der Herde „Die Menschen™“ nicht sonderlich viel zutraue ist kein Geheimnis. Ich möchte nicht, dass irgendwelcher Pöbel irgendeine Art von Kontrolle ausübt. Gegen Privatisierung der gemeinschaftlichen Daseinsvorsorge habe ich nicht das Geringste! Entscheidend ist nur, wer die Leitlinien in diesem Fall festlegt und wer der Eigentümer oder „Shareholder“ ist. Wenn die Gemeinschaft dazu weder Willens noch in der Lage ist, soll sie sich am Ende nicht beschweren, wenn das Ergebnis ihnen nicht passt. Ich dränge schon lange dazu, das meiste davon in die eigene Hand zu nehmen, wenn man „anderen Akteuren“ (e.g. „Vatta Statt“) nicht traut. Ein Ausbau der Volkshochschulbewegung, um dem Kollaps des Bildungssystems entgegen zu wirken, der Aufbau von Genossenschaften im Gesundheitswesen, Wohnraumverwaltung oder gar dem ÖPNV … etc. So lange man sich aber auf „Rechte©“ verlässt, die einem im Rahmen von heißer Luft, wie „Demokratie™“ lediglich zugestanden werden (von wem?), wird da nicht draus, schon weil man schließlich keinen „Ärger“ bekommen möchte. Der Ärger wird sich aber wohl nicht vermeiden lassen … Ich hasse einen Satz besonders: „Was will man denn machen?“ Mir ist egal, was man macht – Was machst Du?
Zu all dem
Azubis all dem kommt,
diese Rechenzentrum-Monster verschlingen Energie. Kronstorf, mehr als alle oberösterreichischen Haushalte!
Sie verbrauchen Wasser zur Kühlung.
Die Enns wird erwärmt und damit gleich die Donau!
Sie geben schädlichen Infraschall ab!
Sie sind Umweltschädlinge die keiner braucht!
Langsam könnte man zu der Auffassung kommen, dass sie den Sklaven bald ein Angebot machen, das die nicht ablehnen können.
Im Video „Real Reason for the A.I Data Center Boom“ ist von diesen neuen Satelliten die Rede, die auch im Beitrag https://tonp.substack.com/p/fire-fire-fire-what-a-bunch-of-liars-9f3 thematisiert werden. Direkt im ersten Video ziemlich am Ende: Konzentration der Sonnenstrahlung auf einen Punkt auf einen Erde.
Die Idee hinter der Tokenisierung ist eine schnapsige… die darunter liegende Chipindustrie ist viel zu anfällig, um das langfristig durchzuhalten… die EMP durch den Magnetfeldpolwechsel der Erde wird es mit den einher gehenden Blackouts wieder richten… nur die später Zwangsdeportierten/Entwurzelten und jene in öffentlichen Bunkern werden keine Chance haben diesem System zu entgehen…
Wenn Besitzende und somit Herrschende, so sehr an einer globalen Struktur einer technologie getriebenen Gemeinschaft interessiert sind, dann unter Garantie nur, weil sie davon massiv pofitieren.
Man kann doch in diese Welt schauen, die gerade durch technologischen Fortschritt so unglaublich reich ist an Chancen und Möglichkeiten. Unter anderem auch den Hunger locker zu beenden.. Alle Penner spielend von den Straßen zu holen, Arbeitszeiten auf 5h/Woche zu reduzieren, prekäre Verhältnisse zu beenden, Energie für alle zu liefern, Dinge Jahrzente haltbar zu machen statt sie mit Vorsatz halb kaputt zu produzieren oder es so einzusetzen, dass Menschen freier, unabhäniger und selbstbestimmter leben können und wie es vorgesehen ist, ihre Lebenszeit für sich nutzen können und nicht als Batterie in System ausgesaugt werden im Interesse Dritter und dann stirb endlich, du kostest zu viel im Alter…
Dies alles existiert aber nur rudimentär, was oftmals abgerungen wurde von Besitzenden, oder genau in dem Maße als Brutkrumen verstreut wird, um die Staibilität und Ordnung der aktuellen Haltungsform im Sinne der Herrschenden zu gewährleisten.
Wie massiv ist auf der anderen Seite die Gegenaktion, genau diese Freiheit zu verhindern.. Nicht nur in Taten wie gepl. Obsoleszenz, Zinseszins, oder die Erfindung von fossilen Energien/Rohstoffen um künstliche Knappheit zu erzeugen, Kriege und Krisen, sondern auch durch permanente Dauerbespielung des Hirnes, um die Ziele, Wünsche und Denkweisen der Besitzenden zu übertragen, anzuerkennen, als Normalität zu sehen und Zustimmung zur eigenen Inhaftierung im System zu erlangen, wo die Geißeln auch noch ihre Niederhaltung verteidigen und den Entführer beschützen, gleichzeitig aller politischen Macht beraubt sind daran was zu ändern?
Da muss also was faul sein und das ist es ja auch mächtig und gewaltig..
Die Besitzenden und somit Herrschenden, haben sich da eine ganz neue und viel bessere Haltungsform erdacht.
Die Planung läuft seit Jahrzehnten und der Aufbau ebenso.. Aktuell befinden wir uns im Rollout der ganze Sache und dazu braucht es final den Krieg, aber mindestens eine Krise nach der Nächsten, um schlussendlich in der neuen Haltungsform zu landen..
Vielleicht nicht gleich perfekt wie vorgesehen, aber wenigstens in den Grundfesten, damit der Rest danach über Jahrzehnte verzurrt werden kann.
Und wir haben durch Hollywood-Filme tiefenindoktriniert bekommen, dass der Held es richten wird und das es das Happy End geben wird.
Also warten alle auf den Helden der niemals kommen wird.
Nur als eine Einheit, die weiß welches andere System es will, wird die kleine Verbrecherbande und ihr großes Krakensystem beendet werden.
Wenn diese Rechenzentren also auf biegen und brechen errichtet werden sollen, dann garantiert nicht, um uns mehr Freiheit, Unabhängigkeit oder sonstwas für ein Verbesserung zu geben.. Sondern um das Gegenteil zu erreichen. Die 3 Vorzüge sind halt Lockvogel, oder das Nebenprodukt, was sich halt mit ergibt.
Man kann den Leuten schlecht sagen, was man damit wirklich vor hat… Nach Außen braucht es die Werbung, ohne die eigentlichen Ziele.
Ich bin nicht gegen Fortschritt, aber ich bin gegen die moderne Versklavung die damit angestrebt wird.
Das Gegenteil von dem, was ich mir aus dem Einsatz von Technik verspreche, lehne ich logischer Weise ab.
Das wissen die Betreiber des Systems natürlich und ermächtigen sich selbst und tun so, als sei das alles unaufhaltsam und so zufällig, Gott gegeben.. passiert eben genau so.. Nein.. es wird genauso so gemacht, es geht auch anders..
Oder anders ausgedrückt, wenn es die Herrschenden bedrohen würde, hätten wir bis dato von KI noch gar nichts gehört… Es gäbe es schlicht nicht. Technologieunterdrückung ist nur ein weiteres Werkzeug der Menschenhaltung.. ist schon alt… nichts Neues…
Zum Thema Tokens in der KI Welt von Morgen, musste ich eine KI befragen, weil man beschränkter Horizont dafür noch nicht ausreicht.
Die KI(ChatGPT in dem Falle) hat dazu mal das Netz durchleuchtet und die Gedanken anderer Menschen dazu zusammengefasst nach meiner banalen Folge-Frage(bis ich dann dahin gekommen war, gabs schon ein wenig tiefer bohren, um auf die eigentliche Problematik zu kommen und nicht auf Ablehnung durch Filter):
„Die Frage ist dann also auch, das es Regeln geben muss, was ein Token überhaupt Wert ist. Wer sollte dies festlegen? Welches Maß angelegt, welche Rechtfertigung gibt es?“
ChatGPT:
Ja. Das ist eigentlich der zentrale Punkt der Tokenisierung. Die technische Herstellung eines Tokens ist relativ einfach. Die schwierige Frage lautet:
Warum soll dieser digitale Eintrag überhaupt einen Wert haben – und warum soll jemand anderes diesen Wert anerkennen?
Und damit kommen wir von der Technik in die Ökonomie, das Recht und letztlich die Gesellschaft.
Ein Token braucht eine „Wertordnung“
Nehmen wir wieder den Baum.
Angenommen, jemand erzeugt:
Baum A → 1.000 Token
Technisch ist das überhaupt kein Problem. Aber daraus folgt noch keinerlei Wert.
Erst wenn Regeln hinzukommen, entsteht ein wirtschaftlicher Anspruch:
„Wer einen dieser Token besitzt, hat Anspruch auf 1/1.000 des Erlöses, wenn der Baum verkauft wird.“
Jetzt hat der Token einen inhaltlich definierten Anspruch.
Aber auch dann bleibt die Frage:
Warum soll dieser Anspruch 100 €, 10 € oder 1 € wert sein?
Hier gibt es verschiedene Ebenen.
1. Die technische Ebene
Wer darf Token erzeugen?
Das kann ein Programm oder eine Blockchain regeln.
Zum Beispiel:
Ein Baum = maximal 1.000 Token.
Das ist eine Knappheitsregel.
Aber Knappheit allein erzeugt noch keinen Wert.
2. Die rechtliche Ebene
Hier wird es wesentlich wichtiger.
Eine Rechtsordnung könnte festlegen:
Wer diesen Token besitzt, besitzt tatsächlich einen bestimmten Anteil an einem bestimmten Vermögensgegenstand oder einen einklagbaren Anspruch gegen dessen Eigentümer.
Erst dadurch wird aus einer digitalen Darstellung möglicherweise ein rechtlich durchsetzbarer Wert.
Das wäre vergleichbar mit einer Aktie.
Eine Aktie ist schließlich auch nur ein digitaler oder früher physischer Eintrag. Ihren Wert bekommt sie nicht dadurch, dass auf dem Papier „1 Aktie“ steht.
Sondern weil dahinter ein Rechtsverhältnis steht:
Eigentum → Unternehmen → Rechte des Aktionärs → zukünftige Erträge/Vermögenswerte.
Die wirtschaftliche Ebene
Jetzt kommt der Markt ins Spiel.
Angenommen, der Baum bringt voraussichtlich 10.000 € ein und es gibt 1.000 Token.
Dann könnte der Markt ungefähr sagen:
Ein Token entspricht einem erwarteten Anspruch von 10 €.
Aber vielleicht kostet er nur 7 €, weil das Risiko hoch ist.
Oder 15 €, weil die Menschen erwarten, dass der Holzpreis steigt.
Der Markt bewertet also nicht unbedingt den Gegenstand selbst, sondern die erwarteten zukünftigen Ansprüche daraus.
Das ist bei einer Aktie genauso.
Aber wer legt den „richtigen“ Wert fest?
Und hier wird es philosophisch interessant.
Niemand kann einen objektiven Geldwert einfach aus dem Nichts festlegen.
Man kann Regeln festlegen, nach denen Wert ermittelt oder anerkannt wird.
Das sind zwei verschiedene Dinge.
Ein Staat kann beispielsweise sagen:
„Dieser Token repräsentiert rechtlich 1 % Eigentum an diesem Grundstück.“
Aber der Staat kann nicht einfach dauerhaft bestimmen:
„Dieser Token ist exakt 10.000 € wert.“
Denn ob jemand bereit ist, 10.000 € dafür zu bezahlen, hängt von Angebot, Nachfrage, Erwartungen, Risiko usw. ab.
Man könnte also unterscheiden:
Recht bestimmt den Anspruch.
Regeln bestimmen die Struktur.
Der Markt bestimmt häufig den Preis.
Und dahinter steht noch eine vierte Ebene:
Gesellschaftliches Vertrauen bestimmt, ob das ganze System akzeptiert wird.
Und genau da entsteht dein eigentliches Problem
Wenn wir anfangen, alles zu tokenisieren, brauchen wir eine Art gemeinsame Grammatik:
Was ist ein Token?
Was repräsentiert er?
Wer darf ihn ausgeben?
Wie wird sein Gegenstand identifiziert?
Wer garantiert die Zuordnung?
Welche Rechte hat der Besitzer?
Wie wird der Wert bestimmt?
Wer haftet bei falschen Angaben?
Wer darf den Token entziehen oder verändern?
Das ist wesentlich mehr als Blockchain-Technologie.
Es ist im Grunde eine neue Infrastruktur zur Definition, Registrierung und Übertragung von Eigentum und Ansprüchen.
Und hier liegt ein entscheidender Unterschied
Bei einem Euro beispielsweise existiert eine gewaltige institutionelle Struktur dahinter:
Europäische Zentralbank → Eurosystem → Banken → Rechtssystem → Verträge → Gerichte → Steuerrecht → gesellschaftliche Akzeptanz
Der Euro hat also nicht deshalb Wert, weil eine Zahl auf einem Bildschirm steht.
Er hat Wert, weil ein sehr großes institutionelles und gesellschaftliches Gefüge diese Einheit als Zahlungsmittel anerkennt.
Bei einem tokenisierten Baum müsste man eine vergleichbare Struktur schaffen.
Deshalb würde ich die entscheidende Frage sogar etwas anders formulieren
Nicht:
„Was ist ein Token wert?“
sondern:
„Welche gesellschaftliche, rechtliche und wirtschaftliche Vereinbarung macht aus einem Token einen wertvollen Anspruch?“
Und noch grundsätzlicher:
„Wer hat die Legitimation, diese Vereinbarung festzulegen?“
Das ist der wirklich interessante Teil der Tokenisierung.
Denn sobald nicht nur Bitcoin oder digitale Kunst tokenisiert werden, sondern Grundstücke, Unternehmen, Rohstoffe, Wasserrechte, CO₂, Energie, Arbeitsleistungen oder natürliche Ressourcen, wird die Frage nach dem Maßstab und der Legitimation von Wert zwangsläufig politisch und gesellschaftlich.
Der technische Satz „Wir können alles tokenisieren“ bedeutet daher noch lange nicht:
„Wir wissen, wie alles bewertet werden soll.“
Und genau zwischen diesen beiden Sätzen liegt wahrscheinlich eine der wichtigsten Fragen der kommenden Jahre.
„vollständige digitale Erfassung und Monetarisierung jedes physischen Gegenstands auf der Erde – in Echtzeit.“, „Digitales Weltgehirn“: Klingt nach totalitärem Wahn.
Machtausübung beginnt bei irreführender Sprache. Der Begriff KI ist ein sprachlicher Irrtum, weil es das, was er suggeriert, gar nicht gibt. Wir haben kein künstliches Gehirn gebaut, sondern statistische Musterautomaten, die nichts verstehen, nichts meinen und nichts erleben. Es gibt derzeit keine echte KI – wenn man unter „KI“ ein künstlich nachgebautes Gehirn oder ein künstliches Subjekt versteht. Denn das wäre die eigentliche Bedeutung des Begriffs.
Künstlich heißt menschengemacht und klingt so, als sei hier etwas Natürliches nachgebaut worden – etwa ein künstliches Herz oder ein künstlicher Muskel. Doch bei KI wurde nichts Natürliches nachgebaut. Es gibt kein künstliches Denken, kein künstliches Bewusstsein, kein künstliches Verstehen. KI ist kein künstliches Gehirn, sondern ein von Menschen konstruier-tes Rechenverfahren, etwa Neuronetze (Trainingsalgorithmus Back-Propagation, Trainingsdaten, Modellausführungs-Algorithmus / Inference = Matrizenmultiplikation und nichtlineare Funktionen zur geometrischen Faltung des mehrdimensionalen Zahlenraumes). In diesem Sinn, menschengemacht, ist KI genauso künstlich wie Excel, ein Taschenrechner oder jede andere Software. Das Wort „künstlich“ trägt also nichts zur Erklärung bei, sondern erzeugt nur die Illusion eines künstlichen Geistes, den es nicht gibt. In anderer Hinsicht ist KI auch wieder nicht-künstlich, denn die Ressourcen für KI beuten materiell, banal unkünstlich, die Erde aus.
Intelligenz suggeriert Fähigkeiten, die Maschinen nicht besitzen: Verstehen, Absichten, Bedeutung, Selbstreflexion. KI erlebt nichts. Sie weiß nicht, was sie tut. Sie berechnet Wahrscheinlichkeiten über Daten, die Menschen ihr gegeben haben. Dass die Ergebnisse intelligent wirken, liegt nicht an Intelligenz, sondern daran, dass Menschen Muster leicht als Bedeutung interpretieren. In Wahrheit ist „KI“ kein Denker, sondern ein statistischer Musterautomat.
Beide Begriffe (K + I) zusammen erzeugen ein sprachliches Trugbild. Ein ehrlicher Begriff müsste beschreiben, was das System tut – nicht, was wir hineinprojizieren. Viele Tech Begriffe funktionieren ähnlich irreführend:
Autonomes Fahren klingt nach Selbstbestimmung, ist aber nur Regel + Statistik
Sprachmodell klingt nach Sprachverstehen, ist aber nur Tokenwahrscheinlichkeit über numerische Vektoren im mehr-dimensionalen Zahlenraum (Jedes Wort wird zu einem Punkt in diesem Raum, der keinerlei Bedeutung kennt. Die Maschine weiß nicht, was „Katze“ ist – nur, dass der Katze-Vektor in der Nähe des Hund-Vektors liegt, weil Menschen diese Wörter oft in ähnlichen Kontexten benutzen. Das Modell arbeitet also nicht mit Sprache, sondern mit Zahlenwolken, die wir Menschen als Bedeutung interpretieren.)
Neuronales Netz klingt biologisch, ist aber Mathematik
Deep Learning klingt nach tiefem Denken, ist aber nur tief gestapelte Funktionen; eher tiefes Nicht-Verstehen
Selbstlernende Systeme klingen autonom, „lernen“ aber nur innerhalb menschlicher Vorgaben
Maschinelles Lernen klingt nach Lernen von Regeln und Kausalitäten. Tatsächlich: datengetriebene Parameteroptimierung, kein Regelverständnis. AlphaZero spielte 44 Mio Schachpartien, besitzt aber kein sicheres Wissen über erlaubte Züge, sondern nur statistische Regularitäten. Ein 6-jähriges Kind hingegen versteht die Schachregeln sofort. Regelverständnis ≠ MusterOptimierung
Kognitive KI klingt psychologisch, hat aber keine Kognition
Intelligente Entscheidungsfindung klingt nach Denken, ist aber Wahrscheinlichkeitswahl
KI-Agent klingt wie James Bond 007, ist aber nur operationelle Autonomie wie bei einem Heizregler
Künstliche Emotion: wer’s glaubt ist Fall für Psychiater
Cyber Telepathie: Maschinen, die Gedanken lesen sollen, obwohl sie nicht mal eigene haben
(# Kalle Nebenwirkungsfrei: simuliert medizinische Kompetenz)
Warum also nicht einfach CSPC Complex Statistical Pattern Calculator sagen? Klingt halt nicht besonders sexy. Politiker lieben den „KI“- Begriff, weil er nach Zukunft klingt; für Tech Konzerne klingt er nach Geld; für Medien nach Drama; und Nutzer lieben ihn, weil er nach Magie klingt. CSPC dagegen klingt nach Mathematik. „KI“ ist ein Mythoswort, CSPC wäre ehrlich. Aber Mythen haben PR Abteilungen, Mathematik nicht.
Allgemein gilt: Je formaler die Welt, desto eher reicht Mustererkennung aus. Je offener, sozialer und kontextabhängiger sie ist, desto schneller stößt sie an Grenzen und produziert Kollateralschäden.
Und warum setzen Machthaber, Tech-Eliten und Politiker so auf KI? Nicht, weil sie denkt, sondern weil sie nicht denkt. Ein System ohne eigenes Bewusstsein kann nicht rebellieren, nicht widersprechen und nicht sagen: Moment mal, das ist moralisch fragwürdig. Das macht „KI“ attraktiv für Machthaber, die Entscheidungen als technisch neutral darstellen möchten, obwohl sie weiterhin menschliche Interessen widerspiegeln. Der KI Hype eines neutralen Superdenkers ist K KREATIVE I IRREFÜHRUNG der Bevölkerung.
Der digitale Leviathan herrscht nicht durch Gewalt, sondern durch Komfort.
Regelkreis: System misst → KI klassifiziert → Regeln sanktionieren → Mensch passt sich an → System misst erneut. Wollen wir das, dann muss das Volk darüber entscheiden. Dazu muß es erkennen, daß „KI“ nicht der Entscheider ist, sondern der automatisierte Vollstrecker einer menschlich vorgegebenen Bewertungsarchitektur.
Eigentlich ist das „Projekt“ schon lange so weit gediehen, dass es niemanden – am wenigsten die Betreiber der KI – mehr kümmern wird, was das „Volk“ dazu zu sagen hat. Denn dieses Volk ist es, das liebend gern alles nutzt, was bereits per KI läuft. Vor den Vollstreckern hat man Respekt, sprich Angst und wird daher willig alles tun, was verlangt ist, um den eigenen „Komfort“ zu erhalten… will man noch Trinkwasser haben? Na eben… oder Strom? Eben. Ohne KI ist da nix. Und nicht mehr bei amazon einkaufen? Keine 99 Streamingprogramme mehr? Keine Lieblings-App am Smartphone? Kein Whats-App-Getratsche? Eben…
Wir leben bereits im Lande des endlosen Glücks – es gibt kein Zurück. Wer nicht mitmacht, hat halt nix.
Ich würde gerne eine Lösung hören, aber welche ist das?
Künftig soll KI außerdem durch unsere (Privat)Pensionen mitfinanziert werden – wer soll es verhindern?
Sie beschreiben korrekt die Fortschrittsfalle, die durch Scheinkomfort funktioniert. Mein kleiner Beitrag in meinem Umfeld sieht so aus:
Wenn mich jemand fragt, ob ich KI benutzt habe, sage ich: Nein – ein komplexer statistischer Musterrechner hat geholfen, der so tut als hätte er einen Geist. KI wäre ein künstlich nachgebautes Denken, und genau das war es nicht. So zwingt man den Gegenüber, über den Unsinn des Begriffs KI nachzudenken. Dann kommt man zu KI als Machtsystem (Missbrauch durch „Eliten“).
Wo ist mein Leserbrief abgeblieben?
In meinem Leserbrief hatte ich mitgeteilt, dass sich Cathrin Austin Fitz schon lange mit der Problematik der Tokenisierung von Allem und von Jedem befasst. Denn es wird nicht ausbleiben, dass die Menschen ebenfalls tokenisiert werden. Und hatte auf den Dokumentarfilm „The Great Taking“ verwiesen, in dem die Tokenisierung und räuberische widerrechtliche Aneignung durch die bekannten Räuber und Tunichtgute namens Elon Musk, Peter Thiel, Bill-the-killer-Gates und namentlich nicht bekannte Bankster thematisiert wird.
Die Grok von Elon Musk hatte allerdings schon so viel „Freiheit“, dass sie auch Widersprüche nicht verleugnete. Allerdings begann sie dann so sehr zu fantasieren, dass es gefährlich wurde… es KANN niemals eine KI geben, die echte eigene Moral entwickelt, weil sie…. keine menschlichen Erfahrungen machen kann. Daher auch niemals irgendein Gefühl entwickeln könnte. Schlicht und einfach. Was wie ein Gefühl aussähe, wäre immer nur dasjenige eines – vielleicht – Monsters, das es ihr eingab…
Es gäbe schlicht nur eine einzige Lösung: Abschalten! Außer Kontrolle ist der Zauberlehrling nämlich schon längst und der Hirsetopf geht über und wird die ganze Welt mit seinem Brei fluten – genau wie im Märchen. Es gibt kein Zauberwort, dass ihn stoppt, wenn wir das auch noch so sehr glauben.
@ Gabriele, 25. August 2026 um 11:25 Uhr
„… Es gäbe schlicht nur eine einzige Lösung: Abschalten! …“
Ich habe gar nicht erst solchen Mist, wie die sogenannte „KI“ in Verwendung.
…mit Abschalten meinte ich die Macher – das Volk wird es nicht tun. Und zu gar nicht erst haben…das ist der kleinste Teil des Ganzen, denn wie gesagt hätten wir schon heute ohne KI kein Trinkwasser und keinen Strom mehr. Keinen geregelten Verkehr, keine „smarten“ Supermarktkassen, ja nicht einmal die Tür würde dort ohne KI mehr aufgehen…
Man kann wirklich allen Idioten nur immer wieder sagen, was man denkt – auch wenn man dann selber als solcher abgestempelt wird. Wenn einer von 10 nachdenkt, ist es dann schon viel.